Die Hamburger CDU gerät immer weiter in Bedrängnis: Sie muss den Rücktritt ihres Parteichefs Freytag verkraften und im Schulstreit mit der Linkspartei paktieren.von Sven-Michael Veit
Schwarz grün ist ein verhängnisvoller Irrweg - in Hamburg und anderswo. Wenn die CDU von den bürgerlichen Wählern entsprechend abgestraft wird, so wird das auch den Berliner Experimenten von Merkel, Röttgen & Co. in Richtung Grün einen Dämpfer versetzten. Vielleicht gibt es dann doch noch Einkehr und Besinnung auf die klassischen konservativen Werte. Was soll denn eine sowieso schon sozialdemokratisierte CDU, die sich nun auch noch in Richtung der Grünen getrimmt wird? Regieren ist doch kein Selbstzweck. Wenn die Inhalte nicht mehr stimmen hat die CDU ihre Existenzberechtigung verloren. Es bietet sich in Hamburg die letzte Chance des Bürgertums zur Revision, zur Verhinderung einer eigentlich längst schon überfälligen Gründung einer wirklich konservativen Partei. Die CDU sollte das begreifen, will sie nicht wie die SPD in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
03.03.2010 02:53 Uhr
von Rainer Brase:
Welchen Druck von Seiten der CDU soll Herr Freytag denn da bekommen haben? Die Damen und Herren 'Christen' haben Ihn doch immer gedeckt und hätten dies sicher auch weiterhin getan. Hat er sich doch völlig im Sinne des Systems-CDU verhalten. Erst öffentliche Kassen plündern und damit strukturelle Armut fördern und sich dann als vermeintlich mildtätige Retter aufbauen. Nein,- Herr Freytag selbst hat die Erklärung geliefert: "Zu viele Amtsträger in Deutschland leben auf Dauer von der Politik. Wer dies macht, wird abhängig." Mit anderen Worten: In der Hamburger Politk ist kein Geld mehr zu holen. Da geh ich doch lieber 'in die Wirtschaft'. Man möchte lieber gar nicht erst wissen, wie unabhängig es in der Hamburger Wirtschaft zugehen muss, wenn Sie für jemand wie Herrn Freytag nach dem HSH-Nordbank-Desaster noch Verwendung hat.
02.03.2010 17:42 Uhr
von Peter Zimmermann:
Jetzt, wo es nichts mehr in Hamburg zu holen gibt, weil Freitag das gesamte "Tafelsilber" zum Schnäppchenpreis an private Investoren verschleudert und Vetternwirtschaft betrieben hat, macht er sich aus dem Staub. Natürlich geht er nun dahin, wo er noch einiges an Dankbarkeit zu erwarten hat (Eine Hand wäscht ja da die andere). Der Mann steht für "italienische" Verhältnisse. Wäre er einige Jahre früher abgehauen, wäre den Hamburgern viel erspart geblieben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann nur hoffen, dass die restliche CDU ihm bald folgt. Ob dann aber noch was zu retten ist, ist fraglich.
Leserkommentare
03.03.2010 08:53 Uhr
von Joachim Bovier:
Schwarz grün ist ein verhängnisvoller Irrweg - in Hamburg und anderswo. Wenn die CDU von den bürgerlichen Wählern entsprechend abgestraft wird, so wird das auch den Berliner Experimenten von Merkel, Röttgen & Co. in Richtung Grün einen Dämpfer versetzten. Vielleicht gibt es dann doch noch Einkehr und Besinnung auf die klassischen konservativen Werte. Was soll denn eine sowieso schon sozialdemokratisierte CDU, die sich nun auch noch in Richtung der Grünen getrimmt wird? Regieren ist doch kein Selbstzweck. Wenn die Inhalte nicht mehr stimmen hat die CDU ihre Existenzberechtigung verloren. Es bietet sich in Hamburg die letzte Chance des Bürgertums zur Revision, zur Verhinderung einer eigentlich längst schon überfälligen Gründung einer wirklich konservativen Partei. Die CDU sollte das begreifen, will sie nicht wie die SPD in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
03.03.2010 02:53 Uhr
von Rainer Brase:
Welchen Druck von Seiten der CDU soll Herr Freytag denn da bekommen haben? Die Damen und Herren 'Christen' haben Ihn doch immer gedeckt und hätten dies sicher auch weiterhin getan. Hat er sich doch völlig im Sinne des Systems-CDU verhalten. Erst öffentliche Kassen plündern und damit strukturelle Armut fördern und sich dann als vermeintlich mildtätige Retter aufbauen. Nein,- Herr Freytag selbst hat die Erklärung geliefert: "Zu viele Amtsträger in Deutschland leben auf Dauer von der Politik. Wer dies macht, wird abhängig." Mit anderen Worten: In der Hamburger Politk ist kein Geld mehr zu holen. Da geh ich doch lieber 'in die Wirtschaft'. Man möchte lieber gar nicht erst wissen, wie unabhängig es in der Hamburger Wirtschaft zugehen muss, wenn Sie für jemand wie Herrn Freytag nach dem HSH-Nordbank-Desaster noch Verwendung hat.
02.03.2010 17:42 Uhr
von Peter Zimmermann:
Jetzt, wo es nichts mehr in Hamburg zu holen gibt, weil Freitag das gesamte "Tafelsilber" zum Schnäppchenpreis an private Investoren verschleudert und Vetternwirtschaft betrieben hat, macht er sich aus dem Staub. Natürlich geht er nun dahin, wo er noch einiges an Dankbarkeit zu erwarten hat (Eine Hand wäscht ja da die andere). Der Mann steht für "italienische" Verhältnisse. Wäre er einige Jahre früher abgehauen, wäre den Hamburgern viel erspart geblieben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann nur hoffen, dass die restliche CDU ihm bald folgt. Ob dann aber noch was zu retten ist, ist fraglich.