Der Moltkeblock in Ottensen soll nachverdichtet werden. Anwohner sehen
die Gentrifizierung am Werk und bemühen den Denkmalschutz. Die Befürworter auch.von Maximilian Probst
Auch bei diesem Thema aus Hamburg frage ich mich, Für wen und warum sind wir Bürger eigentlich noch da? Jedenfalls nicht um in unserem Hamburg leben zu können...
Immer wieder tauchen die Bekannten mit den nimmersatten finanziellen Interessen an liebens- und lebenswerten Hamburger Orten auf. Im Moltkeblock sind es die Ökobauherren von der Saga und der Denkmalschützer Herr Ramke, in den Altonaer Parks die Ökostromer von Vattenfall, am Buchenhof-Wald erneut Ökobauherren vom Bauverein der Elbgemeinden BVE, beim Frappant/Ikea die Sozialbanker Hypo Real Estate und der Sozialkaufhausbetreiber Herr Kamprad, bei... die Liste lässt sich - jedenfalls für Hamburg und Altona - endlos fortsetzen.
Wenn ich dann in der taz die Grünen zitiert bekomme und sich selbst noch Lars Andersen, der gerade von seiner eigenen Partei am 9.2.2010 in Sachen Buchenhof-Wald abgewatscht worden ist, sich zu einem "behutsam und verträglich" hinreißen lässt, ahne ich, das allergrößte Gefahr für den Moltkeblock im Verzug ist.
Liebe Anwohner, kämpft für Eure Wohnungen, Eure Bäume sowie deren Bewohner und Eure Stadt. Ihr sprecht mit Eurem Aufbegehren einer großen Zahl von Bürgern, die dieses wirtschaftliche und politische Gebaren der "Bekannten" nicht mehr ertragen können, aus dem tiefsten Herzen.
22.02.2010 16:19 Uhr
von Reinhild Czech:
Weder "behutsam" noch "verträglich"! Die Innenbebauung des Moltkeblocks mit 15 Reihenhäusern plus großer Tiefgarage wird alleine durch die Bauarbeiten einen großen Teil der jahrelang genutzten und gepflegten Gärten incl. Obstbäumen, Teichanlagen, Kräuterbeeten usw. zerstören. Und zwar unwiderruflich! Für die Neuverteilung von Gärten muss außerdem die gesamte Innenhoffläche "platt" gemacht werden. Das Ergebnis werden winzige Grünflächen sein, wo kein Platz mehr bleibt für Gebüsche oder Reisighaufen als Rückzug für Igel und anderes Kleingetier. Und bis wieder Bäume wachsen, werden viele Jahre vergehen, falls dazu die Bodenqualität nach all den baubedingten Erdverschiebungen überhaupt noch ausreicht. Das ist weder für die Natur noch für die ca 500 Anwohner "verträglich"!
Leserkommentare
24.02.2010 20:39 Uhr
von Konservative:
Auch bei diesem Thema aus Hamburg frage ich mich, Für wen und warum sind wir Bürger eigentlich noch da? Jedenfalls nicht um in unserem Hamburg leben zu können...
Immer wieder tauchen die Bekannten mit den nimmersatten finanziellen Interessen an liebens- und lebenswerten Hamburger Orten auf. Im Moltkeblock sind es die Ökobauherren von der Saga und der Denkmalschützer Herr Ramke, in den Altonaer Parks die Ökostromer von Vattenfall, am Buchenhof-Wald erneut Ökobauherren vom Bauverein der Elbgemeinden BVE, beim Frappant/Ikea die Sozialbanker Hypo Real Estate und der Sozialkaufhausbetreiber Herr Kamprad, bei... die Liste lässt sich - jedenfalls für Hamburg und Altona - endlos fortsetzen.
Wenn ich dann in der taz die Grünen zitiert bekomme und sich selbst noch Lars Andersen, der gerade von seiner eigenen Partei am 9.2.2010 in Sachen Buchenhof-Wald abgewatscht worden ist, sich zu einem "behutsam und verträglich" hinreißen lässt, ahne ich, das allergrößte Gefahr für den Moltkeblock im Verzug ist.
Liebe Anwohner, kämpft für Eure Wohnungen, Eure Bäume sowie deren Bewohner und Eure Stadt. Ihr sprecht mit Eurem Aufbegehren einer großen Zahl von Bürgern, die dieses wirtschaftliche und politische Gebaren der "Bekannten" nicht mehr ertragen können, aus dem tiefsten Herzen.
22.02.2010 16:19 Uhr
von Reinhild Czech:
Weder "behutsam" noch "verträglich"!
Die Innenbebauung des Moltkeblocks mit 15 Reihenhäusern plus großer Tiefgarage wird alleine durch die Bauarbeiten einen großen Teil der jahrelang genutzten und gepflegten Gärten incl. Obstbäumen, Teichanlagen, Kräuterbeeten usw. zerstören. Und zwar unwiderruflich! Für die Neuverteilung von Gärten muss außerdem die gesamte Innenhoffläche "platt" gemacht werden. Das Ergebnis werden winzige Grünflächen sein, wo kein Platz mehr bleibt für Gebüsche oder Reisighaufen als Rückzug für Igel und anderes Kleingetier. Und bis wieder Bäume wachsen, werden viele Jahre vergehen, falls dazu die Bodenqualität nach all den baubedingten Erdverschiebungen überhaupt noch ausreicht. Das ist weder für die Natur noch für die ca 500 Anwohner "verträglich"!