Längst sind nicht nur die Autonomen auf den Barrikaden, sondern eine ganze Generation lässt Wut und Frust raus - und empfindet Freude daran. Doch die Stimmung kippt.von Werner Van Gent
es ist sehr schön, das dieses kleine vom balkan und von europa abgeschnittene land endlich mediale aufmerksamkeit erlangt. zum beispiel sind studieren und wohnheim und bücher gratis. aber die Griechen gehen politisch einen Sonderweg. es gibt zum beispiel viele Kommunisten, viel mehr als bei uns. und das wirkt für Leute aus ehemals sozialistischen ländern befremdlich, da die griech. kommunisten die schattenseiten des sozialismus nie erlebt haben. es wirkt wie eine zeitreise wenn man auf rote versammlungen geht. athen ist auf jeden fall eine reise wehrt. und angst braucht man in exarchia auch nicht zu haben.
09.12.2008 20:09 Uhr
von Annette Samaras:
Zu den schwachsinnigen Nachhilfeschulen, die eine ganze Generation zu Hamstern in Laufraedern erziehen, kann man noch einiges hinzufuegen: obligatorischer Militaerdienst ohne Ausweichmoeglichkeit in zivile Einsatzorte, der obendrein noch Voraussetzung ist, um viele Jobs zu ergattern; diese behaemmerten faschistoiden Aufmaersche "parelaseis" zu den Nationalfeiertagen, wo Schueler beider Sekundarstufen artig mitmarschieren (warum? wie lange noch?) und die Eltern noch applaudieren und Faehnchen schwenken und Lehrer, die doch sonst gerne protestieren, das ja offenbar auch gutheissen und schlussendlich diese - mir faellt jetzt kein passendes Adjektiv ein - Kirche, ein Verein von geldgierigen,heuchlerischen Pfaffen, eine Machtkirche und Brutstaette des Chauvinismus. Siehe den Immobilienskandal des Klosters Vatopedi. Ich lebe hier, ich weiss wovon ich spreche. Was nettes: toll, dass Kaki Balli fuer die taz schreibt, ich kenne ihre engagierten Kommentare aus dem in Saloniki erscheinenden "agelioforos". Gruesse aus der Buergerkriegszone
Leserkommentare
10.12.2008 09:29 Uhr
von rompi:
es ist sehr schön, das dieses kleine vom balkan und von europa abgeschnittene land endlich mediale aufmerksamkeit erlangt. zum beispiel sind studieren und wohnheim und bücher gratis. aber die Griechen gehen politisch einen Sonderweg. es gibt zum beispiel viele Kommunisten, viel mehr als bei uns. und das wirkt für Leute aus ehemals sozialistischen ländern befremdlich, da die griech. kommunisten die schattenseiten des sozialismus nie erlebt haben. es wirkt wie eine zeitreise wenn man auf rote versammlungen geht. athen ist auf jeden fall eine reise wehrt. und angst braucht man in exarchia auch nicht zu haben.
09.12.2008 20:09 Uhr
von Annette Samaras:
Zu den schwachsinnigen Nachhilfeschulen, die eine ganze Generation zu Hamstern in Laufraedern erziehen, kann man noch einiges hinzufuegen: obligatorischer Militaerdienst ohne Ausweichmoeglichkeit in zivile Einsatzorte, der obendrein noch Voraussetzung ist, um viele Jobs zu ergattern; diese behaemmerten faschistoiden Aufmaersche "parelaseis" zu den Nationalfeiertagen, wo Schueler beider Sekundarstufen artig mitmarschieren (warum? wie lange noch?) und die Eltern noch applaudieren und Faehnchen schwenken und Lehrer, die doch sonst gerne protestieren, das ja offenbar auch gutheissen und schlussendlich diese - mir faellt jetzt kein passendes Adjektiv ein - Kirche, ein Verein von geldgierigen,heuchlerischen Pfaffen, eine Machtkirche und Brutstaette des Chauvinismus. Siehe den Immobilienskandal des Klosters Vatopedi. Ich lebe hier, ich weiss wovon ich spreche. Was nettes: toll, dass Kaki Balli fuer die taz schreibt, ich kenne ihre engagierten Kommentare aus dem in Saloniki erscheinenden "agelioforos".
Gruesse aus der Buergerkriegszone