Berlinale Staralbum - Banksy
Street Art Disaster
Die Street-Art-Ikone Banksy präsentiert seinen ersten Film "Exit through the gift shop". Weil er keine Konfrontation mit der britischen Justiz riskieren will, erscheint er per Videobotschaft.von David Denk
Leserkommentare
22.12.2010 19:26 Uhr
von niemand:
Banksy hat Kunst geschaffen, die jeden betrifft der gesunde Augen hat und einen Verstand, der von diesen bescheid weiß. Seine Werke nehmen eine eigene Identität an, als hätten sie sich selbst geschaffen und ich glaube das ist etwas worauf ein Künstler am meisten stolz sein kann. So die Realität abzubilden ist einfach der Wahnsinn. Ein Anschlag auf unsere Tagträumerei und unsere kindliche Verstandlosigkeit.
Wer versucht, so etwas Großes klein zu machen, hat ganz einfach Existenzängste.
17.02.2010 17:50 Uhr
von Tim:
Miro:"Wenn ich anonym bleibe, lasse ich von mir ab. Indem ich aber von mir ablasse, kann ich mich selbst finden: sowie das Schweigen die Abwesenheit von Geräuschen ist, und in dem Schweigen das geringste Geräusch enorm ist.
Dieser Gedanke bringt mich dazu, im Schweigen den verborgenen Lärm zu suchen, im Unbeweglichen die Bewegung, im Unbelebten das Leben, im Endlichen die Unendlichkeit, im Leeren die Formen, und mich - in der Anonymität. Mit der gleichen Logik kann man meine Bilder als humoristisch und fröhlich betrachten, obwohl ich mich als tragischen Menschen sehe."
Oscar Wilde: "A good artist exists only in what they make and are perfectly uninteresting in waht they are"
Tenhagen: "Nixkönner, die die gleiche Zielgruppe von ansprechen, nämlich Leute, die nicht gerade das Pulver erfunden haben, aber anstatt was zu lernen, lieber einem pseudointellektuellen Ästhetizismus anhängen."
Banksy:"There are no exceptions to the rule that everyone thinks they´re an exception to the rules."
Einfach mal gepflegt überlegen anstatt viel zu reden.
16.02.2010 09:56 Uhr
von Michael Tenhagen:
Der Guardian Artikel ist von Charlie Brooker. Deutsche fühlen sich durch den polemischen Stil sofort provoziert, wie man an den Reaktionen hier sehr schön sehen kann. Das ändert aber nichts daran, dass er recht hat, und auch witzig schreibt.
Klar müssen Fans ihr Idol verteidigen. Das lustiger ist, dass die Art, wie sie das tun, gerade im Fall von Banksy, wiederum sehr tief blicken lässt. Man kann nur zu dem Schluss kommen, das Banksy nur deshalb so erfolgreich ist, weil er es Idioten ermöglicht, sich intellektuell zu fühlen.
Weniger Banksy ist interessant, sondern seine Rezeption. Das ist ähnlich wie bei Charlotte Roche. Diese "Frau" ist eher nicht so interessant, aber die wie gleichgeschaltet (geklont) ihre Fans sind, ist doch bemerkenswert.
Banksy und Charlotte Roche sind zwei Nixkönner, die die gleiche Zielgruppe von ansprechen, nämlich Leute, die nicht gerade das Pulver erfunden haben, aber anstatt was zu lernen, lieber einem pseudointellektuellen Ästhetizismus anhängen.
Dabei ist es egal, wieviele Hundertausende ihrer Leidensgenossen genau das selbe mögen oder für sich reklamieren - jeder einzelne fühlt sich in dieser homogenen Masse doch wie der Inbegriff des Nonkonformismus.
16.02.2010 08:45 Uhr
von kaputnik:
@michael tenhagen
Der Guardian-Artikel ist äußerst platt und offensichtlich für "das kann ich auch Simpel" geschrieben. Aber wie man so schön sagt: können sie eben nicht.
Banksy hat möglicherweise ein paar Ego-Probleme mit seinem Ruhm, vielleicht hat er auch seine besten Zeiten schon gehabt, seine Kunst aber reicht von unterhaltsam bis genial.
Der Guardian-Artikel ist unter Niveau.
15.02.2010 20:01 Uhr
von ioin:
Wow, Alex und Christine sind bestimmt zwei richtig krasse Mitte-Checker!
Natürlich ist Berlin künstlerisch provinziell. Jedenfalls im Vergleich zu echten Metropolen mit mehr als gerade mal knapp 4 Mio., von denen gefühlte 2 Millionen gleichgeschaltete Bart/Schal Hipster sind, die sogar vom vorletzten Trend noch nix gehört haben. Lest mal lieber www.ichwerdeeinberliner.com
15.02.2010 17:33 Uhr
von GÖtzos:
Vielen Dank für diesen bedeutenden Artikel.
Jetzt weiß ich endlich, dass Kunst immer nach ihrer eindeutig entschlüsselbaren Botschaft zu bewerten ist.
15.02.2010 15:52 Uhr
von christine:
oh ja, Spitzenartikel. Ein Idiot schreibt einen Artikel, in dem er alle als Idioten bezeichnet, die sich von Banksys Arbeit berührt fühlen.
Hm. Ja, sehr schlüssig. Wirklich.
15.02.2010 15:28 Uhr
von Alex:
@Michael Tenhagen
der Artikel auf
www.guardian.co.uk/commentisfree/2006/sep/22/arts.visualarts
ist so unglaublich verkürzend und bricht das ganze Werk auf verschwindend wenige Beispiele herunter...
...und WER zur Hölle soll Banksy denn durch das künstlerisch ja ungemein provinzielle Berlin "treiben"?
LG
15.02.2010 14:14 Uhr
von Michael Tenhagen:
Jetzt wird die "Sau" Banksy, nachdem ihn in London keiner mehr Ernst nimmt, also nochmal gewinnbringend durch's Deutsche Vorzeigedorf Berlin getrieben.
Dabei war zu Banksy doch schon alles gesagt:
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2006/sep/22/arts.visualarts
Dankt mir später.