Immer mehr essen? Geht nicht. Doch Verbrauchern werden immer neue, ungesunde Produkte angeboten. Im Süden der Welt ruinieren sie Bauern mit billigen Exporten.von Jost Maurin
Die Angabe von Vollkornanteilen ist nicht immer intuitiv, aber legal: http://janeden.net/the-great-cornflakes-conspiracy.
22.01.2012 22:14 Uhr
von Pepi:
Nachdem ich den Kommentar unter dem Bild gelesen hatte, hatte ich keine Lust mehr auf den Artikel. Total daneben, auf unterstem Niveau, einfach - ja, einfach saublöd.
20.01.2012 10:54 Uhr
von Boiteltoifel:
Nachdem ich mich gefragt habe, warum mich das Foto mit DER Unterschrift so aufregt, hier die Antwort:
Das Foto hat überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun!
Wenn Ihr einen falschen Lebensstil durch Bilder symbolisieren wollt, dann müssen das Fotos mit Menschen sein, die gerade hemmungslos Berge von Essen in sich reinschaufeln. Das tun übrigens viele Schlanke auch (Wettessen, XXL-Portionen).
Auf dem Foto geht eine dicke Frau einer sportlichen Betätigung nach. Sie bewegt sich und hat Spaß, hockt nicht mit einer Tüte Chips auf dem Sofa. Trotzdem wird sie durch die Bildunterschrift in einer Weise verunglimpft, die ich als widerlich bezeichne.
Ich frage mich, wie man es Euch Schlankheitsnazis als dicker Mensch recht machen kann?
20.01.2012 10:17 Uhr
von konrath:
HALLO?? Wie können Sie ein solches Foto mit einer solchen Bildunterzeile zu einem Text zu diesem Thema verwenden? Schon mal was von Menschenwürde gehört?
Fänden Sie es denn genauso "witzig", ein Foto eines hungernden Kindes in Benin zu verwenden und "Bis das Ferkel verhungert." darunter zu schreiben?
20.01.2012 10:13 Uhr
von Haral:
Ist der Artikel schon Fettschismus?
20.01.2012 09:39 Uhr
von Ichschmeißmichweg:
Zum Foto und dessen Unterschrift:
Ist schon toll. Allem muß der taz-konsument politisch korrekt gegenüberstehen, wie es in der taz, äh, im Grundgesetz verankert ist. Keine Diskriminierung, egal welches Geschlecht, welche Religion, Hautfarbe etc. pp. Aber wehe, wehe, wehe ein Mensch ist dick. DAS geht nun wirklich gar nicht. Dicke sind offenbar der neue Abschaum der Gesellschaft.
Wißt Ihr was? Gegen Euch ist sogar die BILD-Zeitung harmlos. Die macht keinen Unterschied und diskriminiert ALLE. Offen und ehrlich. An denen solltest Ihr euch mal ein Beispiel nehmen...
20.01.2012 09:37 Uhr
von Zeileroma:
Der Titel unter dem Foto sagt viel über das Niveau des Journalisten aus.
20.01.2012 09:07 Uhr
von Bücherwurm:
Ich finde den Kommentar unter dem Bild sehr geschmacklos.
20.01.2012 08:49 Uhr
von Butterfly:
Auch wenn in dem Artikel viel Wahres steht den Untertitel von dem Foto finde ich total daneben.
Die Schwarte kracht? Bei Schwarten denke ich an ein Schwein!
Auf dem Foto sehe ich eine lebenslustige Frau die grade beweist das auch Dicke durchaus Spaß an Bewegung haben.
20.01.2012 08:46 Uhr
von El Minuto:
@BNN: Im Artikel werden in erster Linie Geflügel-Bauern erwähnt. Klar können die die ganze Zeit ihre eigenen Hühner essen. Da sie allerdings kein Geld einnehmen, können sie dann kein/kaum Futter für die nächste Generation Hühner kaufen. Und ich glaube kaum, dass sich afrikanische Kleinbauern Gedanken um Heizung, Regenrinne oder Fenster machen. Dort gibt es wahrlich andere Probleme...
@Dirk: In der Tat sind beides Faktoren: Durch Lebensmittelspekulation steigen in erster Linie Preise für Getreide und Gemüse. Und dann wird der Markt mit noch mit subventionierten(!) EU-Billig-(Überschuss-)Fleisch überschwemmt.
@k1fri: Der Vollkornanteil bezieht sich nur auf den Getreideanteil. Also nehmen wir mal an, es sind in 100g Loops 71g Getreide, sind davon 73% Vollkorn; entspricht knapp 52g Vollkornanteil auf 100g Loops bezogen.
19.01.2012 23:41 Uhr
von barb:
Der Kommentar unter dem Photo ist menschenverachtend.
19.01.2012 22:39 Uhr
von Jost Maurin:
@k1fri: Nachzulesen sind die Zucker- und Vollkornzahlen hier beim Hersteller: http://www.kelloggs.de/produkte/language-DE/detail-35695.html
Mit Zucker ist hier der Nährwert gemeint, mit Vollkorngetreidemehle eine Zutat.
19.01.2012 20:39 Uhr
von Noncommittal:
"Bis die Schwarte kracht". Danke. Ich bedanke mich recht herzlich fuer diesen originellen und einfuehlsamen Verglecht einer Dicken Frau mit einem Schwein.
(Dass dicke Menschen nicht unbedingt deswegen dick sind, dass sie zu viel essen, wird in der Journalisten-Schule wohl nicht unterrichtet, eh? Und ja, die Dicken kann man haltlos beleidigen und diskriminieren, das ist erlaubt und politisch korrekt.)
19.01.2012 19:02 Uhr
von Dennis:
von k1fri:
29g zucker auf hundert gramm bei 73 % vollkornanteil - interessant.
- dass Vollkorn auch einkettige Kohlenhydrate enthält, ist die geläufig, ja?
19.01.2012 18:05 Uhr
von k1fri:
29g zucker auf hundert gramm bei 73 % vollkornanteil - interessant.
19.01.2012 17:33 Uhr
von vic:
"...drum müssen Dicke auch Karriere machen, mit Kohle ist man auch als Dicker gefragt..."
Auszug aus "Dicke" von MMW (früher war der mal gut) Kaum zu glauben.
19.01.2012 17:23 Uhr
von Dirk:
Das Putzige ist, dass die "Der-Westen-ist-an-allem-Schuld"-Religion mal den Westen geißelt wegen zu hoher Lebensmittelpreise (angeblich durch Spekulation erzeugt, wie der Food-Watch Chef zu wissen glaubt) und ein andermal wegen zu billiger Lebensmittel-Exportpreise.
19.01.2012 17:15 Uhr
von Sauerkraut:
Das die EU 2010 die Nutrition Traffic Lights abgewürgt hat, ist so nicht ganz richtig. Man hat sich mal wieder auf eine industriefreundliche Alternative geeinigt, die zwar ohne Ampellichter auskommt aber dennoch eine abgespeckte Version der Nährwerttabelle ist, die genauso blödsinnig ist, denn sie ist irreführend und unterwandert eine ordentliche Inhaltsangabe und Information des Verbrauchers. Insofern wäre es tatsächlich mal verbraucherfreundlich gewesen, diese Hilfe zum schnellen, pseudogesunden Einkauf gänzlich abzuschmettern. Also bitte nicht immer gleich alles schlechtreden liebe TAZ! Bloß weil jemand gegen die Industrie wettert, heißt das noch lange nicht, daß er uneingeschränkt im Recht ist. Verbraucherschutz liegt ein Stück weit auch immer beim Verbraucher und wer sich für seine Ernährung interessiert, von dem kann man auch erwarten, dass er sich mit einer lausigen Nährwerttabelle auseinandersetzen kann. Was die Inhaltsstoffangabe angeht, sind...äh waren wir in Deutschland im Vergleich zu anderen noch relativ gut bedient obwohl es da natürlich immer Verbesserungsbedarf gibt. Ansonsten kann ich euch nur beipflichten, die EU-Agrarpolitik ist echt für'n Arsch!
19.01.2012 16:50 Uhr
von bnn:
Ich sehe sofort ein, dass billige Fleischimporte den Heimatmarkt fuer Fleisch zerstoeren. Das kann dazu fuehren, dass Bauern ihr Fleisch nicht mehr verkaufen koennen, und daher kein Geld haben, um zum Beispiel Heizung oder Regenrinne oder Fenster zu bezahlen. Da wir aber hier von Bauern reden, habe ich Schwierigkeiten zu sehen, inwiefern die Bauern deswegen hungern muessen - es sind ja Bauern. Sie koennten sich zur Not ja gegenseitig die Lebensmittel, die sie auf dem "freien" Markt nicht absetzen koennen, austauschen. Da die Lebensmittel urspruenglich zum Verkauf gedacht waren, muesste also tendentiell mehr produziert worden sein, als selbst verzehrt werden kann; es muessten also auf jeden Fall genug Lebensmittel fuer alle Bauern da sein - und das schliesst auch das Saatgut fuer das naechste Jahr ein (falls das nicht gekauft werden muss - aber traditionelles Saatgut, was auf jeden Fall zur Subsistenzwirtschaft reicht, muss nicht gekauft werden, wenn man die entsprechenden Pflanzen vorher anbaut. Wieder gilt: wenn man untereinander tauscht, kann es eigentlich keine Hungerprobleme geben). Es scheint also mehr schief zu laufen als nur eine lokale Maerkte schaedigende Exportpolitik von Seiten Europas, und eine ebensolche schaedliche Importpolitik von Seiten der Entwicklungslaender.
19.01.2012 16:39 Uhr
von menschenfreund:
Die Lebensmittelindustie hat sich zu einer der skrupellosesten Branche entwickelt, bei der die Gesundheit ihrer Konsumenten allenfalls eine rudimentäre Rolle spielt. Dank "erfolgreicher" Lobbyarbeit ist niemand bereit, dem widerwärtigen Treiben mit der Volksgesundheit ein Ende zu bereiten. Unser (Menschen-)Recht, uns so zu ernähren wie wir es für richtig halten, ist auf kaltem Wege abgeschafft worden und es gibt keine/n Politiker/in, die/der wirksame Maßnahmen dagegen überhaupt in Betracht zieht. Wenn dann der Bauernverband mit seiner Aussage, daß der Verbraucher selbst wegen seiner "billig" - Einkäufe selbst Schuld daran trägt, ist das eine üble Beschimpfung. Die Mitglieder dieses Verbandes leben u.a. hervorragend von den Abgaben, welche die kleinen Leute zu tragen haben. Zu geizig, nicht fleißig genug? Was soll sich z.B. eine gelernte Bäckereifachverkäuferin leisten, die - anders als die Bauern - morgens um 2:30 Uhr aufsteht, zur 8-stündigen Arbeit geht und dafür 1200,- € Brutto erhält?
Leserkommentare
25.01.2012 18:12 Uhr
von Jan:
Die Angabe von Vollkornanteilen ist nicht immer intuitiv, aber legal: http://janeden.net/the-great-cornflakes-conspiracy.
22.01.2012 22:14 Uhr
von Pepi:
Nachdem ich den Kommentar unter dem Bild gelesen hatte, hatte ich keine Lust mehr auf den Artikel. Total daneben, auf unterstem Niveau, einfach - ja, einfach saublöd.
20.01.2012 10:54 Uhr
von Boiteltoifel:
Nachdem ich mich gefragt habe, warum mich das Foto mit DER Unterschrift so aufregt, hier die Antwort:
Das Foto hat überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun!
Wenn Ihr einen falschen Lebensstil durch Bilder symbolisieren wollt, dann müssen das Fotos mit Menschen sein, die gerade hemmungslos Berge von Essen in sich reinschaufeln. Das tun übrigens viele Schlanke auch (Wettessen, XXL-Portionen).
Auf dem Foto geht eine dicke Frau einer sportlichen Betätigung nach. Sie bewegt sich und hat Spaß, hockt nicht mit einer Tüte Chips auf dem Sofa. Trotzdem wird sie durch die Bildunterschrift in einer Weise verunglimpft, die ich als widerlich bezeichne.
Ich frage mich, wie man es Euch Schlankheitsnazis als dicker Mensch recht machen kann?
20.01.2012 10:17 Uhr
von konrath:
HALLO??
Wie können Sie ein solches Foto mit einer solchen Bildunterzeile zu einem Text zu diesem Thema verwenden?
Schon mal was von Menschenwürde gehört?
Fänden Sie es denn genauso "witzig", ein Foto eines hungernden Kindes in Benin zu verwenden und "Bis das Ferkel verhungert." darunter zu schreiben?
20.01.2012 10:13 Uhr
von Haral:
Ist der Artikel schon Fettschismus?
20.01.2012 09:39 Uhr
von Ichschmeißmichweg:
Zum Foto und dessen Unterschrift:
Ist schon toll. Allem muß der taz-konsument politisch korrekt gegenüberstehen, wie es in der taz, äh, im Grundgesetz verankert ist. Keine Diskriminierung, egal welches Geschlecht, welche Religion, Hautfarbe etc. pp. Aber wehe, wehe, wehe ein Mensch ist dick. DAS geht nun wirklich gar nicht. Dicke sind offenbar der neue Abschaum der Gesellschaft.
Wißt Ihr was? Gegen Euch ist sogar die BILD-Zeitung harmlos. Die macht keinen Unterschied und diskriminiert ALLE. Offen und ehrlich. An denen solltest Ihr euch mal ein Beispiel nehmen...
20.01.2012 09:37 Uhr
von Zeileroma:
Der Titel unter dem Foto sagt viel über das Niveau des Journalisten aus.
20.01.2012 09:07 Uhr
von Bücherwurm:
Ich finde den Kommentar unter dem Bild sehr geschmacklos.
20.01.2012 08:49 Uhr
von Butterfly:
Auch wenn in dem Artikel viel Wahres steht den Untertitel von dem Foto finde ich total daneben.
Die Schwarte kracht? Bei Schwarten denke ich an ein Schwein!
Auf dem Foto sehe ich eine lebenslustige Frau die grade beweist das auch Dicke durchaus Spaß an Bewegung haben.
20.01.2012 08:46 Uhr
von El Minuto:
@BNN:
Im Artikel werden in erster Linie Geflügel-Bauern erwähnt. Klar können die die ganze Zeit ihre eigenen Hühner essen. Da sie allerdings kein Geld einnehmen, können sie dann kein/kaum Futter für die nächste Generation Hühner kaufen.
Und ich glaube kaum, dass sich afrikanische Kleinbauern Gedanken um Heizung, Regenrinne oder Fenster machen. Dort gibt es wahrlich andere Probleme...
@Dirk:
In der Tat sind beides Faktoren:
Durch Lebensmittelspekulation steigen in erster Linie Preise für Getreide und Gemüse. Und dann wird der Markt mit noch mit subventionierten(!) EU-Billig-(Überschuss-)Fleisch überschwemmt.
@k1fri:
Der Vollkornanteil bezieht sich nur auf den Getreideanteil. Also nehmen wir mal an, es sind in 100g Loops 71g Getreide, sind davon 73% Vollkorn; entspricht knapp 52g Vollkornanteil auf 100g Loops bezogen.
19.01.2012 23:41 Uhr
von barb:
Der Kommentar unter dem Photo ist menschenverachtend.
19.01.2012 22:39 Uhr
von Jost Maurin:
@k1fri:
Nachzulesen sind die Zucker- und Vollkornzahlen hier beim Hersteller:
http://www.kelloggs.de/produkte/language-DE/detail-35695.html
Mit Zucker ist hier der Nährwert gemeint, mit Vollkorngetreidemehle eine Zutat.
19.01.2012 20:39 Uhr
von Noncommittal:
"Bis die Schwarte kracht". Danke. Ich bedanke mich recht herzlich fuer diesen originellen und einfuehlsamen Verglecht einer Dicken Frau mit einem Schwein.
(Dass dicke Menschen nicht unbedingt deswegen dick sind, dass sie zu viel essen, wird in der Journalisten-Schule wohl nicht unterrichtet, eh? Und ja, die Dicken kann man haltlos beleidigen und diskriminieren, das ist erlaubt und politisch korrekt.)
19.01.2012 19:02 Uhr
von Dennis:
von k1fri:
29g zucker auf hundert gramm bei 73 % vollkornanteil - interessant.
- dass Vollkorn auch einkettige Kohlenhydrate enthält, ist die geläufig, ja?
19.01.2012 18:05 Uhr
von k1fri:
29g zucker auf hundert gramm bei 73 % vollkornanteil - interessant.
19.01.2012 17:33 Uhr
von vic:
"...drum müssen Dicke auch Karriere machen, mit Kohle ist man auch als Dicker gefragt..."
Auszug aus "Dicke" von MMW (früher war der mal gut)
Kaum zu glauben.
19.01.2012 17:23 Uhr
von Dirk:
Das Putzige ist, dass die "Der-Westen-ist-an-allem-Schuld"-Religion mal den Westen geißelt wegen zu hoher Lebensmittelpreise (angeblich durch Spekulation erzeugt, wie der Food-Watch Chef zu wissen glaubt) und ein andermal wegen zu billiger Lebensmittel-Exportpreise.
19.01.2012 17:15 Uhr
von Sauerkraut:
Das die EU 2010 die Nutrition Traffic Lights abgewürgt hat, ist so nicht ganz richtig. Man hat sich mal wieder auf eine industriefreundliche Alternative geeinigt, die zwar ohne Ampellichter auskommt aber dennoch eine abgespeckte Version der Nährwerttabelle ist, die genauso blödsinnig ist, denn sie ist irreführend und unterwandert eine ordentliche Inhaltsangabe und Information des Verbrauchers. Insofern wäre es tatsächlich mal verbraucherfreundlich gewesen, diese Hilfe zum schnellen, pseudogesunden Einkauf gänzlich abzuschmettern. Also bitte nicht immer gleich alles schlechtreden liebe TAZ! Bloß weil jemand gegen die Industrie wettert, heißt das noch lange nicht, daß er uneingeschränkt im Recht ist. Verbraucherschutz liegt ein Stück weit auch immer beim Verbraucher und wer sich für seine Ernährung interessiert, von dem kann man auch erwarten, dass er sich mit einer lausigen Nährwerttabelle auseinandersetzen kann. Was die Inhaltsstoffangabe angeht, sind...äh waren wir in Deutschland im Vergleich zu anderen noch relativ gut bedient obwohl es da natürlich immer Verbesserungsbedarf gibt. Ansonsten kann ich euch nur beipflichten, die EU-Agrarpolitik ist echt für'n Arsch!
19.01.2012 16:50 Uhr
von bnn:
Ich sehe sofort ein, dass billige Fleischimporte den Heimatmarkt fuer Fleisch zerstoeren. Das kann dazu fuehren, dass Bauern ihr Fleisch nicht mehr verkaufen koennen, und daher kein Geld haben, um zum Beispiel Heizung oder Regenrinne oder Fenster zu bezahlen.
Da wir aber hier von Bauern reden, habe ich Schwierigkeiten zu sehen, inwiefern die Bauern deswegen hungern muessen - es sind ja Bauern. Sie koennten sich zur Not ja gegenseitig die Lebensmittel, die sie auf dem "freien" Markt nicht absetzen koennen, austauschen.
Da die Lebensmittel urspruenglich zum Verkauf gedacht waren, muesste also tendentiell mehr produziert worden sein, als selbst verzehrt werden kann; es muessten also auf jeden Fall genug Lebensmittel fuer alle Bauern da sein - und das schliesst auch das Saatgut fuer das naechste Jahr ein (falls das nicht gekauft werden muss - aber traditionelles Saatgut, was auf jeden Fall zur Subsistenzwirtschaft reicht, muss nicht gekauft werden, wenn man die entsprechenden Pflanzen vorher anbaut. Wieder gilt: wenn man untereinander tauscht, kann es eigentlich keine Hungerprobleme geben).
Es scheint also mehr schief zu laufen als nur eine lokale Maerkte schaedigende Exportpolitik von Seiten Europas, und eine ebensolche schaedliche Importpolitik von Seiten der Entwicklungslaender.
19.01.2012 16:39 Uhr
von menschenfreund:
Die Lebensmittelindustie hat sich zu einer der skrupellosesten Branche entwickelt, bei der die Gesundheit ihrer Konsumenten allenfalls eine rudimentäre Rolle spielt.
Dank "erfolgreicher" Lobbyarbeit ist niemand bereit, dem widerwärtigen Treiben mit der Volksgesundheit ein Ende zu bereiten.
Unser (Menschen-)Recht, uns so zu ernähren wie wir es für richtig halten, ist auf kaltem Wege abgeschafft worden und es gibt keine/n Politiker/in, die/der wirksame Maßnahmen dagegen überhaupt in Betracht zieht.
Wenn dann der Bauernverband mit seiner Aussage, daß der Verbraucher selbst wegen seiner "billig" - Einkäufe selbst Schuld daran trägt, ist das eine üble Beschimpfung. Die Mitglieder dieses Verbandes leben u.a. hervorragend von den Abgaben, welche die kleinen Leute zu tragen haben.
Zu geizig, nicht fleißig genug? Was soll sich z.B. eine gelernte Bäckereifachverkäuferin leisten, die - anders als die Bauern - morgens um 2:30 Uhr aufsteht, zur 8-stündigen Arbeit geht und dafür 1200,- € Brutto erhält?