• 10.01.2012

Best of Chemnitz-Kommentare

Eine Stadt schlägt zurück

Anfang des Jahres bewegt Deutschland nichts so sehr, wie der Artikel "Cui bono, Chemnitz?". Die taz-Redaktion hat eine Auswahl der Kommentare zusammengestellt.

  • 09.02.2012 10:36 Uhr

    von Gorn:

    Da der Herr die Stadt mit Stalingrad vergleicht, denke ich ist es legitim, wenn ich nach meiner Meinung anmerke, dass er der Göbbels der Presselandschaft zu sein scheint. Hohle Frasen, Propaganda und Lügen ohne Ende.

  • 31.01.2012 14:15 Uhr

    von Franz Prescher:

    Das Euch TazianerInnen die positiven Kommentare besser gefallen haben, als die Attacken auf dem Schmierulanten und Eurer Blatt, steht ausser Frage.
    Das Ihr allerdings den Eindruck aufkommen lasst, als ob positive und negative Reaktionen zahlenmaessig ausgeglichen waren....ach was soll's, Eure linke BILD hat es eh schon schwer genug. Da muss ich nicht auch noch auf das tote Pferd einpruegeln.

  • 17.01.2012 15:01 Uhr

    von Hotzenplotz:

    Ich mag Chemnitz nicht, auch wenn mir mein Vater erzählt wie er als Student die Schuttberge der Ruinen wegräumen musste für die stalinistischen Grossbauten liber die Frankfurter Allee Bauten in Berlin. Die Stadt mag mich auch nicht als Junggebliebener Immergrau der Hauptbahnhof die fehlenden Zuganbindung des ICE keinen Regionalflugplatz (den will man loswerden) Die Autobahn nach Leipzig gibt es nicht. Aber wer füllt in ein paar Jahren die Megashoppingcenter, oder der Witz über die kürzeste Einkaufsstraße der Stadt zwischen Roter Turm und Kaufhof. Daneben sieht man immer wieder schliessende Boutiquen und Läden, die Stadt hat nirgendwo einen Hauch von Kiezimage das liebliche im Grau.
    Ich finde die Satire gelungen von allem etwas
    DANKE

  • 15.01.2012 14:24 Uhr

    von Wolf:

    Es lohnt sich, die Kommentare zu lesen. Hier mein persönliches "best of" mit eigenen Nachdenklichkeiten in Klammern:

    Alles in allem ist es doch so: Wer in Chemnitz etwas erreichen will, der kann es auch schaffen.
    (Klar, wie überall auf der Welt)

    Ich kenne keine vergleichbare Stadt, mit so vielen offenen, freundlichen Menschen.
    (Wieder einer, der Chemnitz noch nie verlassen hat)

    Jeder, der nach Chemnitz kommt wird sehen, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickelt.
    (Nach 1945 stand Chemnitz nahe am Abgrund. Nun ist es kontinuierlich weiter gegangen. Übrigens: das Zitat stammt von "Eine enttäuschte Pendlerin". Als Pendler wäre ich auch enttäuscht. Von meinen Arbeitsbedingungen vor allem.)


    Kommt es für sie im Leben nicht auf diese zwischenmenschlichen Dinge an? Wie erklären sie sich unter Anderem denn die immer noch weiter wachsende starke mittelständische Wirtschaftskraft in Chemnitz? (Merke: je stärker die Wirtschaft, um so besser. Zwischenmenschlich gesehen.)

    ...dieser Artikel ist nicht nur Rufmord, das ist wirklich die reinste Frechheit. Ist denn der 1. April? Wer glaubt denn bitte an solche Dinge wie Meteoriteneinschläge in einer Innenstadt? (Ich glaube fest daran. Meine wichtigsten Erkenntnisse beziehe ich immer aus dem Satireteil der Tageszeitungen)

    ...eine bodenlose Verhöhnung all der Verkehrstoten, die sicher nicht alle freiwillig ihr Leben an diesen Straßen gelassen haben.
    (Hätten die Unfallopfer Suizid begangen, dürfte man sie verhöhnen. Sogar bodenlos.)


    Manchmal wünschte ich mir in diesem Land die Ungarische Pressepolitik - unglaublich! ( "Ungarische Pressepolitik" gibt es doch schon längst in Chemnitz. Man lese die "Freie Presse". Garantiert abhängig und parteilich.)

    Die jungen Bürger dieser Stadt haben durch die Band KRAFTKLUB endlich wieder den Mut bekommen sich in der Öffentlichkeit zu ihrer Stadt zu bekennen. (Es braucht viel Musik, um sich Chemnitz schön zu dudeln. Ich wurde in Karl- Marx- Stadt geboren und weiß, wovon ich singe.)

  • 14.01.2012 17:13 Uhr

    von Matthias Gagelmann:

    Chemnitz mit beissender Satire zu würdigen ist Ausdruck einer dem deutschen Bildungs- und Kulturdünkels entspringenden Arroganz. Gute Satire beschäftigt sich mit der Demontage der Mechanismen der Macht, der Ideologie, des Geldes und der individuellen Eitelkeit. Insofern ist Chemnitz als Ganzes für Satire ein eher lahmes Thema und genau so kommt der Text auch rüber: mit letzter Kraft dem Underdog noch eins auf die Schnauze- gratuliere, das hat bestimmt ganz viel Mut gekostet! Vielleicht fallen dem Autor demnächst noch ein paar Beleidigungen für Hartz 4- Emfänger ein ...

    Mal im Ernst. Ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis ganz viele Menschen, die die Entwicklung von Chemnitz seit 1989 mit grossem Interesse, zum Teil sogar mit Begeisterung verfolgen und die reisen aus so popeligen Orten wie Hong Kong, Toronto, München, etc. an und kommen immer wieder gerne hier her.

  • 14.01.2012 16:21 Uhr

    von 67erKMSTer:

    Super Werbung für die selbsternannte "Stadt der Moderne" und die TAZ!
    Frau Pohl soll doch bei ihrem geplanten Besuch unserer Chefin noch ein paar Grosskapitalisten mitbringen, die hier in unsere Industriebrachen investieren, damit die noch nicht abgewanderten Enkel der ehemals so stolzen Arbeiterbevölkerung auch einen Grund haben hier zu bleiben.

    So hat jeder was davon. Schon lustig das alles.

    Da sieht man wieder mal: "Getroffene Hunde bellen"

    Und das auf beiden Seiten. HaHaHa

  • 14.01.2012 12:42 Uhr

    von eins-zwei,drei:

    Mir fielen beim Lesen des Artikels bzw. der Kommentare zwei Musiktitel ein, die sich mit ähnlicher Problematik befassen,allerdings geht es da um die Großstadt Berlin.
    Die Band "Firma33" hatte Anfang der 80er Jahre ein Lied herausgebracht mit dem Titel "Berlin", das andere Beispiel ist das Stück "Berlin" von Christiane Rösinger,das dieses Thema aktuell aufgreift.In beiden Stücken wird schonungslos mit dieser Stadt abgerechnet, werden Mißstände und Probleme offen benannt. Trotzdem bleibt nach Hören dieser Lyrics der Eindruck, dass da Leute Texte geschrieben haben, die sich ehrlich mit ihrer Stadt, mit den Problemen auseinandersetzen oder setzten.Da ist Wut, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung aber auch das Bekenntnis zu der Stadt, ohne die, wie am Ende des Liedes von "Firma 33" gesagt, man einfach nicht leben kann!
    Der Autor dieses als Satire bezeichneten Artikels nähert sich mit kaltem distanzierten Zynismus diesem Thema und verfehlt meiner Meinung nach das Ziel, was Satire erreichen soll, nämlich durch gezielte Überhöhung von Mißständen am Ende das Beseitigen derer.Sollte sein Ziel allerdings eine Polarisierung der Leserschaft gewesen sein, dann muß der Artikel als Erfolg bewertet werden wie die Vielzahl der Kommentare-meinen inbegriffen-beweist.

  • 13.01.2012 12:24 Uhr

    von C.hemnitz:

    Kostenlose Werbung ist wirklich wunderbar. Hier noch ein paar Spekulationen: Kann es sein, dass Chemnitz eine depressive Störung attestiert wird? Sind die Menschen hier wirklich so deprimiert oder zieht Chemnitz einfach nur hoffnungslose Seelen auf dem Weg ins Nichts an? Ist Glücklich & Chemnitz eine nie wahre Conclusio?

  • 12.01.2012 00:38 Uhr

    von stefan:

    Ich erinnere mich an eine Wercampagne von Sixt, da ging es um Fulda, dargestellt als seelenloses verwaistes Nest im Osten von Hessen, aus dem man (mittels Mietwagen) schnell weg möchte. Der Autor des Spots hatte dort eine Liebschaft zurücklassen müssen, und ein best-of-Kommentar weiter oben zeigt an dass es sich hier nicht anders verhält ? Ich plädiere für eine Sponsorship einer Dissertation zum Thema "die mediale Darstellung deutscher Städte unter besonderer Berücksichtung verflossener Liebschaften die in denselben zurückgelassen wurden".

  • 11.01.2012 23:53 Uhr

    von pablo:

    humor hat wer trotzdem lacht.

  • 11.01.2012 21:03 Uhr

    von Sebastian Müller:

    Schon erstaunlich wie viele Leute diesen dumm-sinnlosen und unwitzigen Seitenfüller immernoch lesen. Wer wirklich gar nichts mit einer freien Minute anzufangen weiss sollte lieben aus dem Fenster oder ins Klo schauen - oder ein Kommentar zu einem Artikel auf taz.de verfassen.
    Satire soll doch Misstände aufzeigen. Die "Wahrheit" leistet das nur indirekt und wahrscheinlich unfreiwillig (denn ein Misstand ist es wohl, daß sich so viele Menschen sich von derartigem Schwachsinn provozieren lassen).

  • 11.01.2012 20:38 Uhr

    von carina:

    die kommentare haben sie aber schön passend gemacht.
    okay, die einleitung war zum schmunzeln. satire... war das nicht eine spottdichtung, die gesellschaftliche missstände in humorvoller art und weise anklagt oder so ähnlich? nun, humor ist nunmal subjektiv. mir als chemnitzerin ist dieser artikel inhaltlich ziemlich egal. unabhängig davon ist er einfach schlecht geschrieben. und ansatzpunkte zu satirischen darstellungen finden sich wohl jeder stadt,hm? vielleicht sollte herr gückel sich einem anderen ressort zuwenden? dies hier ist defintiv nicht seins. interessant und durchaus unterhaltsam - eine mögliche funktion der satire - sind die reaktionen... die der taz eingeschlossen.

  • 11.01.2012 18:54 Uhr

    von emil:

    schier unerträglich wie menschen sich für diese oder jene stadt einsetzen und selbstverständlich davon ausgehen, dass eine besser sei als die andere.

    was bei sportvereinen schon an grenzdebilität heranreicht, nimmt bei städten seinen wahren höhenflug auf.

    aber hey, immernoch besser als nationalistische gedanken a la land x über land y.

    so ein bisschen territoriale beschränktheit müssen wir uns deutsche wohl einfach unterstellen lassen, nicht wahr.

    und auch: solange derartige problematiken auftauchen, können wir uns gewiss sein, dass es keine echten probleme gibt und alle in saus und braus leben.

    also hasst ruhig chemnitz oder irgendeine andere stadt, es ist ja ohnehin unerheblich was in diese variable eingesetzt wird, hauptsache unsere wohnstätten sind nicht allzu homogen konstruiert - und schwupps lässt sich ein feindbild kreieren.

  • 11.01.2012 13:58 Uhr

    von legendär:

    Legendär ist die Unhöflichkeit der MitarbeiterInnen des (so genannten) Service-Points im Chemnitzer Hauptbahnhof, die die Reisenden vom Reisen abschrecken; Chemnitzer Charme eben.
    Man kann es gern weiter fassen: Chemnitzer, die MeisterInnen im Meckern und im Unzufriedensin.
    Diese unschönen Eigenschaften haben mich dazu bewogen, von Chemnitz wegzuziehen.
    Die Architektur und die landschaftliche Umgebung haben hierzu nicht beigetragen, eher das piefig-sächsisch-Kleinkarierte.

  • 11.01.2012 13:24 Uhr

    von Carsten:

    ....also guter und seriöser Journalismus sieht anders aus. Sicherlich kann man auch den einen oder anderen "Spaß" schreiben, aber das Schreiben ist einfach nur schlecht.

    Ich wohne Baden-Württemberg und besuche Chemnitz 2-3 mal im Jahr, da meine Tochter dahin gezogen ist. Ich als neutraler Beobachter kann nichts negatives über die Stadt schreiben. Wie die Stadt zu DDR-Zeiten war kann ich nicht beurteilen. Meiner Tochter als "Wahl-Ossi" gefällt Chemnitz auf jeden Fall sehr gut und auch ich komme sehr gerne auf Besuch.

    Übrigens zum letzten zu Weihnachten, da in Chemnitz der schönste Weihnachtsmarkt Sachsens der letzten Jahre zu finden ist.

    Meiner Meinung nach brauch sich Chemnitz nicht vor anderen Städten verstecken.

    Für mich war die "TAZ" immer ein angenehmes Blatt gewesen. Mit diesen Artikel haben Sie allerdings meine sympathien verspielt.

    Grüßle

  • 11.01.2012 13:22 Uhr

    von Ihr NameG.Groß:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    Chemnitz Raue Schöne
    Stolz auf deine Denkersöhne
    Stolz auf deinen guten Ruf
    den die Industriestadt schuf
    Hartmanns Lok, Maschinenbau
    Herzstück des Maschinenbau

    sagt Traute,
    eine Wahchemnitzerin mit Herz


  • 11.01.2012 11:21 Uhr

    von @ Sigmund Freud:

    Hallo Herr Freud,

    in weiten Teilen stimme ich Ihnen zu.
    Vermutlich wird dieser Herr Gückel nie wieder so viel Aufmerksamkeit in seinem Leben bekommen - es sei denn, er würde sich zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen, wie beispielsweise nackt, blutüberströmt, verwirrt und winselnd vor dem Chemnitzer Karl-Marx-Monument auf- und ab zu laufen - durchringen können.

    In einem Punkt habe ich berechtigte Zweifel:
    Nach alledem, was ich von und über Herrn Gückel gelesen habe, dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass er über einen gültigen Führerschein verfügt, der Voraussetzung für die Tätigkeit als Taxifahrer ist. Es fehlen schlichtweg die intellektuellen Grundvoraussetzungen, um die Führerscheinprüfung bestehen zu können.

  • 11.01.2012 10:53 Uhr

    von ghj:

    @hoelz
    Das heißt Salzghetto ;)

  • 11.01.2012 10:24 Uhr

    von Blasius:

    @ Lars Willen
    nach demokratischer Abstimmung im Kollegenkreis sind wir zu folgender Top 5 der asozialsten Städte Deutschlands gekommen:

    1. Wolfsburg

    lange nichts

    2. Herne
    3. Hoyerswerda
    4. Gelsenkirchen
    5. Flensburg

    Chemnitz steht mit Braunschweig auf einer ähnlich unschönen, aber unspektakulären Stufe...

    Grüße aus Chemnitz :)


  • 11.01.2012 10:21 Uhr

    von Herr Krtek:

    Chemnitz ist zum Teil wirklich trist, dafür stadtsoziologisch und plattenbauarchitektonisch allerdings sehr interessant. Wenn der Autor jedoch eine Stadt sehen will, auf die sein Artikel wirklich weitgehend zutrifft, dann soll er einfach 70 Kilometer südöstlich nachschauen. Im schönen Most :-D
    Grüsse aus dem Norden der Tschechischen Republik...

  • 11.01.2012 10:18 Uhr

    von Karatina Bitt:

    Na also, Karl-Marx-Stadt schlägt Wulff. Was wollmer mehr?
    Schön ist's nur da, wo man Freunde hat, egal wo auf der Welt...

  • 11.01.2012 09:00 Uhr

    von Sigmund Freud:

    Die Auswahl an Kommentaren suggeriert eine viel höhere Zustimmungsrate als tatsächlich vorhanden.
    Aber ok, sie stellen sich halt vor Ihren hauseigenen `Schmierfinken´.
    Ich behaupte jetzt einfach mal: einem Michael Gückel wird in seinem ganzen Leben nie wieder so viel Aufmerksamkeit zu Teil werden wie mit diesem Pamphlet. Er sollte das jetzt geniessen, solange es anhält, bevor er wieder ins Taxi steigt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

  • 10.01.2012 23:11 Uhr

    von hoelz:

    @lars willen:

    Salzgitter ist doch eh der FC Bayern der deutschen Städte... ;-)

  • 10.01.2012 22:39 Uhr

    von Steffi:

    Die Kommentare von Ronja und Steve sind ja wirklich ZU gut.
    "Ich hätte dies gerne auf privatem Wege an Dich herangetragen, aber leider kann ich Deine Telefonnummer nicht mehr finden."
    ROFL

  • 10.01.2012 20:56 Uhr

    von Chemnitz:

    Die Reaktionen scheinen Sie ja doch bewegt zu haben.

  • 10.01.2012 20:46 Uhr

    von Ihr Name Demokrit:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    Cui bono, Berlin ?

    Als Sachse in Berlin stelle ich fest:

    Berlin der TAZ - Hauptstadt zwischen Hundekot und Morgenrot

    Glückauf!

  • 10.01.2012 18:02 Uhr

    von lars willen:

    was ist mit braunschweig und bielefeld-kann chemitz seine spitzenposition halten?

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