Demnächst: Ich laufe zusammen mit 4 Freunden durch Berlin. Plötzlich Tränengasgeruch. Um uns herum Polizei mit vorgehaltener Pistole. Verstärkung wird angefordert, nachdem Passanten die Vermutung geäußert haben, jemand hätte ein Taschenmesser dabei. Eine GSG-9-Einheit seilt sich mit Maschinenpistolen aus einem Hubschrauber ab und schießt uns allen zur Warnung ins Bein. Noch bevor wir im Krankenhaus den Vorwurf erfahren melden sich die ersten Politiker zu Wort und fordern entschiedeneres Vorgehen gegen Linksradikale Gewalttäter, werden dabei von den Medien unterstützt. Es stellt sich heraus, dass kein Taschenmesser gefunden wurde, dafür aber eine Flasche Bier und ein Feuerzeug. In Berlin gibt es Tankstellen, wir haben offenbar versucht, eine unangemeldete Versammlung durchzuführen und dabei Molotov-Cocktails auf Polizisten zu werfen, ein Gerichtstermin für das Strafverfahren u.a. wegen versuchten Mord wird für das Jahr 2011 angesetzt, aufgrund der Fluchtgefahr bleiben wir bis dahin in Gewahrsam. Im Verlauf der Beweissicherung wird per Bundestrojaner Kinderpornographie auf die Rechner der Angeklagten kopiert (korrigiere: "gefunden"), die Linke Szene verweigert seitdem jede Solidarität. Einzelne Gruppen fordern sogar Kastration. Im Jahr 2015 befindet ein Berufungsgericht den Vorwurf des Mordversuches für nicht haltbar. Der vorsitzende Richter wird aufgrund linksterroristischer Aktivitäten von Antiterroreinheiten des Militärs erschossen... ===the end===
Happy Birthday, Schweinesystem!
26.05.2009 08:13 Uhr
von Karl Kraus:
Interessante Argumentation, das mit den gefundenen Gegenständen. Die Festnahmen waren im Augenblick der Aktion durchaus nicht gerechtfertigt. Das Übergehen dieser Feinheit auch durch die Politiker zeigt gewisse Entwicklungen: Die Präventionslogik sitzt schon sehr tief. Zu Beginn des Ganzen stand die Festnahme einer Gruppe von Personen, die sich vor diesem Café nichts, aber auch gar nichts zuschulden hatten kommen lassen. Dann die Festnahme, bei der man sich fragt, warum da plötzlich die Polizei auftauchen kann. Woher wusste sie davon? Und dann die Reaktion in Politik und Medien: Es gab offensichtlich keine Anhaltspunkte dafür, irgendwelchen Schaden anrichten zu wollen, aber man fand halt Sachen - ein TASCHENMESSER (HALLO???), mordsgefährliche Sturmhauben und - ANGST!!! - eine Fahne) - und die Denker der Nation rechtfertigen damit im Nachhinein diese Aktion. Das ist die Logik der Diktatur, so leid es mir tut: Verhafte 100.000, es wird schon der Richtige dabei sein. Wenn nicht: Mach Wind und finde Gegenstände. Sodann verhafte weitere 100.000. Die Logik unseres erwachenden Angstfaschismus ist immer die völlige Ausblendung der Frage, ob der Übergriff selbst gerechtfertigt ist, und zwar VOR seiner Durchführung. Nebenbei: Im Laufe der Witschaftskrise ist es sehr ruhig um die zu vergasenden Hartz-IV-Schmarotzer geworden, die sonst immer die Opfer der Destruktion waren. Die kann man ja jetzt nicht mehr in den Staub treten, weil's - ätsch - bald auch den Oberstammtischspießer trifft. Recht prompt ändert sich die Medienlandschaft in Richtung Linksangst.
25.05.2009 19:04 Uhr
von FREDERICO:
Das beweist doch bloß wie weit diese Pseudosozen plus Salonkommunisten nach rechts abgedriftet sind.
Leserkommentare
26.05.2009 15:42 Uhr
von RedHead:
Demnächst: Ich laufe zusammen mit 4 Freunden durch Berlin. Plötzlich Tränengasgeruch. Um uns herum Polizei mit vorgehaltener Pistole. Verstärkung wird angefordert, nachdem Passanten die Vermutung geäußert haben, jemand hätte ein Taschenmesser dabei. Eine GSG-9-Einheit seilt sich mit Maschinenpistolen aus einem Hubschrauber ab und schießt uns allen zur Warnung ins Bein. Noch bevor wir im Krankenhaus den Vorwurf erfahren melden sich die ersten Politiker zu Wort und fordern entschiedeneres Vorgehen gegen Linksradikale Gewalttäter, werden dabei von den Medien unterstützt. Es stellt sich heraus, dass kein Taschenmesser gefunden wurde, dafür aber eine Flasche Bier und ein Feuerzeug. In Berlin gibt es Tankstellen, wir haben offenbar versucht, eine unangemeldete Versammlung durchzuführen und dabei Molotov-Cocktails auf Polizisten zu werfen, ein Gerichtstermin für das Strafverfahren u.a. wegen versuchten Mord wird für das Jahr 2011 angesetzt, aufgrund der Fluchtgefahr bleiben wir bis dahin in Gewahrsam. Im Verlauf der Beweissicherung wird per Bundestrojaner Kinderpornographie auf die Rechner der Angeklagten kopiert (korrigiere: "gefunden"), die Linke Szene verweigert seitdem jede Solidarität. Einzelne Gruppen fordern sogar Kastration. Im Jahr 2015 befindet ein Berufungsgericht den Vorwurf des Mordversuches für nicht haltbar. Der vorsitzende Richter wird aufgrund linksterroristischer Aktivitäten von Antiterroreinheiten des Militärs erschossen...
===the end===
Happy Birthday, Schweinesystem!
26.05.2009 08:13 Uhr
von Karl Kraus:
Interessante Argumentation, das mit den gefundenen Gegenständen. Die Festnahmen waren im Augenblick der Aktion durchaus nicht gerechtfertigt. Das Übergehen dieser Feinheit auch durch die Politiker zeigt gewisse Entwicklungen: Die Präventionslogik sitzt schon sehr tief.
Zu Beginn des Ganzen stand die Festnahme einer Gruppe von Personen, die sich vor diesem Café nichts, aber auch gar nichts zuschulden hatten kommen lassen. Dann die Festnahme, bei der man sich fragt, warum da plötzlich die Polizei auftauchen kann. Woher wusste sie davon? Und dann die Reaktion in Politik und Medien: Es gab offensichtlich keine Anhaltspunkte dafür, irgendwelchen Schaden anrichten zu wollen, aber man fand halt Sachen - ein TASCHENMESSER (HALLO???), mordsgefährliche Sturmhauben und - ANGST!!! - eine Fahne) - und die Denker der Nation rechtfertigen damit im Nachhinein diese Aktion.
Das ist die Logik der Diktatur, so leid es mir tut: Verhafte 100.000, es wird schon der Richtige dabei sein. Wenn nicht: Mach Wind und finde Gegenstände. Sodann verhafte weitere 100.000. Die Logik unseres erwachenden Angstfaschismus ist immer die völlige Ausblendung der Frage, ob der Übergriff selbst gerechtfertigt ist, und zwar VOR seiner Durchführung. Nebenbei: Im Laufe der Witschaftskrise ist es sehr ruhig um die zu vergasenden Hartz-IV-Schmarotzer geworden, die sonst immer die Opfer der Destruktion waren. Die kann man ja jetzt nicht mehr in den Staub treten, weil's - ätsch - bald auch den Oberstammtischspießer trifft. Recht prompt ändert sich die Medienlandschaft in Richtung Linksangst.
25.05.2009 19:04 Uhr
von FREDERICO:
Das beweist doch bloß wie weit diese Pseudosozen plus Salonkommunisten nach rechts abgedriftet sind.