Autos sind längst keine Männerdomäne mehr. In Berlin gibt es seit Kurzem das bundesweit erste Autohaus von Frauen für Frauen. Aber auch Männer sind willkommen.von Nadine Ahr
Männer können sich gern bewerben.Das Frauenautohaus zählt zu der Erkner GmbH Gruppe, die an mehreren Standorten Autohäuser besitzt-die Bewerbungen gehen dann nach Oranienburg, Rüdersdorf, Strausberg oder Fürstenwalde.
11.01.2010 20:16 Uhr
von Horst Neuwagen:
Eine Frage bleibt, was passierte mit den Männern, die vor der Machtübernahme der eifrigen Tochter im Autohaus ihrer Arbeit nachgingen? Frauenorientiertheit, Professionalität und Gleichberechtigung stünden im Vordergrund betohnt die Geschäftsführerin. Die Maxime, nur Frauen zu beschäftigen und Gleichberechtigung scheinen widersprüchlich.
Hätte ein Mann ein Autohaus eröffnet, von Männern für Männer nur mit Männern. (Natürlich gibt es solche schon, aber keiner der Beteiligten darf es zugeben) Und würde es sich auch auf die Fahne schreiben. Ach wie groß wäre der Sturm der Entrüstung.... Emanzipation ist nicht den Spieß nur umzudrehen.
Dass die auffallend hübschen, jungen Frauen jedoch enge Jeans tragen müssen (Die schreibt die Chefin vor) um Autos zu verkaufen, dürfte alle Männer beruhigen. Damit sind die Unklarheiten beseitigt und der Chauvinist fühlt sich bestätigt.
11.01.2010 19:16 Uhr
von Jörg:
Erschütternd. Nachdem die taz schon am 30.11. über dieses Autohaus berichtete und dabei feststellte, dass mitnichten die junge Geschäftsührerin, sondern der Herr Papa das ganze leitet ("Ein Marketinggag, der funktioniert"), kriegen wir nun so einen unsäglichen Schmus vorgesetzt, der zu 99 Prozent wie ein PR-Text daher kommt. Und das restliche Prozent - die Mechatronikerin, die "auf der Suche nach dem passenden Schraubenschlüssel durch die Werkstatt latscht": Auweia, da fehlen einem die Worte. Es ist bekannt, dass es Autoindustrie und -handel zurzeit gar nicht so gut geht. Aber lässt sich die taz jetzt schon missbrauchen als Zielgruppenmedium um die "bewegten" Frauen anzulocken. Kommen dann da wohl doch nicht genug Kerle hin, die auf sexy stöckelnde Kundenberaterinnen mit Kussmund-Logo auf dem Hintern der "engen Jeans" abfahren? Bin über 20 Jahre taz-Abonnent, doch in letzter Zeit werden die Zweifel immer ernster...
11.01.2010 14:15 Uhr
von Judit Lichtenberg:
OK, Frau Ahr. Die Verkäuferin zwitschert und flötet. Sie stöckelt. Die Wände sind lippenstiftrot und Parfüm hängt in der Luft. Ihre langen Fingernägel klakkern an Metall. Und natürlich braucht sie weiblich-einfühlenden Worten um anderen Mädels technisch knifflige Details zu erklären. Welche eigentlich? Die Kofferraumgröße oder die interessante Beigeschattierung der Sitzpolster?
Das werktätige Element, die Mechatronikerin murrt und latscht. Natürlich. Die machen das so, diese handfesten Berliner Unterschichtler.
Gibt es eigentlich irgendein abgelutschtes, strunzdummes Klischee, für dass Sie sich nicht zu schade waren? Und diese Sprache. Ist das Vintage?
Ich möchte bitte keinen bemüht lockeren Cosmopolitansprech in meiner Taz. Wenn Sie wenigstens witzig wären... aber so schlicht und bräsig mädelig ist dann es dann doch nur ein schlechter Beitrag.
11.01.2010 14:04 Uhr
von Martin:
Da freue ich mich schon auf die erste AGG Klage, wenn es das Frauenautohaus ablehnt einen KfZ-Mechaniker einzustellen nur weil er ein Mann ist!
Leserkommentare
25.03.2010 12:32 Uhr
von Sandra:
Männer können sich gern bewerben.Das Frauenautohaus zählt zu der Erkner GmbH Gruppe, die an mehreren Standorten Autohäuser besitzt-die Bewerbungen gehen dann nach Oranienburg, Rüdersdorf, Strausberg oder Fürstenwalde.
11.01.2010 20:16 Uhr
von Horst Neuwagen:
Eine Frage bleibt,
was passierte mit den Männern, die vor der Machtübernahme der eifrigen Tochter im Autohaus ihrer Arbeit nachgingen?
Frauenorientiertheit, Professionalität und Gleichberechtigung stünden im Vordergrund betohnt die Geschäftsführerin. Die Maxime, nur Frauen zu beschäftigen und Gleichberechtigung scheinen widersprüchlich.
Hätte ein Mann ein Autohaus eröffnet, von Männern für Männer nur mit Männern. (Natürlich gibt es solche schon, aber keiner der Beteiligten darf es zugeben) Und würde es sich auch auf die Fahne schreiben. Ach wie groß wäre der Sturm der Entrüstung.... Emanzipation ist nicht den Spieß nur umzudrehen.
Dass die auffallend hübschen, jungen Frauen jedoch enge Jeans tragen müssen (Die schreibt die Chefin vor) um Autos zu verkaufen, dürfte alle Männer beruhigen. Damit sind die Unklarheiten beseitigt und der Chauvinist fühlt sich bestätigt.
11.01.2010 19:16 Uhr
von Jörg:
Erschütternd. Nachdem die taz schon am 30.11. über dieses Autohaus berichtete und dabei feststellte, dass mitnichten die junge Geschäftsührerin, sondern der Herr Papa das ganze leitet ("Ein Marketinggag, der funktioniert"), kriegen wir nun so einen unsäglichen Schmus vorgesetzt, der zu 99 Prozent wie ein PR-Text daher kommt. Und das restliche Prozent - die Mechatronikerin, die "auf der Suche nach dem passenden Schraubenschlüssel durch die Werkstatt latscht": Auweia, da fehlen einem die Worte.
Es ist bekannt, dass es Autoindustrie und -handel zurzeit gar nicht so gut geht. Aber lässt sich die taz jetzt schon missbrauchen als Zielgruppenmedium um die "bewegten" Frauen anzulocken. Kommen dann da wohl doch nicht genug Kerle hin, die auf sexy stöckelnde Kundenberaterinnen mit Kussmund-Logo auf dem Hintern der "engen Jeans" abfahren?
Bin über 20 Jahre taz-Abonnent, doch in letzter Zeit werden die Zweifel immer ernster...
11.01.2010 14:15 Uhr
von Judit Lichtenberg:
OK, Frau Ahr. Die Verkäuferin zwitschert und flötet. Sie stöckelt. Die Wände sind lippenstiftrot und Parfüm hängt in der Luft. Ihre langen Fingernägel klakkern an Metall. Und natürlich braucht sie weiblich-einfühlenden Worten um anderen Mädels technisch knifflige Details zu erklären. Welche eigentlich? Die Kofferraumgröße oder die interessante Beigeschattierung der Sitzpolster?
Das werktätige Element, die Mechatronikerin murrt und latscht. Natürlich. Die machen das so, diese handfesten Berliner Unterschichtler.
Gibt es eigentlich irgendein abgelutschtes, strunzdummes Klischee, für dass Sie sich nicht zu schade waren? Und diese Sprache. Ist das Vintage?
Ich möchte bitte keinen bemüht lockeren Cosmopolitansprech in meiner Taz. Wenn Sie wenigstens witzig wären... aber so schlicht und bräsig mädelig ist dann es dann doch nur ein schlechter Beitrag.
11.01.2010 14:04 Uhr
von Martin:
Da freue ich mich schon auf die erste AGG Klage, wenn es das Frauenautohaus ablehnt einen KfZ-Mechaniker einzustellen nur weil er ein Mann ist!