Es ist etwas ganz Natürliches - und ein Tabu: Auch behinderte Menschen haben Lust. Die Sexualassistentin Nina de Vries spricht über ihre Arbeit mit Behinderten.von Ariane Lemme
Woher wissen wir denn...? Frag sie oder ihn doch einfach.
gendertrouble! -> lesen! Danke, aber ich habe mich bereits mit den Kontroversen von gender und sex vertraut gemacht. Allerdings benötigte ich nicht die Hilfe einer Philisophin sonder lediglich das reale Leben. Ich möchte mir die Welt echt nicht bei jeder Definition unendlich verkomplizieren. Natürlich kann man alles und jeden in Frage stellen. Aber selbst Sie verwenden ja "männlich" und "weiblich", was doch als gender trouble in der Grundlage angezweifelt wird, sowohl sozial als auch biologisch.
Die "queer" Leute, mit denen ich im alltäglichen Leben zu tun hab, sind da mittlerweile recht undogmatisch und easy. Will sagen, ein Transmann(was für ein Begriff) ist für mich ein Mann, weil er sich selbst so definiert. Wie käme ich dazu, ihm die Definition seines sozialen Geschlechts auf Grund des biologische Ursprungs oder gar des Postfeminismus abzusprechen. Ein transsexuelles Callgirl ist ein Callgirl und kein männliches Callgirl. Von mir aus auch Frau mit Schwanz. Sie wird es mir schon mitteilen, wie alle anderen auch, ob es nun die Geschlechtsidentität oder die sexuelle Ausrichtung et cetera betrifft. Jedenfall wir man aus dem Leben schlauer und vielfältiger als aus einem solchen Buch.
03.12.2009 15:46 Uhr
von queer:
@ ole
ja, aber woher wissen wir denn, dass ein biologisch männlich zu definierender mensch sich selbst als weiblich definiert? und außer seiner biologie nix mit gesellschaftlichen männlichen eigenschaften am hut hat?
gendertrouble! -> lesen!
03.12.2009 12:20 Uhr
von ole:
@queer
Hmm, aber das ist im Interview anders gefragt. Sprich männliche Sexualassistenten, die für behinderte Frauen da sind.
03.12.2009 11:48 Uhr
von Stefan:
"dass die Definition von Behinderung als Defizit tragische Folgen für die gesamte Gesellschaft hat" Verflucht, ich kann dieses wolkig-pastorale Zuwendungsgeschwafel nicht mehr ertragen!!!! BEHINDERUNG IST EIN DEFIZIT!!!!!!!!! Ich kann das aus unmittelbarster Erlebensperspektive beurteilen - seit 15 Jahren infolge Verkehrsunfall schwerbehindert. Die elementare körperliche Wahrnehmung der Einschränkungen, denen ich unterworfen bin (Windeln, opiatbasierte Scherzmittel, usw.usw.) steht in keinerlei kausalen Zusammenhang mit meiner soziokulturellen Kategorisierung - meine Physis ist und bleibt unabhängig von der verwendeten Begrifflichkeit defizitär. Diese Basis muß man als Behinderter zu akzeptieren lernen, und darauf irgendwie einen modus vivendi aufbauen - daß ist die Aufgabe, bei der die Gesellschaft helfen soll - semantische Purzelbäume dagegen wirken letztlich nur wie frivoler Schamanismus. Oder glaubt ihr etwa, daß wenn die ganze Gesellschaft einträchtig ruft "Behinderung ist klasse" dann wieder die Nervenstränge zusammenzuwachsen beginnen? Tatsächlich ist Behinderung nämlich Scheiße (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes ;) Also Gesunde - spart euch bitte das Empathiepathos und den Kanzelton. Damit steigert ihr nur eurer eigenes Wohlbefinden
03.12.2009 11:41 Uhr
von toll:
Das mit dem Binnen-I macht das Rechtschreibprogramm schon automatisch.
03.12.2009 11:37 Uhr
von ole:
Geehrte Ariane Lemme
Was sind denn "männliche SexualassistentInnen"?
03.12.2009 11:30 Uhr
von queer:
es gibt nun mal auch, sich weiblich definierende, biologisch männliche menschen und andersrum ...
03.12.2009 11:20 Uhr
von Johannes:
Ich fand es Lustig wieder über das Thema zu stolpern. :-) Es ist ja eher ein Randthema welches kaum beachtet wird in der Gesellschaft. Die Grüne Jugend hatte dazu in ihrer letzten Mitgliederzeitschrift (SPUNK) einen sehr guten Artikel zu gehabt: http://www.gruene-jugend.de//632085.htm
03.12.2009 11:15 Uhr
von Johannes:
Ich fand es lustig, wieder über das Thema zu stolpern. Es ist ja eher ein Randthema. Die Grüne Jugend hatte dazu in ihrer letzten Mitgliederzeitschrift (SPUNK) ebenfalls einen sehr guten Artikel gehabt: http://www.gruene-jugend.de//632085.htm Die Überschrift erklärt sich daher, dass das Thema der Ausgabe Drogen und Genuss war.
03.12.2009 11:10 Uhr
von Hendrik:
"...obwohl es ja auch männliche SexualassistentInnen gibt. Woran liegt das?"
Man kann es mit dem Binnen-I auch übertreiben... :P
Leserkommentare
04.12.2009 08:17 Uhr
von ole:
@ queer
Woher wissen wir denn...?
Frag sie oder ihn doch einfach.
gendertrouble! -> lesen!
Danke, aber ich habe mich bereits mit den Kontroversen von gender und sex vertraut gemacht. Allerdings benötigte ich nicht die Hilfe einer Philisophin sonder lediglich das reale Leben.
Ich möchte mir die Welt echt nicht bei jeder Definition unendlich verkomplizieren. Natürlich kann man alles und jeden in Frage stellen.
Aber selbst Sie verwenden ja "männlich" und "weiblich", was doch als gender trouble in der Grundlage angezweifelt wird, sowohl sozial als auch biologisch.
Die "queer" Leute, mit denen ich im alltäglichen Leben zu tun hab, sind da mittlerweile recht undogmatisch und easy.
Will sagen, ein Transmann(was für ein Begriff) ist für mich ein Mann, weil er sich selbst so definiert. Wie käme ich dazu, ihm die Definition seines sozialen Geschlechts auf Grund des biologische Ursprungs oder gar des Postfeminismus abzusprechen. Ein transsexuelles Callgirl ist ein Callgirl und kein männliches Callgirl. Von mir aus auch Frau mit Schwanz. Sie wird es mir schon mitteilen, wie alle anderen auch, ob es nun die Geschlechtsidentität oder die sexuelle Ausrichtung et cetera betrifft.
Jedenfall wir man aus dem Leben schlauer und vielfältiger als aus einem solchen Buch.
03.12.2009 15:46 Uhr
von queer:
@ ole
ja, aber woher wissen wir denn, dass ein biologisch männlich zu definierender mensch sich selbst als weiblich definiert? und außer seiner biologie nix mit gesellschaftlichen männlichen eigenschaften am hut hat?
gendertrouble! -> lesen!
03.12.2009 12:20 Uhr
von ole:
@queer
Hmm, aber das ist im Interview anders gefragt. Sprich männliche Sexualassistenten, die für behinderte Frauen da sind.
03.12.2009 11:48 Uhr
von Stefan:
"dass die Definition von Behinderung als Defizit tragische Folgen für die gesamte Gesellschaft hat"
Verflucht, ich kann dieses wolkig-pastorale Zuwendungsgeschwafel nicht mehr ertragen!!!!
BEHINDERUNG IST EIN DEFIZIT!!!!!!!!!
Ich kann das aus unmittelbarster Erlebensperspektive beurteilen - seit 15 Jahren infolge Verkehrsunfall schwerbehindert. Die elementare körperliche Wahrnehmung der Einschränkungen, denen ich unterworfen bin (Windeln, opiatbasierte Scherzmittel, usw.usw.) steht in keinerlei kausalen Zusammenhang mit meiner soziokulturellen Kategorisierung - meine Physis ist und bleibt unabhängig von der verwendeten Begrifflichkeit defizitär. Diese Basis muß man als Behinderter zu akzeptieren lernen, und darauf irgendwie einen modus vivendi aufbauen - daß ist die Aufgabe, bei der die Gesellschaft helfen soll - semantische Purzelbäume dagegen wirken letztlich nur wie frivoler Schamanismus.
Oder glaubt ihr etwa, daß wenn die ganze Gesellschaft einträchtig ruft "Behinderung ist klasse" dann wieder die Nervenstränge zusammenzuwachsen beginnen? Tatsächlich ist Behinderung nämlich Scheiße (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes ;)
Also Gesunde - spart euch bitte das Empathiepathos und den Kanzelton. Damit steigert ihr nur eurer eigenes Wohlbefinden
03.12.2009 11:41 Uhr
von toll:
Das mit dem Binnen-I macht das Rechtschreibprogramm schon automatisch.
03.12.2009 11:37 Uhr
von ole:
Geehrte Ariane Lemme
Was sind denn "männliche SexualassistentInnen"?
03.12.2009 11:30 Uhr
von queer:
es gibt nun mal auch, sich weiblich definierende, biologisch männliche menschen und andersrum ...
03.12.2009 11:20 Uhr
von Johannes:
Ich fand es Lustig wieder über das Thema zu stolpern. :-) Es ist ja eher ein Randthema welches kaum beachtet wird in der Gesellschaft. Die Grüne Jugend hatte dazu in ihrer letzten Mitgliederzeitschrift (SPUNK) einen sehr guten Artikel zu gehabt: http://www.gruene-jugend.de//632085.htm
03.12.2009 11:15 Uhr
von Johannes:
Ich fand es lustig, wieder über das Thema zu stolpern. Es ist ja eher ein Randthema. Die Grüne Jugend hatte dazu in ihrer letzten Mitgliederzeitschrift (SPUNK) ebenfalls einen sehr guten Artikel gehabt: http://www.gruene-jugend.de//632085.htm
Die Überschrift erklärt sich daher, dass das Thema der Ausgabe Drogen und Genuss war.
03.12.2009 11:10 Uhr
von Hendrik:
"...obwohl es ja auch männliche SexualassistentInnen gibt. Woran liegt das?"
Man kann es mit dem Binnen-I auch übertreiben... :P