Bericht der UNO-Drogenkommission
Weltweit so viel Drogen wie noch nie
Die UN-Drogenkommission zieht in Wien eine ernüchternde Bilanz: Der "Anti-Drogen-Kampf" ist gescheitert. Konsum und Profit halten das Geschäft aufrecht. Niemand weiß Rat.von Ralf Leonhard
Leserkommentare
27.03.2009 18:29 Uhr
von aso:
Hier im Westen gehören natürliche Drogen, also solche, die nicht künstlich von der Pharma-Industrie hergestellt, und teuer verkauft werden, sondern solche, die aus der Natur wachsen und daher besser verboten werden, da sie wg. copyright-Problemen nicht effektiv vermarktet werden können, seit langem zu den Initiationsriten von Jugendlichen. Das Verbot ist ja grad das Interessante dabei, das muss ja einen Grund haben, dieses Verbot: also besser Selbsttest machen, um sich eine Meinung zu bilden.
Wenn die Kids dann merken, das Cannabis und Opiate verbotsgemäß als gleich gefährlich eingestuft werden, ist das ganze Drogenverbot nur noch lächerlich. Und weil hier keine Trennung zwischen weichen und harten Drogen erfolgt (außer in Holland), ist eben auf dem Schwarzmarkt alles erhältlich...auch gefährliche Drogen. die man Kids besser nicht aushändigen sollte...
Also was tun? Na ist doch glasklar: man sollte diese Drogen alle in einen Topf schmeißen und verbieten...
15.03.2009 08:17 Uhr
von leslie:
Und seit wann wird Cannabis billiger.... :-/..
Ausser das was sich die Konsumenten selber anbauen,wurde und wird alles teurer..
Und gestreckter...
Und hört doch mal endlich auf zu schreiben das die Taliban das Opium anbauen...
Das sind die Warlords mit Unterstützung der CIA und den deutschen Truppen...
Mlg
14.03.2009 05:24 Uhr
von Erhard Lang:
Einfache, auf der Hand liegende Lösungen scheinen nicht gefragt, selbst wenn die Probleme erdrückend sind
Jetzt ist man nach der 52. Sitzung der UNO-Drogenkommission in Wien wieder genaus so weit, wie eh und je, trotzdem zugegeben werden muß, daß der Kampf zur Ausmerzung psychotoper Stoffe auf breiter Front nicht nur verloren scheint, sondern tatsächlich verloren ist: sowohl Anbau, Gewinnung und Angebot wie auch Verbrauch von Rauschmitteln haben über die Jahre hinweg beständig zugenommen. Es gibt derzeit weltweit mehr Drogen als es jemals zuvor gegeben hat. Dessen ungeachtet weiß man sich auf der UNODC keinen anderen Rat, als einfach mit der Bekämpfung der Rauschmittel wie bisher weiterzumachen, wenngleich dies auch ein aussichtsloses Unterfangen darstellt.
Dabei wäre dem ganzen Wust an Problemen sehr leicht Abhilfe zu schaffen, und zwar auf folgende Weise, um es mal kurz und bündig auf einen Nenner zu bringen: sämtliche bisherigen Drogenverfolgungsstellen der Polizei mutieren zu Drogenüberwachungsämtern und staatlich kontrollierten Ausgabestellen für die verschiedenen psychotopen Drogen, wo gegen dort zu beantragende Benutzerlizenzen, die nach Abwägung der Situation des Antragstellers gegen ärztliche Atteste individuell ausgestellt werden, die gewünschten Stoffe erworben werden können.
Damit waren mit einem Schlag auch sämtliche Probleme mit den großen Drogenbeschaffungs-Syndikaten, mit denen man sich irgendwie arrangieren müßte, aus der Welt geschafft.
Leider fehlt es weiterhin am politischen Willen, auf diesem Sektor gänzlich neue Wege zu beschreiten, wie sich jetzt wieder gezeigt hat.
13.03.2009 16:13 Uhr
von Leser:
Der Bericht der Komission ist ein Armutszeugnis für verfehlte Politik.
Es scheinen einfach viel zu viele sehr gut an dem Anbau/Verkauf zu verdienen.
Bestes Beispiel, die Zahlen aus Afghanistan.
Kokain ist in vielen Kreisen viel zu beliebt als dass man es effektiv bekämpfen kann.
13.03.2009 15:56 Uhr
von Lazy:
Unsern Kindern geben wir Ritalin (dessen Wirkstoff fast genau derselbe ist wie MDMA/Crystal Meth etc) und Millionen Menschen pumpen sich jeden Tag mit "Medikamenten" voll, viele brauchen sie um überhaupt aus demn Bett zu kommen. Where is the fucking difference?
Das ganze dreht sich meiner Meinung nach doch vor allem darum dass Pharmafirmen an ihren Medikamenten kräftig kassieren können, während Drogen wie Coca und Cannabis keinerlei Urheberecht unterliegen. Natürlich fürchten Phizer&Co sich vor der Konkurrenz und lobbyieren (ein Hund wer von Bestechung redet) kräftig.
13.03.2009 10:56 Uhr
von Erhard Lang:
Das einzig richtige w�re es, da� die bisherigen Drogenbek�mpfungsbeh�rden zu Drogen�berwachungs- und ausgabestellen mutierten, und zwar so, da� jeder sich dort gegen eine �rztlich bewilligte und amtlich approbierte Lizenz seine Ration besorgen k�nnte.
13.03.2009 00:51 Uhr
von Raptor Jesus:
Drogen spielen in unserer Welt eine weitaus größere Rolle, als man allgemein vermuten lässt.
Gäbe es keine illegalen Drogenschmuggel, wäre die Welt heute nicht die, in der wir uns so kuschelig wohl fühlen (oder auch nicht).
Eine Ansicht, die leider recht selten geteilt wird.
12.03.2009 15:15 Uhr
von yato:
die spinnen, die terraner!
mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen
12.03.2009 10:58 Uhr
von Axel Dörken:
"Ich werde zu keiner Anti-Kiregs-Demonstration gehen. Ladet mich zun einer Friedensdemonstration ein und ich bin dabei."
So in etwa soll sich Mutter Theresa geäußert haben. Hat sie etwas begriffen, von dem viele weltweit nichts begreifen wollen?
Gibt es so etwas, wie fraktale Strukturen, morphogenetische Felder, die zum "Gesetz der Anziehung" zusdammengefasst werden?
Im Asiatischen ist es klar. Das Chi folgt der Aufmerksamkeit. In der Bewusstseinsforschung scheint klar, dass das Unterbewusstsein "nicht, kein,anti," etc. nicht berücksichtigt. Wer also denkt oder sagt "Anti-Drogen" schenkt lediglich den Drogen Aufmerksamkeit. Das Chi folgt, das Ergebnis erleben wir.
Was, wenn da etwas Wahres dran ist? Wollen wir usn weiterhin leisten solche unvorstellbaren Thesen außen vor zu lassen?
Machen wir weiter, erleben wir das immer gleiche Resultat. Allerdings um Faktoren erweitert.
"Die Methoden (Prioritäten), die zu unseren Problemen geführt haben, sind nicht geeignet, sie wieder zu lösen." Albert Einstein.
Doch vielleicht hat er sich hier genau so geirrt, wie Mutter Theresa, als sie an die zuerst zititerte Aussage glaubte...
11.03.2009 18:59 Uhr
von S. H. Tromm:
Niemand weiss Rat? Nun, das Scheitern der aktuellen und nebenbei extrem teuren Politik der totalen Prohibition wurde schon von der "Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures and Commerce", kurz RSA, hier in London im Jahr 2007 durch ihren mehr als 300-seitigen Bericht "Drugs – facing facts" aufgezeigt. Der Bericht wurde von einer hochkaraetigen Kommission aus Aerzten, Polisten, Juristen, Sozialarbeitern und Professoren erstellt. Die vorgeschlagene Loesung ist einfach und schwierig zugleich: Alle gefaehrlichen Drogen, von Alkohol ueber Nikotin bishin zu Herion, unter ein einheitliches Regime stellen, dass entsprechend der tatsaechlichen Gefahr durch die Droge den Zugang durch Besteuerung und andere Regelungen erschwert. Diese Loesung erscheint logisch und sinnvoll, ist aber kaum politisch durchzusetzen.
11.03.2009 17:57 Uhr
von Dr K:
"Eine Demonstration für eine nüchterne Drogenpolitik"
...zum Schießen!
11.03.2009 16:26 Uhr
von Husten:
Wie war das? USA bekämpft den Drogenanbau in Afganistan? Hat die taz noch so gute Scherze auf Lager?
Der Drogenbau in diesem Land ist MIT der Invasion der USA um das doppelte angestiegen.
Außer Öl gibt's in dem Land eben auch noch andere Dinge, aus denen man Geld machen kann, gel?