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Weg vom rechten Rand

Irritiert vom politischen Kurs wechselt ein fränkischer Bürgermeister von der CSU- zur SPD-Fraktion

Es ist wie beim Jonglieren: Die Menschen am RECHTEN RAND auffangen zu wollen hat unübersehbar zur Folge, dass am linken Rand irgendwann die Menschen runterfallen.

Erfahren hat das jetzt die CSU-Fraktion im Stadtrat der unterfränkischen Stadt Obernburg: Ihr stellvertretender Bürgermeister, Simon Giegerich, trat letzte Woche aus der ­Fraktion aus, um sich der SPD-Fraktion anzuschließen. Die CSU-Aussagen, „den rechten Rand ab­decken zu wollen“ hätten ihn irritiert, zitiert ihn das Main-Echo. Aber es war nicht nur der aktuelle Kurs der Partei, der ihn dazu drängte. Giegerich, der mit einem Mann verheiratet ist, war auch irritiert davon, wie sich seine Ex-Partei zur Ehe für alle verhielt. Giegerich betont aber, dass es sich dabei um politische Meinungsverschiedenheiten handelt. Homophobie sei kein Grund für den Austritt gewesen.

Den gibt der 39-Jährige eher allgemein an: „Ich habe mich politisch verändert.“ Der CSU, der er über 20 Jahre lang angehört hatte, hatte er bereits 2016 den Rücken gekehrt, war aber Teil der Fraktion im Stadtrat geblieben. Arved Clute-Simon