Banker am Rande des Nervenzusammenbruchs
Krank durch die Bank
Getrieben von Renditeforderungen haben sie ahnungslosen Kunden hochriskante Papiere angedreht. Sie leiden unter Gewissensbissen und Psychoterror - und schaffen trotzdem nicht den Ausstieg.von Florian Blumer
Leserkommentare
04.05.2009 20:15 Uhr
von Dr. Calpo Salmrohr:
Lieber Herr Drews, danke für Ihre Frage. Ich bin, wenn man es so sagen will, "von der Realität". An der nehmen wir alle teil, Sie, ich, der taz-Redakteur, der NPD-Funktionär, der Banker, der chinesische Bauer, die schwedische Damenvolleyballnationalmannschaft und der Eskimo. Den Dreck, in dem wir uns alle jahrelang fröhlich gesuhlt haben, jetzt ein paar besonders ekelhaft stinkenden Schweinen ins Gehege zu schieben, halte ich für primitiv. Dafür muss ich keine taz lesen, das bietet mir das Privatfernsehen. Wie wär's mal mit Gesellschaftskritik?
04.05.2009 14:51 Uhr
von Mateusz:
dieser artikel ist ja auf unterstem niveau! eine schande, da phantasiert nur die bild noch mehr!
1. dass vertrauensverhältnis zum kunden wurde nicht durch den share-holder-value sondern durch die aufweichung des bankgeheimnisses gefördert.
2. die in massen verkauften produkte von lehman waren NICHT spekulativ!!! das waren simple zertifikate, die bei ausfall des emmitenten wie fremdkapital behandelt werden. deswegen sind die wertlos verfallen! dass darauf kaum / gar nicht hingewiesen wurde, lag daran, dass man das ausfallrisiko verständlicherweise bei nahe 0% einschätzte. seit der krise ist dieses nun höher.
3. dass bei banken versicherungen verkauft werden, ist mir nur von der dresdner bekannt. ein in der tat scheußliches institut!
4. der artikel ist in der darstellung maßlos übertrieben. einfach billige propaganda auf linksfaschisten-niveau a la gysi/lafontaine! herrliches beispiel: die banker als fachidioten zu bezeichnen! das sind unter den wirtschaftlern zusammen mit den wirtschaftsprüfern wirklich intelligente menschen. die bezeichnung trifft eher auf die widerwertigen marketing-menschen zu!
5. die nieten in der bankfiliale sind doch keine banker!!! das sind einfache angestellte, die sich meist für was besseres halten, aber zum teil nicht über das nivau eines bauarbeiters hinauskommen!!!!
04.05.2009 13:59 Uhr
von Amos:
Es ist schamlos wie diese "armen Bänker" so ausgenutzt werden. Hat man sie doch mit der Peitsche
in dieses Bankensystem gezwungen. Sie hatten ja keine andere Wahl das Geld anderer Leute zu verzocken. Sie konnten nicht anders - dies Armen.
Ihr eigenes werden sie doch wohl noch haben-oder?
04.05.2009 13:04 Uhr
von Ottissimo:
Freiheit...wo? Ich sehe nur Versklavung!
04.05.2009 07:28 Uhr
von Georg Jelinek:
Leider Systembedingt und deshalb nicht zu ändern - da Systemrelevant !
Folglich müsste das System sich ändern.
Solange sich jedoch genug Hamster finden, die das Rad in Bewegung halten, um letztlich an ihrem eigenen Lügengebäude Wohlstand zu klammern, kann sich nichts ändern.
Ein System kann sich nicht ändern, nur verändert werden.
04.05.2009 00:35 Uhr
von Tyler Durden:
Mit tiefer Erschütterung habe ich ihren Artikel gelesen. Auf welch unmenschliche Art und weise haben wird iese armen Menschen doch vorverurteilt. Sie sind ALLE nur Opfer! Sie sind alle nur Befehlen gefolgt! Es gab überhaupt nichts was sie hätten tun können!
Und jetzt: "- und schaffen trotzdem nicht den Ausstieg. "
Da sollte jemand hingehen und dennen im 40. Stock ein Fenster öffnen, damit das mit dem "Ausstieg" doch noch irgendwie klappt....
e-mail an mich genügt, und ich komme...
Hilfsbereit und mfG, Tyler Durden
na, taz! Neue Zielgruppe im Auge?
03.05.2009 22:42 Uhr
von Wahrheitsprüfer:
20 Großbanken hätte man doch in die Pleite gehen lassen müssen.
Ich hätte es getan.
03.05.2009 20:58 Uhr
von Walter Drews:
an "Dr." Capo: Sind sie im Vertrieb bei einer Bank oder bei MLP oder ähnlichem oder wissen sie etwa gar nicht worüber sie hier schreiben?
03.05.2009 19:02 Uhr
von bagradian:
Da hilft nur eins: Sie müssen drauf sitzenbleiben. Diese undurchschaubaren oder auf Zockerei beruhenden Produkte sollte man erst gar nicht kaufen und entweder einen Berater bezahlen, der von der Beratung und nicht von auf Biegen und brechen aufgeschwätzten Finanzprodukten leben muss. Oder zu einer Bank gehen, die transparent arbeitet, z.B. der GLS Gemeinschaftsbank in Bochum oder einer seriösen Genossenschaftsbank. Da werden natürlich keine aberwitzigen Renditen gezahlt, aber ich weiss und kann bestimmen, was mit meinem Geld passiert.
03.05.2009 18:23 Uhr
von Yakitora:
"Lidl" ist überall . . . ;-)
03.05.2009 17:02 Uhr
von Dr. Calpo Salmrohr:
Eine schamlose Übertreibung, die vergleichsweise in etwa so zutreffend ist wie die, im globalen Wettbewerb fütterten alle Landwirte ihre Schweine mit Anitbiotika. Die hier beschriebenen Fälle sind die Ausreißer. Ansonsten ist der Bankensektor ein Gewerbe wie jedes andere auch, und jede einzelne Bank arbeitet ebenso wie alle anderen Unternehmen in einer freien Marktwirtschaft: gewinnorientiert. Anders funktioniert's nämlich nicht. So oder DDR. Damit wird sich auch die taz abfinden müssen.
03.05.2009 15:14 Uhr
von Johannes Eichenauer:
Wenn man ein schlechtes Gewissen bekommt weil man seine Mitmenschen über den Tisch zieht, dann nennt man das also eine "Anpassungsstörung"
Dass ist wirklich krank!!!