Die Berliner Polizei hat offenbar tausende Handydaten abgefragt, um einen Brandanschlag aufzuklären. Grüne und Piraten reagieren empört.von Konrad Litschko
Bei 757 Autos kommt wohl ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich zustande. Dazu kommen noch die enormen Mengen an Schadstoffen, Dioxin nur ein Beispiel, die beim Abbrennen freigesetzt werden. Das kann man wohl nicht mehr unter Kavaliersdelikt zählen lassen.
Dass da dann mal Handydaten ausgewertet werden, tolerieren Sie wohl dann erst, wenn Ihr teilkaskoversicherter Opel oder VW (zu etwa 25% betroffen nach http://www.brennende-autos.de) mal dran ist und Ihnen Ihre Versicherung den Stinkefinger zeigt.
21.01.2012 19:39 Uhr
von aso:
Dem Kommentar-Schreiber Arno Besendonk sollte man auch mal sein Auto "abfackeln", damit er wieder auf den Teppich kommt. Unglaublich, was hier einige von sich geben. Wenn jeder, der von irgendwas gefrustet ist, einfach irgendwelche Autos "abfackeln" würde, stünde bald die ganze Welt in Flammen. Hölle nennt man sowas. Nein danke.
21.01.2012 16:10 Uhr
von AK-Vorrat-Mitglied:
Stefan: Dein Vergleich hinkt. Natürlich gibt es bei einer Alkoholkontrolle einen Verdacht, dass der Fahrer alkoholisiert ist. Und bei den anderen Insassen wird keiner gemacht.
Der Vergleich wäre eher korrekt, wenn man von allen Leuten auf der Autobahn einen Alkoholtest macht, weil einer davon besoffen ist.
20.01.2012 13:29 Uhr
von Hans:
@Arno Besendonk: ...und noch ein unqualifizierter Kommentar. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass dies einen indirekten Aufruf zu einer Straftat darstellt oder noch schlimmer: Meinung; und wir wissen ja, was man über Meinungen sagt...
20.01.2012 11:34 Uhr
von vantast:
Die Netzverbindung eines Telefons soll irgendwie Beweise erbringen? Wie das??
20.01.2012 10:28 Uhr
von Nemo2011:
Ja, ich meine, dass die Polizei damit die Täter beleidigt hat. Keiner ist so blöde, und nimmt sein Handy bei so einer Aktion mit. Vielleicht steckt da in Wahrheit eine ganz andere Sauerei hinter und die Brandstifter sind nur ein Vorwand.
20.01.2012 09:57 Uhr
von Stefan:
"Grüne und Piraten reagieren empört". Na was denn sonst? Mehr und vor allem konstruktiveres fällt den Berufsempörten ja auch nicht ein. Ich finde das cool, was die Polizei da macht.
20.01.2012 09:17 Uhr
von Hans:
@19.01.2012 21:55 Uhr von Stefan: Mit Ihrer Einleitung haben Sie sich bereits als Troll disqualifiziert (ich empfehle Ihnen die Kommentarseite von Bild.de)! Der Vergleich ist nicht mal mehr als hinkend, sonder vielleicht schon beinlos zu bezeichnen.
Es geht hier einerseits um die Verhältnismäßigkeit (sollte nur bei schwersten Straftaten angewandt werden), wie auch im Artikel beschrieben. Daraus ergibt sich auch die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit.
Diese Mittel dienen doch primär anderen Zwecken und die besagte Straftaat bzw. der Paragraph §100g Absatz 1 wird hier völlig wahllos reingeworfen, da man es nicht anders begründen kann, als mit Terroristischen Vereinigungen. Wie sich übrigens in der Aufklärungsstatistik zeigt, sind die meisten Autoanzünder gelangweilte Spacken ohne politischen Bezug.
20.01.2012 08:41 Uhr
von Arno Besendonk:
Das die Piraten spinnen ist bei denen ja Programm. Aber den Grünen sollte man mal die Dienstwagen abfackeln, damit Sie wieder auf den Teppich kommen!
20.01.2012 07:46 Uhr
von stefan seither:
Danke, taz, daß ihr davon berichtet.
Das zeigt wieder mal, daß man dem Staat nur mißtrauen muß.
Ich schalte mein Handy ganz oft aus.
20.01.2012 05:06 Uhr
von Kalle Klunker:
Jajaja... Die Stasi ist böse usw. und die Links"extremisten" haben schon die Weimarer Republik kaputt gemacht... wir wissen Bescheid!
Was muss eigentlich noch passieren, bis die Leute mal aufwachen? Speicherung der DNA nach der Geburt? Vollüberwachung 24/7?
Es ist angesichts der Probleme auf dieser Welt in besonderer Weise absurd! Sind denn Links"extremisten" oder Islamisten wirklich das Problem? Oder knallts viel mehr an allen Ecken und Enden, weil der liebe Herr Marx recht hatte mit seine Prognose bezüglich der Marktwirtschaft?!
Dämliche Aktionen, mit denen sich die Staatsmacht VORALLEM ins eigene Fleisch schneidet.
19.01.2012 21:55 Uhr
von Stefan:
Ja, liebe Ökos und Freibeuter, bei Zellenabfragen zur Ermittlung von Tätern sind auch immer unbeteiligte Dritte betroffen. Würde man solche Fahndungsmaßnahmen nur auf Täter begrenzen, dann bräuchte man sie nicht. Logisch, oder? Bei Alkoholkontrollen dürfen nur noch nachweislich Alkoholisierte angehalten werden. Verdächtige dürfen nur noch befragt werden, wenn ihre Schuld einwandfrei feststeht. Schöne neue Welt. Gibt es eigentlich konstruktive Vorschläge, wie man die kreativen Fumal-Künstler ermitteln könnte?
19.01.2012 21:26 Uhr
von Hans Höfer:
Glaubte die Polizei tatsächlich, die Täter versetzten ihre Mobiltelephone beim brandschatzen nicht in den Fluchtbetrieb (= "Flight Mode")?
19.01.2012 20:54 Uhr
von Stephan Goedecke:
"Dürften weite Teile des Stadtgebiets abdecken". Das halte ich für technisch sehr fragwürdig. Unter nobbi.com gibt es eine Liste mit Funkzellen (Betreiber o2) im Großraum Karlsruhe, die privat erfasst wurde und gepflegt wird. Da dürften einige Zellen fehlen, weil sie eben niemand erfasst hat, weil zu klein oder zu abgelegen.
In Karlsruhe selbst listet die Webseite schon 40 verschiedene Zellen, das sind tatsächlich wohl eher noch mehr. Die 13 Funkzellen sind in Berlin maximal ein Viertel oder ein Bezirk. Gerade in den Städten wird die maximale theoretische Zellgröße nicht auch nur annähernd erreicht, weil sonst viel zu viele Menschen in einer Zelle eingebucht wären und die überhaupt nicht telefonieren könnten...
19.01.2012 18:30 Uhr
von Gerald:
Als Ergänzung zum Artikel:
Es wird nicht nur abgefragt, wer wann wo mit wem telefoniert hat, sondern auch, welches Handy wann an welchem nächstliegenden Verbindungsknoten angemeldet war.
Leserkommentare
22.01.2012 09:38 Uhr
von hans:
Bei 757 Autos kommt wohl ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich zustande.
Dazu kommen noch die enormen Mengen an Schadstoffen, Dioxin nur ein Beispiel, die beim Abbrennen freigesetzt werden.
Das kann man wohl nicht mehr unter Kavaliersdelikt zählen lassen.
Dass da dann mal Handydaten ausgewertet werden, tolerieren Sie wohl dann erst, wenn Ihr teilkaskoversicherter Opel oder VW (zu etwa 25% betroffen nach http://www.brennende-autos.de) mal dran ist und Ihnen Ihre Versicherung den Stinkefinger zeigt.
21.01.2012 19:39 Uhr
von aso:
Dem Kommentar-Schreiber Arno Besendonk sollte man auch mal sein Auto "abfackeln", damit er wieder auf den Teppich kommt. Unglaublich, was hier einige von sich geben. Wenn jeder, der von irgendwas gefrustet ist, einfach irgendwelche Autos "abfackeln" würde, stünde bald die ganze Welt in Flammen. Hölle nennt man sowas. Nein danke.
21.01.2012 16:10 Uhr
von AK-Vorrat-Mitglied:
Stefan: Dein Vergleich hinkt. Natürlich gibt es bei einer Alkoholkontrolle einen Verdacht, dass der Fahrer alkoholisiert ist. Und bei den anderen Insassen wird keiner gemacht.
Der Vergleich wäre eher korrekt, wenn man von allen Leuten auf der Autobahn einen Alkoholtest macht, weil einer davon besoffen ist.
20.01.2012 13:29 Uhr
von Hans:
@Arno Besendonk:
...und noch ein unqualifizierter Kommentar.
Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass dies einen indirekten Aufruf zu einer Straftat darstellt oder noch schlimmer: Meinung; und wir wissen ja, was man über Meinungen sagt...
20.01.2012 11:34 Uhr
von vantast:
Die Netzverbindung eines Telefons soll irgendwie Beweise erbringen? Wie das??
20.01.2012 10:28 Uhr
von Nemo2011:
Ja, ich meine, dass die Polizei damit die Täter beleidigt hat. Keiner ist so blöde, und nimmt sein Handy bei so einer Aktion mit. Vielleicht steckt da in Wahrheit eine ganz andere Sauerei hinter und die Brandstifter sind nur ein Vorwand.
20.01.2012 09:57 Uhr
von Stefan:
"Grüne und Piraten reagieren empört". Na was denn sonst? Mehr und vor allem konstruktiveres fällt den Berufsempörten ja auch nicht ein. Ich finde das cool, was die Polizei da macht.
20.01.2012 09:17 Uhr
von Hans:
@19.01.2012 21:55 Uhr von Stefan:
Mit Ihrer Einleitung haben Sie sich bereits als Troll disqualifiziert (ich empfehle Ihnen die Kommentarseite von Bild.de)! Der Vergleich ist nicht mal mehr als hinkend, sonder vielleicht schon beinlos zu bezeichnen.
Es geht hier einerseits um die Verhältnismäßigkeit (sollte nur bei schwersten Straftaten angewandt werden), wie auch im Artikel beschrieben. Daraus ergibt sich auch die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit.
Diese Mittel dienen doch primär anderen Zwecken und die besagte Straftaat bzw. der Paragraph §100g Absatz 1 wird hier völlig wahllos reingeworfen, da man es nicht anders begründen kann, als mit Terroristischen Vereinigungen. Wie sich übrigens in der Aufklärungsstatistik zeigt, sind die meisten Autoanzünder gelangweilte Spacken ohne politischen Bezug.
20.01.2012 08:41 Uhr
von Arno Besendonk:
Das die Piraten spinnen ist bei denen ja Programm. Aber den Grünen sollte man mal die Dienstwagen abfackeln, damit Sie wieder auf den Teppich kommen!
20.01.2012 07:46 Uhr
von stefan seither:
Danke, taz, daß ihr davon berichtet.
Das zeigt wieder mal, daß man dem Staat nur mißtrauen muß.
Ich schalte mein Handy ganz oft aus.
20.01.2012 05:06 Uhr
von Kalle Klunker:
Jajaja... Die Stasi ist böse usw. und die Links"extremisten" haben schon die Weimarer Republik kaputt gemacht... wir wissen Bescheid!
Was muss eigentlich noch passieren, bis die Leute mal aufwachen? Speicherung der DNA nach der Geburt? Vollüberwachung 24/7?
Es ist angesichts der Probleme auf dieser Welt in besonderer Weise absurd! Sind denn Links"extremisten" oder Islamisten wirklich das Problem? Oder knallts viel mehr an allen Ecken und Enden, weil der liebe Herr Marx recht hatte mit seine Prognose bezüglich der Marktwirtschaft?!
Dämliche Aktionen, mit denen sich die Staatsmacht VORALLEM ins eigene Fleisch schneidet.
19.01.2012 21:55 Uhr
von Stefan:
Ja, liebe Ökos und Freibeuter, bei Zellenabfragen zur Ermittlung von Tätern sind auch immer unbeteiligte Dritte betroffen. Würde man solche Fahndungsmaßnahmen nur auf Täter begrenzen, dann bräuchte man sie nicht. Logisch, oder?
Bei Alkoholkontrollen dürfen nur noch nachweislich Alkoholisierte angehalten werden. Verdächtige dürfen nur noch befragt werden, wenn ihre Schuld einwandfrei feststeht.
Schöne neue Welt.
Gibt es eigentlich konstruktive Vorschläge, wie man die kreativen Fumal-Künstler ermitteln könnte?
19.01.2012 21:26 Uhr
von Hans Höfer:
Glaubte die Polizei tatsächlich, die Täter versetzten ihre Mobiltelephone beim brandschatzen nicht in den Fluchtbetrieb (= "Flight Mode")?
19.01.2012 20:54 Uhr
von Stephan Goedecke:
"Dürften weite Teile des Stadtgebiets abdecken". Das halte ich für technisch sehr fragwürdig. Unter nobbi.com gibt es eine Liste mit Funkzellen (Betreiber o2) im Großraum Karlsruhe, die privat erfasst wurde und gepflegt wird. Da dürften einige Zellen fehlen, weil sie eben niemand erfasst hat, weil zu klein oder zu abgelegen.
In Karlsruhe selbst listet die Webseite schon 40 verschiedene Zellen, das sind tatsächlich wohl eher noch mehr. Die 13 Funkzellen sind in Berlin maximal ein Viertel oder ein Bezirk. Gerade in den Städten wird die maximale theoretische Zellgröße nicht auch nur annähernd erreicht, weil sonst viel zu viele Menschen in einer Zelle eingebucht wären und die überhaupt nicht telefonieren könnten...
19.01.2012 18:30 Uhr
von Gerald:
Als Ergänzung zum Artikel:
Es wird nicht nur abgefragt, wer wann wo mit wem telefoniert hat, sondern auch, welches Handy wann an welchem nächstliegenden Verbindungsknoten angemeldet war.
LG
Gerald