Die G 20 wollen die internationale Finanzaufsicht ausbauen - doch ohne Sanktionsmöglichkeiten. Auch die Bankenaufseher verschiedener Staaten sollen mehr kooperieren. Aber reicht das?von HANNES KOCH

Ob die Beschlüsse der G-20-Staaten Finanzkrisen und Proteste gegen den Staatsbankrott wie in Island verhindern, wird erst die Zukunft. Bild: dpa
BERLIN taz Die Beschlüsse der G 20 zur schärfen Kontrolle von Banken und Investoren klingen gut. Bis zur praktischen Umsetzung dürfte es aber in vielen Fällen ein sehr weiter Weg sein. Ein Beispiel: Nach dem Willen der zwanzig Regierungen soll eine internationale Finanzmarktaufsicht ausgebaut werden. Künftig heißt die in Basel residierende Institution Financial Stability Board (FSB). Sie bekommt die Aufgabe, sehr genau hinzusehen, wo sich an den Weltbörsen gefährliche Risiken auftürmen, die zu Krisen führen könnten. Schönheitsfehler: Eigene Sanktionsmöglichkeiten wird das FSB nicht bekommen. Das sollen weiterhin die nationalen Aufsichtsbehörden erledigen. Ob schließlich wirklich eine schärfere Aufsicht ausgeübt wird, weiß man nicht.
Neue Überwachungsgremien für transnational tätige Finanzinstitute sollen außerdem gegründet werden, hat der Gipfel beschlossen. Bank- und Versicherungsaufseher verschiedener Staaten würden dann besser zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Banken risikoreiche Geschäfte irgendwo im Ausland verstecken.
Offen bleibt vieles bei den Hedgefonds. Die Regierungen haben in London zwar vereinbart, dass sich die "systemrelevanten Fonds" registrieren und in die Bilanzen schauen lassen müssen. Jetzt aber beginnt erstmal die Debatte: Was ist ein "systemrelevanter Fonds"? Wie groß oder klein darf er sein, welche Geschäfte tätigt er, um beaufsichtigt werden zu müssen? Antworten sollen folgen. Von ihnen wird es abhängen, ob die neue Kontrolle der Hedgefonds mehr sein wird als Kosmetik.
Ähnlich sieht es bei den Rating-Agenturen aus. Hier hat der Gipfel ebenfalls entschieden, diese Firmen künftig zu registrieren und zu beaufsichtigen. Denn Standard & Poors, Moodys und weitere Rating-Agenturen haben zur Finanzkrise erheblich beigetragen: Sie wurden von den Emittenten der Wertpapiere bezahlt und prüften zugleich deren Bonität. Mit derartigen Interessenkonflikten soll künftig Schluss sein.
Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, fordert die Bundesbürger zur Beteiligung an der Trassendiskussion auf. Wer nicht mitmacht, verpasst seine Chance.

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
06.04.2009 17:05 | Fähnlein Fiskus Fieselschweiss
@ Tyler Durden: ...
04.04.2009 23:02 | Lazertis
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen jemand der eine Bank mit einer Pistole betritt und deren Geld anschließend verz ...
04.04.2009 03:14 | Tyler Durden
Ein schon fast peinlicher Artikel... abwiegelnd, schönredend. Ja niemandem auf die Zehen steigen. Ist die taz jetzt auch sc ...