Ausbeutung in Pflegeberufen
Kein Mindestlohn für viele Osteuropäer
Ab dem 1. August soll ein Mindestlohn für Pflegekräfte gelten. Doch viele Beschäftigte aus Osteuropa, die hierzulande in der häuslichen Pflege arbeiten, bekommen ihn nicht.von Kendra Eckhorst
Leserkommentare
08.06.2010 08:04 Uhr
von Bingo Franz:
Seit 8 Jahren arbeiten bei meinen kranken Eltern 2 Betreuerinnen aus der Slowakei. Gerne würde ich sie als Privatperson besser bezahlen, nur wie soll ich das anstellen??? Das ersparte meiner Eltern ist für die Pflege aufgebraucht, immerhin über 50000 Euro in 8 Jahren. Mußte immer dazubezahlen weil das Pflegegeld jahrelang zu nieder war. Erst jetzt geht sich das irgendwie aus denn man braucht Jahre dazu eine gerechte Pflegestufe zu erreichen! In Pflegeheimen, wo rund 15% der pflegebedürftigen Personen untergebracht sind fließen 80 % der Pflegeausgaben des Staates, warum wohl? Weil dort die Freunde sitzen die den Draht nach oben haben und sich bereichern können auf Kosten der alten und Kranken Menschen! Die Pflege dort ist meist skantalös und beschränkt sich auf ein Minimum. Jeder der sagt das ein Pflegeheim "SUPER" ist, dem wünsche ich einen Lebensabend dort, wo es so schön ist!
Ich Danke meinen beiden Betreuerinnen für ihre unterbezahlte Arbeit bei meinen Eltern, das einzige was ich gerecht geben sind 55 Euro / Tag, soviel Freizeit als möglich und das Gefühl das sie zur Familie gehören was sie auch tun! Wie es weitergeht weiß niemand, den sparmaßnahmen im sozialen Breich sind bereits angekündigt, die Finanz- Teroristen die das verschuldet haben laufen immer noch frei herum mit unser aller Milliarden! Danke und liebe Grüße aus Österreich!
08.06.2010 07:23 Uhr
von Alexander Gerberding:
Traurig, aber wohl wahr, diese "moderne Sklaverei"...