"Stuttgart 21", neue Trassen: Die Projekte der Bahn in Baden-Württemberg werden immer teurer. Die Reaktionen aus der Politik: Weiter so.von I. Arzt & S. Kosch
Mr. Fisherpreis, wenn ich heute mit dem Zug von Stuttgart aus von A nach B will, ist ganz Europa recht bequem zu erreichen. Das Gerede über die Magistrale ist ein Phantom des vermeintlichen Fortschritts, für mich jedenfalls. Hörten sie jemals jemanden sagen "Blöder Stuttgarter Bahnhof. Man kommt ja nirgends hin!"? Wahrscheinlich nicht. Dieser Bahnhof funktioniert bestens, im Gegensatz zu echter Demokratie die den Wunsch der Bürger auch in den Jahren zwischen den Wahlen wahrnimmt.
http://www.unsere-stadt.org
29.07.2010 14:05 Uhr
von Judith Rose:
Wo bleibt der Wille des Volkes? Einige von da oben wollen sich ein Denkmal setzen, von dem das Volk dann noch lange etwas haben soll. Wer vom sogen. kleinen Mann fährt denn öfters mal eben nach Paris - Budapest? Die Geschichte hat doch gelehrt WIR SIND DAS VOLK.
29.07.2010 09:52 Uhr
von Nele Krapp:
Nils Schmid spricht von "mehr Transparenz und Planungssicherheit" durch das frühzeitige Bekanntwerden von Kostensteigerungen.
Ah ja.
Man muss sich allerdings fragen, weshalb dann ein Gutachten der schweizer Firma sma zum Neubauprojekt Stuttgart - Ulm, das vom baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministerium in Auftrag gegeben wurde, seit 2 Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium unter Verschluß gehalten wurde.
Das Gutachten, das Dank der Recherchen von STERN-Reporter Arno Luik mittlerweile in vollum Umfang vorliegt, kam zu verheerenden Ergebnissen und wurde deshalb selbst den Landtagsabgeordneten von Baden-Württemberg vorenthalten.
http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534
Zitat aus der Aktennotiz zum Gutachten:
"Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich."
Sieht so ein Beitrag zu mehr Transparenz aus? Hier werden durch Vertuschung und Verschleierung nicht nur die Bürger hinters Licht geführt, von deren Steuergeldern das Gutachten immerhin finanziert wurde, sondern auch die Abgeordneten.
Möglicherweise hätte sich ja der eine oder andere bei frühzeitiger Offenlegung des Gutachtens entgegen aller Parteidisziplin gegen Stuttgart 21 aussprechen können.
Da hält man unliebsame Ergebnisse doch lieber unter Verschluss ...
28.07.2010 21:15 Uhr
von Mr.Fischerpreis:
Die neubaustrecke stuagart–ulm ist eine jahrhundertaufgabe, keine großenwahnsinnige lokalpolitische spinnerei. Es gibt immer kritik an großprojekten, aber die genannten «besseren» alternativen sind nicht nicht in naher zukunft umsetzungsreif, genauso teuer und umstritten. Stuttgart 21 ist eine bereicherung für den raum stuttgart, für die innovationsregion ulm, für baden-württemberg, süddeutschland und ganz europa. Sie ist ein teil der magistrale paris–budapest und entscheidene verkehrsinfrastrukturmaßnahme für die integrität europas.
Leserkommentare
30.07.2010 15:16 Uhr
von putte:
Mr. Fisherpreis, wenn ich heute mit dem Zug von Stuttgart aus von A nach B will, ist ganz Europa recht bequem zu erreichen. Das Gerede über die Magistrale ist ein Phantom des vermeintlichen Fortschritts, für mich jedenfalls. Hörten sie jemals jemanden sagen "Blöder Stuttgarter Bahnhof. Man kommt ja nirgends hin!"?
Wahrscheinlich nicht. Dieser Bahnhof funktioniert bestens, im Gegensatz zu echter Demokratie die den Wunsch der Bürger auch in den Jahren zwischen den Wahlen wahrnimmt.
http://www.unsere-stadt.org
29.07.2010 14:05 Uhr
von Judith Rose:
Wo bleibt der Wille des Volkes?
Einige von da oben wollen sich ein Denkmal setzen, von dem das Volk dann noch lange etwas haben soll.
Wer vom sogen. kleinen Mann fährt denn öfters mal eben nach Paris - Budapest?
Die Geschichte hat doch gelehrt WIR SIND DAS VOLK.
29.07.2010 09:52 Uhr
von Nele Krapp:
Nils Schmid spricht von "mehr Transparenz und Planungssicherheit" durch das frühzeitige Bekanntwerden von Kostensteigerungen.
Ah ja.
Man muss sich allerdings fragen, weshalb dann ein Gutachten der schweizer Firma sma zum Neubauprojekt Stuttgart - Ulm, das vom baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministerium in Auftrag gegeben wurde, seit 2 Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium unter Verschluß gehalten wurde.
Das Gutachten, das Dank der Recherchen von STERN-Reporter Arno Luik mittlerweile in vollum Umfang vorliegt, kam zu verheerenden Ergebnissen und wurde deshalb selbst den Landtagsabgeordneten von Baden-Württemberg vorenthalten.
http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534
Zitat aus der Aktennotiz zum Gutachten:
"Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich."
Sieht so ein Beitrag zu mehr Transparenz aus?
Hier werden durch Vertuschung und Verschleierung nicht nur die Bürger hinters Licht geführt, von deren Steuergeldern das Gutachten immerhin finanziert wurde, sondern auch die Abgeordneten.
Möglicherweise hätte sich ja der eine oder andere bei frühzeitiger Offenlegung des Gutachtens entgegen aller Parteidisziplin gegen Stuttgart 21 aussprechen können.
Da hält man unliebsame Ergebnisse doch lieber unter Verschluss ...
28.07.2010 21:15 Uhr
von Mr.Fischerpreis:
Die neubaustrecke stuagart–ulm ist eine jahrhundertaufgabe, keine großenwahnsinnige lokalpolitische spinnerei. Es gibt immer kritik an großprojekten, aber die genannten «besseren» alternativen sind nicht nicht in naher zukunft umsetzungsreif, genauso teuer und umstritten. Stuttgart 21 ist eine bereicherung für den raum stuttgart, für die innovationsregion ulm, für baden-württemberg, süddeutschland und ganz europa. Sie ist ein teil der magistrale paris–budapest und entscheidene verkehrsinfrastrukturmaßnahme für die integrität europas.