Medikamente wirken bei Frauen und Männern unterschiedlich. Dem trägt die Forschung nicht angemessen Rechnung, kritisiert eine Forscherin.von Monika Schmidtke
Frauen wollen ihre ungeborenen Kinder nicht dem Risiko von Missbildungen oder Folgeschäden aussetzen wenn sie an einer Langzeitstudie teilnehmen. Das ist mehr als Verständlich.
Pharmakonzerne sagen sie wollen ihre Mittel lieber nicht an schwangeren Frauen testen weil sie für alle Folgeschäden haften müssen. Auch dies ist in meinen Augen verständlich.
Und weiter? Wie verfahren wir denn jetzt? Werden Medikamente dann nur noch mit dem Hinweis "Erfolgreich an männlichen Probanden zwischen 20 und 50 Jahren getestet" verschrieben und dürfen dann auch nur noch von den Gruppen genutzt werden? Oder wird gar gesagt "Tja, also bei Männern hat dieses Mittel gegen Krebs Wunder vollbracht, aber wir haben es noch nicht an Frauen getestet, also pech gehabt, sterbt gefälligst dran bis die Studie für Frauen im Jahr 2013 abgeschlossen ist und es dann für alle freigegeben werden kann"?
11.02.2011 17:53 Uhr
von bernd kerstiens:
Liebe taz! Super Artikel. Endlich mal wieder was fundiertes und nicht nur interessiertes Geschwätz von Kassen-Vertretern. Haltet euch an die Pharmakologen in Sachen Arzneimittel! Vielen Dank
11.02.2011 17:53 Uhr
von Bäääääärärrk!:
Eigentlich seit mindesten fünfzehn Jahren bekannt. Dasselbe gilt für Kinder. So ist das nun mal im Patriarchat. Außerdem auch wieder ein Hinweis, dass es der Pharmamaffia ohnehin primär bloß um Gewinnmaximierung geht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für fast alle Laborparameter. Im Grunde müsste dort auch zwischen Frauen und Männern klar unterschieden werden. Manche unnütze und gefährliche Therapie wäre somit vermeidbar, denn Laborwerte die bei Männern als pathologisch eingestuft werden sind das oft bei Frauen noch gar nicht Freiwillig müssten die Pharmagiganten schon rein aus ethisch/moralischen Gründen solche Erkenntnisse ohne Rechtsgrundlage umgehend umsetzen, aber mit Gesunden lässt sich ja kein Geld verdienen. Gerade im Medizinbereich sind unsere Politiker und leider auch die meisten Ärzte schon seit Jahrzehnten totale Handlanger und Knechte des Lobbyismus insofern ist auch von dieser Seite kaum Besserung zu erwarten. Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch.
15.06.2009 18:16 Uhr
von laus:
"Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch."
Keine Angst, wer sich sein Geld von Wunderheilern aus der Tasche ziehen lässt, wird früher sterben. Es geht hier nicht darum, dass irgendeine Paramedizin in der Behandlung von Frauen und Männern einen Unterschied macht, sondern dass Schulmediziner (nicht abwertend gemeint, ich würde mich auch als solchen bezeichnen) das teilweise auch in Betracht ziehen sollten. Dieser Artikel darf nicht als Bestätigung für irgendwelche unseriösen Behandlungswege (deren Unwirksamkeit wissenschaftlich bewiesen ist, beispielsweise Homöopathie)verstanden werden, nur weil sie nach Mann und Frau unterschiedlich behandeln.
15.06.2009 13:41 Uhr
von Ulrike Jaeger:
Sehr schöner Artikel, danke. Wie bitter: Frauen und ihr (mainipulierter) Hormonhaushalt machen das *Testen* von Arzneimitteln schwierig. Aber mit der *Dosierung und Verabreichung* von Arzneimitteln hat man dann keine Probleme mehr? Hallo?
15.06.2009 12:45 Uhr
von SgtAwesome:
Frauen wollen ihre ungeborenen Kinder nicht dem Risiko von Missbildungen oder Folgeschäden aussetzen wenn sie an einer Langzeitstudie teilnehmen. Das ist mehr als Verständlich.
Pharmakonzerne sagen sie wollen ihre Mittel lieber nicht an schwangeren Frauen testen weil sie für alle Folgeschäden haften müssen. Auch dies ist in meinen Augen verständlich.
Und weiter? Wie verfahren wir denn jetzt? Werden Medikamente dann nur noch mit dem Hinweis "Erfolgreich an männlichen Probanden zwischen 20 und 50 Jahren getestet" verschrieben und dürfen dann auch nur noch von den Gruppen genutzt werden? Oder wird gar gesagt "Tja, also bei Männern hat dieses Mittel gegen Krebs Wunder vollbracht, aber wir haben es noch nicht an Frauen getestet, also pech gehabt, sterbt gefälligst dran bis die Studie für Frauen im Jahr 2013 abgeschlossen ist und es dann für alle freigegeben werden kann"?
15.06.2009 09:01 Uhr
von Leo:
Ein passendes Bild zum Artikel: die chinesische Medizin bezieht die unterschiedliche Energetik von Männern und Frauen natürlich in die Behandlung mit ein- bei Frauen ist es durchaus zu beachten, an welchem Punkt ihres Zyklus' sie sich zum Zeitpunkt der Behandlung (z.B. mit Akupunktur) befinden. Es ist völlig klar, dass kein Mensch immer gleich ist, sondern auch rhythmischen Veränderungen unterliegt. Nur haben damit die statistiksüchtigen Gesundheitsverwalter hierzulande natürlich so ihre Schwierigkeiten....
15.06.2009 07:39 Uhr
von bernd kerstiens:
Liebe taz! Super Artikel. Endlich mal wieder was fundiertes und nicht nur interessiertes Geschwätz von Kassen-Vertretern. Haltet euch an die Pharmakologen in Sachen Arzneimittel! Vielen Dank
14.06.2009 21:51 Uhr
von Christian:
Medikamente können auch verschieden wirken je nach ethnischer Herkunft. Oder sonst einer genetischen Prädisposition. „Frausein“ mag natürlich ein wichtiges Bündel solcher Dispositionen sein, aber generell sollte man überhaupt für eine sehr breite Stichprobe und genaue genetische Untersuchungen der Versuchspersonen eintreten.
14.06.2009 20:03 Uhr
von Bäääääärärrk!:
Eigentlich seit mindesten fünfzehn Jahren bekannt. Dasselbe gilt für Kinder. So ist das nun mal im Patriarchat. Außerdem auch wieder ein Hinweis, dass es der Pharmamaffia ohnehin primär bloß um Gewinnmaximierung geht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für fast alle Laborparameter. Im Grunde müsste dort auch zwischen Frauen und Männern klar unterschieden werden. Manche unnütze und gefährliche Therapie wäre somit vermeidbar, denn Laborwerte die bei Männern als pathologisch eingestuft werden sind das oft bei Frauen noch gar nicht Freiwillig müssten die Pharmagiganten schon rein aus ethisch/moralischen Gründen solche Erkenntnisse ohne Rechtsgrundlage umgehend umsetzen, aber mit Gesunden lässt sich ja kein Geld verdienen. Gerade im Medizinbereich sind unsere Politiker und leider auch die meisten Ärzte schon seit Jahrzehnten totale Handlanger und Knechte des Lobbyismus insofern ist auch von dieser Seite kaum Besserung zu erwarten. Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch.
Leserkommentare
11.02.2011 17:53 Uhr
von SgtAwesome:
Frauen wollen ihre ungeborenen Kinder nicht dem Risiko von Missbildungen oder Folgeschäden aussetzen wenn sie an einer Langzeitstudie teilnehmen. Das ist mehr als Verständlich.
Pharmakonzerne sagen sie wollen ihre Mittel lieber nicht an schwangeren Frauen testen weil sie für alle Folgeschäden haften müssen. Auch dies ist in meinen Augen verständlich.
Und weiter? Wie verfahren wir denn jetzt?
Werden Medikamente dann nur noch mit dem Hinweis "Erfolgreich an männlichen Probanden zwischen 20 und 50 Jahren getestet" verschrieben und dürfen dann auch nur noch von den Gruppen genutzt werden?
Oder wird gar gesagt "Tja, also bei Männern hat dieses Mittel gegen Krebs Wunder vollbracht, aber wir haben es noch nicht an Frauen getestet, also pech gehabt, sterbt gefälligst dran bis die Studie für Frauen im Jahr 2013 abgeschlossen ist und es dann für alle freigegeben werden kann"?
11.02.2011 17:53 Uhr
von bernd kerstiens:
Liebe taz!
Super Artikel. Endlich mal wieder was fundiertes und nicht nur interessiertes Geschwätz von Kassen-Vertretern. Haltet euch an die Pharmakologen in Sachen Arzneimittel!
Vielen Dank
11.02.2011 17:53 Uhr
von Bäääääärärrk!:
Eigentlich seit mindesten fünfzehn Jahren bekannt. Dasselbe gilt für Kinder. So ist das nun mal im Patriarchat. Außerdem auch wieder ein Hinweis, dass es der Pharmamaffia ohnehin primär bloß um Gewinnmaximierung geht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für fast alle Laborparameter. Im Grunde müsste dort auch zwischen Frauen und Männern klar unterschieden werden. Manche unnütze und gefährliche Therapie wäre somit vermeidbar, denn Laborwerte die bei Männern als pathologisch eingestuft werden sind das oft bei Frauen noch gar nicht Freiwillig müssten die Pharmagiganten schon rein aus ethisch/moralischen Gründen solche Erkenntnisse ohne Rechtsgrundlage umgehend umsetzen, aber mit Gesunden lässt sich ja kein Geld verdienen. Gerade im Medizinbereich sind unsere Politiker und leider auch die meisten Ärzte schon seit Jahrzehnten totale Handlanger und Knechte des Lobbyismus insofern ist auch von dieser Seite kaum Besserung zu erwarten.
Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch.
15.06.2009 18:16 Uhr
von laus:
"Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch."
Keine Angst, wer sich sein Geld von Wunderheilern aus der Tasche ziehen lässt, wird früher sterben. Es geht hier nicht darum, dass irgendeine Paramedizin in der Behandlung von Frauen und Männern einen Unterschied macht, sondern dass Schulmediziner (nicht abwertend gemeint, ich würde mich auch als solchen bezeichnen) das teilweise auch in Betracht ziehen sollten. Dieser Artikel darf nicht als Bestätigung für irgendwelche unseriösen Behandlungswege (deren Unwirksamkeit wissenschaftlich bewiesen ist, beispielsweise Homöopathie)verstanden werden, nur weil sie nach Mann und Frau unterschiedlich behandeln.
15.06.2009 13:41 Uhr
von Ulrike Jaeger:
Sehr schöner Artikel, danke. Wie bitter: Frauen und ihr (mainipulierter) Hormonhaushalt machen das *Testen* von Arzneimitteln schwierig. Aber mit der *Dosierung und Verabreichung* von Arzneimitteln hat man dann keine Probleme mehr? Hallo?
15.06.2009 12:45 Uhr
von SgtAwesome:
Frauen wollen ihre ungeborenen Kinder nicht dem Risiko von Missbildungen oder Folgeschäden aussetzen wenn sie an einer Langzeitstudie teilnehmen. Das ist mehr als Verständlich.
Pharmakonzerne sagen sie wollen ihre Mittel lieber nicht an schwangeren Frauen testen weil sie für alle Folgeschäden haften müssen. Auch dies ist in meinen Augen verständlich.
Und weiter? Wie verfahren wir denn jetzt?
Werden Medikamente dann nur noch mit dem Hinweis "Erfolgreich an männlichen Probanden zwischen 20 und 50 Jahren getestet" verschrieben und dürfen dann auch nur noch von den Gruppen genutzt werden?
Oder wird gar gesagt "Tja, also bei Männern hat dieses Mittel gegen Krebs Wunder vollbracht, aber wir haben es noch nicht an Frauen getestet, also pech gehabt, sterbt gefälligst dran bis die Studie für Frauen im Jahr 2013 abgeschlossen ist und es dann für alle freigegeben werden kann"?
15.06.2009 09:01 Uhr
von Leo:
Ein passendes Bild zum Artikel:
die chinesische Medizin bezieht die unterschiedliche Energetik von Männern und Frauen natürlich in die Behandlung mit ein- bei Frauen ist es durchaus zu beachten, an welchem Punkt ihres Zyklus' sie sich zum Zeitpunkt der Behandlung (z.B. mit Akupunktur) befinden. Es ist völlig klar, dass kein Mensch immer gleich ist, sondern auch rhythmischen Veränderungen unterliegt.
Nur haben damit die statistiksüchtigen Gesundheitsverwalter hierzulande natürlich so ihre Schwierigkeiten....
15.06.2009 07:39 Uhr
von bernd kerstiens:
Liebe taz!
Super Artikel. Endlich mal wieder was fundiertes und nicht nur interessiertes Geschwätz von Kassen-Vertretern. Haltet euch an die Pharmakologen in Sachen Arzneimittel!
Vielen Dank
14.06.2009 21:51 Uhr
von Christian:
Medikamente können auch verschieden wirken je nach ethnischer Herkunft. Oder sonst einer genetischen Prädisposition. „Frausein“ mag natürlich ein wichtiges Bündel solcher Dispositionen sein, aber generell sollte man überhaupt für eine sehr breite Stichprobe und genaue genetische Untersuchungen der Versuchspersonen eintreten.
14.06.2009 20:03 Uhr
von Bäääääärärrk!:
Eigentlich seit mindesten fünfzehn Jahren bekannt. Dasselbe gilt für Kinder. So ist das nun mal im Patriarchat. Außerdem auch wieder ein Hinweis, dass es der Pharmamaffia ohnehin primär bloß um Gewinnmaximierung geht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für fast alle Laborparameter. Im Grunde müsste dort auch zwischen Frauen und Männern klar unterschieden werden. Manche unnütze und gefährliche Therapie wäre somit vermeidbar, denn Laborwerte die bei Männern als pathologisch eingestuft werden sind das oft bei Frauen noch gar nicht Freiwillig müssten die Pharmagiganten schon rein aus ethisch/moralischen Gründen solche Erkenntnisse ohne Rechtsgrundlage umgehend umsetzen, aber mit Gesunden lässt sich ja kein Geld verdienen. Gerade im Medizinbereich sind unsere Politiker und leider auch die meisten Ärzte schon seit Jahrzehnten totale Handlanger und Knechte des Lobbyismus insofern ist auch von dieser Seite kaum Besserung zu erwarten.
Fazit! Wer kein Geld hat muss halt füher sterben, die anderen nehmen Alternativmedizin und Naturheilkunde in Anspruch.