• 06.09.2010

Berliner Tafel und Co.

Bezahlte Helfer werden knapp

Organisationen wie die Berliner Tafel warnen vor dem Verlust von 1-Euro- Jobbern. Das Jobcenter Mitte hat die Vergabe geförderter Stellen seit Juli auf Eis gelegt.von Antje Lang-Lendorff

  • 19.12.2010 12:19 Uhr

    von Frau Schmitz:

    Das ist wirklich widerlich, Viele Tafeln verschweigen auch, das sie von der Arge pro 1 Euro Jobber, mindestens 300 € monatlich erhalten.
    Zudem, wenn die Arge mit ihren Sanktionen aufhören würde(die meisten sind eh ungerechtfertigt)und ihre Arbeit vernünftig, gesetzlich erledigen würde,Zum beispiel die Anträge zügig berarbeiten etc. dann müßten viele Leute gar nicht zur Tafel, um dort zu betteln.

  • 08.09.2010 08:50 Uhr

    von Horst S.:

    Hallo Leute, bleibt doch alle mal auf dem Teppich. Ich finde es richtig was Andreas M geschrieben hat. Man sollte doch die Tatsache nicht vom Tisch wischen, das Hilfe auf jeden Fall geleistet werden muss. Das dabei Fehler passieren ist unbestreitbar, aber man sollte nicht diejenigen verdammen, welche Hilfe leisten. Es sind eben alles nur Menschen. Wenn es aber all diese Menschen nicht geben würde, würden "die da oben " ihre Politik doch auch nicht ändern. Und wer würde darunter leiden????? Und noch eins ist bei der ganzen Sache bisher gar nicht bedacht worden. Was ist eigentlich mit den Kindern??? Die müssen nämlich das erleiden was die Erwachsenen verzappen. Denen kommt die Hilfe doch auch irgendwie zu Gute. Wenn Eltern ein paar Sorgen weniger haben, ist das Familienleben etwas weniger anstrengend. Alles was an dieser Schieflage beseitigt werden kann, stehen die Politiker in der Verantwortung und nicht die, die helfen.

  • 07.09.2010 10:52 Uhr

    von Willy B.:

    Die meisten Ausgabestellen reichen die Spenden
    Lebensmittel, Möbel, Kleidung u. a.
    gegen Geld an Bedürftige weiter.

    Die meisten Ausgabestellen bekommen Gelder für die Ein-Euro-Jobber u. a. finanzierte Stellen und bezahlen davon Kosten für Miete, Energie, Telefon, Benzin u. a.

    "Gewinne" und die Verwendung der "Gewinne" werden nicht kontrolliert; weil vereinsintern.
    Hinweise an das Bezirksamt über angeblich private Verwendung wurden in der Vergangenheit nicht aufgegriffen.

    Die Berliner Tafel hat eine Stiftung eingerichtet und sammelt Geld für schlechtere Zeiten oder?

    Die Not der Bedürftigen ist zum Geschäft geworden.
    Das Geschäft mit der Not ist für die Politik kein Thema, weil keine Alternative gewollt ist.


  • 06.09.2010 18:43 Uhr

    von Wolf:

    Bei 1€-Jobs von "Bezahlung" zu sprechen traut sich nicht einmal die ARGE.
    Die Tafel wird nicht nur die "billigen", per Eingliederungsvereinbarung "freiwillig" herangezogenen Mitarbeiter vermissen, sondern auch einen ganzen Batzen Geld (Förderung). Für jeden "angestellten" 1€-Jobber bezahlt die ARGE den Trägern der "Maßnahme" bis zu 500€. Da sind die 150€ "Lohn" für den Jobber die kleinste Ausgabe.
    Das hat in Braunschweig z.B. den Effekt, daß ganze Gruppen von 1€-Jobbern, die z.B. Zigarettenkippen aufsammeln müssen, mit den modernsten Kleinbussen durch die Gegend gefahren werden - das Fördergeld muß ja schließlich gut angelegt werden.

  • 06.09.2010 12:52 Uhr

    von AndreasM:

    Dies ist ohne Zweifel ein schwieriges Thema. Und ich kann (mal wieder) nur zur ruhigen und sachlichen Diskusion mahnen.
    Es stimmt schon das die Tafeln für das Sozialsystem kontraproduktiv sind da sie die Versorgungslücken kaschieren. In einem vernünftigen sytsem sollten sie nicht nötig sein. Solange sie jedoch keinen Gewinn erwirtschaften haben sie im momentanen System die Förderung verdient.
    Meiner Meinung nach sollte in Deutschland vieles grundlegend auf den Prüfstand (Bildungs, Steuern, Soziales, usw usf).

  • 06.09.2010 10:26 Uhr

    von kawilger:

    Unglaublich....
    was die Armutsindustrie sich einbildet. Die Berliner Tafel fordert mehr 1-Euro Jobber. Arbeiten für 1 €uro plus eine Kante Brot inkl. Süppchen. Alleine die Tatsache, das es 1 Euro Jobs gibt, ist schon ein Skandal. Unglaublich welche Dummheit und welch eiskalter Egoismus sich hinter diesen angeblich so sozial eingestellten Tafeln verbirgt. Sämtliche Tafeln in Deutschland gehörten abgeschafft und anstelle dieser kontraproduktiven Einrichtungen gehört den Betroffenen mehr Geld zugestanden, damit sie wie jeder andere auch ganz normal einkaufen gehen können. Deutschland ist auf einen fürchterlichen Weg. Das Problem ist nicht die Unterschicht, sind nicht die armen Menschen sondern die Oberschicht.

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