• 29.07.2011

Architekt Arno Brandlhuber über den Wahlkampf

"Eine Politik zum Reinhauen"

Arno Brandlhuber ist Architekt, Stadtplaner und extrem unzufrieden mit der Immobilienpolitik des Senats. Für den Wahlkampf hat er eigene Plakate entworfen. Ohne Botschaft - um auf die fehlenden Inhalte der Parteien hinzuweisenvon NINA APIN / GEREON ASMUTH

  • 31.07.2011 17:15 Uhr

    von Color Picker:

    Sachtma, wollt ihr zu dem Artikel nicht mal eine Grafik in der korrekten Farbe herstellen...? Wenn man ein jpg aus der Vorlage macht, wird das nix...

  • 31.07.2011 16:49 Uhr

    von Julian Turner:

    Warum hat dann das Bild zum Artikel die RGB-Farbe 182/133/66?

  • 31.07.2011 13:27 Uhr

    von Wenstruba:

    Gratuliere zum Nichtstun außer meckern! Wenn der Hörr Architekt so politikinteressiert ist, soll er sich doch aus seiner feigen Deckung herauswagen und selbst in einer Partei seinen Mund aufmachen. Das ist nämlich der einzige Platz in unserer Demokratie, wo man das gezielt und ergebnisschwanger tun darf. Es nützt niemanden, zu plappern, dabei aber zuzusehen, wie unsere Demokratie ohne jemanden, der das Zeug evtl. dazu hätte vor die Hunde gehen zu lassen. Der Hörr Architekt darf in eine Partei eintreten oder selbst eine gründen, er darf dort ANTRÄGE stellen, die dann durch alle Gremien gehen und letztenendes vor dem Bundesrat als Gesetz verabschiedet werden können. Das ist Arbeit, Mut, Durchhaltevermögen und nicht herrliches Geplapper ohne Ziel! Nun voran, ihr Meckerer der Gesellschaft, empört euch, aber richtig! Oder wollt ihr lieber in einer Aristokratie oder Diktatur - anstatt in unserer Grundgesetz-Geschützten-Demokratie leben? Ich hoffe, ihr denkt mal darüber nach, bevor ihr meckert und tretet in die Parteien ein oder gründet selbst eine Alternative. Guckt einfach mal nach Nordafrika und vergleicht, ob ihr wirklich eine andere Regierung, als die unsere wollt? Ich liebe unser Grundgesetz!!!

  • 31.07.2011 10:02 Uhr

    von Volker Vonssen:

    Prima Aktion!!

    Mein Edding und ich freuen uns schon auf die vielen zu verschönernden Wahlplakate der etablierten Parteien!

  • 30.07.2011 20:13 Uhr

    von lotar:

    Gut, wichtig und richtig.... das bürgerliche Engagement eines jeden einzelnen.

    Ich habe bei meinen Reden auf diversen Anti-Gentrifizierungs-Demos öfter darauf hingewiesen das es, neben der "politischen Klasse" (die eh nur sich repräsentiert), eine Bürgerlobby geben muß.

    "Leuchtturm-Aktionen" wie diese, der breite Protest durch inzwischen fast wöchentliche Demos gehören dazu.

    Weiter aber auch die klare und aus-differenzierte Forderung:

    Wohnen, arbeiten und Freizeit für kleine, mittlere und hohe Einkommen in einem Kiez. Das ganze ethisch und ethnisch gut gemischt!

    Das spart uns die Autobahn, reguliert den ungebremsten Büroneubau und ist sowohl gesellschaftlich-sozial, wie ökonomisch und ökologisch sinnvoll.

    Und ja: Expertise gibt es auch innerhalb der Bürger-Inis!

    In diesem Sinn: Es ist Wahlkampf... wir sollten die Parteien und dessen Protagonisten zur Rede stellen, dieses dokumentieren (Youtube sei dank) und zeitnah "erinnern"!

  • 30.07.2011 16:07 Uhr

    von Ada Adler:

    Herr Brandlhuber hat Recht.

    Keine Partei legt ein überzeugendes Konzept für eine dringend nötige soziale und ökologische Stadtentwicklungspolitik vor.

    In der Praxis sind Rot-Rot auf Landesebene und Grün auf einigen Bezirksebenen in dieser Hinsicht sowieso schon lange unglaubwürdig.

    Besonders absurd ist, dass die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg und in Prenzlauer Berg, wo sie dominieren, seit Jahren real eine unökologische Stadtentwicklungspolitik machen und z.B. jede Menge wertvolle CO2 schluckende Bäume unnötig fällen lassen. Außerdem investieren sie gern sehr viele Fördergelder in unsinnige Stadtentwicklungsbaumaßnahmen (siehe Kastanienalleee im Prenzlberg, siehe Umbaumaßnahmen im Görlitzer Park).) anstatt die Stadt endlich zeitgemäß klimagerecht umzugestalten und mehr Geld in die vergrößerung des Stadtgrüns zu stecken.

    Gegen die Privatisierungspolitik von Rot-Rot und gegen die äußerst bescheidene Umsetzung des Bürgerentscheids u.a. durch die Grünen (im Bezirk Friedr.-Kreuzberg) und durch Rot-Rot (Berliner Senat) gibt es seit Jahren viele Proteste von zahlreichen parteilosen Bürgerinititiven.

    Schlimm ist auch, dass die Grünen mit Frau Künast, die für deren unsoziale Bundespolitik steht - mit der Einführung von Hartz IV und der Agenda 2010 - überhaupt keine Konzepte für die
    zunehmenden Armen und Arbeitslosen in Berlin
    haben. Die Armen, deren zahl die Bundesgrünen gemeinsam mit der SPD durch ihre Agenda-Politik vergrößert haben, sind den Grünen weiterhin vollkommen egal.

    Wieso sol man wählen gehen, wenn faktisch alle Parteien neoliberale Politik machen und ihnen die kleinen Leute herzlich egal sind ???

    Immer mehr Leute merken, dass sie sich am besten selbst vertreten können und das die angeblich "repräsentativen" Parlamentarier ihnen selbst absolut nichts nutzen.

  • 30.07.2011 15:41 Uhr

    von harry:

    typisch berlin. mal wieder ein zugezogener "neuberliner" der hier ein bissschen aufräumet. der blick von aussen ist doch oft sehr wichtig.

    ich wünsche Viel Glück und - ich finde diese Kackfarben-Aktion sehr schön.

  • 30.07.2011 12:52 Uhr

    von Andreas Otto, MdA:

    Bereits 2009 hat die bündnisgrüne Fraktion im Abgeordnetenhaus dazu ein Konzept vorgelegt (Drs.16/2500). Alle landeseigenen Grundstücke sollten geprüft und eingeteilt werden.
    a) Fachvermögen - für Nutzung durch öff. Hand,
    b) Vorratsvermögen - für zukünftige Nutzung durch öff. Hand,
    c) Fondsvermögen zur gezielten Vergabe für kulturelle Nutzung, Wohnen, Wirtschaft etc., i.d.R. Festpreise und
    d) Fondsvermögen II zur Veräußerung i.d.R. durch Bieterverfahren.
    Zu Erbpachtmodellen, speziell für Wohnungsbauvorhaben, haben wir uns im Wahlprogramm bekannt.
    SPD und Linke machen leider eine andere Politik, wie gegenwärtig am Standort Blumengroßmarkt Kreuzberg festzustellen ist.

    Andreas Otto, Bau- und Wohnungspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

  • 30.07.2011 12:26 Uhr

    von Oli T.:

    "Wahltaktik interessiert mich überhaupt nicht!"

    Ein sehr erfrischendes Interview. Bringt die größten Probleme Berlins auf den Punkt.

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