Der Internet-Dienstleister Euroweb hat die Domain eines der bekanntesten Blogs gegen den Willen des Betreibers übernommen. Vorausgegangen war eine Abmahnung.von Frederic Valin
Umfangreiche Informationen zu den Geschäftspraktiken der Firma Euroweb gibt es übrigens hier: http://euroweb-abzocke.blogspot.com/ Ob Betrug und Abzocke hier die richtigen Wörter sind, kann dann jeder selbst entscheiden...
20.01.2011 11:21 Uhr
von RonjaRT:
Interessant am Medienecho ist die Tatsache das plötzlich jede menge Nichtleser des Blogs eine Meinung dazu entwickeln, hier nicht mandatierte Anwälte sich berufen fühlen eine Einschätzung abgeben zu müssen und all Jene die bisher fern der coolen Seite von IrgendwasMitMedien waren nun damit um Aufmerksamkeit für sich selbst buhlen. Ganz vorn dabei auch die werbefinanzierte Musikzeitschrift INTRO, welche in einem Rausch von Selbstüberschätzung dem Hijacker-Unternehmen per Interview eine Plattform statt zweiter Meinung bot. Mag sein das dieser Dienstleister darauf hin dort Anzeigenseiten buchen wird, aber muss man denn als Medium so dermaßen dämlich reagieren wie jens Friebe singt?
19.01.2011 11:59 Uhr
von Michael Stepper:
“Die deutsche Blog-Community heult, weil ihrem Mitstreiter Nerdcore der Hahn abgedreht wurde. Dabei ist das Übel ganz und gar hausgemacht – ein kleiner Exkurs in die BWL über Guerilla-Marketing, Streisand-Effekt und Corporate Behaviour.”
Ich finde es bedauerlich wie Subjektiv manche Kommentare sind. So wenig wissen hinter, aber Wind machen der einem Orkan gleicht.
19.01.2011 00:58 Uhr
von DerDemokrator:
Euroweb war schon öfter "Ein Fall für Escher" und andere Verbraucherschützer
Deren Masche: Gewerbetreibende erhalten unerbetene Werbeanrufe im Namen von der Euroweb Internet GmbH aus Düsseldorf. In den Telefonaten wird dann behauptet, man suche im Gebiet des Sitzes des Gewerbetreibenden Referenzkunden für die Erstellung einer Internetseite durch die Euroweb Internet GmbH. Bei Abschluß des Vertrages werden diese Aussagen nicht in den schriftlichen Vertrag eingebunden, sodaß der Gewerbetreibende andere als die vorher vereinbarten mündlichen Kosten zu tragen hat, besonders ärgerlich da Selbstständige als Vollkaufleute behandelt werden (100% Haftung).
Unser Blog wurde auch mal abgemahnt, weil ich in einem Beitrag über das WDR Bericht berichtet habe. Bericht war später nicht mehr zu finden. Es kam auch keine Antwort von WDR, warum es Offline genommen wurde. Wir schalteten einen Anwalt ein. Für einen fairen Preis sollte er sich außergerichtliche Kommunikation mit der Euroweb bzw. mit deren Anwälten kümmern. Nach dem ersten Brief kamen KEINE weiteren Briefe von den. Das sagt glaube ich alles - sie haben kein Bock auf die Auseinandersetzung, weil sie, denke ich ich vielen Fällen, am Ende ja sowieso keine Aussichten auf Erfolg haben werden. Also ich fände es peinlich bei so einer Firma arbeiten zu müssen. Mein Beileid :)
18.01.2011 21:24 Uhr
von Johannes:
Und das der Autor (Frederic Valin) ebenso wie der Betroffene (Rene Walter) für das gleiche Blog (Spreeblick) schreiben, hätte man der journalistischen Sorgfaltspflicht gemäß auch mal im Artikel erwähnen können, liebe taz.
18.01.2011 21:00 Uhr
von Victor:
"Stattdessen solle Nerdcore nächste Woche zu einem guten Zweck versteigert werden. Der Betrag gehe zu gleichen Teilen an die Wikipedia und den Freischreiber e.V."
Die Freischreiber haben bereits angekündigt, die Spende nicht annehmen zu wollen[1]. Es läuft auch schon eine Unterschriftensammlung von Wikipedianern, die sich gegen die Annahme ihres Anteils der Spende aussprechen.[2]
Eine de-Domain pfänden, die im Einkauf keine 5 Euro kostet, sieht schon sehr nach Rache aus.
So long...
18.01.2011 18:45 Uhr
von Bobby:
Es muss doch möglich sein eine Firma kritisieren zu dürfen. Es ist zwar nicht sehr diplomatisch offen deren Leistungen anzusprechen, aber wenn deren Geschäftsmodell nunmal aus Abzocke besteht, sollte man dieses auch offen sagen dürfen. Durch die vielfache Unterdrückung von Kritik macht sich diese Firma nicht gerade sympathisch. Desweiteren bezweifel Ich dass es zulässig ist, etwas zu pfänden was essentiell für das eigenen Einkommen ist. Was uns zu der Frage treibt: Warum glaubt eigentlich jeder dahergelaufene Hanswurst im Internet Geld verdienen zu können, und wenn er dies nicht über legitime Mittel schafft, er es durch dubiose Methoden versucht. Da gibt es mittlerweile eine ganze Serie an Unternehmen die objektiv eine minderwertige Leistung erbringen und dann die Kundenbewertung durch Zensur versuchen zu verhindern.
18.01.2011 18:22 Uhr
von Doc Mison:
Euroweb? diese Abzockerfirma mit ihren Drückerkolonnen und den überzogenen Preisen für ganz schlechte Webseiten und deren Support und die peinliche Referenzkunden-Masche?
Die grotesken deutschen Gesetze zur Beleidigung haben keinen Platz im Internet. (Ausserhalb im übrigen eigentlich auch nicht.) Ich will gefälligst jedeN eine Arschgeige nennen können, wenn ich das möchte. Wenn jemand anders mich so nennen will, bitte sehr. Meinungsfreiheit!
So wird das selbstverständlich auch quasi überall gehandhabt -- rumschimpfen und trollen im Netz ist nun wirklich die Norm und nicht die Ausnahme. Nur manchmal stoßen Realität und Gesetz aufeinander; normalerweise haben die Leute die dann rumklagen aber zumindest die Ausrede, dass sie keine Ahnung vom Netz haben.
18.01.2011 17:23 Uhr
von Derdieuhrkennt:
Also die Webdesignqualität von Euroweb in Frage zu stellen finde ich völlig in Ordnung, man muss sich ja nurmal deren Seite angucken und weiß, dass es durchaus besser zu machen ist.
Leserkommentare
22.01.2011 12:48 Uhr
von Euroweb Abzocke:
Umfangreiche Informationen zu den Geschäftspraktiken der Firma Euroweb gibt es übrigens hier:
http://euroweb-abzocke.blogspot.com/
Ob Betrug und Abzocke hier die richtigen Wörter sind, kann dann jeder selbst entscheiden...
20.01.2011 11:21 Uhr
von RonjaRT:
Interessant am Medienecho ist die Tatsache das plötzlich jede menge Nichtleser des Blogs eine Meinung dazu entwickeln, hier nicht mandatierte Anwälte sich berufen fühlen eine Einschätzung abgeben zu müssen und all Jene die bisher fern der coolen Seite von IrgendwasMitMedien waren nun damit um Aufmerksamkeit für sich selbst buhlen. Ganz vorn dabei auch die werbefinanzierte Musikzeitschrift INTRO, welche in einem Rausch von Selbstüberschätzung dem Hijacker-Unternehmen per Interview eine Plattform statt zweiter Meinung bot. Mag sein das dieser Dienstleister darauf hin dort Anzeigenseiten buchen wird, aber muss man denn als Medium so dermaßen dämlich reagieren wie jens Friebe singt?
19.01.2011 11:59 Uhr
von Michael Stepper:
“Die deutsche Blog-Community heult, weil ihrem Mitstreiter Nerdcore der Hahn abgedreht wurde. Dabei ist das Übel ganz und gar hausgemacht – ein kleiner Exkurs in die BWL über Guerilla-Marketing, Streisand-Effekt und Corporate Behaviour.”
http://www.philibuster.de/themen/neue-welten/domainpfaendung-nerdcore-und-die-blogolemminge.html
19.01.2011 11:08 Uhr
von KannLesen:
Ich finde es bedauerlich wie Subjektiv manche Kommentare sind. So wenig wissen hinter, aber Wind machen der einem Orkan gleicht.
19.01.2011 00:58 Uhr
von DerDemokrator:
Euroweb war schon öfter "Ein Fall für Escher" und andere Verbraucherschützer
Deren Masche: Gewerbetreibende erhalten unerbetene Werbeanrufe im Namen von der Euroweb Internet GmbH aus Düsseldorf. In den Telefonaten wird dann behauptet, man suche im Gebiet des Sitzes des Gewerbetreibenden Referenzkunden für die Erstellung einer Internetseite durch die Euroweb Internet GmbH. Bei Abschluß des Vertrages werden diese Aussagen nicht in den schriftlichen Vertrag eingebunden, sodaß der Gewerbetreibende andere als die vorher vereinbarten mündlichen Kosten zu tragen hat, besonders ärgerlich da Selbstständige als Vollkaufleute behandelt werden (100% Haftung).
Ciao
DerDemokrator
Quelle: http://www.abzocknews.de/2010/01/25/unerbetene-werbeanrufe-im-namen-der-euroweb-internet-gmbh-video/
18.01.2011 23:50 Uhr
von Kosta:
Unser Blog wurde auch mal abgemahnt, weil ich in einem Beitrag über das WDR Bericht berichtet habe. Bericht war später nicht mehr zu finden. Es kam auch keine Antwort von WDR, warum es Offline genommen wurde.
Wir schalteten einen Anwalt ein. Für einen fairen Preis sollte er sich außergerichtliche Kommunikation mit der Euroweb bzw. mit deren Anwälten kümmern. Nach dem ersten Brief kamen KEINE weiteren Briefe von den.
Das sagt glaube ich alles - sie haben kein Bock auf die Auseinandersetzung, weil sie, denke ich ich vielen Fällen, am Ende ja sowieso keine Aussichten auf Erfolg haben werden.
Also ich fände es peinlich bei so einer Firma arbeiten zu müssen. Mein Beileid :)
18.01.2011 21:24 Uhr
von Johannes:
Und das der Autor (Frederic Valin) ebenso wie der Betroffene (Rene Walter) für das gleiche Blog (Spreeblick) schreiben, hätte man der journalistischen Sorgfaltspflicht gemäß auch mal im Artikel erwähnen können, liebe taz.
18.01.2011 21:00 Uhr
von Victor:
"Stattdessen solle Nerdcore nächste Woche zu einem guten Zweck versteigert werden. Der Betrag gehe zu gleichen Teilen an die Wikipedia und den Freischreiber e.V."
Die Freischreiber haben bereits angekündigt, die Spende nicht annehmen zu wollen[1]. Es läuft auch schon eine Unterschriftensammlung von Wikipedianern, die sich gegen die Annahme ihres Anteils der Spende aussprechen.[2]
[1] http://www.freischreiber.de/home/nat%C3%BCrlich-nehmen-wir-geld-aber-doch-nicht-von-jedem
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Felix_Stember/Ablehnung_der_Euroweb-Spende
18.01.2011 19:14 Uhr
von Elvenpath:
Eine de-Domain pfänden, die im Einkauf keine 5 Euro kostet, sieht schon sehr nach Rache aus.
So long...
18.01.2011 18:45 Uhr
von Bobby:
Es muss doch möglich sein eine Firma kritisieren zu dürfen. Es ist zwar nicht sehr diplomatisch offen deren Leistungen anzusprechen, aber wenn deren Geschäftsmodell nunmal aus Abzocke besteht, sollte man dieses auch offen sagen dürfen. Durch die vielfache Unterdrückung von Kritik macht sich diese Firma nicht gerade sympathisch. Desweiteren bezweifel Ich dass es zulässig ist, etwas zu pfänden was essentiell für das eigenen Einkommen ist. Was uns zu der Frage treibt: Warum glaubt eigentlich jeder dahergelaufene Hanswurst im Internet Geld verdienen zu können, und wenn er dies nicht über legitime Mittel schafft, er es durch dubiose Methoden versucht. Da gibt es mittlerweile eine ganze Serie an Unternehmen die objektiv eine minderwertige Leistung erbringen und dann die Kundenbewertung durch Zensur versuchen zu verhindern.
18.01.2011 18:22 Uhr
von Doc Mison:
Euroweb? diese Abzockerfirma mit ihren Drückerkolonnen und den überzogenen Preisen für ganz schlechte Webseiten und deren Support und die peinliche Referenzkunden-Masche?
Wann wird dieser (Saft)laden dichtgemacht?
http://www.betrugsopferforum.com/euroweb-de-euroweb-internet-gmbh-306.html
18.01.2011 17:53 Uhr
von Gosig Mus:
Die grotesken deutschen Gesetze zur Beleidigung haben keinen Platz im Internet. (Ausserhalb im übrigen eigentlich auch nicht.) Ich will gefälligst jedeN eine Arschgeige nennen können, wenn ich das möchte. Wenn jemand anders mich so nennen will, bitte sehr. Meinungsfreiheit!
So wird das selbstverständlich auch quasi überall gehandhabt -- rumschimpfen und trollen im Netz ist nun wirklich die Norm und nicht die Ausnahme. Nur manchmal stoßen Realität und Gesetz aufeinander; normalerweise haben die Leute die dann rumklagen aber zumindest die Ausrede, dass sie keine Ahnung vom Netz haben.
18.01.2011 17:23 Uhr
von Derdieuhrkennt:
Also die Webdesignqualität von Euroweb in Frage zu stellen finde ich völlig in Ordnung, man muss sich ja nurmal deren Seite angucken und weiß, dass es durchaus besser zu machen ist.