@Doreen Weiß: Es wäre gewiss ein großer Schritt, wenn die Schulen (an wen genau dachten Sie dabei?) sich in Zukunft selbst ein Kollegium zusammenstellen könnten, in dem die 'Chemie' stimmt. Es fragt sich nur, wo dieser Schritt hinführen würde. Nicht einmal den Schulen dürfte es wirklich dauerhaft bekommen, wenn die Belegschaft komplett einpennt, weil niemand mehr den Frieden stört und alle eine Einheitsmeinung (die des Direktors nämlich) hegen.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus). Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Gondo:
Nach Leistung bezahlt..aaaja nach Weiterbildung bezahlt aajjaa...Lehrerin mit Kinderwunsch hat weniger Zeit als ein Lehrer na ja kann vielleicht noch hinhauen. Weiterbildung = mehr Leistung=Schüler bekommen mehr vermittelt. Hmmhaääh
Ich als Techniker mit einigen Zusatzqualifikationen habe immer nur gesagt bekommen:" Sie sind alt und überqualifiziert" Natürlich freie Marktwirtschaft. Wohin wechseln denn die Lehrer und die Eltern der Kinder die unterrichtet werden. Ich meine haben wir dann irgendwann einen Run auf Schulen mit vermeintlich leistungsstarken Lehrern und die daraus resultierenden Imagegewinn-Verlusten der Schulen. Dann schicken Sie Ihr Kind doch auf private Schulen und Sie bekommen die Garantie Ihr Kind ist in besten Händen. Ist genauso unausgegoren wie der Vorschlag von Glos, die Steuer für fette und moderne Autos auf 1-2 Jahre auszusetzen.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Liebe Grüße Teeologin
11.02.2011 17:48 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus). Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Liebe Grüße Teeologin
13.11.2008 14:40 Uhr
von anke:
@Doreen Weiß: Es wäre gewiss ein großer Schritt, wenn die Schulen (an wen genau dachten Sie dabei?) sich in Zukunft selbst ein Kollegium zusammenstellen könnten, in dem die 'Chemie' stimmt. Es fragt sich nur, wo dieser Schritt hinführen würde. Nicht einmal den Schulen dürfte es wirklich dauerhaft bekommen, wenn die Belegschaft komplett einpennt, weil niemand mehr den Frieden stört und alle eine Einheitsmeinung (die des Direktors nämlich) hegen.
12.11.2008 09:32 Uhr
von Selberdenker:
Die INSM ist eine neoliberale Interessengemeinschaft, die sozialstaatsfeindlich ist und durch wiederkehrende, auch verdeckte Medienpräsenz versucht, ihre Positionen durchzusetzen. Was von dort kommt, sollte mit Vorsicht genossen werden!
Lehrerfortbildungen und -engagement sind sinnvoll, ebenso aber auch ihre bisherige Gehaltsgestaltung.
12.11.2008 09:20 Uhr
von Peters:
Lehrer sollten sich schon ständig weiter bilden müssen und es sollte vielleicht auch eine Art Lehrer-TÜV geben, so wie es in Bayern seit kurzem einen Ärzte-TÜV gibt. Ansonsten halte ich sehr wenig von den Ideen der INSM ;0)
12.11.2008 08:44 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus). Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
11.11.2008 22:08 Uhr
von Anne:
Bezüglich Teeologin "und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen":
- eben. Und ratet mal, wer die "Mangel"fächer, wie Physik, unterrichtet. Beziehungsweise wie es dazu gekommen ist, dass eben diese Fächer Mangelfächer sind.
11.11.2008 19:16 Uhr
von Gondo:
Nach Leistung bezahlt..aaaja nach Weiterbildung bezahlt aajjaa...Lehrerin mit Kinderwunsch hat weniger Zeit als ein Lehrer na ja kann vielleicht noch hinhauen. Weiterbildung = mehr Leistung=Schüler bekommen mehr vermittelt. Hmmhaääh
Ich als Techniker mit einigen Zusatzqualifikationen habe immer nur gesagt bekommen:" Sie sind alt und überqualifiziert" Natürlich freie Marktwirtschaft. Wohin wechseln denn die Lehrer und die Eltern der Kinder die unterrichtet werden. Ich meine haben wir dann irgendwann einen Run auf Schulen mit vermeintlich leistungsstarken Lehrern und die daraus resultierenden Imagegewinn-Verlusten der Schulen. Dann schicken Sie Ihr Kind doch auf private Schulen und Sie bekommen die Garantie Ihr Kind ist in besten Händen. Ist genauso unausgegoren wie der Vorschlag von Glos, die Steuer für fette und moderne Autos auf 1-2 Jahre auszusetzen.
11.11.2008 17:05 Uhr
von Doreen Weiß:
Es hat gute Gründe, dass Schulen nicht aufgebaut sind wie Unternehmen - spätestens seit der Pleite mit der Reform des Arbeitsamts sollte man sich nicht einbilden, dass über Verstraffung, Verschlankung, Effizienz und PowerPoint-Abhakpunkte alles automatisch besser wird. Die Probleme, die Schulen haben, haben sie in erster Linie dadurch, dass sie so gut wie nichts selbst bestimmen können. Sie können sich z.B. ihr Kollegium oder ihre Referendare nicht aussuchen. Es wäre doch schon mal ein großer Schritt in Richtung einer engagierten Schule, wenn eine Schule eigenständig ein Kollegium schaffen dürfte, in dem die Chemie stimmt.
11.11.2008 16:54 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Leserkommentare
04.04.2011 18:59 Uhr
von anke:
@Doreen Weiß:
Es wäre gewiss ein großer Schritt, wenn die Schulen (an wen genau dachten Sie dabei?) sich in Zukunft selbst ein Kollegium zusammenstellen könnten, in dem die 'Chemie' stimmt. Es fragt sich nur, wo dieser Schritt hinführen würde. Nicht einmal den Schulen dürfte es wirklich dauerhaft bekommen, wenn die Belegschaft komplett einpennt, weil niemand mehr den Frieden stört und alle eine Einheitsmeinung (die des Direktors nämlich) hegen.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin
Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß
Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus).
Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Gondo:
Nach Leistung bezahlt..aaaja nach Weiterbildung bezahlt aajjaa...Lehrerin mit Kinderwunsch hat weniger Zeit als ein Lehrer na ja kann vielleicht noch hinhauen.
Weiterbildung = mehr Leistung=Schüler bekommen mehr vermittelt. Hmmhaääh
Ich als Techniker mit einigen Zusatzqualifikationen habe immer nur gesagt bekommen:" Sie sind alt und überqualifiziert"
Natürlich freie Marktwirtschaft.
Wohin wechseln denn die Lehrer und die Eltern der Kinder die unterrichtet werden. Ich meine haben wir dann irgendwann einen Run auf Schulen mit vermeintlich leistungsstarken Lehrern und die daraus resultierenden Imagegewinn-Verlusten der Schulen. Dann schicken Sie Ihr Kind doch auf private Schulen und Sie bekommen die Garantie Ihr Kind ist in besten Händen.
Ist genauso unausgegoren wie der Vorschlag von Glos, die Steuer für fette und moderne Autos auf 1-2 Jahre auszusetzen.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Liebe Grüße
Teeologin
11.02.2011 17:48 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin
Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß
Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus).
Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Liebe Grüße
Teeologin
13.11.2008 14:40 Uhr
von anke:
@Doreen Weiß:
Es wäre gewiss ein großer Schritt, wenn die Schulen (an wen genau dachten Sie dabei?) sich in Zukunft selbst ein Kollegium zusammenstellen könnten, in dem die 'Chemie' stimmt. Es fragt sich nur, wo dieser Schritt hinführen würde. Nicht einmal den Schulen dürfte es wirklich dauerhaft bekommen, wenn die Belegschaft komplett einpennt, weil niemand mehr den Frieden stört und alle eine Einheitsmeinung (die des Direktors nämlich) hegen.
12.11.2008 09:32 Uhr
von Selberdenker:
Die INSM ist eine neoliberale Interessengemeinschaft, die sozialstaatsfeindlich ist und durch wiederkehrende, auch verdeckte Medienpräsenz versucht, ihre Positionen durchzusetzen. Was von dort kommt, sollte mit Vorsicht genossen werden!
Lehrerfortbildungen und -engagement sind sinnvoll, ebenso aber auch ihre bisherige Gehaltsgestaltung.
12.11.2008 09:20 Uhr
von Peters:
Lehrer sollten sich schon ständig weiter bilden müssen und es sollte vielleicht auch eine Art Lehrer-TÜV geben, so wie es in Bayern seit kurzem einen Ärzte-TÜV gibt. Ansonsten halte ich sehr wenig von den Ideen der INSM ;0)
12.11.2008 08:44 Uhr
von Alpi Ylmaz:
Seit Jahrzehnten ist ein neues Konzept zur Leistungsbewertung der Lehrer notwendig. Wenn durch die anstehende Pensionierungswelle derzeit eine gute Gelegenheit besteht, diese umzusetzen, sollte die Gelegenheit unbedingt genutzt werden.
@ Teeologin
Natürlich sollte jemand, der weniger Zeit für Projekte und Fortbildung aufbringen kann oder will, weniger verdienen als jemand, der in seinem Beruf engagierter ist, egal ob Mann oder Frau.
@ Frau Weiß
Es hat keine guten, sondern im Gegenteil, sehr schlechte Gründe, warum Schulen nicht wie Unternehmen aufgebaut sind: gute Bildung, wie sie im Unternehmen Schule entsteht, ist zu teuer. Es ist ja wohl unbestritten, dass gerade an Privatschulen (sie haben einen wirtschaftlichen Zweck) bessere Bildungskonzepte umgesetzt werden als an öffentlichen Schulen. (Sie suchen sich auch die Lehrer selbst aus).
Das ist sehr bedenklich, denn wenn die leistungsreduzierende öffentliche Schule schlechter ausbildet als teure Privatschulen, bleibt Bildung kein Allgemeingut, sondern den Reichen vorbehalten.
11.11.2008 22:08 Uhr
von Anne:
Bezüglich Teeologin "und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen":
- eben. Und ratet mal, wer die "Mangel"fächer, wie Physik, unterrichtet. Beziehungsweise wie es dazu gekommen ist, dass eben diese Fächer Mangelfächer sind.
11.11.2008 19:16 Uhr
von Gondo:
Nach Leistung bezahlt..aaaja nach Weiterbildung bezahlt aajjaa...Lehrerin mit Kinderwunsch hat weniger Zeit als ein Lehrer na ja kann vielleicht noch hinhauen.
Weiterbildung = mehr Leistung=Schüler bekommen mehr vermittelt. Hmmhaääh
Ich als Techniker mit einigen Zusatzqualifikationen habe immer nur gesagt bekommen:" Sie sind alt und überqualifiziert"
Natürlich freie Marktwirtschaft.
Wohin wechseln denn die Lehrer und die Eltern der Kinder die unterrichtet werden. Ich meine haben wir dann irgendwann einen Run auf Schulen mit vermeintlich leistungsstarken Lehrern und die daraus resultierenden Imagegewinn-Verlusten der Schulen. Dann schicken Sie Ihr Kind doch auf private Schulen und Sie bekommen die Garantie Ihr Kind ist in besten Händen.
Ist genauso unausgegoren wie der Vorschlag von Glos, die Steuer für fette und moderne Autos auf 1-2 Jahre auszusetzen.
11.11.2008 17:05 Uhr
von Doreen Weiß:
Es hat gute Gründe, dass Schulen nicht aufgebaut sind wie Unternehmen - spätestens seit der Pleite mit der Reform des Arbeitsamts sollte man sich nicht einbilden, dass über Verstraffung, Verschlankung, Effizienz und PowerPoint-Abhakpunkte alles automatisch besser wird. Die Probleme, die Schulen haben, haben sie in erster Linie dadurch, dass sie so gut wie nichts selbst bestimmen können. Sie können sich z.B. ihr Kollegium oder ihre Referendare nicht aussuchen. Es wäre doch schon mal ein großer Schritt in Richtung einer engagierten Schule, wenn eine Schule eigenständig ein Kollegium schaffen dürfte, in dem die Chemie stimmt.
11.11.2008 16:54 Uhr
von Teeologin:
Gerechtigkeit fordern ist ok - ich sehe auch, dass HauptschullehrerInnen nach dem gegenwärtigen System zu schlecht entlohnt werden.
Aber bitte bedenken: Bei einem leistungsorientierten System wird die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufgegeben - und ratet mal, wer vermutlich mehr Zeit hat, sich fortzubilden, Projekte zusätzlich durchzuführen etc? Ein leistungsorientiertes System wird dazu führen, dass auch bei den BeamtInnen und den Angestellten im Öffentlichen Dienst Frauen den kürzeren ziehen, wie im übrigen übrigen in vielen Bereichen ( ca. 25 % weniger Lohn erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt)
Liebe Grüße
Teeologin