Bestattungskulturen
Auf dem Friedhof sind nicht alle gleich
Das geplante Integrationsgesetz erlaubt es Muslimen, ihre Toten im Leichentuch zu bestatten. Die kulturellen Eigenarten anderer Gruppen, etwa der Hindus, Bosnier oder Vietnamesen, werden nicht berücksichtigt.von Marina Mai
Leserkommentare
06.08.2010 14:41 Uhr
von phate:
@EnzoAduro:
Es gibt dahinter durchaus einen Sinn. Der Mensch besteht ja bekanntlich zum Großteil aus Wasser. Nach einer gewissen Zeit im Sarg schwimmen die menschlichen Überreste daher in einer Art "Suppe", die allerdings auch einiges an Giftstoffen aus dem menschlichen Körper enthält. In Deutschland legt man Wert darauf, dass diese Gifstoffe möglichst nicht ungefiltert ins Grundwasser gelangen. Daher sind die Särge auch mit entsprechenden Böden ausgelegt, um genau das zu verhindern. Dazu gibt es gesetzliche Vorschriften, wie die Särge ausgekleidet sein müssen.
Im Falle einer Beerdigung ohne Sarg würden eben diese Vorgaben ja nicht beachtet. Daher ist eine entsprechende "Sondergenehmigung" notwendig, wenn Leichen ohne Sarg beerdigt werden sollen.
06.08.2010 11:36 Uhr
von sue:
befremdlich. hauptstadt berlin mit dem höchsten anteil muslimischer bewohnerInnen in deutschland - und islamische beerdigungsriten wurden bisher ignoriert??? in hamburg ist das seit 1998 (!) kein problem ohne sarg, im leichentuch, gen mekka gerichtet bestattet zu werden.
http://www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/grabstaetten/grabstaetten-verschiedener-nationen-und-religionen.html
06.08.2010 09:36 Uhr
von EnzoAduro:
Wozu braucht man überhaupt ein Gesetz? Wo ist der sinn darin da bestimmtes zu verbieten??