Die meisten Politiker und Experten fordern eine bessere Beratung für Frauen, die vor einer Spätabtreibung stehen. Aber muss sie verpflichtend sein?von Heide Oestreich
ich finde es sehr schlimnm, dass man eine Mutter überhaupt vor só eine Entscheidung stellt. Ich selbst musste es erfahren und möchte dazu sagen, dass man sich in so einem Moment in einem Ausnahmezustand befindet.Weder klar denken kann noch irgendetwas. Wichtig ist wwirklich mehr aufklärung und Hilfestellung wie z,B einen Seelsorger etc.All das hat mir gefehlt.Mein Med.Ind.AB ist fast 4 Jahre her und ich leide noch immer sehr darunter.
29.03.2009 15:58 Uhr
von Elif Yilmaz:
Bei der Spätabtreibung geht es um Ungeborene, die außerhalb des Mutterleibes schon lebensfähig wären. Um zu verhindern, dass sie lebend geboren werden - dann müsste man sie nämlich retten - tötet sie der Arzt schon vor der Abtreibung mit einer Spritze in den Mutterbauch.
Eine Beratungspflicht für solche Fälle ist wichtig und richtig, das sage ich als Klinik- Ärztin und dreifache Mutter. Das Verfügungsrecht der Frau über das Leben des Kindes muss eine Grenze haben - sonst könnte man ja auch den Neugeborenen-Totschlag erlauben.
18.03.2009 10:40 Uhr
von Masado:
Es ist Schikane seit 1992 das Gesetz der sog. Schwangerschaftskonfliktberatung in Kraft trat. Als ob eine Frau nicht selbst entscheiden könnte, ob sie ein Kind möchte oder nicht, sie konnte auch ohne Gesetz schwanger werden und Selbstverantwortung ist doch gefragter denn je.
Wenn die betroffenen Frauen jedoch so unmündig und schwach sind, dann sollen sie beraten werden.
Was mitunter rauskommt, kann man zunehmend in Müllschluckern oder Tiefkühltruhen finden. Wenn Frauen aus wirklichen seelischen Konflikten heraus, genau so eine gute Zwangsberatung nicht aufsuchen, sondern sich lieber neun Monate lang in ihrer Not verstecken und dann selbst Hand anlegen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Frauen mit viel Geld, regeln das im Ausland anders.
Das jede Frau anders ist, sieht so ein Gesetz ohnehin nicht, weder die labile noch die selbstbewußte Persönlichkeit, oder den individuellen Lebensweg, entmündigen tut sie alle.
Gerade in einem Staat, dessen eigene moralische Integrität seit jüngster Zeit schwer gelitten hat, muß grundsätzlich über seine Eingriffe in die elementarsten Lebenbereiche nachgedacht werden.
Es ist nicht nur die Kluft zwischen reich und arm, welche größer geworden ist. Es sind die Werte des Staates, die von vielen Politikern verspielt und verzockt wurden. Das Vertrauen der Bürger schwindet.
Leserkommentare
16.04.2009 18:26 Uhr
von sibylle B:
ich finde es sehr schlimnm, dass man eine Mutter überhaupt vor só eine Entscheidung stellt.
Ich selbst musste es erfahren und möchte dazu sagen, dass man sich in so einem Moment in einem Ausnahmezustand befindet.Weder klar denken kann noch irgendetwas.
Wichtig ist wwirklich mehr aufklärung und Hilfestellung wie z,B einen Seelsorger etc.All das hat mir gefehlt.Mein Med.Ind.AB ist fast 4 Jahre her und ich leide noch immer sehr darunter.
29.03.2009 15:58 Uhr
von Elif Yilmaz:
Bei der Spätabtreibung geht es um Ungeborene, die außerhalb des Mutterleibes schon lebensfähig wären. Um zu verhindern, dass sie lebend geboren werden - dann müsste man sie nämlich retten - tötet sie der Arzt schon vor der Abtreibung mit einer Spritze in den Mutterbauch.
Eine Beratungspflicht für solche Fälle ist wichtig und richtig, das sage ich als Klinik- Ärztin und dreifache Mutter.
Das Verfügungsrecht der Frau über das Leben des Kindes muss eine Grenze haben - sonst könnte man ja auch den Neugeborenen-Totschlag erlauben.
18.03.2009 10:40 Uhr
von Masado:
Es ist Schikane seit 1992 das Gesetz der sog. Schwangerschaftskonfliktberatung in Kraft trat. Als ob eine Frau nicht selbst entscheiden könnte, ob sie ein Kind möchte oder nicht, sie konnte auch ohne Gesetz schwanger werden und Selbstverantwortung ist doch gefragter denn je.
Wenn die betroffenen Frauen jedoch so unmündig und schwach sind, dann sollen sie beraten werden.
Was mitunter rauskommt, kann man zunehmend in Müllschluckern oder Tiefkühltruhen finden. Wenn Frauen aus wirklichen seelischen Konflikten heraus, genau so eine gute Zwangsberatung nicht aufsuchen, sondern sich lieber neun Monate lang in ihrer Not verstecken und dann selbst Hand anlegen, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Frauen mit viel Geld, regeln das im Ausland anders.
Das jede Frau anders ist, sieht so ein Gesetz ohnehin nicht, weder die labile noch die selbstbewußte Persönlichkeit, oder den individuellen Lebensweg, entmündigen tut sie alle.
Gerade in einem Staat, dessen eigene moralische Integrität seit jüngster Zeit schwer gelitten hat, muß grundsätzlich über seine Eingriffe in die elementarsten Lebenbereiche nachgedacht werden.
Es ist nicht nur die Kluft zwischen reich und arm, welche größer geworden ist. Es sind die Werte des Staates, die von vielen Politikern verspielt und verzockt wurden. Das Vertrauen der Bürger schwindet.