Es geht hierbei nicht darum, Opfer von Gewalttaten zu verhöhnen oder Gewalt zu bagatellisieren. Es geht darum, Menschen in Krisen angemessen zu begleiten. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Zuordnung schizophren=gewalttätig ein gesellschaftliches Vorurteil darstellt. Es gibt gewalttätige Schizophrene. Schizophrene sind aber durchschnittlich nicht gewalttätiger als "Normale". Ich bin der Meinung, dass Angehörige mehr Unterstützung bekommen und gehört und sehr ernst genommen werden sollten. Ich bin aber gegen eine grundsätzliche Verurteilung und Ausgrenzung von Menschen, die psychische Krisen erleiden.
21.06.2010 15:15 Uhr
von Wolfgang Blumtritt:
Ich bin wegen Depression selbst psychiatrieerfahren und arbeite bei BASTA - Bündnis für psychisch erkrankte Menschen, mit. BASTA arbeitet in der Gruppe mit, die versucht, diese Ausbildung auch nach München zu holen. Allerdings bin ich mit selbst nicht sicher, wie ich die Ausbildung bewerten soll. Auf der einen Seite toll, auch Psychiatrieerfahrene in die Therapie mit einzubeziehen (siehe auch Weglaufhaus in Berlin). Auf der anderen Seite: Gewinnung von Billigst - Beschäftigten? Vor allem, wer zahlt die Ausbildung? Meines Wissens haben die Argen in Baden - Württemberg die Förderung abgelehnt, weil es eben keine anerkannte Ausbildung ist. Die Vorkämpferin einer anderen Psychiatrie, Dorothea Buck, setzt sich wiederum sehr für diese Ausbildung ein. Noch einiger Diskussionsbedarf!
19.06.2010 21:18 Uhr
von SnowVhite:
Hallo !!!
Ich bin selbst psychiatrieerfahren und absolviere gerade die EX - IN Ausbildung. Ich setze volle Hoffnung in das Home - Treatment Projekt, da in meiner "Karrierezeit" solche Angebote nicht existierten. Heute habe ich die Chance mein Erfahrungswissen in einen anerkannten Beruf als Recovery Guide (Genesungsbegleiter) im Psychiatriebereich einzubringen, und mit den "Professionellen" auf Augenhöhe zu arbeiten, was nicht immer leicht sein wird. Für die Betroffenen ist die Peerarbeit eine neue aber auch vertrauensvollere Weise mit den Phänomenen umzugehen. Das Hometreatment bzw. Need - Adapted System ist zwar aufwendiger, dafür aber auch auf jeden Fall gewinnbringender für den Betroffenen. Für den psychiatrieerfahren Betroffenen ist es eine Chance wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen...
17.06.2010 12:59 Uhr
von nachbarin:
Na, bei dem finanziellen Druck ist ja klar, dass Gewaltopfer Schizophrener verhöhnt und ihre Erfahrungen nicht ernst genommen werden. Nur, wenn die aufgrund der jahrelangen Belastung im Wohnumfeld selbst Stresskrankheiten bekommen, muss die Krankenkasse letztendlich doch zahlen!
Leserkommentare
05.01.2011 11:38 Uhr
von S.D.:
Es geht hierbei nicht darum, Opfer von Gewalttaten zu verhöhnen oder Gewalt zu bagatellisieren. Es geht darum, Menschen in Krisen angemessen zu begleiten. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Zuordnung schizophren=gewalttätig ein gesellschaftliches Vorurteil darstellt. Es gibt gewalttätige Schizophrene. Schizophrene sind aber durchschnittlich nicht gewalttätiger als "Normale".
Ich bin der Meinung, dass Angehörige mehr Unterstützung bekommen und gehört und sehr ernst genommen werden sollten. Ich bin aber gegen eine grundsätzliche Verurteilung und Ausgrenzung von Menschen, die psychische Krisen erleiden.
21.06.2010 15:15 Uhr
von Wolfgang Blumtritt:
Ich bin wegen Depression selbst psychiatrieerfahren und arbeite bei BASTA - Bündnis für psychisch erkrankte Menschen, mit. BASTA arbeitet in der Gruppe mit, die versucht, diese Ausbildung auch nach München zu holen. Allerdings bin ich mit selbst nicht sicher, wie ich die Ausbildung bewerten soll. Auf der einen Seite toll, auch Psychiatrieerfahrene in die Therapie mit einzubeziehen (siehe auch Weglaufhaus in Berlin). Auf der anderen Seite: Gewinnung von Billigst - Beschäftigten? Vor allem, wer zahlt die Ausbildung? Meines Wissens haben die Argen in Baden - Württemberg die Förderung abgelehnt, weil es eben keine anerkannte Ausbildung ist. Die Vorkämpferin einer anderen Psychiatrie, Dorothea Buck, setzt sich wiederum sehr für diese Ausbildung ein. Noch einiger Diskussionsbedarf!
19.06.2010 21:18 Uhr
von SnowVhite:
Hallo !!!
Ich bin selbst psychiatrieerfahren und absolviere gerade die EX - IN Ausbildung.
Ich setze volle Hoffnung in das Home - Treatment Projekt, da in meiner "Karrierezeit" solche Angebote nicht existierten.
Heute habe ich die Chance mein Erfahrungswissen in einen anerkannten Beruf als Recovery Guide (Genesungsbegleiter) im Psychiatriebereich einzubringen, und mit den "Professionellen" auf Augenhöhe zu arbeiten, was nicht immer leicht sein wird.
Für die Betroffenen ist die Peerarbeit eine neue aber auch vertrauensvollere Weise mit den Phänomenen umzugehen.
Das Hometreatment bzw. Need - Adapted System ist zwar aufwendiger, dafür aber auch auf jeden Fall gewinnbringender für den Betroffenen.
Für den psychiatrieerfahren Betroffenen ist es eine Chance wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen...
17.06.2010 12:59 Uhr
von nachbarin:
Na, bei dem finanziellen Druck ist ja klar, dass Gewaltopfer Schizophrener verhöhnt und ihre Erfahrungen nicht ernst genommen werden. Nur, wenn die aufgrund der jahrelangen Belastung im Wohnumfeld selbst Stresskrankheiten bekommen, muss die Krankenkasse letztendlich doch zahlen!