Dieter Kosslick und sein Team stellten ein inspirierendes und zeitkritisches Filmprogramm zusammen. Nur die Juryentscheidungen hinkten hinterher. von Cristina Nord

"Side by Side" von Keanu Reeves als Produzent und Christopher Kenneally als Regisseur zeigt den Übergang vom Zelluloid- zum Digitalkino. Sie sind naiv herangegangen, sagen sie. von Andreas Resch

Mal wieder ein überraschender Berlinale-Sieger: "Cäsar muss sterben" der italienischen Brüder Taviane gewinnt den Goldenen Bären. Regisseur Christian Petzold erhielt einen Silberbären.

Der Journalist Thomas Kuban hat heimlich Nazi-Rockkonzerte gefilmt. Der Film "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" zeigt sein brisantes Material. von Ulrich Gutmair

In "War Witch" stehen die Toten als Geister wieder auf. Kim Nguyens Film über eine Kindersoldatin ist einleuchtend und sehr bewegend. von Dirk Knipphals

Neben Dokumentarfilmen zur Revolution gibt es auf der Berlinale auch arabische Spielfilme. "Death for Sale" und "My Brother the Devil" erzählen Außenseitergeschichten. von Andreas Fanizadeh

Er ist der Schauspieler des Moments. Michael Fassbender ist cool, witzig und omnipräsent. Auf der Pressekonferenz zu "Haywire" hat er allerdings nicht zu sagen. von Enrico Ippolito

Fell, Wolle, Motorschlitten: Alles, was man so braucht in der Kälte nahe des Polarkreises, ist schwelgerisch dargestellt in Matthias Glasners Film "Gnade". von Cristina Nord

Das Publikum so in den Film verwickeln, dass es das Geschehen riechen, schmecken und berühren kann: Brillante Mendoza im Gespräch zu "Captive" mit Isabelle Huppert.

Kinderschaukeln und knackige Männerkörper: In Doris Dörries "Glück" sind die Emotionen billig zu haben. Für das Publikum soll es nicht zu kompliziert werden. von Cristina Nord

Wenn das Genre-Ironisieren alt wird: Steven Soderbergh versucht sich mit "Haywire" an der Neuerfindung des Actionthrillers. Wirklich neue Ideen fehlen ihm aber. von Barbara Schweizerhof

Der Dokumentarfilmer Sean McAllister über den Jemen, die Revolution, seinen Film "The Reluctant Revolutionary" und dessen Protagonisten - ein Touristenführer.

Meryl Streep verkörpert die "Iron Lady" Margaret Thatcher perfekt bis in die Körpersprache. Und sie lässt Demenzkranke über hohe Milchpreise staunen. von Barbara Schweizerhof

Er ist wahnsinnig unprätentiös und einer der besten Schauspieler des Landes. Das deutsche Publikum und die Presse liegen dem Berliner Lars Eidinger zu Füßen. von Enrico Ippolito

In "Was bleibt" erzählt Hans-Christian Schmid von Familie, Krankheit und Verlusten. Die Kamera lässt den Figuren Raum, die Stimmung bleibt in der Schwebe. von Dirk Knipphals

"Tabu" des jungen Regisseurs Miguel Gomez beginnt wie ein Märchen. Der Film handelt jedoch von der Kolonialvergangenheit Portugals und einer exzentrischen alte Frau. von Andreas Busche

Andreas Dresen hat zum zweiten Mal einen jungen CDU-Politiker porträtiert, "Herr Wichmann aus der dritten Reihe". Ein Gespräch über die Schwierigkeit, Politik zu filmen.

Billy Bob Thornton lässt die Sechziger in "Jane Mansfield's Car" erfreulich ungeschliffen wieder aufleben. Der eigentliche rote Faden des Films ist der Zweite Weltkrieg. von Barbara Schweizerhof

Im Dokumentarfilm "Revision" erinnert Regisseur Philip Scheffner an zwei Männer, die 1992 an der polnisch-deutschen Grenze getötet wurden. von Ulrich Gutmair

Billy Bob Thornton lässt tief blicken – sowohl während der Pressekonferenz als auch in seinem Film. Und lustig ist der Ex von Angelina Jolie auch noch. von David Denk

Peter Kern reckt in "Glaube, Liebe, Tod" auf der mecklenburg-vorpommerschen Seenplatte den Mittelfinger. Gegen die Familie und das risikoscheue Förderkino. von Lukas Foerster

Berlinale-Liebling Léa Seydoux ist auch in dem bislang klügsten Wettbewerbsbeitrag "Sister" zu sehen. Der Film erzählt von prekären Vermögensverhältnissen. von Andreas Busche

Christian Petzold erzählt eine melodramatische, glaubwürdige und berührende Geschichte aus der Provinz der DDR: "Barbara" im Wettbewerb. von Dirk Knipphals

Perfekt für den Festivalparcours: "Captive" von Brillante Mendoza ist eine internationale Koproduktion mit Isabelle Huppert und nach wahren Begebenheiten (Wettbewerb). von Bert Rebhandl

"Ich weiß selber nicht, wie ich das mache", antwortet Isabelle Huppert auf die Frage nach ihrem Erfolgsgeheimnis. "Ich denke nicht zu viel." Vielleicht sei das das Geheimnis. von David Denk

Kann man über Homophobie und Nationalismus in Serbien eine Komödie machen? In "Parada" versucht Regisseur Srdjan Dragojevic Unterhaltung als Therapie.

Der britische Regisseur Kevin Macdonald zeichnet die Karriere der Legende "Marley" nach. Er tut das methodisch genau und mit dem Segen von Marleys Familie. von Julian Weber

Auch Täter sind Menschen: In seiner Dokumentation "Death Row" interviewt Werner Herzog fünf Todeskandidaten und erklärt sich höflich als Gegner der Todesstrafe. von Andreas Busche

Skateboarder in der DDR, Poetry Slam auf deutschen Bühnen: "This ain't California" und "Dichter und Kämpfer" behandeln US-Kulturimporte ins Deutsche. von Julian Weber

Der Regisseur Christian Petzold über Heimweh, Krankenhäuser in der DDR und die Bedeutung von Make-up in seinem neuen Film "Barbara", der im Wettbewerb läuft.

Unser Tool Parteispenden-Watch ist für den Grimme Online Award nominiert. Hier könnt ihr Parteispende-Watch eure Stimme für den Publikumspreis geben.
Die Tage vom 9.-19. Februar stehen im Zeichen des Kinos. Mit dem Historiendrama "Les adieux à la reine" eröffnen am 9. Februar die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. 395 Filme sind es insgesamt, 18 davon konkurrieren um den Goldenen Bären, der am 18. Februar verliehen wird.
Die Wettbewerbsjury wird von dem britischen Filmemacher Mike Leigh geleitet, zu den RegisseurInnen und SchauspielerInnen, die einen Berlinbesuch angekündigt haben, zählen Angelina Jolie, Billy Bob Thornton, Charlotte Gainsbourg, Isabelle Huppert, Meryl Streep und Zhang Yimou.
Die taz begleitet die Berlinale mit ausführlicher Berichterstattung, treibt sich am Potsdamer Platz herum, empfiehlt die einen Filme und warnt vor den anderen, spricht mit Regisseuren und Regisseurinnen. All das finden Sie ab dem 9. Februar in unserem Berlinale-Schwerpunkt.
Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

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