• 30.06.2008

Auf dem Acker mit Gentechnikgegnern

Pflanze für Pflanze

Feldbefreier am Sonntag in Unterfranken im Einsatz: Sie ersetzen gentechnisch veränderten Mais des US-Konzerns Monsanto durch Biopflanzen. Bis die Polizei anrückt.von Svenja Bergt

  • 03.07.2008 16:05 Uhr

    von Alex Bermann:

    Wenn selbst unsere Grundnahrungsmittel von wenigen Konzernen abhängig sind wird es unmöglich werden, dass sich die Demokratie gegenüber der Plutokratie durchsetzt. Wenn zudem ein Gesetz gegen 75% des Volkes durchgesetzt wird steht es schon so sehr schlecht für die Demokratie...

    In so einem Fall ist ziviler Ungehorsam nichts Anderes als schlichtes Heldentum.

  • 01.07.2008 19:34 Uhr

    von Andrés Dimitriu:

    Gentechnische Pflantzen, Agrofuel und monocultures, und die Business-Struktur die sowas empfehlt und in der ganzen Welt durchfuehren moechte (denn gruen getarntes Profit ist ja das wichtigste, nicht Wahr?), is unakzeptabel anywhere, sei es in Deutschland, Afrika, Lateinamerica oder Asien. Suche "from nimby to nope". Unsere Solidaritaet mit den Feldbefreier, die nur als Vernunftige Menschen vors Gericht gebracht verden koennen.
    Aus Patagonien, Argentinien,
    Andrés Dimitriu
    Universidad Nacional del Comahue

  • 30.06.2008 02:16 Uhr

    von Jens35:

    Ich bin kein "Grüner", "Öko" oder ähnliches. Aber es ist einfach nicht mehr als eine Schweinerei, dass in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen werden, obwohl von der Bevölkerung über dreiviertel absolut dagegen sind und die meisten des verbleibenen Viertels auch nicht dafür, sondern weitesgehend nur unentschlossen sind.

    Erst wird alles schöngeredet, dass es "alles ganz harmlos" wäre, dass ein Abstand von wenigen hundert Metern zu anderen Feldern genügt und wenn dann rauskommt, dass dieses alles(wie zu erwarten) nicht so war, läuft es drauf hinaus, dass die Geschädigten es dulden müssen; siehe Urteil gegen Imker des Verwaltungsgerichtes Augsburg.

    Auch lässt man den Verbrauchern keine Wahl der Entscheidung. Man unterstützt oft zwangsläufe Monsanto und Co ohne es zu wollen. Schliesslich ist das Gesetz so verbraucherfeindlich formuliert, dass zwar eine Kennzeichnung von Lebensmittel Pflicht ist, sofern diese DIREKT gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, aber sofern dieses INDIREKT der Fall ist, dann nicht; zB wenn die Kuh, von der wir die Milch oder das Fleisch kaufen, gentechnisch veränderten Mais als Futter bekam.

    Auch haben die Grünen es m.E. leider versäumt während ihrer Regierungszeit entsprechene Gegenmassnahmen gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und gegen diese Intransparent für den Verbraucher zu schaffen. Aber vermutlich war damals die Lobby dieser Konzerne wie Monsanto und Co schon zu stark....

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