"Baader Meinhof Komplex" in der ARD
Simply the Best of RAF
Uli Edels "Baader Meinhof Komplex" kommt als Zweiteiler nicht anders daher als der Kinofilm. Eine Idee hat er nicht. Er zeigt die RAF, wie Stefan Aust sie sah (So. und Mo., 20.15 Uhr, ARD).von Stefan Reinecke
Leserkommentare
25.11.2009 19:16 Uhr
von marleen:
also ich war von dem film auch etwas entäuscht,denn ich hätte mir auch mehrhintergründe u ursachen u ideologie gewünscht,statt dessen war es wirklich eine gewaltszene nach der anderen,der film ist praktisch von ansclag zu anschlag gehüpft u man hat überhaupt nix über die hintergründe usw erfahren,ich hätte mir den film leiser u tiefgründiger gewünscht u nicht eine action nach der anderen....u ja den hinweiss mit den stamheimer tonaufnahmen hab ich auch vergeblich gesucht in dem artikel!die kritik über die schauspieler kann ich allerdings nicht teilen,denn ich fand das moritz bleibtreu u auch johanna wokalek überragend gespielt haben,martina gedeck war5 auch nicht schlecht u hana herzsprung hat mich auch überzeugt,auch stipge ereceg war auch nicht schlecht,die anderen waren mehr oder weniger ok...
25.11.2009 03:05 Uhr
von Klaus:
Wie kann man nur so dumm an einem Film vorbei schreiben. Wenn man schon über keine filmästehtischen Kriterien verfügt, dann einem Film die mangelnde Lehre aus der Geschichte vorwerfen! Wie primitiv.
24.11.2009 21:29 Uhr
von Hanno:
"Wer einen sinnlichen Eindruck von Baader, Meinhof, Ensslin und Raspe haben will, kann sich ein paar ihrer Statements in Stammheim online anhören (siehe Hinweis am Ende des Textes)"
Wo denn?? Finde keinen Link.
24.11.2009 14:02 Uhr
von Andreas I.:
Was soll man denn zu so einem Film noch sagen. Erinnert mich stark an den ebenfalls sehr brutalen Film "Blutiger Freitag". Nur das der besser war.
"(siehe Hinweis am Ende des Textes)"
Ja wo ist er denn, der Hinweis?
24.11.2009 13:22 Uhr
von micha:
ich war sehr enttäuscht.
keine hintergründe, keine wirklichen ziele, keine gründe and antriebe, die zu sehen waren.
nur gewalt und parolen auf beiden seiten...
der film war vergeudete zeit
23.11.2009 18:41 Uhr
von Alex:
Was will der Film? Hat er einen aufklärerischen Ansatz?
Ich kann nicht nachvollziehen, warum die persönliche klammheimliche Faszination, die die RAF auf Herrn Aust ausübt, auf ein so großes gesellschaftliches Echo stößt.
Die Detailverliebtheit für die Ausstattung ist doch psychotisch und spricht genauso gegen einen ernsten Aufklärungswillen wie die Filmästhetik, die sich dem Massenauge professionell anbiedert.
Persönliche klammheimliche Faszination trifft professionellen Spaß am großen Actionkino!
Was dabei herauskommt ist irgendeine Welt, irgendeine Sicht der Welt,irgendein handwerklich gut gemachter Film wie „Das Parfüm“; dazu: „second-hand-emotion“, Popcorn und Chips.
Aber gibt es da noch eine aufklärerische Verantwortung, der die Macher gerecht werden sollten? Wo bleibt die Botschaft an die Außenstehenden, damit die Opfer ihrem Leid Sinn abgewinnen können? Ist es intellektuell und moralisch redlich, den Terror-Komplex so billig massentauglich ästhetisch aufzubereiten und zu missbrauchen?
Ich bin der Überzeugung, dass es nicht redlich ist.
23.11.2009 18:40 Uhr
von Alex:
Was will der Film? Hat er einen aufklärerischen Ansatz?
Ich kann nicht nachvollziehen, warum die persönliche klammheimliche Faszination, die die RAF auf Herrn Aust ausübt, auf ein so großes gesellschaftliches Echo stößt.
Die Detailverliebtheit für die Ausstattung ist doch psychotisch und spricht genauso gegen einen ernsten Aufklärungswillen wie die Filmästhetik, die sich dem Massenauge professionell anbiedert.
Persönliche klammheimliche Faszination trifft professionellen Spaß am großen Actionkino!
Was dabei herauskommt ist irgendeine Welt, irgendeine Sicht der Welt,irgendein handwerklich gut gemachter Film wie „Das Parfüm“; dazu: „second-hand-emotion“, Popcorn und Chips.
Aber gibt es da noch eine aufklärerische Verantwortung, der die Macher gerecht werden sollten? Wo bleibt die Botschaft an die Außenstehenden, damit die Opfer ihrem Leid Sinn abgewinnen können? Ist es intellektuell und moralisch redlich, den Terror-Komplex so billig massentauglich ästhetisch aufzubereiten und zu missbrauchen?
Ich bin der Überzeugung, dass es nicht redlich ist.
23.11.2009 14:03 Uhr
von ole:
Baader Meinhof Komplex liefert genau so viele oder wenige Hintergründe über die RAF wie Good By Lenin über die DDR.
Wer nun glaubt, dieser Film verzerrt das Geschichtsbild... naja. Nebenher gibt es abertausende Dokus und Fallstudien über die RAF.
Etwas witzig fand ich die Szene im jordanischen Camp bei der Fatah. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, daß sich die palästinensischen Guerilla von den Rotznasen so auf der Nase rumtanzen ließen.
23.11.2009 11:10 Uhr
von schlegel:
Es ist wohl ein Problem der filmischen Darstellung dieser Gestalten, dass sie blass und konturlos bleiben: Baader eher leer und minderbegabt und der Rest denkt so verworren wie selbstgerecht, dass nur sehr geneigte TAZ-Leser dem überhaupt folgen wollen. Der Rest wird wohl eher etwas erschrocken sein, dass so etwas als Helden stilisiert werden konnte.
Es spricht ja schon Bände, dass hier wieder die Nazi-Vergangenheit der prominenten Opfer thematisiert wird. Soll mit so etwas Selbstjustiz und der Mord der weniger Prominenten gerechtfertigt werden? Fragen Sie doch mal die Kinder der Fahrer, die ohne Vater aber mit einer „üppigen“ Hinterbliebenenversorgung aufwachsen durften.
23.11.2009 10:40 Uhr
von Sebastian Thürrschmidt:
Als Antidot gegen den "Komplex" empfehle ich Reinhard Hauffs "Stammheim" von 1986. Hier lohnt das (Wieder-)Sehen wirklich. Der Film sollte in jeder gutsortierten Videothek erhältlich sein (sogar die hiesige VideoWorld hat ihn da.)
Über die Modelleisenbahnwelt des "Komplex" konnte ich von dem ausgerechnet im Berliner Osthafen (aka Media Spree) inszenierten Räuber-und-Gendarmen-Spiel an nur noch lauthals lachen. Wenn westdeutsche Polizei haarscharf östlich von der Berliner Mauer der RAF nachhastet, ist das grostek, nicht authentisch.
23.11.2009 10:12 Uhr
von gregor:
Als ich auf den Film umgeschaltet habe, sah ich eine Szene die in unzähligen anderen Filmen bereits gezeigt wurde und in diesem Film nur stupide wiederholt war. Der Film ist eine Comics-Parodie. Man vergleicht nur die alten Photos, die animalische Energie dieser Typen und den Bleibtreu, mit seinem Babyface, der die ganze Zeit Grimassen produziert. Wieder also ein Versuch aus der geistigen Substanzlosigkeit heraus.
23.11.2009 08:42 Uhr
von heine:
bleibtreu als baader. ich muß sagen ich war überwältigt. diese darstellung eines unbeugsamen, rebellischen geistes. da wo er auf und auch die theoeretische geschichte abgesagt hat, wirklich ganz großes kinos. noch besser seine gruppeninternen rivalen als meinhof und meins.
22.11.2009 23:14 Uhr
von Likado:
Ach ja, die RAF(gescheitert schon in der Analyse, nicht erst ihren den menschenverachtenden Taten).
Wer hätte es gedacht, heute dient sie zur Ablenkung vor den Fragen von heute. Jeder, der sich heute noch ernsthaft mit der RAF beschäftigt (außer den Opfern und deren Angehörigen), ist schon in der Vergangenheit versackt. Hallo, es gab keine Gesellschaftsalternative der RAF.Nur durch die Toten hat sie Aufmerksamkeit. Loslassen ist angesagt,um neue Wege zu suchen und die Fehler nicht zu wiederholen. Es geht nicht nur darum: Wogegen? Es geht um ein Wofür? Und da hat die RAF Abstossendes geliefert.
22.11.2009 16:14 Uhr
von Hannes:
Ich finde den Film nicht schlecht.
Filmerisch ist er gut, halt Action Movie.
Das er historisch korrekt ist bezweifel ich.
Der Film ist auch keine Dokumentation, soll er auch nicht sein, sonst hätte man ihn anders aufziehen müssen. Auch wenn die Macher gerne damit protzen, wie exakt alles nachgebildet und dargestellt wurde.
Aber wie kann man so ein Thema so korrekt verfilmen? Es gibt immer zwei, oder mehr Ansichten.
Beim Autor dieses Artikels kommt es mir vor, als meine er er wäre bei jeder Szene persönlich vor Ort gewesen. War er das wirklich? Ich glaube nein.
Was mich verwundert ist, dass sich nie jemand über die grottigen History-Event-Movies a lá Sat1-Film-Film.
22.11.2009 13:53 Uhr
von Wolfgang M:
Habe damals den Film im Kino gesehen und muss sagen das ich ihn zwiespältig fand. Die erste Hälfte war in Ordnung. Die zweite Hälfte wilde Knallerei und Terroristen als obercoole Typen. Soweit ich mich noch an den Film erinnern kann keine Hintergründe, also wofür ihre Opfer stehen. Im übrigen wurde mir der Kinofilm irgendwann zu anstrengend. Es wurde einfach viel zu viel in zu kurzer Zeit abgehandelt.
Und Stefan Aust gehört auch nicht zu den Journalisten die ich schätze.
22.11.2009 13:18 Uhr
von Pjotr :
Hier können Interessierte die "Stammheim Bänder" anhören:
www.youtube.com/user/safranela1#grid/user/6DE8DC454EA73A60
Hier: http://labourhistory.net/raf/browse-1-de.php und hier:
http://www.scribd.com/people/documents/12453025-pjotr
findet ihr jede Menge Texte, Diskussionen und Briefe der RAF Gefangenen.
Zu Schleyers Nazi Vergangenheit: http://www.scribd.com/doc/22408085/Der-Dritte-Denunziant
http://www.jungewelt.de/2009/10-30/023.php
http://www.youtube.com/watch?v=haXJbjxBBp4
22.11.2009 12:16 Uhr
von Peter Polunder:
Wo finden ich denn die "Statements in Stammheim"?
22.11.2009 12:06 Uhr
von croco:
Habe ich mir fast gedacht, dass der Film so ist.
Ich schaue trotzdem den Anfang an, mal sehen.
Was mir nur fehlt, ist der angekündigte Link am Ende des Textes zu den orignalen Dokumenten.
Wo finde ich ihn?
22.11.2009 12:01 Uhr
von Haldemann:
Die gedichtete Film-Kritik. Heute: Der Baader-Meinhof-Komplex
Das war wohl nix, Herr Eichinger
Gudrun liebt Andreas
Andreas liebt Autos
Ulrike nimmt alles viel zu ernst
Ulrike hat crime
Andreas hat Sex
dat is der Baader-Meinhof-Komplex
22.11.2009 11:06 Uhr
von Tom Linus:
Wer nicht dabei war und diese RAF-Zeit nicht erlebt hat, bekommt durch diesen Film ein absolut falsches Bild von den Protagonisten und der damaligen gesellschaftlichen und politischen Situation.
Ich kann nur das Buch von Jutta Ditfurth empfehlen: Ulrike Meinhof - Die Biografie.
Hier wurde mal endlich unabhängig von den Geschichtsverklitteren Austs etc... rechererchiert und man wird sich wundern, wie die Geschichte wirklich ihren Lauf nahm.
22.11.2009 08:50 Uhr
von reblek:
"Wer einen sinnlichen Eindruck von Baader, Meinhof, Ensslin und Raspe haben will, kann sich ein paar ihrer Statements in Stammheim online anhören (siehe Hinweis am Ende des Textes)..." Welches Textes?
22.11.2009 08:06 Uhr
von avelon:
Mir kam, nicht ganz zufällig, vor einigen Wochen zu Ohren, daß Hanns Martin Schleyer während des 2. Weltkrieges einer der SS-Bluthunde in Prag war. Ist das historisch korrekt und nachweisbar?
Wenn ja, dann ändert sich bei mir die Einstellung noch einwenig zur RAF, da ich bereits damals davon ausging, es handele sich um politische Terroristen und nicht um Menschen, die nur sinnlos um sich schossen. Abgesehen davon, daß ich ein friedliebendes Wesen bin und somit gegen jede Art von Gewaltanwendung gegen Menschen.
Nun, niemand von uns war dabei, als die Gruppe aktiv wurde. Ich werde mir die Filme jedenfalls nicht anschauen.
Ich kann nur hoffen, daß unsere Jugend kein falsches Bild von Damals erhält.
22.11.2009 02:21 Uhr
von vic:
Der Komplex ist keine Doku, und als Spielfilm darf ein Film durchaus überzeichnen. Ich finde es nicht verkehrt, Zuschauer darauf hinzuweisen wo es hinführen kann, wenn sich eine Generation in einem Staat nicht mehr wiederfindet.
Wir wissen alle, es führte zuweit. Warum also nicht den Weg von Ursache bis Wirkung in einen Film packen? Wer das nicht sehen will findet sicher reichlich alternative Unterhaltung.
22.11.2009 02:20 Uhr
von discord:
Wo ist der Hinweis?
22.11.2009 01:58 Uhr
von Gähner:
Och Mensch, doch nicht da-rüber schreiben, das ist ALLES ALLES schon tausend mal gesagt, gar nicht neu, ganz, ganz langweilige, alte Geschichte...