Ich verstehe den Aufruhr ehrlich gesagt nicht. In Berlin, Brandenburg und den meisten europäischen Ländern sind sechs Jahre Grundschule normal. Danach kann sich ein Kind viel leichter entscheiden, welchen Schultyp es danach wählt. Warum soll das in Hamburg nicht funktionieren?
Und: obwohl in Berlin sechs Jahre Grundschule normal sind, gibt es Gymnasien, die mit der fünften Klasse anfangen. Und das geht! Kuckstu.
21.08.2010 14:53 Uhr
von Martina J.:
Die geringe Zahl der Ummeldungen kann man ganz einfach erklären: der größte Teil der Kinder an den Starterschulen hätte wahrscheinlich keine Gymnasialempfehlung bekommen - da die für die Starterschulen angemeldeten Kinder aber gar keine Empfehlung bekommen haben, lässt sich das allerdings nicht nachprüfen. Da aber in der gesamten Primarschul-Diskussion (allerdings ohne wissenschaftliche Grundlage) von den Befürwortern quasi geradezu versprochen wurde, dass durch das „längere gemeinsame Lernen“ gerade leistungsschwächere Kinder mehr Zeit bekommen, sich zu entwickeln, werden sich viele dieser Eltern Hoffnung machen, dass ihre Kinder in den zwei Jahren Primarschule vielleicht doch noch „reif fürs Gymnasium“ werden könnten. Da aber aus den Lehrplänen für die Primarschulen ganz klar ersichtlich ist, dass die Anforderungen insbesondere in den Fremdsprachen erheblich niedriger sind als an den Gymnasien, könnten diese Kinder dort in den 7. Klassen ganz schön Probleme bekommen. Insbesondere Eltern, die noch keine Kinder auf einem Gymnasium haben, können das natürlich überhaupt nicht einschätzen. Man kann nur hoffen, dass diese „Ausnahmeregelung“ sich nicht als Bumerang für die Kinder erweist.
20.08.2010 22:38 Uhr
von der andersdenker:
"wenn ihre Mitschüler auf den Stadtteilschulen und Gymnasien jetzt zwei Jahre lang Gas geben können und fachlich gefördert werden?"
oh mann, das sind doch kinder, die sollen erst mal das leben kennen lernen
20.08.2010 16:50 Uhr
von Johanna:
Mit Kuschelpädagogik auf's Abstellgleis
Als Mutter von 3 Kindern kann ich die Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder auf den Starterschulen lassen. Glauben sie wirklich, dass die Kinder dort den Anschluss schaffen, wenn ihre Mitschüler auf den Stadtteilschulen und Gymnasien jetzt zwei Jahre lang Gas geben können und fachlich gefördert werden? Und vor allem: Wie soll der Übergang i die Klasse 7 laufen? Wen dann noch gilt, dass ein Abschulen nkicht möglich ist, käme nur das absurde Probejahr für diese Kinder in Betracht. Sie wären dann von vornherein Mitschüler zweiter Klasse in Klasse 7.
Dass Frau Goetsch DAS zulässt, halte ich für unseriös und ideologisch verblendet.
Leserkommentare
21.08.2010 19:56 Uhr
von Pan:
Ich verstehe den Aufruhr ehrlich gesagt nicht. In Berlin, Brandenburg und den meisten europäischen Ländern sind sechs Jahre Grundschule normal. Danach kann sich ein Kind viel leichter entscheiden, welchen Schultyp es danach wählt. Warum soll das in Hamburg nicht funktionieren?
Und: obwohl in Berlin sechs Jahre Grundschule normal sind, gibt es Gymnasien, die mit der fünften Klasse anfangen. Und das geht! Kuckstu.
21.08.2010 14:53 Uhr
von Martina J.:
Die geringe Zahl der Ummeldungen kann man ganz einfach erklären: der größte Teil der Kinder an den Starterschulen hätte wahrscheinlich keine Gymnasialempfehlung bekommen - da die für die Starterschulen angemeldeten Kinder aber gar keine Empfehlung bekommen haben, lässt sich das allerdings nicht nachprüfen.
Da aber in der gesamten Primarschul-Diskussion (allerdings ohne wissenschaftliche Grundlage) von den Befürwortern quasi geradezu versprochen wurde, dass durch das „längere gemeinsame Lernen“ gerade leistungsschwächere Kinder mehr Zeit bekommen, sich zu entwickeln, werden sich viele dieser Eltern Hoffnung machen, dass ihre Kinder in den zwei Jahren Primarschule vielleicht doch noch „reif fürs Gymnasium“ werden könnten.
Da aber aus den Lehrplänen für die Primarschulen ganz klar ersichtlich ist, dass die Anforderungen insbesondere in den Fremdsprachen erheblich niedriger sind als an den Gymnasien, könnten diese Kinder dort in den 7. Klassen ganz schön Probleme bekommen.
Insbesondere Eltern, die noch keine Kinder auf einem Gymnasium haben, können das natürlich überhaupt nicht einschätzen.
Man kann nur hoffen, dass diese „Ausnahmeregelung“ sich nicht als Bumerang für die Kinder erweist.
20.08.2010 22:38 Uhr
von der andersdenker:
"wenn ihre Mitschüler auf den Stadtteilschulen und Gymnasien jetzt zwei Jahre lang Gas geben können und fachlich gefördert werden?"
oh mann, das sind doch kinder, die sollen erst mal das leben kennen lernen
20.08.2010 16:50 Uhr
von Johanna:
Mit Kuschelpädagogik auf's Abstellgleis
Als Mutter von 3 Kindern kann ich die Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder auf den Starterschulen lassen. Glauben sie wirklich, dass die Kinder dort den Anschluss schaffen, wenn ihre Mitschüler auf den Stadtteilschulen und Gymnasien jetzt zwei Jahre lang Gas geben können und fachlich gefördert werden? Und vor allem: Wie soll der Übergang i die Klasse 7 laufen? Wen dann noch gilt, dass ein Abschulen nkicht möglich ist, käme nur das absurde Probejahr für diese Kinder in Betracht. Sie wären dann von vornherein Mitschüler zweiter Klasse in Klasse 7.
Dass Frau Goetsch DAS zulässt, halte ich für unseriös und ideologisch verblendet.