• 09.02.2011

BND bezahlte Gestapo-Mann

Die Akte Klaus Barbie

Der Student Peter Hammerschmidt bat beim BND um Akteneinsicht, ließ nicht locker und fand heraus: Nazi-Schlächter Klaus Barbie spitzelte in den 60ern für den BND. von Philipp Gessler

  • 14.02.2011 00:30 Uhr

    von Michael Stephan:

    Überragende Leistung eines jungen Menschen, der ganz sicher noch viel von sich hören lassen wird ... und muss! Die Deutschen, und auch der Rest der Welt haben ein Recht darauf zu erfahren, was es mit der Zusammenarbeit eines widerwärtigen (einem der widerwärtigsten überhaupt!) Nazi-Kriegsverbrechers und dem Deutschen Bundesnachrichtendienst auf sich hat. Ich denke, dass wir uns schon bald einen Eimer, zu einem Viertel mit Wasser gefüllt, holen müssen, folgen wird der weiteren Berichterstattung! Ich hoffe, dem jungen Mann passiert nichts!

  • 10.02.2011 17:33 Uhr

    von Mike :

    Großartige Leistung des jungen Nachwuchswissenschaftlers...ich bin sicher, dass wir in nächster Zeit noch viel von dem jungen Mann hören werden.

    Großes Lob auch an die taz, die Hammerschmidt - anders als der SPIEGEL - die verdiente Plattform bietet, um sich und seine enormen Recherchen vorzustellen.

    Freue mich auf weitere Entdeckungen!

  • 10.02.2011 13:54 Uhr

    von HoPPla:

    Ach taz, diese Meldung war bereits vor Wochen bei anderen zeitungen zu lesen.

    ***Anmerkung d. Redaktion:
    Tatsächlich stand die Nachricht mit Barbie schon früher in anderen Zeitungen (auch bei uns), der Name des Historikers aber nur in der "Berliner Zeitung" - und besucht und näher befragt hat ihn vor uns keine andere Zeitung.

  • 09.02.2011 14:43 Uhr

    von Otto Brutus:

    Klasse, durch solche Aktionen lebt unsere Demokratie! Dass unter den Teppichen viel Gestank hängt, ist entsetzlich - aber irgendwie auch normal. Menschen können auch Bestien sein - das ist ja nicht genetisch programmiert oder geographisch oder national definiert. Aber jede Demokratie ist nur so gut, wie seine Menschen sich mutig einbringen. In allen anderen Gesellschaften wäre der Junge jetzt längst "verschwunden". Deshalb weiter so!!!

  • 09.02.2011 14:19 Uhr

    von vantast:

    Wundert einen gar nicht, daß auch Totschläger wie Mubarak hier gern aufgenommen würden (nicht mehr aktuell, aber potientiell angenehm). "Er ist zwar ein Gangster, aber er ist unser Gangster!" gilt immer noch.Soviel zu unseren Demokraten. Man kann sich nur schämen.

  • 09.02.2011 14:16 Uhr

    von Hans:

    Gute Arbeit vom Studenten, aber mit Tim von Hergé oder einem einsamen Held im bösen BND-Archiv ist er doch in Wirklichkeit weit entfert. Es ist oft so, dass die Wahrheit viel einfacher zu finden ist, als viele Menschen denken. Gerade in Archiven lagern oft Fakten und Informationen, die brisant sein könnte.
    Aber eines dürfte auch klar sein: Es ist seit langem bekannt, dass die BRD nach 1945 und seine Dienste mit NS-Verbrechern kooperierten, diese tolerierten und insgesamt ein großes Eingliederungsprogramm für Täter in diesem Land stattfand. Dass diese Programm auch im Ausland auf besonders belastete Personen ausgedehnt wurde, ist wohl die echte Story und da bin ich froh, dass es hier und auf Internetseiten steht, denn der Spiegel ist seit der unglaublichen Sarrazin-Vorveröffentlichung für mich ein fast halbseidenes Magazin (machten sich nicht die Spiegel-Leute lange über den Stern lustig) und denen gönne ich dann diese Story nicht.
    Wäre durchaus interessant, was Barbie da lieferte? War das nicht vielleicht sogar eine Art Schweigegeld, weil der Mann auch noch ein paar andere Details wußte, kannte? Nun ja, Verschwörungdenken, aber nicht ganz abwegig in diesem Fall.

  • 09.02.2011 13:06 Uhr

    von Franka:

    "BND bezahlte Gestapo-Mann"
    was für eine Meldung, ich werd bekloppt,
    jetzt ratet was für leute diesen verein aufgebaut haben

  • 09.02.2011 12:53 Uhr

    von GonZoo:

    Es gibt Meldungen, bei denen schäme ich mich, je einen Pfennig Steuern gezahlt zu haben. Mein Geld wurde verwendet, um Barbie und die, die ihm halfen, zu finanzieren.

  • 09.02.2011 12:17 Uhr

    von Hartwig Marhold:

    "Mit großer Wahrscheinlichkeit war er der erste Historiker überhaupt, der Akten des BND einsehen durfte."

    Zur hergestellten Geschichtslosigkeit des BND passt der kafaeske Neubau der BND-Zentrale in der Berliner Chausseestraße, der als größte Baustelle des Bundes bald seine Vollendung finden wird. Die Sterilität und Monotonie seiner Fassaden sollen wohl als Barbiturat die kritschen Stimmen in und um seine Zentrale dämpfen helfen.

  • 09.02.2011 12:02 Uhr

    von FAXENDICKE:

    So wie die ZENTRUMSPARTEI gewissermaßen ein ideologischer Vorläufer der CDU Hitler erst möglich gemacht hat, war die CDU quasi ein Sammel und Schutzbecken alter NAZIVERBRECHER, viele von den ganz schlimmen wurden eben beim BND und sonstigen Diensten versteckt. Nicht umsonst stehen heute noch Zehntausende von Akten bis zum St. Nimmerleinstag, auch auf Wunsch der "Siegermächte" unter Verschluß.

  • 09.02.2011 11:04 Uhr

    von Ingo:

    Wir stellen hier ganz und gar die falschen Ansprüche immer nach Nazis und SED-Leuten zu suchen.

    Es wäre viel besser, dass man nur gewählt werden kann, wenn man mindestens ein Jahr gesessen hat!! Da wäre eine Stimmung im Parlament. Dann hätte man endlich Klarheit.

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