Der Palliativarzt Matthias Gockel wird Tag für Tag mit der "Scheißangst" vor dem Tod konfrontiert. Der taz erzählt er, wie er mit dem Verlust hunderter Freunde lebt.
Vielen vielen Dank für dieses berührende Interview mit Herrn Dr. Gockel. Ich habe vor drei Wochen mit Unterstützung einer ganz lieben Palliativärztin meine Omi auf die andere Seite ihres Weges begleitet. Sie ist so gestorben, wie sie sich es immer gewünscht hat. Behütet und beschützt in meinem Arm. Es hat mehr als 24 Stunden gedauert, aber ich bereue keine einizige Minute. Sie ist kurz vor Sonnenaufgang eingeschlafen und ich habe ihre Seele beim Sonnenaufgang raus auf den Balkon gelassen und befreit. Ich hoffe, dass es ihr dort, wo sie jetzt ist wieder so richtig gut geht und sie keine Einschränkungen oder Schmerzen durch ihre Demenzerkranknung hat. Leider wird mit den Angehörigen auf Pflegestationen viel zu wenig bis gar nicht über das Sterben gesprochen. Jeder weiß zwar, dass sich der Tag x nähert, aber niemand will darüber sprechen. Das finde ich sehr schade. Ich habe viele Jahre große Angst vor dem großen Tag x gehabt. Wenn ich gewusst hätte, wie harmonisch, friedlich und behütet und beschützt meine Omi eingeschlafen ist, dann wäre mein Leben um einiges ruhiger und entspannter verlaufen .....
29.06.2010 22:30 Uhr
von anis monchichi:
gutes interview. danke.
28.06.2010 20:01 Uhr
von Nina:
Vielen Dank fuer diesen wunderbaren Artikel. Er hat mich sehr beruehrt. Mehr davon waere schoen, auch gerne auf Kosten von sinnlosen Kommentaren zur WM und zum Fussballumfeld in Suedafrika.
Leserkommentare
22.09.2011 17:21 Uhr
von Christiane:
Vielen vielen Dank für dieses berührende Interview mit Herrn Dr. Gockel.
Ich habe vor drei Wochen mit Unterstützung einer ganz lieben Palliativärztin meine Omi auf die andere Seite ihres Weges begleitet. Sie ist so gestorben, wie sie sich es immer gewünscht hat. Behütet und beschützt in meinem Arm. Es hat mehr als 24 Stunden gedauert, aber ich bereue keine einizige Minute. Sie ist kurz vor Sonnenaufgang eingeschlafen und ich habe ihre Seele beim Sonnenaufgang raus auf den Balkon gelassen und befreit. Ich hoffe, dass es ihr dort, wo sie jetzt ist wieder so richtig gut geht und sie keine Einschränkungen oder Schmerzen durch ihre Demenzerkranknung hat.
Leider wird mit den Angehörigen auf Pflegestationen viel zu wenig bis gar nicht über das Sterben gesprochen. Jeder weiß zwar, dass sich der Tag x nähert, aber niemand will darüber sprechen. Das finde ich sehr schade.
Ich habe viele Jahre große Angst vor dem großen Tag x gehabt. Wenn ich gewusst hätte, wie harmonisch, friedlich und behütet und beschützt meine Omi eingeschlafen ist, dann wäre mein Leben um einiges ruhiger und entspannter verlaufen .....
29.06.2010 22:30 Uhr
von anis monchichi:
gutes interview. danke.
28.06.2010 20:01 Uhr
von Nina:
Vielen Dank fuer diesen wunderbaren Artikel. Er hat mich sehr beruehrt. Mehr davon waere schoen, auch gerne auf Kosten von sinnlosen Kommentaren zur WM und zum Fussballumfeld in Suedafrika.
28.06.2010 16:08 Uhr
von Treverer:
feines interview. DANKE!