In Ostfriesland können Nahverkehrskunden bald ohne Aufpreis Fernverkehrszüge nutzen. Grundlage ist ein umstrittener Deal mit der Deutschen Bahn.von Gernot Knödler
Das Gejammere der "Privatbahnen" ist wirklich nervtötend. Sie sind in der Regel genauso wenig "privat" wie die DB - die eurobahn gehört zu Keolis und damit zur französischen SNCF, abellio zu den niederländischen Staatsbahnen, und Veolia Verkehr ist auch alles andere als staatsfern. Unter dem Deckmäntelchen von Wettbewerb effiziente Lösungen verhindern zu wollen, ist nicht im Interesse der Besteller des SPNV, und die grässliche Gesamtlage der Trennung von Nah- und Fernverkehr mit allen Nebenwirkungen (Streichung der Interregios, schlechte Anschlüsse zwischen Verkehrsverbünden...) ist auch ein Ergebnis der Wettbewerbsbemühungen.
24.03.2012 13:57 Uhr
von beobachter:
So neu ist das nicht. Schon seit Jahren kann man mit VBB-Tickets die IC nach Cottbus und in Richtung Stralsund nutzen.
23.01.2012 12:08 Uhr
von guru:
Was ist daran neu? Kommt in die Schweiz, da kennt man keine Zugsbindung. Mit ihrem Billett können sie jeden Zug benützen, der sie näher ans Ziel bringt. Egal ob S-Bahn, RE, RB, IC, ICE oder TGV.
23.01.2012 11:18 Uhr
von Max:
Soweit mir bekannt ist kann man auch im Osten (zwischen Stralsund, Ribnitz Damgarten und Rostock (?) den IC mit Nahverkehrsfahrkarten nutzen (Pauschalangebote wie das Schöne Wochenendticket + Ländertickets leider ausgenommen).
D.h. einzigartig ist das Experiment nicht, nur zweizigartig.
23.01.2012 11:18 Uhr
von Stefan:
Das Gejammere der "Privatbahnen" ist wirklich nervtötend. Sie sind in der Regel genauso wenig "privat" wie die DB - die eurobahn gehört zu Keolis und damit zur französischen SNCF, abellio zu den niederländischen Staatsbahnen, und Veolia Verkehr ist auch alles andere als staatsfern. Unter dem Deckmäntelchen von Wettbewerb effiziente Lösungen verhindern zu wollen, ist nicht im Interesse der Besteller des SPNV, und die grässliche Gesamtlage der Trennung von Nah- und Fernverkehr mit allen Nebenwirkungen (Streichung der Interregios, schlechte Anschlüsse zwischen Verkehrsverbünden...) ist auch ein Ergebnis der Wettbewerbsbemühungen.
23.01.2012 11:12 Uhr
von Bodo M. Menschenfreund:
Hm. Hier erreicht der Konzern Deutsche Bahn AG eine Subventionierung seiner IC-Züge. Ob es da nicht konsequenter und kostengünstiger wäre, den gesamten Fernverkehr von Köln bzw. dem Ruhrgebiet nach Ostfriesland sowie eventuell sogar den inner-ostfriesischen Reiseverkehr an ein alternatives Eisenbahnunternehmen zu vergeben? Der Wegfall der Interregios und der Betrieb mit überalterten Fernverkehrs-Reisezügen als Intercity seitens der Deutschen Bahn schreit eh nach einer Reform.
23.01.2012 10:25 Uhr
von Walther Döring:
Und gleichzeitig gibt es nur alle zwei Stunden eine ICE Verbindung von Dresden nach Frankfurt, geführt über Uraltgleise, die so verbeult sind, dass der Zug teilweise sich nach links und rechts und zurück wiegt. Dazu muss der Zug wirklich krauchen. Als Belohnung hält er dafür in Riesa. Wer die Gegend nicht kennt, weiß noch nicht einmal, wo das liegt. Ich sage nur "Outback".
Darüber hinaus sind die ICEs meist so voll, dass man nur noch Plätze auf dem Dach mitfahren könnte. Das wäre aber kaum ein Problem, da die Dinger ohnehin so lahmarschig sind, dass man es da wohl aushält.
Diese Scheißanbindung war auch ein Grund dafür, warum die spielemesse von Leipzig nach Köln verlegt wurde.
Und jetzt höre ich, dass die Verbindungen aufrecht halten, die nicht ausreichend genutzt werden.
Die Verantwortlichen sollten sich mal überlegen, wo in Zukunft die Musik spielen wird. Sachsen ist da ganz weit oben mit dabei. Das kann man von einigen "Nordländern" nicht behaupten.
23.01.2012 07:10 Uhr
von beobachter:
So neu ist das nicht. Schon seit Jahren kann man mit VBB-Tickets die IC nach Cottbus und in Richtung Stralsund nutzen.
Leserkommentare
24.03.2012 13:57 Uhr
von Stefan:
Das Gejammere der "Privatbahnen" ist wirklich nervtötend. Sie sind in der Regel genauso wenig "privat" wie die DB - die eurobahn gehört zu Keolis und damit zur französischen SNCF, abellio zu den niederländischen Staatsbahnen, und Veolia Verkehr ist auch alles andere als staatsfern. Unter dem Deckmäntelchen von Wettbewerb effiziente Lösungen verhindern zu wollen, ist nicht im Interesse der Besteller des SPNV, und die grässliche Gesamtlage der Trennung von Nah- und Fernverkehr mit allen Nebenwirkungen (Streichung der Interregios, schlechte Anschlüsse zwischen Verkehrsverbünden...) ist auch ein Ergebnis der Wettbewerbsbemühungen.
24.03.2012 13:57 Uhr
von beobachter:
So neu ist das nicht. Schon seit Jahren kann man mit VBB-Tickets die IC nach Cottbus und in Richtung Stralsund nutzen.
23.01.2012 12:08 Uhr
von guru:
Was ist daran neu? Kommt in die Schweiz, da kennt man keine Zugsbindung. Mit ihrem Billett können sie jeden Zug benützen, der sie näher ans Ziel bringt. Egal ob S-Bahn, RE, RB, IC, ICE oder TGV.
23.01.2012 11:18 Uhr
von Max:
Soweit mir bekannt ist kann man auch im Osten (zwischen Stralsund, Ribnitz Damgarten und Rostock (?) den IC mit Nahverkehrsfahrkarten nutzen (Pauschalangebote wie das Schöne Wochenendticket + Ländertickets leider ausgenommen).
D.h. einzigartig ist das Experiment nicht, nur zweizigartig.
23.01.2012 11:18 Uhr
von Stefan:
Das Gejammere der "Privatbahnen" ist wirklich nervtötend. Sie sind in der Regel genauso wenig "privat" wie die DB - die eurobahn gehört zu Keolis und damit zur französischen SNCF, abellio zu den niederländischen Staatsbahnen, und Veolia Verkehr ist auch alles andere als staatsfern. Unter dem Deckmäntelchen von Wettbewerb effiziente Lösungen verhindern zu wollen, ist nicht im Interesse der Besteller des SPNV, und die grässliche Gesamtlage der Trennung von Nah- und Fernverkehr mit allen Nebenwirkungen (Streichung der Interregios, schlechte Anschlüsse zwischen Verkehrsverbünden...) ist auch ein Ergebnis der Wettbewerbsbemühungen.
23.01.2012 11:12 Uhr
von Bodo M. Menschenfreund:
Hm. Hier erreicht der Konzern Deutsche Bahn AG eine Subventionierung seiner IC-Züge. Ob es da nicht konsequenter und kostengünstiger wäre, den gesamten Fernverkehr von Köln bzw. dem Ruhrgebiet nach Ostfriesland sowie eventuell sogar den inner-ostfriesischen Reiseverkehr an ein alternatives Eisenbahnunternehmen zu vergeben? Der Wegfall der Interregios und der Betrieb mit überalterten Fernverkehrs-Reisezügen als Intercity seitens der Deutschen Bahn schreit eh nach einer Reform.
23.01.2012 10:25 Uhr
von Walther Döring:
Und gleichzeitig gibt es nur alle zwei Stunden eine ICE Verbindung von Dresden nach Frankfurt, geführt über Uraltgleise, die so verbeult sind, dass der Zug teilweise sich nach links und rechts und zurück wiegt. Dazu muss der Zug wirklich krauchen. Als Belohnung hält er dafür in Riesa. Wer die Gegend nicht kennt, weiß noch nicht einmal, wo das liegt. Ich sage nur "Outback".
Darüber hinaus sind die ICEs meist so voll, dass man nur noch Plätze auf dem Dach mitfahren könnte. Das wäre aber kaum ein Problem, da die Dinger ohnehin so lahmarschig sind, dass man es da wohl aushält.
Diese Scheißanbindung war auch ein Grund dafür, warum die spielemesse von Leipzig nach Köln verlegt wurde.
Und jetzt höre ich, dass die Verbindungen aufrecht halten, die nicht ausreichend genutzt werden.
Die Verantwortlichen sollten sich mal überlegen, wo in Zukunft die Musik spielen wird. Sachsen ist da ganz weit oben mit dabei. Das kann man von einigen "Nordländern" nicht behaupten.
23.01.2012 07:10 Uhr
von beobachter:
So neu ist das nicht. Schon seit Jahren kann man mit VBB-Tickets die IC nach Cottbus und in Richtung Stralsund nutzen.