Besetzte Fabrik in Südkorea
Tödlicher Arbeitskampf
Hunderte südkoreanische Automobilarbeiter haben ihren Betrieb besetzt – belagert von der Polizei. Wasser und Strom sind abgestellt, zu essen gibt es nichts. Eine Angehörige begeht Selbstmord.von Sven Hansen
Leserkommentare
28.07.2009 08:40 Uhr
von No Respect:
Na, ob das eine Art Sieg ist sei mal dahingestellt. Betrachten wir es einmal etwas genauer, so läuft alles ganz nach den Interessen der oberen 10.000. Lohnsklaven, die sogar noch dafür kämpfen weiterhin ausgebeutet werden zu dürfen, anstatt ihr Schicksal einmal selbst in die Hände zu nehmen...
Mit anderen Worten: Gib dem DUMMEN Volk eine Beschäftigung, ein wenig Alkohol und Sex um dessen primitivsten Triebe halbwegs zu befrieidgen und du kannst mit denen machen was du willst. Du kannst sie als Kanonenfutter verwenden, sie mit giftigen Chemikalien überschütten, sie als Versuchkaninchen für Impfstoffe missbrauchen, ihre Organe entnehmen, ihre Kinder missbrauchen, sie gegeneinander hetzen... nur nehme ihn niemals ihre Sklavenarbeit weg. Dann werden sie plötzlich komisch.
26.07.2009 22:22 Uhr
von ira:
@Amos: zwei Dinge sind an deinem Kommentar nicht ganz richtig: a) ist dies keine nachahmung französischer arbeitskämpfe, deine einschätzung zeugt von einem verkappten eurozentrismus. die südkoreanische arbeiterbewegung ist seit jahrzehnten eine der organisertesten und kämpferischsten weltweit, und sie hat eine lange tradition offensiver vorgehensweise, was mit sicherheit u,a, damit zu erklären ist, dass südkorea bis vor kurzem eine rechtskonservative diktatur war.
b) den kommunismus hat es wohl noch nie gegeben, und eigentlich wäre von tazleserInnen zu erwarten, dass sie in der lage sind den unterschied zu machen zwischen einer staatskapitalistischen diktatur wie der ddr und einer gesellschaft freier individuen, die in assoziation miteinander leben, was viele immer noch unter dem historisch missbrauchten label "kommunismus" verstehen. ob so eine gesellschaft realisierbar ist, darüber lässt sich mit sicherheit streiten, aber dass die ddr oder auch die udssr nicht kommunistisch organisert waren, darüber herrscht in der interessierten wissenschaftlichen debatte inzwischen weitgehender konsens.
23.07.2009 21:16 Uhr
von Uwe Nischik:
Genau dieses Szenario habe ich im Dezember 2008 im SYBoard (Forum der SSangYong Fahrer in Deutschland) prognostiziert, Zerstörung des Werkes. Leider ist über die Hintergründe dieser Tragödie wenig bekannt. Der südkoreanische SSangYong Konzern wurde 2004 von dem Chinesischen Staatsunternehmen SAIC mit einer Mehrheit von 51% gekauft. Von Anfang an war das Ziel der Chinesen der Technologietransfer( Neuentwicklungen, Patente etc.) nach China. Die Arbeiter haben immer wieder auf diesen Umstand hingewiesen und massiv protestiert. Die gekaufte Geschäftsleitung von SSangYong hat jedoch ungeachtet dessen das ausplündern der Firma weiter zugelassen. Die gängigen Modelle werden in Bälde in China produziert und unter dem Label "Roewe" auch nach Deutschland kommen. Den bankrotten Rover-Konzern in England haben nämlich eben diese SAIC Leute aus Shanghai vor 5 Jahren auch erworben. Nun darf man sich Hierzulande auf preiswerte und technisch ausgereifte Autos aus China "freuen", zu einem Wahnsinnspreis der mit dem Blut der koreanischen Arbeiter bezahlt wurde!
Nur eigenartig das all unsere TV Sender in ihren Nachrichtensendungen diese Katastrophe die sich gerade in Korea abspielt mit keiner Silbe/Bild würdigen! Vielleicht haben die aber auch nur Angst das deutsche Automobilwerker sich was abschauen, z. Bsp. Porsche?
Was lernen wir daraus?
Traue niemals nicht Chinesen und informiere Dich nicht nur via Fernsehen, denn die sind nicht frei und objektiv in Ihrer Berichterstattung!
23.07.2009 17:32 Uhr
von Amos:
Was in Frankreich begann, macht jetzt Schule.- Von Frankreich gingen immer Veränderungen aus, wenn das Volk zu sehr gebeutelt wurde. Das sagt uns doch, dass überall da, wo nur noch die Interessen von
Wenigen vertreten werden, Unheil zu erwarten ist. Überall will das Volk sein Gemeinwohl zurück.
Wenn das Volk stetig verzichten soll, nur damit
einige Wenige immer reicher werden, hätte man auch
den Kommunismus behalten können.