Der FDP-Abgeordnete Rainer-Michael Lehmann geht zur SPD. Rot-Rot hätte damit auch ohne den umstrittenen SPD-Mann Hillenberg zwei Stimmen Mehrheit.von Stefan Alberti
Der Parteiwechsel des FDPlers Lehmann zur SPD aus sozialethischen Gründen zeigt, dass das von neoliberalen hardlinern erzeugte Bild einer total von Herrenmoral bestimmten FDP-Mannschaft falsch ist.
Auch hier Widersprüche in den Individuen und Erscheinen des Unverfügbaren ethischer Individualität.
Das läßt hoffen für die Politik in der Krise. Es zeigt sowohl die Unvorhersehbarkeit individueller Entscheidungen auch von Politikern und die Notwendigkeit der Erhaltung individueller Freiheit als Fundament guter Politik.
Dazu bedarf es allerdings auch einer guten Sozialethik.Eine gute Sozialethik kann in meinen Augen nur eine universalistisch-materialistische sein, die sich an den elementaren Lebens-Bedürfnissen jedes Menschen auf der Erde orientiert.
Weder neoliberale noch wertkritisch-marxistische Politik läßt sich ohne umfassende Sozial-Ethik-Reflexion und -Orientierung vor der Menschheiit rechtfertigen. Das scheint mir Herr Lehmann erkannt zu haben.
10.03.2010 00:06 Uhr
von Aletheia:
Nunja, es ist ja fein, dass dieser neoliberalen FDP (gerade hier, in Berlin, aufgrund des "liberalen" Lindners) eine gehörige Klatsche widerfahren ist - doch allein, dass Lehmann bzgl. Sozialtransfers noch unlängst von "gesellschaftl. Stilllegungsprämien" schwadronierte, zeigt eben auch auf, dass sich dieser in der Buschkowsky-Sarrazin-EinheiZfront endlich wohlfühlen darf (u. wird können). - Für die "sozialdemokrat"isch-trashige SPD aber freilich ein Anlass, wieder mal die Korken knallen zu lassen, angeführt von ihrem Guru, der erst gestern (zur NRW-SPD-"Spizte"kandidatin H. Kraft) zu verstehen gab, dass die Willkür im H IV-Regime gar noch zu "beflügeln" sei.
Leserkommentare
10.03.2010 07:21 Uhr
von harun:
Der Parteiwechsel des FDPlers Lehmann zur SPD aus sozialethischen Gründen zeigt, dass das von neoliberalen hardlinern erzeugte Bild einer total von Herrenmoral bestimmten FDP-Mannschaft falsch ist.
Auch hier Widersprüche in den Individuen und Erscheinen des Unverfügbaren ethischer Individualität.
Das läßt hoffen für die Politik in der Krise. Es zeigt sowohl die Unvorhersehbarkeit individueller Entscheidungen auch von Politikern und die Notwendigkeit der Erhaltung individueller Freiheit als Fundament guter Politik.
Dazu bedarf es allerdings auch einer guten Sozialethik.Eine gute Sozialethik kann in meinen Augen nur eine universalistisch-materialistische sein, die sich an den elementaren Lebens-Bedürfnissen jedes Menschen auf der Erde orientiert.
Weder neoliberale noch wertkritisch-marxistische Politik läßt sich ohne umfassende Sozial-Ethik-Reflexion und -Orientierung vor der Menschheiit rechtfertigen. Das scheint mir Herr Lehmann erkannt zu haben.
10.03.2010 00:06 Uhr
von Aletheia:
Nunja, es ist ja fein, dass dieser neoliberalen FDP (gerade hier, in Berlin, aufgrund des "liberalen" Lindners) eine gehörige Klatsche widerfahren ist - doch allein, dass Lehmann bzgl. Sozialtransfers noch unlängst von "gesellschaftl. Stilllegungsprämien" schwadronierte, zeigt eben auch auf, dass sich dieser in der Buschkowsky-Sarrazin-EinheiZfront endlich wohlfühlen darf (u. wird können). - Für die "sozialdemokrat"isch-trashige SPD aber freilich ein Anlass, wieder mal die Korken knallen zu lassen, angeführt von ihrem Guru, der erst gestern (zur NRW-SPD-"Spizte"kandidatin H. Kraft) zu verstehen gab, dass die Willkür im H IV-Regime gar noch zu "beflügeln" sei.