Atompolitik wieder Thema
Renaissance des Anti-Atom-Protests
Die Bewegung war gespalten über den Atomkonsens von Rot-Grün. "Da gab es viel böses Blut", heißt es. Jetzt ist sie wieder aus ihrem "Halbschlaf" erwacht - und hofft auf Erfolge.von Nadine Michel
Leserkommentare
19.08.2009 20:58 Uhr
von Bürger G.:
@frosch: Dir ist aber schon klar, dass die Erneuerbaren Energien ein Mrd. Geschäft sind, das von Steuerzahlern und Stromkonden subventioniert wird! Des weiteren leben die BIs und Verbände von der Angst, viele machen das hauptberuflich ;-)
19.08.2009 15:07 Uhr
von frosch:
@Bürger G:
Die Frage ist doch "cui bono?" - Wer profitiert vom Abschalten bzw. Weiterlaufen der AKWs?
Im Fall der Pro-Atom-Propaganda ist das doch klar: die betreibenden Energiekonzerne - und das nicht zu knapp!!
Im Fall der Anti-AKW-Bewegung: es profitieren vielleicht ein paar Flugblattdrucker oder Wollpulli-Hersteller - aber doch nicht im Ausmaß von Millionen Euros!
Es ist doch ganz klar, dass das Wort "Propaganda" nur auf die verlogenen "Argumente" der Atom-Befürworter passt!!!
18.08.2009 18:49 Uhr
von Bürger G.:
Lieber p. zimmermann:
genau das was sie der angeblichen Atomlobby vorwerfen, kann die Anti-Akw-Lobby noch besser: Unwahrheiten verbreiten, mit imensen spendengeldern Agitation betreiben und umfragen in Auftrag geben ....und B.U.N.D. Zivis schreiben in Foren und in Wikipedia, die Allgeneinheit bezhlt also für unredliche Meinungsmache!
18.08.2009 07:43 Uhr
von p. zimmermann:
@Andreas H. Sie haben sich auch genau die Umfragen heraus gesucht, die Ihnen zupass kommen. Diese hier zum Beispiel haben sie nicht zitiert. Wir sind uns einig darüber, dass jede Seite die Umfrage heranzieht, die ihr gelegen ist.Und dass Umfragen (sind eine Dienstleistung) meistens im Sinne des Auftraggebers ausfallen, ist auch eine Binsenweisheit. Die Atomlobby gibt, im Gegensatz zu den Atomgegnern, große Summen für ihre "Propaganda" aus, dabei werden viele Unwahrheiten verbreitet und Zusammenhänge unterschlagen. Unter anderem werden damit auch Leute bezahlt, die gegen Geld "pro-Atomkraft-Kommentare" im Internet absetzen. Wenn Sie einal einen anderen Blickwinkel auf die Wirklichkeit werfen möchten, kann ich Ihnen Diese Informationen empfehlen.
17.08.2009 18:00 Uhr
von Jens:
@Andreas: Vielleicht meint h.yurén mit BRD-bevölkerung ihre Basisdemikratische-jute-tee-tRinkenDe-Kommune und hat vergessen, dass es noch 80 Mio andere Bundesbürger gibt.... dass kann schon mal passieren.... ;-)
17.08.2009 13:32 Uhr
von Andreas H.:
h.yurén schrieb: "es ist bekannt, dass eine sehr große mehrheit der brd-bevölkerung [...] gegen die atomkraft [...] ist"
Woher beziehst du bitte deine Informationen? Vielleicht von Greenpeace? Die passende Umfrage von Greenpeace (http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/greenpeace_umfrage_deutsche_lehnen_atomkraft_ab/) ist 4 (VIER!) Jahre alt.
Nach einer etwas neueren Umfrage von 2008 (http://www.presseportal.de/pm/13399/1225147/n24)
sind gerade mal 49% der Deutschen für den Atomausstieg! Und 48% wollen ihre Atomkraftwerke weiterhin am Netz sehen!
Noch mehr schockierende Nachrichten aus 2008 von heise online (http://www.heise.de/newsticker/Umfrage-Bei-den-EU-Buergern-waechst-die-Zustimmung-zur-Atomenergie--/meldung/110591):
Die EU-Kommission drängt auf Ausbau der Atomenergie und hat dazu durch eine Eurobarometer-Umfrage erkunden lassen, wie die Menschen in der EU dazu stehen. Für die Umfrage wurden im Februar und März über 26.000 EU-Bürger befragt.
Das Ergebnnis: Gegenüber 2005 ist die Unterstützung von Atomenergie von 37 Prozent auf jetzt 44 Prozent gewachsen. 45 Prozent sprechen sich allerdings noch immer gegen Atomenergie aus.
Oder hättest du lieber die Bild am Sonntag als Quelle? In einer BamS-Umfrage von 2007 (http://www.bild.de/BTO/news/2007/01/14/umfrage-atomausstieg/atom-ausstieg-umfrage.html) waren sogar 61% (EIN-UND-SECHZIG!!!) der Deutschen GEGEN den Atomausstieg.
Also komm mir bloß nicht mit "bekannte einstellung des übergroßen teils der bevölkerung"! Denn anscheinend kennst du sie schon mal nicht! Oder kannst mit Zahlen nicht umgehen...
17.08.2009 09:22 Uhr
von Andreas H.:
Hallo zusammen,
durch den Artikel und das Foto sind mir einige Fragen in den Sinn gekommen?
1) Wieso denken Aktivisten, dass sich irgendjemand für eine Aktion wie auf dem Foto interessiert?
2) Wieso kann ein Castortransport solche Demonstantengruppen nicht umfahren... oder z.B. mit Hilfe eines Zeppelins überfliegen? Ich sag nur Cargolifter; die hatten die Idee schon, aber ohne Castor
3) Wieso haben Vertreter der Regierung wegen dem "Krümmel-Skandal" keine Konsequenzen gezogen? Wieso wurde da in der Atomaufsicht nicht mal aufgeräumt?
4) Wieso muss man vor Atomreaktoren eine solche Angst haben? Es gab bisher nur 2 Reaktorschmelzen:
- eine in den USA (60er Jahjre?) ohne jegliche Folgen und ohne Austritt von Radioaktivität.
- die andere war in Tchernobyl. Die Umstände wieso es dazu kam wurde zum Jahrestag genauer im Spiegel (oder war es der Stern?) dargestellt.
5) Last but not least: Wieso können Menschen - oder besser gesagt Unternehmer - nicht verantwortungsbewusst mit dieser Technik umgehen, wenn sie schon wissen, dass sie verdammte-schei*e-nochmal gefählrich sein kann und ist?!?!?!
So wie ich das sehe, hat die Atomkraft uns gute Dienste erwiesen, muss nun aber einer anderen zeitgemäßeren Technik (zumindest in den reichen Ländern) weichen...
Und irgendwann in der Zukunft werden wir uns Gedanken über Fusionsreaktoren machen dürfen...
Bis dann
17.08.2009 06:24 Uhr
von vic:
Würde mich interessieren, ob alle KernkraftgegnerInnen den Stromanbieter gewechselt haben.
Das ist die größtmögliche Anti-AKW Bewegung.
Denn wenn AKWs nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind, werden sie abgestellt.
Strahlen-Dreck hinterlassen sie ohnehin mehr als genug.
16.08.2009 22:26 Uhr
von h.yurén:
die alpha-themen atomkraft und afghanistan spielen im wahlkampf kaum eine rolle. die regierenden wollen nicht, die opposition will auch nicht (fdp) oder wird von der medienmeute gemieden/geschnitten.
es ist bekannt, dass eine sehr große mehrheit der brd-bevölkerung sowohl gegen die atomkraft als auch gegen den afghanistan-einsatz der bundeswehr ist. wenn es hierzulande so basisdemokratisch zuginge wie in der schweiz, würden die regierenden glatt zurückgepfiffen. durch einen volksentscheid.
dass die bekannte einstellung des übergroßen teils der bevölkerung von den regierenden in berlin missachtet wird, ist eine demokratische glanzleistung.