In Hamburg gibt es seit 2004 das erste Discountbordell. Das Konzept ist
so erfolgreich, dass die Betreiber jetzt Lizenzen für Franchise-Unternehmen anbieten.von Katharina Finke
Bei der leibesdienstleistung ist es wie allen Billigangeboten. Ob bei Billigflieger, Discounter oder sonstigen Sonderangeboten. Am Anfang bringen sie den Markt in Bewegung, wenn dann wirklich niemand mehr an der Ware verdient werden die Preise durch irgend welche Tricks erhöht. Nur bei Prostituierten handelt es sich nicht um beliebig vermehrbare Ware sondern um Menschen die aus der Not heraus ihren Körper verkaufen. Hier sollten faire Preise selbstverständlich sein. Wer sich über ein ordentliche geführte Haus informeiren möchte kann es im Forum von www.erospark.de machen.
06.11.2010 17:27 Uhr
von Phillip v.H.:
Die sexuelle Veränderung in der Gesellschaft ist gravierend- Früher sind wir auf Party mit dem Fahrrad gefahren und haben geliebt und geküsst- Heute geht das nicht mehr-
Es wird einfach mehr gedacht und die Naivität ist verloren gegangen. Einfach den Moment zu geniessen- genauso wie das Leben.
Immer weniger Frauen arbeiten als Prostituierte und engagieren sich lieber in Studium und Arbeit.
Der Mann hat die Entwicklung nicht erkannt. Die Frauen sind den Männern momentan voraus-
Wir werden eine immer mehr asexuell gesteuerte Gesellschaft- Die Männer erfreuen sich mit Pornographischen Ablichtungen am PC o.ä. und die Frauen erleben ihren Höhepunkt mit ihren eigenen Händen.
Viele heutige Beziehung sind sexuelle gesehen eher eine Zweckverbindung und münden nicht aus Liebe. Es hat sich halt ergeben- Bloß nicht alleine sein heisst das Motto- Alle Gefühle bloß verdrängen...
Trotzdem glaube ich, dass der Knoten bald platzt und es wieder heiss her geht...
24.04.2009 20:42 Uhr
von Mazza:
@ rudi k.
Schön, diese tatsache des ` fünfjährigen` mal schwarz auf weiss zu lesen. Irgend etwas scheint mit der spezie mensch, die ca. 48% unserer weltbevölkerung ausmacht, nicht zu stimmmen :-( Nun ja, wenn der mann während der evolution weiter auf dem niveau eines .... stecken/bleibt, ist es für ihn auch logisch, daß frauen für seine taten haften - heisst ja nicht umsonst "eltern-teile haften für ihre kinder" :( Der wahn ist kurz, die reu ist lang, drum prüfe frau, an was du dich bindest ....
24.04.2009 10:21 Uhr
von aso:
Zwangsprostition von Frauenschieberbanden ist sicher zu verfolgen. Möglicherweise gibt es einige Frauen, denen dieses Geschäftsmodell jedoch lieber ist, als nur Hartz 4, und ggf. Vorteile bieten kann. Das wíssen auch schon unsere Vorfahren:
@a´dam: "Und übrigens: Laut dem Hamburger Komissariat sind in Deutschland 95% der Prostituierten zwangsprostituiert. Die Lage in Deutschland ist singulär, katastrophal und in keinem andern Land Europas stößt man auf derartige Verharmlosung."
Wenn schon verdrehte Zahlen der feministischen "Emma" verwendet werden, bitte Orginalzitate :
Fachtagung "Arbeitsplatz Prostitution" im April 2004 in Hamburg (Museum der Arbeit).
Vortrag vom Ersten Kriminalhauptkommissar Detlef Ubben LKA65 : " ...ich gehe davon aus, dass in Hamburg noch heute hinter 90% der Frauen jemand anderes steht. Das kann ein Zuhälter sein, der sie ausbeutet, oder ein Ehemann, der sich am Haushaltsgeld bedient. Mitunter ist es aber auch eine Frau. Doch nur die kriminelle Ausbeutung erfordert unser Einschreiten ..."
"... 2003 waren bei 1.235 registrieren Zwangsprostitutionsopfern in Deutschland als verantwortliche Menschenhändler 79% Männer und 19% Frauen beteiligt..."
"...Ungefähr 95% der Frauen aus den GUS-Staaten wissen bereits in der Heimat, dass sie in Deutschland anschaffen sollen. Sie werden oft jedoch über die Verdienste und Umstände im Unklaren gelassen. Es gibt genügend Frauen, die sich hier auch prostituieren wollen, einige prostituieren sich zum Teil jahrelang und tun alles dafür, um hier bleiben zu können. Denn trotz Ausbeutung durch Menschenhändler verdienen die Frauen immer noch ein Vielfaches mehr als in ihrem Heimatland..."
Beispielhaft gibt es national 4 Postionen zur Prostitution
Abolitionistisch = komplette Abschaffung, wie Schweden / Frankreich (bei der Umsetzung)= Bestrafung der Freier
Prohibitionistisch : = Bestrafung der Prosituierten Japan (nur Orale/anale Techniken gestattet), Saudi-Arabien (Todesstrafe für Freier+Prostituierte+Zuhälter) Pakistan (nicht in Sunnitischen Gebieten)
Es gibt zur feministischen Ablehnung der Prostitution einen interessanten Aufsatz von Sophia Moldenhauer, Humboldt-Universität zu Berlin : http://www.gender.hu-berlin.de/w/files/ztgbulletintexte35/4moldenhauer.pdf
Zur Entwicklung der Prostituiertenzahlen für Hamburg : 1993 : ~ 6.100 1998 : ~ 4.300 2007 : 2.450
Die Projektleiterin Ulrike Gatzke der Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel (Sozialbehörde Hamburg) gibt folgende Zahlen für 2007 bekannt : Mit 22 Mitarbeitern betreut sie jährlich ungefähr 60 zwangsprostituierte Frauen meist aus Bulgarien, Rumänien und Nigeria. Geschätzer Dunkelfaktor von zwangsweisen Übergriffen gegen Prostituierte bis 10fach
Frau Gatzke machte auch noch auf folgenden Umstand aufmerksam zum Thema Menschenhandelsgesetz: Es gibt seit 2005 ein neues Feld, weil zwischen sexuellem und nicht sexuellem Menschenhandel unterschieden wird. Letzteres betrifft zum Beispiel Erntehelfer, Reinigungskräfte, Au-pair-Mädchen oder Gastronomiekräfte. Sie tauchen in den Statistiken bisher nicht auf, weil es keine Anlaufstellen für Arbeitsausbeutung gibt. Das muss sich dringend ändern. (Nach Schätzungen der ILO erfüllen regional bis zu 20% der Arbeitskräfte des Hotel & Gastronomiegewerbes in Europa die Kriterien für Zwangsarbeit und Menschenhandel !)
Wer sich noch weiter mit dem Thema befassen möchte sollte nach folgenden (teilweise mir persönlich bekannten) Personen recherchieren :
Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler Charlottenburg-Wilmersdorf - schliesst eingesessene Wohnungsbordelle in Wohngebieten - gegen BVV-Beschlüsse
Stephanie Klee vom Verband sexuelle Dienstleistungen (BSD)- langjährige Prostituierte, Autorin, Aktivistin und Vorsitzende
Emilia Mitrovic (Hochschule für angewandte Wissenschaften, Projekt „Arbeitsplatz Prostitution“(ver.di)
23.04.2009 19:10 Uhr
von Rudi K.:
@anne
die " Frauenbenutzer " gehen mit IHRER Frau immer gut um ***alles S
chlampen ausser Mutti ;-)))
Männer bleiben auf dem Niveau eines Fünfjährigen * ich hab nichts getan * und wenn sie erwischt werden ist die Frau schuld ;-)
22.04.2009 17:58 Uhr
von a´dam:
Oh mein Gott - also bevor hier noch weiter in die Richtung: Frauen sind ja sowieso an überhaupt allem schuld, ja sogar an ihrer eigenen Erniedrigung, blabla hohe Ansprüche und außerdem Prostitution? - ach alles ganz locker-flockig-easy (kann nicht beweisen, dass es in Einzelfällen nicht zutrifft, würde aber nichts legitimieren), möchte ich auf diesen Blog hinweisen, der den Artikel zum Thema hat: http://30jahre.taz.de/2009/04/verherrlicht-die-taz-die-prostitution/
Und übrigens: Laut dem Hamburger Komissariat sind in Deutschland 95% der Prostituierten zwangsprostituiert. Die Lage in Deutschland ist singulär, katastrophal und in keinem andern Land Europas stößt man auf derartige Verharmlosung. Nur noch in den Niederlanden ist es legal und selbst die wollens loswerden und gehen damit nicht so lapidar um.
Mfg
22.04.2009 16:09 Uhr
von Hein Borchert:
@Anne "Mich würde interessieren, wie geht mann denn so zu Hause mit der eigenen Frau oder Fräundin um, sind diese 1,2 Mio (tägl.) Frauenbenutzer überhaupt in der Lage auf die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen einzugehen?"
Ich möchte die Fragestellung erweitern : Warum nutzt ein großer Teil der männlichen, urbanen Singles käuflichen Sex ?
Weibliche urbane Singles sind zunehmend unabhängig von Männern und leben ihr Leben, suchen sich aus mit wem sie Sex haben. Den gestiegenen Ansprüchen nach Body, Selbstdarstellung und Unterhaltungswert, Einkommen, Status erfüllen zunehmend weniger Männer. Der Anteil an späten Jungfrauen steigt stärker bei den Männern, als bei den Frauen.
Wenn man sich demografische Statistiken anguckt gibt es in Ostdeutschland oder im ländlichen Raum im Heiratshauptalter von 25-35 Jahren teilweise bis über 40% quantitativen Männerüberschuß. Um 1950 gab es trotz der Kriegsfolgen noch ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis.
Wie gesagt, vorgenannte Umstände treffen sicher nicht auf alle Männer zu, jedoch doch kann man nicht von einer homogenen "Frauenbenutzermasse" sprechen.
Für mich persönlich (trotz, Freundlichkeit, normalem Aussehen, Haus- / Auto, Bildung) ist es trotz rund über ca. Frauenkontakten ob, Freundeskreis, Freizeitbereich, oder beruflich, nie zu mehr als Zuhören, Helfer für alles, Sponsor gekommen. Ich bin verlegen wie ein Teeny am 40. Geburtstag zum ersten Mal in einen Puff gegangen und der erste Sex klappte natürlich nicht. Die Dame mitte 30 und nebenberuflich tätig eröffnete mir, dass sie doch einige Gäste mit ähnlichen Umständen hat - ich sei kein Exot.
Sicher bin ich jetzt hier etlichen Leuten mit vorgefassten Ideologien unter durch. Es gibt Drogenabhängige, es gibt Zwangsprostituion, es gibt Gewalt, es gibt Zuhälter, wenn man nicht nur aufs Geld schaut, weiß man auch mit wem man Geschäfte macht. Diese Aussage geht nicht gegen das Geizhaus, nur das dortige Konzept sagt mir nicht zu.
22.04.2009 14:35 Uhr
von M.H.:
Hallo "Jengre", nein, dass habe ich nicht geschlussfolgert. Außerdem würde ich mir sachlichere Bezugnahmen wünschen. Natürlich gibt es "auf der Welt" viel Elend durch Not- und Zwangsprostitution. Das gehört geächtet und aufgedeckt. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass diese Tatsache für Deutschland heute so nicht mehr angenommen werden kann. Deutsche Prostituierte sind zumeist sehr autonome Frauen. Von "Außen" zu spekulieren wie es den Frauen geht und mit welcher Motivation sie sich dazu entschieden haben ist kaum möglich. Unsere Werte und Normen erlauben es kaum einmal ganz offen darüber zu sprechen, dass der Job äußert lukrativ ist, Arbeitszeiten hat die ein "Ausschlafen" erlauben und auch der Frau gewisse "Macht" und narzistische Zufuhr geben. Eine große Zahl der Männer die als Gäste kommen sind eben auch nicht dick, hässlich und aggressiv sondern "ganz normal", nett, gebildet und auch an einer gewissen "Augenhöhe" interessiert. Diese Erfahrung habe ich ganz klar gemacht. Für einige Frauen, die nur als Prostituierte die Möglichkeit haben ihren Drogenkonsum zu finanzieren kann dies nicht gelten. Das ist natürlich auch mir klar. Mit freundlichen Grüßen M.H.
22.04.2009 11:40 Uhr
von Jengre:
Liebe M.H., ist doch völlig in Ordnung, daß es Ihnen nichts ausgemacht hat, für Geld Männer zur Ejakulation zu bringen. Aber wenn Sie deswegen schlußfolgern, es gäbe auf der ganzen Welt keine Frau, die unter Prostitution leidet, dann sind für Ihr Studium völlig unnötig Steuergelder rausgeballert worden.
21.04.2009 23:10 Uhr
von Hein Borchert:
"Außerdem der Hinweis "Das Geizhaus ist immer noch ein Bordell, deswegen erwarten wir, dass sich die Gäste umgehend für eine Dame entscheiden." Es gilt also auch für die Freier: Akkordarbeit."
Das Fazit gilt nur bedingt, sondern rührt von dem ehemaligen Schwester-Nachtclub Sparschwein her. Aus diesen Zeiten stammt auch noch die Splittung Pseudonym (Geizhaus) und Spitznamen (Sparschwein) für einunddieselbe Frau.
Ich war 2x vor Ort, einmal bei einer mir bekannten Frau die ich aus einem nobleren Bordell kannte. Sie sagte am Ende eines Tages hat sie gleich viel verdient.
Durch den straff organisiert Betrieb und die stufenartige Preisgestaltung von 38,50 Euro ist es eher ein "Sex-Imbiss". Für ähnliche Preise ist am gleichen Strassenzug zu 30,- / 39,- Euro ein ähnlicher Service zu erhalten. Über die dortigen Hinterleute kann man sich gelegentlich in den Polizeiberichten informieren.
Für mich persönlich ist das 40 Euro Angebot zu fließbandartig und ich gebe lieber seltener mehr aus, bezogen auf den Minutenpreis jedoch weniger. Nach dem Besuch habe ich dann kein so schlechtes Gefühl. Man hat dort das Gefühl sich beim käuflichen Sex mehr auf Augenhöhe zu begegnen. Mehr Zeit für persönliche Gespräche, Hygiene, ein aufeinander eingehen.
Menschlicher halt ...
21.04.2009 22:40 Uhr
von M.H.:
Ach ja, die Kommentare sind alle politisch korrekt, frauenfreundlich und man möchte ja auch so gern an die alte Geschichte von der "unfreiwilligen Prostitution" glauben. Das ist nicht mehr so ganz die Realität. Ich selbst, Akademikerin und keinesfalls ernsthaft notleidend habe eine Zeit lang mein "Taschengeld" in einem Club mit "Massagediensten" aufgebessert. Ganz "freiwillig" und ohne seelische "Probleme" und auch ohne über diese Grenze hinaus zu gehen.(Es hat mir sogar viel Spaß gemacht.) Offiziell gab es da auch nicht "mehr". Das allerdings wurde hinter verschlossenen Türen anders praktiziert. "Inoffizielle Deals" sind sicher überall Gang und Gäbe. Die "Mädchen sind überall in kürzester Zeit Profi genug. Mit €60 geht sicher keine nach Hause. Und in großen Notlagen befinden sich diese frauen auch sehr selten, bezahlen wir doch zumeist alle über unsere Steuern den Lebensunterhalt, denn meist sind die Frauen ganz offiziell arbeitslos gemeldet. Alle meine damaligen Kolleginnen ließen sich vom Staat finanzieren, also, bei allem Mitgefühl, oft sieht alles ein wenig anders aus!
21.04.2009 21:12 Uhr
von Anne:
Diese Geiz- gleich Billigaktion zeigt wieder einmal, mit welcher Menschenverachtung hier der weibliche Mensch zur Ware heruntergestuft wird. Mich würde interessieren, wie geht mann denn so zu Hause mit der eigenen Frau oder Fräundin um, sind diese 1,2 Mio (tägl.) Frauenbenutzer überhaupt in der Lage auf die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen einzugehen? Wahrscheinlich nicht .... Ich bin über den Artikel enttäuscht, der hier eine Irma-La-Douce-Welt suggeriert, die es nicht gibt. In diesem menschenunwürdigen `Gewerbe` gibt es so viel Elend - hier wird dermassen gegen die Menschenwürde verstossen; darüber zu berichten, wäre ein wichtiger Anlass .
21.04.2009 13:56 Uhr
von Jengre:
Lumpige 20 Euro dafür, daß man sich von jemandem penetrieren läßt, den man sonst nicht mit dem Arsch angucken würde. Die Frauen darf man dafür nicht verachten (und die vielen 18-, 19-, 20jährigen darunter sind wirklich Mädchen, sehr arme dazu), aber herzlich verachten kann man zwei Gruppen: Die Freier, die nicht begreifen, daß kein Geld der Welt ihnen das Recht gibt, jemanden sexuell zu benutzen (sollen sie gefälligst masturbieren, wenn's drückt), und die findigen Luden beiderlei Geschlechts, die an Prostitution verdienen, ohne ihre eigenen Körperöffnungen hinzuhalten.
21.04.2009 10:38 Uhr
von PerditaDolorosa:
Ich könnte kotzen, da verkaufen sich die Frauen und kriegen so gut wie nix dafür. Mit 60 Euro nach einer Schicht heimgehen, da kommen die beim Putzen oder Betteln noch besser weg. Und jetzt wird darüber auch noch geschrieben, als ob das eine tolle neue Geschäftsidee ist. Danke für die Massenverblödung und die Frauenverachtung, Welt!
21.04.2009 09:51 Uhr
von A. Jantzen:
Den Prostituierten wird die Bezeichnung "Frau" konsequent verweigert. Dass die Betreiberin des Bordells sie "Mädchen" nennt, ist vermutlich üblich. Dass die Autorin sie als "Damen" bezeichnet, ist diskriminierend. Das heißt, Rotlicht-Jargon in die journalistische Sprache zu übernehmen, dies im Artikel nicht zu problematisieren und die Prostitution so darzustellen, als habe sie mit "normalen" Frauen, mit Geschlechterverhältnissen, mit Fragen nach Macht, Ohnmacht, Gleichberechtigung (wer käuflich bzw. mietbar ist, ist niemals gleichberechtigt und gleichwürdig!) nichts zu tun: Das sind ja die "Damen". Für uns Frauen kein Problem?
21.04.2009 09:08 Uhr
von Karl Napf:
Ja, ja - Prostitution - Sexarbeiterinnen - ein Job wie jeder andere....Unsinn!!!! Tatsächlich weist der letzte Satz des Artikels auf den Kern der Verhältnisse. Könnte von Frauen "selbstorganisierte" Prostitution als der Tätigkeitsform nach wertfrei betrachtete/empfundene Erwerbsarbeit wahrgenommen werden, bestünde nicht der Bedarf seitens der Betroffenen, den Warencharakter des Geschlechtsakts durch irgendwelche Symbolformen zu verschleiern - denn dann könnten die befürchteten Erniedrigungsgefühle gar nicht erst aufkommen. (Es sei denn, man geht davon aus, daß jedwedes Lohnarbeitsverhältnis als Demütigung zu gelten hat) Ich behaupte: Prostitution in ihren allen Spielarten stellt mithin eine der repressivsten Verdinglichungsformen dar. Am Anfang jeder Prostitutionskarriere steht eine materiale oder psychische Vergewaltigung.
21.04.2009 08:33 Uhr
von saalbert:
Das mit dem "willich" im Titel soll wohl ein Scherz sein. Aber dass sich Frauen in "Frotteemäntel" oder "Fleecedecken" hüllen, halte ich für unwahrscheinlich. Jede wird mit einem/einer genug haben. Und dass das "Doppelleben" ein Femininum ist, war mir neu. Na ja, vielleicht liegt das am "Umzog".
***Anmerkung der Redaktion: Danke für den Tip, ist korrigiert.
20.04.2009 20:52 Uhr
von a´dam:
Warum tun sie so etwas? Warum verherrlichen sie das denn so? Warum klingt dieser Artikel wie eine Werbung, wollen sie, Autorin dieser intelligenten Zeitung von der ich außer, dass sie einen Hang zur Misogynie ist viel halte, dass der Bordellbesuch Normalität wird? Halten sie es für normal? Bei den Statistiken, den Konsequenzen? Das is so schrecklich zynisch, das ich nicht so viel essen kann wie ich kotzen möchte. Warum denn? Was haben sie ihnen denn getan, kriegen sie etwa Geld dafür, was ist denn da bloß los??
20.04.2009 20:52 Uhr
von Mazza:
Nun hat die geiz-ist-geil-mentalität auch die penis-prozession erreicht. hoffentlich macht sein beutel - äh ich meine seinen geldbeutel - nicht schlapp - mann ist ja hoffnungslos überfordert -ich würd`` deshalb eine lockprämie aussetzen. Wie im sport: der schnellste kriegt ne prämie - je schneller er sein ziel erreicht hat, desto billicher ..... macht bei 3 minuten ca. 4,75 euro - es geht noch billicher. Göttin ist das erbärmlich.
20.04.2009 19:27 Uhr
von Hartmut Prinz:
Daß eine Autorin selten Bordelle besucht, besonders nicht als Kundin, ist verständlich.
Doch ein bißchen Recherche über den "Regellfall" hätte vor einem solchen Artikel ja nicht geschadet.
Dann kämen solche Sätze nicht raus: " Eine halbe Stunde kuscheln, schmusen und Verkehr in unterschiedlichen Stellungen für 38,50 Euro. Zeit ist Geld, das scheint das Motto des Hauses. Woanders zahlt man nach Leistung, hier pro halbe Stunde."
Wo bitte funktioniert das anders? Ich für meinen Teil habe noch nie von einem Bordell gehört, wo nach reiner Leistung bezahlt wird und nicht nach Zeit. Gibt es sowas überhaupt? Machen die Freier nach dem Verkehr Benotungen, um über den Marktwert der Dienstleisterin zu bescheiden? Ungeiler Sex, mittelgeiler Sex, rattenscharfer Sex, preislich gestaffelt je nach Qualität?
Und preislich ist auch nur das inklusive Küssen ein richtiges Bombenschnäppchen. In Berlin ist eine halbe Stunde für 45 oder 50 Euro eigentlich ganz normal. Vielleicht ja nicht in Hamburg.
Aber vielleicht machen die Hamburger ja bald statt einem Ausflug ins "Geizhaus" einfach eine Reise in die Dritte Welt vor ihrer Haustür - nach Berlin....
Leserkommentare
18.05.2011 22:50 Uhr
von erospark:
Bei der leibesdienstleistung ist es wie allen Billigangeboten. Ob bei Billigflieger, Discounter oder sonstigen Sonderangeboten. Am Anfang bringen sie den Markt in Bewegung, wenn dann wirklich niemand mehr an der Ware verdient werden die Preise durch irgend welche Tricks erhöht.
Nur bei Prostituierten handelt es sich nicht um beliebig vermehrbare Ware sondern um Menschen die aus der Not heraus ihren Körper verkaufen. Hier sollten faire Preise selbstverständlich sein.
Wer sich über ein ordentliche geführte Haus informeiren möchte kann es im Forum von www.erospark.de machen.
06.11.2010 17:27 Uhr
von Phillip v.H.:
Die sexuelle Veränderung in der Gesellschaft ist gravierend-
Früher sind wir auf Party mit dem Fahrrad gefahren und haben geliebt und geküsst-
Heute geht das nicht mehr-
Es wird einfach mehr gedacht und die Naivität ist verloren gegangen.
Einfach den Moment zu geniessen- genauso wie das Leben.
Immer weniger Frauen arbeiten als Prostituierte und engagieren sich lieber in Studium und Arbeit.
Der Mann hat die Entwicklung nicht erkannt. Die Frauen sind den Männern momentan voraus-
Wir werden eine immer mehr asexuell gesteuerte Gesellschaft-
Die Männer erfreuen sich mit Pornographischen Ablichtungen am PC o.ä. und die Frauen erleben ihren Höhepunkt mit ihren eigenen Händen.
Viele heutige Beziehung sind sexuelle gesehen eher eine Zweckverbindung und münden nicht aus Liebe.
Es hat sich halt ergeben-
Bloß nicht alleine sein heisst das Motto-
Alle Gefühle bloß verdrängen...
Trotzdem glaube ich, dass der Knoten bald platzt und es wieder heiss her geht...
24.04.2009 20:42 Uhr
von Mazza:
@ rudi k.
Schön, diese tatsache des ` fünfjährigen` mal schwarz auf weiss zu lesen. Irgend etwas scheint mit der spezie mensch, die ca. 48% unserer weltbevölkerung ausmacht, nicht zu stimmmen :-(
Nun ja, wenn der mann während der evolution weiter auf dem niveau eines .... stecken/bleibt, ist es für ihn auch logisch, daß frauen für seine taten haften - heisst ja nicht umsonst "eltern-teile haften für ihre kinder" :(
Der wahn ist kurz, die reu ist lang, drum prüfe frau, an was du dich bindest ....
24.04.2009 10:21 Uhr
von aso:
Zwangsprostition von Frauenschieberbanden ist sicher zu verfolgen.
Möglicherweise gibt es einige Frauen, denen dieses Geschäftsmodell jedoch lieber ist,
als nur Hartz 4, und ggf. Vorteile bieten kann.
Das wíssen auch schon unsere Vorfahren:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,617975,00.html
23.04.2009 19:39 Uhr
von Hein Borchert:
@a´dam:
"Und übrigens: Laut dem Hamburger Komissariat sind in Deutschland 95% der Prostituierten zwangsprostituiert. Die Lage in Deutschland ist singulär, katastrophal und in keinem andern Land Europas stößt man auf derartige Verharmlosung."
Wenn schon verdrehte Zahlen der feministischen "Emma" verwendet werden, bitte Orginalzitate :
Fachtagung "Arbeitsplatz Prostitution" im April 2004 in Hamburg (Museum der Arbeit).
Vortrag vom Ersten Kriminalhauptkommissar Detlef Ubben LKA65 :
" ...ich gehe davon aus, dass in Hamburg noch heute hinter 90% der Frauen jemand anderes steht. Das kann ein Zuhälter sein, der sie ausbeutet, oder ein Ehemann, der sich am Haushaltsgeld bedient. Mitunter ist es aber auch eine Frau. Doch nur die kriminelle Ausbeutung erfordert unser Einschreiten ..."
"... 2003 waren bei 1.235 registrieren Zwangsprostitutionsopfern in Deutschland als verantwortliche Menschenhändler 79% Männer und 19% Frauen beteiligt..."
"...Ungefähr 95% der Frauen aus den GUS-Staaten wissen bereits in der Heimat, dass sie in Deutschland anschaffen sollen. Sie werden oft jedoch über die Verdienste und Umstände im Unklaren gelassen. Es gibt genügend Frauen, die sich hier auch prostituieren wollen, einige prostituieren sich zum Teil jahrelang und tun alles dafür, um hier bleiben zu können. Denn trotz Ausbeutung durch Menschenhändler verdienen die Frauen immer noch ein Vielfaches mehr als in ihrem Heimatland..."
Beispielhaft gibt es national 4 Postionen zur Prostitution
Abolitionistisch = komplette Abschaffung, wie Schweden / Frankreich (bei der Umsetzung)= Bestrafung der Freier
Prohibitionistisch : = Bestrafung der Prosituierten
Japan (nur Orale/anale Techniken gestattet),
Saudi-Arabien (Todesstrafe für Freier+Prostituierte+Zuhälter)
Pakistan (nicht in Sunnitischen Gebieten)
Regulatorisch :
Dänemark (2.Arbeit erforderlich),
Italien & Luxemburg (Bordellverbot, Str./Wohnungsprost. erlaubt),
Türkei (nur staatliche Bordelle)
Entkriminalisierend :
Deutschland,
Niederlande,
Österreich,
Schweiz,
Belgien,
Griechenland,
Portugal,
Brasilien
Es gibt zur feministischen Ablehnung der Prostitution einen interessanten Aufsatz von Sophia Moldenhauer, Humboldt-Universität zu Berlin :
http://www.gender.hu-berlin.de/w/files/ztgbulletintexte35/4moldenhauer.pdf
Zur Entwicklung der Prostituiertenzahlen für Hamburg :
1993 : ~ 6.100
1998 : ~ 4.300
2007 : 2.450
Die Projektleiterin Ulrike Gatzke der Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel (Sozialbehörde Hamburg) gibt folgende Zahlen für 2007 bekannt : Mit 22 Mitarbeitern betreut sie jährlich ungefähr 60 zwangsprostituierte Frauen meist aus Bulgarien, Rumänien und Nigeria. Geschätzer Dunkelfaktor von zwangsweisen Übergriffen gegen Prostituierte bis 10fach
Frau Gatzke machte auch noch auf folgenden Umstand aufmerksam zum Thema Menschenhandelsgesetz: Es gibt seit 2005 ein neues Feld, weil zwischen sexuellem und nicht sexuellem Menschenhandel unterschieden wird. Letzteres betrifft zum Beispiel Erntehelfer, Reinigungskräfte, Au-pair-Mädchen oder Gastronomiekräfte. Sie tauchen in den Statistiken bisher nicht auf, weil es keine Anlaufstellen für Arbeitsausbeutung gibt. Das muss sich dringend ändern.
(Nach Schätzungen der ILO erfüllen regional bis zu 20% der Arbeitskräfte des Hotel & Gastronomiegewerbes in Europa die Kriterien für Zwangsarbeit und Menschenhandel !)
Wer sich noch weiter mit dem Thema befassen möchte sollte nach folgenden (teilweise mir persönlich bekannten) Personen recherchieren :
Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler Charlottenburg-Wilmersdorf - schliesst eingesessene Wohnungsbordelle in Wohngebieten - gegen BVV-Beschlüsse
Stephanie Klee vom Verband sexuelle Dienstleistungen (BSD)- langjährige Prostituierte, Autorin, Aktivistin und Vorsitzende
Emilia Mitrovic (Hochschule für angewandte
Wissenschaften, Projekt „Arbeitsplatz Prostitution“(ver.di)
23.04.2009 19:10 Uhr
von Rudi K.:
@anne
die " Frauenbenutzer " gehen mit IHRER Frau immer gut um ***alles S
chlampen ausser Mutti ;-)))
Männer bleiben auf dem Niveau eines Fünfjährigen
* ich hab nichts getan * und wenn sie erwischt werden ist die Frau schuld ;-)
22.04.2009 17:58 Uhr
von a´dam:
Oh mein Gott - also bevor hier noch weiter in die Richtung: Frauen sind ja sowieso an überhaupt allem schuld, ja sogar an ihrer eigenen Erniedrigung, blabla hohe Ansprüche und außerdem Prostitution? - ach alles ganz locker-flockig-easy (kann nicht beweisen, dass es in Einzelfällen nicht zutrifft, würde aber nichts legitimieren), möchte ich auf diesen Blog hinweisen, der den Artikel zum Thema hat:
http://30jahre.taz.de/2009/04/verherrlicht-die-taz-die-prostitution/
Und übrigens: Laut dem Hamburger Komissariat sind in Deutschland 95% der Prostituierten zwangsprostituiert. Die Lage in Deutschland ist singulär, katastrophal und in keinem andern Land Europas stößt man auf derartige Verharmlosung. Nur noch in den Niederlanden ist es legal und selbst die wollens loswerden und gehen damit nicht so lapidar um.
Mfg
22.04.2009 16:09 Uhr
von Hein Borchert:
@Anne
"Mich würde interessieren, wie geht mann denn so zu Hause mit der eigenen Frau oder Fräundin um, sind diese 1,2 Mio (tägl.) Frauenbenutzer überhaupt in der Lage auf die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen einzugehen?"
Ich möchte die Fragestellung erweitern : Warum nutzt ein großer Teil der männlichen, urbanen Singles käuflichen Sex ?
Weibliche urbane Singles sind zunehmend unabhängig von Männern und leben ihr Leben, suchen sich aus mit wem sie Sex haben.
Den gestiegenen Ansprüchen nach Body, Selbstdarstellung und Unterhaltungswert, Einkommen, Status erfüllen zunehmend weniger Männer. Der Anteil an späten Jungfrauen steigt stärker bei den Männern, als bei den Frauen.
Wenn man sich demografische Statistiken anguckt gibt es in Ostdeutschland oder im ländlichen Raum
im Heiratshauptalter von 25-35 Jahren teilweise bis über 40% quantitativen Männerüberschuß.
Um 1950 gab es trotz der Kriegsfolgen noch ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis.
Wie gesagt, vorgenannte Umstände treffen sicher nicht auf alle Männer zu, jedoch doch kann man nicht von einer homogenen "Frauenbenutzermasse" sprechen.
Für mich persönlich (trotz, Freundlichkeit, normalem Aussehen, Haus- / Auto, Bildung) ist es trotz rund über ca. Frauenkontakten ob, Freundeskreis, Freizeitbereich, oder beruflich, nie zu mehr als Zuhören, Helfer für alles, Sponsor gekommen. Ich bin verlegen wie ein Teeny am 40. Geburtstag zum ersten Mal in einen Puff gegangen und der erste Sex klappte natürlich nicht. Die Dame mitte 30 und nebenberuflich tätig eröffnete mir, dass sie doch einige Gäste mit ähnlichen Umständen hat - ich sei kein Exot.
Sicher bin ich jetzt hier etlichen Leuten mit vorgefassten Ideologien unter durch.
Es gibt Drogenabhängige, es gibt Zwangsprostituion, es gibt Gewalt, es gibt Zuhälter, wenn man nicht nur aufs Geld schaut, weiß man auch mit wem man Geschäfte macht.
Diese Aussage geht nicht gegen das Geizhaus, nur das dortige Konzept sagt mir nicht zu.
22.04.2009 14:35 Uhr
von M.H.:
Hallo "Jengre", nein, dass habe ich nicht geschlussfolgert. Außerdem würde ich mir sachlichere Bezugnahmen wünschen. Natürlich gibt es "auf der Welt" viel Elend durch Not- und Zwangsprostitution. Das gehört geächtet und aufgedeckt. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass diese Tatsache für Deutschland heute so nicht mehr angenommen werden kann. Deutsche Prostituierte sind zumeist sehr autonome Frauen. Von "Außen" zu spekulieren wie es den Frauen geht und mit welcher Motivation sie sich dazu entschieden haben ist kaum möglich. Unsere Werte und Normen erlauben es kaum einmal ganz offen darüber zu sprechen, dass der Job äußert lukrativ ist, Arbeitszeiten hat die ein "Ausschlafen" erlauben und auch der Frau gewisse "Macht" und narzistische Zufuhr geben. Eine große Zahl der Männer die als Gäste kommen sind eben auch nicht dick, hässlich und aggressiv sondern "ganz normal", nett, gebildet und auch an einer gewissen "Augenhöhe" interessiert. Diese Erfahrung habe ich ganz klar gemacht. Für einige Frauen, die nur als Prostituierte die Möglichkeit haben ihren Drogenkonsum zu finanzieren kann dies nicht gelten. Das ist natürlich auch mir klar.
Mit freundlichen Grüßen M.H.
22.04.2009 11:40 Uhr
von Jengre:
Liebe M.H.,
ist doch völlig in Ordnung, daß es Ihnen nichts ausgemacht hat, für Geld Männer zur Ejakulation zu bringen. Aber wenn Sie deswegen schlußfolgern, es gäbe auf der ganzen Welt keine Frau, die unter Prostitution leidet, dann sind für Ihr Studium völlig unnötig Steuergelder rausgeballert worden.
21.04.2009 23:10 Uhr
von Hein Borchert:
"Außerdem der Hinweis "Das Geizhaus ist immer noch ein Bordell, deswegen erwarten wir, dass sich die Gäste umgehend für eine Dame entscheiden." Es gilt also auch für die Freier: Akkordarbeit."
Das Fazit gilt nur bedingt, sondern rührt von dem ehemaligen Schwester-Nachtclub Sparschwein her.
Aus diesen Zeiten stammt auch noch die Splittung Pseudonym (Geizhaus) und Spitznamen (Sparschwein) für einunddieselbe Frau.
Ich war 2x vor Ort, einmal bei einer mir bekannten Frau die ich aus einem nobleren Bordell kannte. Sie sagte am Ende eines Tages hat sie gleich viel verdient.
Durch den straff organisiert Betrieb und die stufenartige Preisgestaltung von 38,50 Euro ist es eher ein "Sex-Imbiss". Für ähnliche Preise ist am gleichen Strassenzug zu 30,- / 39,- Euro ein ähnlicher Service zu erhalten. Über die dortigen Hinterleute kann man sich gelegentlich in den Polizeiberichten informieren.
Für mich persönlich ist das 40 Euro Angebot zu fließbandartig und ich gebe lieber seltener mehr aus, bezogen auf den Minutenpreis jedoch weniger. Nach dem Besuch habe ich dann kein so schlechtes Gefühl. Man hat dort das Gefühl sich beim käuflichen Sex mehr auf Augenhöhe zu begegnen. Mehr Zeit für persönliche Gespräche, Hygiene, ein aufeinander eingehen.
Menschlicher halt ...
21.04.2009 22:40 Uhr
von M.H.:
Ach ja, die Kommentare sind alle politisch korrekt, frauenfreundlich und man möchte ja auch so gern an die alte Geschichte von der "unfreiwilligen Prostitution" glauben.
Das ist nicht mehr so ganz die Realität.
Ich selbst, Akademikerin und keinesfalls ernsthaft notleidend habe eine Zeit lang mein "Taschengeld" in einem Club mit "Massagediensten" aufgebessert. Ganz "freiwillig" und ohne seelische "Probleme" und auch ohne über diese Grenze hinaus zu gehen.(Es hat mir sogar viel Spaß gemacht.) Offiziell gab es da auch nicht "mehr". Das allerdings wurde hinter verschlossenen Türen anders praktiziert. "Inoffizielle Deals" sind sicher überall Gang und Gäbe. Die "Mädchen sind überall in kürzester Zeit Profi genug. Mit €60 geht sicher keine nach Hause. Und in großen Notlagen befinden sich diese frauen auch sehr selten, bezahlen wir doch zumeist alle über unsere Steuern den Lebensunterhalt, denn meist sind die Frauen ganz offiziell arbeitslos gemeldet.
Alle meine damaligen Kolleginnen ließen sich vom Staat finanzieren, also, bei allem Mitgefühl, oft sieht alles ein wenig anders aus!
21.04.2009 21:12 Uhr
von Anne:
Diese Geiz- gleich Billigaktion zeigt wieder einmal, mit welcher Menschenverachtung hier der weibliche Mensch zur Ware heruntergestuft wird.
Mich würde interessieren, wie geht mann denn so zu Hause mit der eigenen Frau oder Fräundin um, sind diese 1,2 Mio (tägl.) Frauenbenutzer überhaupt in der Lage auf die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen einzugehen? Wahrscheinlich nicht ....
Ich bin über den Artikel enttäuscht, der hier eine Irma-La-Douce-Welt suggeriert, die es nicht gibt. In diesem menschenunwürdigen `Gewerbe` gibt es so viel Elend - hier wird dermassen gegen die Menschenwürde verstossen; darüber zu berichten, wäre ein wichtiger Anlass .
21.04.2009 13:56 Uhr
von Jengre:
Lumpige 20 Euro dafür, daß man sich von jemandem penetrieren läßt, den man sonst nicht mit dem Arsch angucken würde. Die Frauen darf man dafür nicht verachten (und die vielen 18-, 19-, 20jährigen darunter sind wirklich Mädchen, sehr arme dazu), aber herzlich verachten kann man zwei Gruppen: Die Freier, die nicht begreifen, daß kein Geld der Welt ihnen das Recht gibt, jemanden sexuell zu benutzen (sollen sie gefälligst masturbieren, wenn's drückt), und die findigen Luden beiderlei Geschlechts, die an Prostitution verdienen, ohne ihre eigenen Körperöffnungen hinzuhalten.
21.04.2009 10:38 Uhr
von PerditaDolorosa:
Ich könnte kotzen, da verkaufen sich die Frauen und kriegen so gut wie nix dafür. Mit 60 Euro nach einer Schicht heimgehen, da kommen die beim Putzen oder Betteln noch besser weg. Und jetzt wird darüber auch noch geschrieben, als ob das eine tolle neue Geschäftsidee ist. Danke für die Massenverblödung und die Frauenverachtung, Welt!
21.04.2009 09:51 Uhr
von A. Jantzen:
Den Prostituierten wird die Bezeichnung "Frau" konsequent verweigert. Dass die Betreiberin des Bordells sie "Mädchen" nennt, ist vermutlich üblich. Dass die Autorin sie als "Damen" bezeichnet, ist diskriminierend. Das heißt, Rotlicht-Jargon in die journalistische Sprache zu übernehmen, dies im Artikel nicht zu problematisieren und die Prostitution so darzustellen, als habe sie mit "normalen" Frauen, mit Geschlechterverhältnissen, mit Fragen nach Macht, Ohnmacht, Gleichberechtigung (wer käuflich bzw. mietbar ist, ist niemals gleichberechtigt und gleichwürdig!) nichts zu tun: Das sind ja die "Damen". Für uns Frauen kein Problem?
21.04.2009 09:08 Uhr
von Karl Napf:
Ja, ja - Prostitution - Sexarbeiterinnen - ein Job wie jeder andere....Unsinn!!!!
Tatsächlich weist der letzte Satz des Artikels auf den Kern der Verhältnisse. Könnte von Frauen "selbstorganisierte" Prostitution als der Tätigkeitsform nach wertfrei betrachtete/empfundene Erwerbsarbeit wahrgenommen werden, bestünde nicht der Bedarf seitens der Betroffenen, den Warencharakter des Geschlechtsakts durch irgendwelche Symbolformen zu verschleiern - denn dann könnten die befürchteten Erniedrigungsgefühle gar nicht erst aufkommen. (Es sei denn, man geht davon aus, daß jedwedes Lohnarbeitsverhältnis als Demütigung zu gelten hat)
Ich behaupte: Prostitution in ihren allen Spielarten stellt mithin eine der repressivsten Verdinglichungsformen dar.
Am Anfang jeder Prostitutionskarriere steht eine materiale oder psychische Vergewaltigung.
21.04.2009 08:33 Uhr
von saalbert:
Das mit dem "willich" im Titel soll wohl ein Scherz sein. Aber dass sich Frauen in "Frotteemäntel" oder "Fleecedecken" hüllen, halte ich für unwahrscheinlich. Jede wird mit einem/einer genug haben. Und dass das "Doppelleben" ein Femininum ist, war mir neu. Na ja, vielleicht liegt das am "Umzog".
***Anmerkung der Redaktion:
Danke für den Tip, ist korrigiert.
20.04.2009 20:52 Uhr
von a´dam:
Warum tun sie so etwas? Warum verherrlichen sie das denn so? Warum klingt dieser Artikel wie eine Werbung, wollen sie, Autorin dieser intelligenten Zeitung von der ich außer, dass sie einen Hang zur Misogynie ist viel halte, dass der Bordellbesuch Normalität wird? Halten sie es für normal? Bei den Statistiken, den Konsequenzen? Das is so schrecklich zynisch, das ich nicht so viel essen kann wie ich kotzen möchte. Warum denn? Was haben sie ihnen denn getan, kriegen sie etwa Geld dafür, was ist denn da bloß los??
20.04.2009 20:52 Uhr
von Mazza:
Nun hat die geiz-ist-geil-mentalität auch die penis-prozession erreicht. hoffentlich macht sein beutel - äh ich meine seinen geldbeutel - nicht schlapp - mann ist ja hoffnungslos überfordert -ich würd`` deshalb eine lockprämie aussetzen. Wie im sport: der schnellste kriegt ne prämie - je schneller er sein ziel erreicht hat, desto billicher ..... macht bei 3 minuten ca. 4,75 euro - es geht noch billicher.
Göttin ist das erbärmlich.
20.04.2009 19:27 Uhr
von Hartmut Prinz:
Daß eine Autorin selten Bordelle besucht, besonders nicht als Kundin, ist verständlich.
Doch ein bißchen Recherche über den "Regellfall" hätte vor einem solchen Artikel ja nicht geschadet.
Dann kämen solche Sätze nicht raus:
" Eine halbe Stunde kuscheln, schmusen und Verkehr in unterschiedlichen Stellungen für 38,50 Euro. Zeit ist Geld, das scheint das Motto des Hauses. Woanders zahlt man nach Leistung, hier pro halbe Stunde."
Wo bitte funktioniert das anders?
Ich für meinen Teil habe noch nie von einem Bordell gehört, wo nach reiner Leistung bezahlt wird und nicht nach Zeit. Gibt es sowas überhaupt? Machen die Freier nach dem Verkehr Benotungen, um über den Marktwert der Dienstleisterin zu bescheiden? Ungeiler Sex, mittelgeiler Sex, rattenscharfer Sex, preislich gestaffelt je nach Qualität?
Und preislich ist auch nur das inklusive Küssen ein richtiges Bombenschnäppchen. In Berlin ist eine halbe Stunde für 45 oder 50 Euro eigentlich ganz normal. Vielleicht ja nicht in Hamburg.
Aber vielleicht machen die Hamburger ja bald statt einem Ausflug ins "Geizhaus" einfach eine Reise in die Dritte Welt vor ihrer Haustür - nach Berlin....