Weil sie Wimpel dabeihaben, werden Teilnehmer der antinationalen Demo festgenommen. Laut Polizei hätten sie damit Gewalttätern Zeichen geben können.von Gereon Asmuth
Was bleibt denn noch vom Demonstrant übrig, wenn wir mal zusammenzählen, was alles gefährlich in den Augen der Polizei ist? - NICHTS!
Sollen wir demnächst nackt, mit abgehackten Händen und ohne Haare (evtl. Vermummung)kommen? Achja und vergesst euch nicht die Eisenkugel ums Bein zu binden, damit ihr gar nicht auf die Idee kommt euch der Staatsgewalt zu entziehen.
27.05.2009 14:14 Uhr
von Wolfgang Noehricke:
@Sven Natürlich hast du recht mit dem schwarzen Block. Ich erwähnte nicht deutlich, dass mit Helden sicher nicht die Rechten Einschleicher und die Zivilpolizei die vermummt im schwarzen Block mitläuft und so den Verlauf einer Demo negativ zu beeinflussen, gemeint sind.
27.05.2009 12:01 Uhr
von Sven:
Vielen Danke Herr Noehricke für Ihren Kommentar. Hervorragend analysiert, nur mit dem schwarzen Block würde ich nicht soweit gehen. Wenn man da etwas tiefer gehend recherchiert, so scheint diese Truppe eher ein Sammelbecken an zweifelhaften Persönlichkeiten zu sein. Die rechte Szene findet sich genauso darunter, wie Leute die nur sonst irgendein Krawall wollen und Leute, die wie in Genua geschehen, mit der Polizei zusammen arbeiten, um genau diese Bilder zu liefern (Reportage WDR Gipfelstürmer - die blutigen Tage von Genua) und wem nützt denn Gewalt gegen Menschen, egal auf welcher Seite sie stehen?
27.05.2009 10:17 Uhr
von Rückennummer:
"Entscheidend sei die Rückennummer, die dank Klettverschluss ausgetauscht werden könne."
Das erinnert mich doch an etwas: http://i41.tinypic.com/iog41z.jpg
Was für eine Nummer soll das denn bitte sein?
26.05.2009 18:49 Uhr
von Peter Lustig:
Ich habe mal irgendwo gelesen, daß sich der Schwarze Block mit Handzeichen verständigt. Stelle ich mir lustig vor: "Oh Gott, sie haben Hände dabei! Sie haben HÄNDE dabei!!! Alle sofort festnehmen!!"
26.05.2009 15:38 Uhr
von taz-leser:
offtopic: schön, dass die taz seit london wieder mehr über solche sachen berichtet. hoffentlich bleibt es dabei. ich will als aktivist nicht auf propagandablätter wie die junge welt angewiesen sein, um eine zeitung zu bekommen, die ihrer rolle als wächter über die überwacher gerecht wird =)
26.05.2009 15:13 Uhr
von AstraFan:
Da muss ich Wolfgang Noehricke völlig recht geben.
26.05.2009 14:51 Uhr
von Wolfgang Noehricke:
Ein Grundgesetz wird gefeiert mit Bier und Bratwurst. Doch so wenig "der" Deutsche wissen will was in seiner Bratwurst steckt, so wenig interessiert ihn das Grundgesetz inhaltlich.- denn als treugläubiger Christ und Deutscher ist Mensch kritiklos. Alles ist gut nur die Linken wollen das schöne Idyll zerstören!? Mord, Zerstörung, Ausbeutung und Elend weltweit, auch unter Beteiligung der Deutschen. Räuberische Weltwirtschaft, Korruption, Manager, Banker, Immobilienspekulanten, nutzlose öffentliche Ämter, all ihre Zuträger.. alles ist in Ordnung? Mal in Deutsch: Der Reichtum eines Teils der Deutschen der das Politische System benutzt und Judikative und Exekutive zu Spalierstehern für das Kapital macht ändert nach Belieben das Grundgesetz für eigene Zwecke. Ich bin nicht gegen Deutsche, aber ich bin gegen Lügner (Pinocciopolitik:), Unethische Verhaltensweisen (Massentierhaltung, Keulung, Tierversuche.., Unmoralische Geschäftemacherei, Den Auto-Wahnsinn und staatlich legitimierten Gewalttätern die sich jeder Einsicht entziehen. Wenn Mensch die Deutsche Geschichte liest ist dies eine Geschichte voller Blut, Elend und Heuchelei. Diese Geschichte wurde von eben diesen gemacht, die das Grundgesetz feierten: Inhaltsleer wie die Bratwurst - Rein Deutsch wie das Bier.
Vielleicht sind die TN des schwarzen Blocks die letzen die sich nicht nur mit Worten gegen den Deutschen Urschleim durchzusetzen versuchen sondern wie aufrechte, ethisch und moralisch handelnde Menschen einfach Präsenz zeigen- neben Arbeit und Kindererziehung etc. also Zeit aufwenden ehrenamtlich positives zu bewirken anstatt durch Mehrfachposten abzukassieren. Die taz sucht Helden des Alltags- ich habe hier 2000 für euch. Wolfgang Noehricke, Berlin
26.05.2009 14:14 Uhr
von t.s.:
Es geht eben darum jedweder Opposition zu signalisieren, dass 'Unruhen' jedweder Art mit allen Mitteln - explizit auch extralegalen - unterbunden werden.
Und nicht nur an dieser Stelle marschiert die taz Seit' an Seit' mit dem staatlichem Repressionsapparat. Denn - wer wenn nicht der Staat garantiert die Besitzstände und die Pfründe der ex-linken, nunmehr im bürgerlichen Lager arrivierten Inserenten und Anteilseignern der taz?
Merke: Besatzung dient den Menschenrechten, Widerstand ist zwecklos und konservativ bedeutet aufgeklärt (!) und sexy zu sein. Das ist die hier herrschende Linie.
26.05.2009 14:05 Uhr
von Lars:
Auch hier muß man leider wieder sagen, daß das Verbot und Einziehen sogenannter "Signalfahnen" leider keine neue Methode ist. Genauso wenig wie das Begleiten linker Demos mit einem Spalier. Ich habe es ehrlich gesagt nie anders erlebt.
@shenanigans1983 Was haben die Videos der Polizeiübergriffe in London uns denn gezeigt? Dass alle Medien 3 Tage aufschreien und dann ist wieder alles vergessen. Mehr nicht. Der Normalbürger will nicht wissen, daß Polizisten prügeln und morden. Er will sich lieber mit Toto & Harry oder dem sonntäglichen Tatort berieseln.
Aber wenn Bullen immer wieder das Ziel von Attacken sind ist die Empörung groß.
26.05.2009 13:59 Uhr
von O.T.:
Wer dieses Jahr am 1. Mai zum ersten Mal dabei war, war vielleicht überrascht von der "Brutalität", wer aber schon öfter da war, den überraschte dann eher die Berichterstattung. Nach den Verletzten-Angaben der Polizei muss ja jeder 15. Polizist verletzt worden sein, was sich ja fast schon mit nem Krieg vergleichen lässt.
Die Polizei überschreitet Recht und Gesetz wo es ihr passt und die Polizei schaut zu (ach nee?!).
Folgende Interpretationsmöglichkeit bietet sich:
Der Polizei kann als juristisch nicht beigekommen werden, da dazu ja die Polizei helfen muss. Somit bleibt als Möglichkeit nur die gewaltsame Auseinandersetzung. Ist nicht meine Meinung, aber ich verstehe jeden der so an die sache rangeht.
Und woher kommt denn der Hass auf den (Bullen-)Staat. Von solchen Dingen halt. Klar gibt's Chaoten und Idioten, aber wir leben nunmal in nem Rechtstaat und wenn sich die Polizei darüber hinwegsetzt ist das im höchsten Maße beunruhigend und traurig, dass man dann davon nur in der taz o.ä. erfährt.
26.05.2009 13:19 Uhr
von sven:
@Arnim ich glaube das Sie selbst ein paar Probleme mit Andersdenkenden haben. Ich zitiere: Stellt "linke" Demonstranten bitte nicht als die heldenhaften Opfer ...einem anderen umgang der staatsgewalt "mit dieser art von protestbewegung". Oder täusche ich mich da? Jedenfalls bin auch ich kein Freund von Gewalt, egal auf welcher Seite diese ausgeübt wird.
26.05.2009 11:47 Uhr
von armin:
Lächerlich wie hier die Relationen verloren gehn. Ich denke man sollte sich vergegenwärtigen, was in Berlin am 1. Mai ging. Da brannten Autos, flogen Steine, und der Schwarze Block war ganz vorn dabei.
Dass die Polizei jetzt hart gegen diese Art von Demo vorgeht, war absehbar und geht in Ordnung. Über die Rechtmäßigkeit dieser Aktionen kann man natürlich streiten, auch auch ich bin dafür die Polizei nur in einem festgelegten, rechtsstaatlichen rahmen agieren zulassen. Aber ich vergaß: staat ist ja eh scheiße.
Stellt linke Demonstranten bitte nicht als die heldenhaften Opfer staatlicher Gewalt da. Wenn es vielleicht mal gelingt, die "Steinigung" der Polizei durch schwarz-vermummte zu unterlassen, führt das möglicherweise zu einem anderen umgang der staatsgewalt mit dieser art von protestbewegung.
unfassbar, wie sich hier darüber aufgeregt wird, dass 2 demonstranten kurzzeitig in haft waren, während niemand ein wort darüber verliert, dass am anfang des monats linke demonstranten mitunter wegen versuchten mordes verhaftet wurden. das erinnert mich an die aufrufe in kreuzberg: "lass euch von den bullenschweinen nicht provozieren". niemand provozierte. immerhin: aber auch eine möglichkeit, sich selbst eine opferrolle zu suggerieren und aus dieser heraus gewalt als notwehr zu rechtfertigen.
26.05.2009 11:35 Uhr
von anon ym:
auch beim npd-bundesparteitag in bamberg 2008 wurden von der (münsteraner) polizei kleine fähnchen mit fast derselben begründung beschlagnahmt. und das nach der demo, als nur noch kleinstgrüppchen in der stadt unterwegs waren. man kann "gewalttätern" doch auch mit der hand vermeintliche ziele zeigen, oder?
26.05.2009 10:46 Uhr
von shenanigans1983:
Mir wird schlecht!
Klage einreichen, und wie in London mit dem Fotohandy die Männer in Kampfmontur filmen. Ab auf YouTube und Vimeo damit, und via Facebook, Digg und StumbleUpon verlinken. Von brutalen Polizeiübergiffen und Fehlverhalten (was beides leider anscheinend mittlerweile wieder a.d. Tagesordnung ist) noch vom Handy aus twittern (geht von jedem Handy bei Eingabe einer bestimmten Nummer).
Eigentlich bin ich kein unbedingter Freund von twitter und co., aber in solchen Dingen können diese ganzen Social Networking tools Wunder bewirken.
Die Polizei scheint nicht zu ahnen, mit wem sie sich anlegt, wenn wir es geschickt angehen. Das Internet kann als "broadcaster" für jeden dienen, die Polizeiübergiffe in London haben das gezeigt. Unakzeptables Verhalten der Herren in Grün, aber wenn wir wollen sitzen wir am längeren Hebel!
26.05.2009 10:09 Uhr
von Paul:
Der polizeistaat wird kommen, wenn wir nichts dagegen tun....
26.05.2009 09:12 Uhr
von Sebastian:
Die zunehmende Repression durch die Polizei ist leider nicht nur in Berlin der Fall. In Stuttgart wurde einer Infoveranstaltung der Antifa gegen die Politik der NPD und der REPs bezüglich der Kommunalwahl miz einem massiven Polizeiaufgebot begegnet. Den etwa 40-50 Teilnehmern standen mindest genauso viele schwergepanzerte Polizisten gegenüber. Diese machten wieder Videos von allen Teilnehmern oder haben einen Teilnehmer verhaftet,weil dieser "sich zu weit von der Gruppe entfernte". Die zunehmende Abneigung gegen Staat und Polizei sollte bei solchen Aktionen niemanden mehr wundern.
25.05.2009 19:11 Uhr
von FREDERICO:
Wie kann Herr Asmuth im Zusammenhang mit unserer ach so tollen Polizei von Logik reden? Vielleicht haben diese Männchen in grün ja bloß die Strasse mit einer Flugzeuglandebahn verwechselt. Da gibt man soweit ich informiert bin mit Fähnchen Zeichen. Eigentlich sollte dieser Schwachsinn den Vorgesetzten, sowie unserem Innensenator doch zutiefst peinlich sein. Oder sind das etwa insgesamt die Konsequenzen aus unserem maroden Schulsystem?
Leserkommentare
31.05.2009 17:05 Uhr
von Demonstrant:
Was bleibt denn noch vom Demonstrant übrig, wenn wir mal zusammenzählen, was alles gefährlich in den Augen der Polizei ist? - NICHTS!
Sollen wir demnächst nackt, mit abgehackten Händen und ohne Haare (evtl. Vermummung)kommen? Achja und vergesst euch nicht die Eisenkugel ums Bein zu binden, damit ihr gar nicht auf die Idee kommt euch der Staatsgewalt zu entziehen.
27.05.2009 14:14 Uhr
von Wolfgang Noehricke:
@Sven
Natürlich hast du recht mit dem schwarzen Block.
Ich erwähnte nicht deutlich, dass mit Helden sicher nicht die Rechten Einschleicher und die Zivilpolizei die vermummt im schwarzen Block mitläuft und so den Verlauf einer Demo
negativ zu beeinflussen, gemeint sind.
27.05.2009 12:01 Uhr
von Sven:
Vielen Danke Herr Noehricke für Ihren Kommentar.
Hervorragend analysiert, nur mit dem schwarzen Block würde ich nicht soweit gehen. Wenn man da etwas tiefer gehend recherchiert, so scheint
diese Truppe eher ein Sammelbecken an zweifelhaften
Persönlichkeiten zu sein. Die rechte Szene findet sich genauso darunter, wie Leute die nur sonst irgendein Krawall wollen und Leute, die wie in Genua geschehen, mit der Polizei zusammen arbeiten, um genau diese Bilder zu liefern (Reportage WDR Gipfelstürmer - die blutigen Tage von Genua) und wem nützt denn Gewalt gegen Menschen, egal auf welcher Seite sie stehen?
27.05.2009 10:17 Uhr
von Rückennummer:
"Entscheidend sei die Rückennummer, die dank Klettverschluss ausgetauscht werden könne."
Das erinnert mich doch an etwas:
http://i41.tinypic.com/iog41z.jpg
Was für eine Nummer soll das denn bitte sein?
26.05.2009 18:49 Uhr
von Peter Lustig:
Ich habe mal irgendwo gelesen, daß sich der Schwarze Block mit Handzeichen verständigt.
Stelle ich mir lustig vor:
"Oh Gott, sie haben Hände dabei! Sie haben HÄNDE dabei!!! Alle sofort festnehmen!!"
26.05.2009 15:38 Uhr
von taz-leser:
offtopic: schön, dass die taz seit london wieder mehr über solche sachen berichtet. hoffentlich bleibt es dabei. ich will als aktivist nicht auf propagandablätter wie die junge welt angewiesen sein, um eine zeitung zu bekommen, die ihrer rolle als wächter über die überwacher gerecht wird =)
26.05.2009 15:13 Uhr
von AstraFan:
Da muss ich Wolfgang Noehricke völlig recht geben.
26.05.2009 14:51 Uhr
von Wolfgang Noehricke:
Ein Grundgesetz wird gefeiert mit Bier und Bratwurst.
Doch so wenig "der" Deutsche wissen will was in seiner Bratwurst steckt, so wenig interessiert ihn das Grundgesetz inhaltlich.- denn als treugläubiger Christ und Deutscher
ist Mensch kritiklos. Alles ist gut nur die Linken wollen das schöne Idyll zerstören!?
Mord, Zerstörung, Ausbeutung und Elend weltweit, auch unter Beteiligung der Deutschen.
Räuberische Weltwirtschaft, Korruption, Manager, Banker, Immobilienspekulanten, nutzlose öffentliche Ämter, all ihre Zuträger.. alles ist in Ordnung?
Mal in Deutsch: Der Reichtum eines Teils der Deutschen
der das Politische System benutzt und Judikative und Exekutive zu Spalierstehern für das Kapital macht ändert nach Belieben das Grundgesetz für eigene Zwecke.
Ich bin nicht gegen Deutsche, aber ich bin gegen Lügner (Pinocciopolitik:), Unethische Verhaltensweisen (Massentierhaltung, Keulung, Tierversuche..,
Unmoralische Geschäftemacherei, Den Auto-Wahnsinn und staatlich legitimierten Gewalttätern die sich jeder Einsicht entziehen.
Wenn Mensch die Deutsche Geschichte liest ist dies eine Geschichte voller Blut, Elend und Heuchelei.
Diese Geschichte wurde von eben diesen gemacht, die das Grundgesetz feierten: Inhaltsleer wie die Bratwurst - Rein Deutsch wie das Bier.
Vielleicht sind die TN des schwarzen Blocks die letzen die sich nicht nur mit Worten gegen den Deutschen Urschleim
durchzusetzen versuchen sondern wie aufrechte, ethisch und moralisch handelnde Menschen einfach Präsenz zeigen- neben Arbeit und Kindererziehung etc. also Zeit aufwenden ehrenamtlich positives zu bewirken anstatt durch Mehrfachposten abzukassieren.
Die taz sucht Helden des Alltags- ich habe hier 2000 für euch.
Wolfgang Noehricke, Berlin
26.05.2009 14:14 Uhr
von t.s.:
Es geht eben darum jedweder Opposition zu signalisieren, dass 'Unruhen' jedweder Art mit allen Mitteln - explizit auch extralegalen - unterbunden werden.
Und nicht nur an dieser Stelle marschiert die taz Seit' an Seit' mit dem staatlichem Repressionsapparat. Denn - wer wenn nicht der Staat garantiert die Besitzstände und die Pfründe der ex-linken, nunmehr im bürgerlichen Lager arrivierten Inserenten und Anteilseignern der taz?
Merke: Besatzung dient den Menschenrechten, Widerstand ist zwecklos und konservativ bedeutet aufgeklärt (!) und sexy zu sein. Das ist die hier herrschende Linie.
26.05.2009 14:05 Uhr
von Lars:
Auch hier muß man leider wieder sagen, daß das Verbot und Einziehen sogenannter "Signalfahnen" leider keine neue Methode ist. Genauso wenig wie das Begleiten linker Demos mit einem Spalier. Ich habe es ehrlich gesagt nie anders erlebt.
@shenanigans1983
Was haben die Videos der Polizeiübergriffe in London uns denn gezeigt? Dass alle Medien 3 Tage aufschreien und dann ist wieder alles vergessen. Mehr nicht. Der Normalbürger will nicht wissen, daß Polizisten prügeln und morden. Er will sich lieber mit Toto & Harry oder dem sonntäglichen Tatort berieseln.
Aber wenn Bullen immer wieder das Ziel von Attacken sind ist die Empörung groß.
26.05.2009 13:59 Uhr
von O.T.:
Wer dieses Jahr am 1. Mai zum ersten Mal dabei war, war vielleicht überrascht von der "Brutalität", wer aber schon öfter da war, den überraschte dann eher die Berichterstattung. Nach den Verletzten-Angaben der Polizei muss ja jeder 15. Polizist verletzt worden sein, was sich ja fast schon mit nem Krieg vergleichen lässt.
Die Polizei überschreitet Recht und Gesetz wo es ihr passt und die Polizei schaut zu (ach nee?!).
Folgende Interpretationsmöglichkeit bietet sich:
Der Polizei kann als juristisch nicht beigekommen werden, da dazu ja die Polizei helfen muss. Somit bleibt als Möglichkeit nur die gewaltsame Auseinandersetzung.
Ist nicht meine Meinung, aber ich verstehe jeden der so an die sache rangeht.
Und woher kommt denn der Hass auf den (Bullen-)Staat. Von solchen Dingen halt. Klar gibt's Chaoten und Idioten, aber wir leben nunmal in nem Rechtstaat und wenn sich die Polizei darüber hinwegsetzt ist das im höchsten Maße beunruhigend und traurig, dass man dann davon nur in der taz o.ä. erfährt.
26.05.2009 13:19 Uhr
von sven:
@Arnim ich glaube das Sie selbst ein paar Probleme mit Andersdenkenden haben. Ich zitiere:
Stellt "linke" Demonstranten bitte nicht als die heldenhaften Opfer ...einem anderen umgang der staatsgewalt "mit dieser art von protestbewegung".
Oder täusche ich mich da?
Jedenfalls bin auch ich kein Freund von Gewalt,
egal auf welcher Seite diese ausgeübt wird.
26.05.2009 11:47 Uhr
von armin:
Lächerlich wie hier die Relationen verloren gehn. Ich denke man sollte sich vergegenwärtigen, was in Berlin am 1. Mai ging. Da brannten Autos, flogen Steine, und der Schwarze Block war ganz vorn dabei.
Dass die Polizei jetzt hart gegen diese Art von Demo vorgeht, war absehbar und geht in Ordnung. Über die Rechtmäßigkeit dieser Aktionen kann man natürlich streiten, auch auch ich bin dafür die Polizei nur in einem festgelegten, rechtsstaatlichen rahmen agieren zulassen. Aber ich vergaß: staat ist ja eh scheiße.
Stellt linke Demonstranten bitte nicht als die heldenhaften Opfer staatlicher Gewalt da. Wenn es vielleicht mal gelingt, die "Steinigung" der Polizei durch schwarz-vermummte zu unterlassen, führt das möglicherweise zu einem anderen umgang der staatsgewalt mit dieser art von protestbewegung.
unfassbar, wie sich hier darüber aufgeregt wird, dass 2 demonstranten kurzzeitig in haft waren, während niemand ein wort darüber verliert, dass am anfang des monats linke demonstranten mitunter wegen versuchten mordes verhaftet wurden. das erinnert mich an die aufrufe in kreuzberg: "lass euch von den bullenschweinen nicht provozieren". niemand provozierte. immerhin: aber auch eine möglichkeit, sich selbst eine opferrolle zu suggerieren und aus dieser heraus gewalt als notwehr zu rechtfertigen.
26.05.2009 11:35 Uhr
von anon ym:
auch beim npd-bundesparteitag in bamberg 2008 wurden von der (münsteraner) polizei kleine fähnchen mit fast derselben begründung beschlagnahmt. und das nach der demo, als nur noch kleinstgrüppchen in der stadt unterwegs waren. man kann "gewalttätern" doch auch mit der hand vermeintliche ziele zeigen, oder?
26.05.2009 10:46 Uhr
von shenanigans1983:
Mir wird schlecht!
Klage einreichen, und wie in London mit dem Fotohandy die Männer in Kampfmontur filmen. Ab auf YouTube und Vimeo damit, und via Facebook, Digg und StumbleUpon verlinken. Von brutalen Polizeiübergiffen und Fehlverhalten (was beides leider anscheinend mittlerweile wieder a.d. Tagesordnung ist) noch vom Handy aus twittern (geht von jedem Handy bei Eingabe einer bestimmten Nummer).
Eigentlich bin ich kein unbedingter Freund von twitter und co., aber in solchen Dingen können diese ganzen Social Networking tools Wunder bewirken.
Die Polizei scheint nicht zu ahnen, mit wem sie sich anlegt, wenn wir es geschickt angehen. Das Internet kann als "broadcaster" für jeden dienen, die Polizeiübergiffe in London haben das gezeigt. Unakzeptables Verhalten der Herren in Grün, aber wenn wir wollen sitzen wir am längeren Hebel!
26.05.2009 10:09 Uhr
von Paul:
Der polizeistaat wird kommen, wenn wir nichts dagegen tun....
26.05.2009 09:12 Uhr
von Sebastian:
Die zunehmende Repression durch die Polizei ist leider nicht nur in Berlin der Fall. In Stuttgart wurde einer Infoveranstaltung der Antifa gegen die Politik der NPD und der REPs bezüglich der Kommunalwahl miz einem massiven Polizeiaufgebot begegnet. Den etwa 40-50 Teilnehmern standen mindest genauso viele schwergepanzerte Polizisten gegenüber. Diese machten wieder Videos von allen Teilnehmern oder haben einen Teilnehmer verhaftet,weil dieser "sich zu weit von der Gruppe entfernte". Die zunehmende Abneigung gegen Staat und Polizei sollte bei solchen Aktionen niemanden mehr wundern.
25.05.2009 19:11 Uhr
von FREDERICO:
Wie kann Herr Asmuth im Zusammenhang mit unserer ach so tollen Polizei von Logik reden? Vielleicht haben diese Männchen in grün ja bloß die Strasse mit einer Flugzeuglandebahn verwechselt. Da gibt man soweit ich informiert bin mit Fähnchen Zeichen.
Eigentlich sollte dieser Schwachsinn den Vorgesetzten, sowie unserem Innensenator doch zutiefst peinlich sein.
Oder sind das etwa insgesamt die Konsequenzen aus unserem maroden Schulsystem?