Aufsicht an sich gezogen
Gabriel übernimmt den Fall Vattenfall
Bundesumweltminister zieht das weitere Prüfverfahren des Störfalles im Akw Krümmel an sich – er kann es im Wahlkampf brauchen. Trittin kritisert sein "lautes Getöse". Und Vattenfall entschuldigt sich.
Leserkommentare
07.07.2009 17:12 Uhr
von BOSwell:
@ vic: eine partei, die kleinere und größere übel abwägt und sich für die vermutlich kleineren entscheidet und eine regierungsbeteiligung vorzieht, kann in einer regierung (natürlich) nicht annähernd alle ihre ziele durchsetzen. aber sie ist weit mehr als nur eine verzierung der großen partei. wo die grenzen der toleranz jeweils liegen, ist zwar nicht so einfach zu sagen, aber die art von polemik, die eine koalitionspartnerin für ALLE beschlüsse einer regierung verantwortlich macht, ist meines erachtens entweder dumm oder scheinheilig.
07.07.2009 07:29 Uhr
von vic:
Zu meinem Eintrag vom 6.7., 7.24h:
"Ach noch eben zu Trittin. Sollte sich ergeben dass der neue Kopf an Merkels Blazer Grün sein wird, werden auch die Grünen Laufzeitverlängerungen unterschreiben."
Das sollte natürlich ein Knopf werden, kein Kopf!
06.07.2009 15:36 Uhr
von BOSwell:
@ thiotrix: W. Krämer und manch andere Autoren, auch beim Spiegel, merken offenbar manchmal gar nicht, dass sie beim vermeintlichen Aufklären von Voruteilen ihren eigenen Vorurteilen erliegen. "Blinde Flecken für die eigenen Denk-/Wahrnehmungs-Fehler dieser Leute" könnte man das nennen ...
06.07.2009 15:31 Uhr
von BOSwell:
" ... Vattenfall entschuldigt sich."
Na, das ist ja wohl das Allermindeste!!!!!
Aber bei Weitem nicht genug!!!!!
Hat Vattenfall oder irgend ein anderes Unternehmen, das AKW oder Kohlekraftwerke betreibt , auch nur ein .V.i.e.r.t.e.l. aller Gewinne der letzten 20 oder auch nur 10 oder auch nur 5 Jahre in Windenergie und/oder Solarenergie und/oder Geothermie re-investiert? Wo sind mindestens 75% der Gewinne geblieben?
Entschuldigungen aussprechen ist leicht, zu leicht.
06.07.2009 13:27 Uhr
von Martin:
Die Atomaufsicht komplett dem Bund zu übertragen, ist schlicht dumm, denn wenn im Herbst Schwarz-Gelb an die Macht käme, dann hätten nicht mal mehr Länder mit roter oder grüner Mitregierung Einfluß.
06.07.2009 10:38 Uhr
von Klaus Keller:
@thiotrix es freut mich für sie das sie sich erst Sorgen machen wenn sich im Nuklearen bereich Störungen ereignen. Keine Todesfälle..das möchte ich bezweifeln.Der radioaktiv verursachte Tot ist oft ein langsamer (erhöhte Krebsrate).Ein größere Störfall, wie auch immer verursacht,bleibt kein lokales Ereignis wie eine Explosion in einer Biogasanlage.
Das wir den Tot in anderen Bereichen eher akzeptieren macht Kernkraftwerke nicht sicherer.
Ich bin der Meinung das menschliches handeln dort an Grenzen Stößt wo die Folgen im Falle des versagens zu groß werden oder wir sie garnicht einschätzen oder kontrolliern können.
In Deutschland wurde dehalb entschieden
A-Die Bundeswehr wird nicht mit Atomwaffen ausgerüstet.
B-Aufgrund der Risiken der Kernenergie wird von uns dieser Weg nicht weiter beschritten.
C-läßt sich vortsetzen...zb Unkalkulierbarkeit des Krieges läßt sich u.a. in Afgahnistan beobachten ups..sry wir haben uns einwickeln lassen..
klaus keller hanau
06.07.2009 10:04 Uhr
von Klaus Keller:
@vic -Watt en Fall sollte nichts anderes machen!Hab keine Lust auf Knäckebrot mit Steinchen und funktionsunfähige Möbel! :-)
-E.on und RWE planen lieber Kernkraftwerke in Groß-Britanien oder Bulgarien wenn überhaupt weil die Dinger sauteuer werden und nur einzelne Staaten glauben hier strategische Ziele verfolgen zu müssen wie die in diesem Punkt verückten Franzosen. E.on erhöht geräuschlas seine Anteile an Schwedischen Kernkraftwerksbetreibern.Die sehen das eher mit einem lachenden Auge...
Die Rot/Grüne Atomausstiegsregeln verbieten den deutschen Betreibern im Ausland gar nichts.
klaus keller hanau
06.07.2009 09:13 Uhr
von alcibiades:
Der Vattenfall-Sprecher spricht von "Verunsicherung" in der Bevölkerung. Nein mein Herr, die Bevölkerung weiss schon genug über diese strahlenden Schrotthaufen, verunsichert ist keiner, der auch nur ein paar Artikel über diese gefährlichen Kästen mitbekommen hat. Nur unsere sog. Vertreter sind noch immer nicht so weit.
06.07.2009 07:24 Uhr
von vic:
In den letzten Tagen seiner Amtszeit entdeckt der Umweltminister seine Aufgabe, und das halbherzig.
Vattenfall hatte genug Chancen, sie sollten es mit Möbel oder Knäckebrot versuchen. Vielleicht können sie das.
Aber bitte darüber keinen Freibrief für andere Betreiber ausstellen. In Krümmel heißt ansonsten der Eigner eben künftig RWE oder EON.
Ich fordere das AUS für Kernkraftwerke - Jetzt!
Ach noch eben zu Trittin. Sollte sich ergeben dass der neue Kopf an Merkels Blazer Grün sein wird, werden auch die Grünen Laufzeitverlängerungen unterschreiben.
05.07.2009 23:23 Uhr
von Hanseat:
Oh Gott!
Wenn der Transformator vor einem Kohle- oder Gaskraftwerk einem Kurzschluß erlegen wäre...
Es gibt so viele davon. Oh Gott, OhGott, Oh Gott...
05.07.2009 19:02 Uhr
von Klaus Keller:
Schreihals....:Ich halte den Einsatz der Bundeskanzlerin für längere Laufzeiten der alten Atomkraftwerke für unverantwortlich", sagte Gabriel...über seine Chefin...und nun? schwarzärgern umfallen,oder zurücktreten,auf keinen Fall wieder Umweltminister falls die große Koalition fort gestzt wird?
Klaus Keller Hanau
05.07.2009 18:40 Uhr
von thiotrix:
Störfälle im KKW Krümmel und anderswo in Deutschland
Siggi Pop Gabriel hat mal wieder nichts begriffen: nahezu alle „Störfälle“, über die so ausführlich wie hysterieerzeugend in allen deutschen Medien berichtet wird, haben sich im nichtnuklearen Teil der Kernkraftwerke ereignet! Auch der Transformatorbrand vor zwei Jahren, der schon fast als letzten Schritt vor dem Super-Gau dargestellt worden war, betraf nicht den Kernreaktor. Auch die jüngsten Probleme lagen in den Transformatoren – und in jedem Fall erfolgte die Abschaltung der Anlage planmäßig. 40 Jahre großtechnische Nutzung der Kernenergie in Deutschland haben bisher keine Todesfälle verursacht – im Gegensatz z. B. zur erst seit wenigen Jahren massiv ausgebauten Biogasgewinnung: hier hatte es in 2005 eine Unfall mit 4 Toten und einem Schwerverletzten gegeben.
Zur Gefährdung durch Radioaktivität gab es einen sehr informativen Artikel im „Spiegel“ Nr. 47-2007: „Legende vom bösen Atom“ (kann sich jeder kostenlos runterladen!)– dieser Aufsatz müßte Pflichtlektüre für alle Anti-Atom-Fanatiker werden, dazu noch das wundervolle Buch „Die Panikmacher“ von W. Krämer und G. Mackenthun. Leute, macht euch erst einmal die wirklichen Risiken des Alltagslebens und die wahren Killer klar und kommt zurück auf den Boden der Tatsachen!
05.07.2009 15:58 Uhr
von Iro:
Die Atomkraft war ein Experiment, es ist schief gelaufen, also sollten wir dieses Experiment beenden. Die Zukunft gehört Solar, Wind und Energieeffizienz.
05.07.2009 15:52 Uhr
von Abschalten:
Es ist lächerlich mit einer neuen Sicherheitsprüfungskommission zu brillieren: Abgeschaltet werden muss dass marode AKW Krümmel.