• 19.10.2009

Arbeitnehmer-Mitbestimmung

FDP will Betriebe ratlos machen

Könnte sie, wie sie wollte, würde die FDP die Möglichkeit zu Betriebsrats-Gründungen in kleinen Betrieben einschränken. Doch gerade dort ist eine effektive Interessenvertretung oft nötig.von Eva Völpel

  • 11.02.2011 18:01 Uhr

    von Klaus Seilberger:

    @Bastlmayer
    Ich empfinde Ihre Einstufung der FDP als "Klientelpartei" als unnötig polemisch. Was wäre das Gegenteil von "Klientelpartei"? Eine Partei, die ohne Blick auf Sonderinteressen nur dem Gemeinwohl verpflichtet ist? Und wer sollte das sein? Alle Parteien in Deutschland sind doch in der einen oder anderen Weise "Klientelpartei".

    Auch Ihre Klientel - Gewerkschaftler, Betriebs- und Personalräte - sucht sich doch ebenfalls Parteien danach aus, wer sich maximal für Ihre Interessen einsetzt. Was ist daran verwerflich?

    Im übrigen sollten Sie sich ernsthaft mit den Ängsten kleiner Unternehmen vor gewerkschaftlichem Einfluß auseinandersetzen. Vielleicht sind diese Ängste gelegentlich berechtigt?

  • 11.02.2011 18:00 Uhr

    von korruptas ministerias:

    Mitbestimmung in Deutschland? Die Mitbestimmung wurde schon längst durch die Zulassung europäischer Rechtsformen abgeschafft. Schonmal eine Limited mit Betriebsrat gesehen?

  • 11.02.2011 18:00 Uhr

    von Till:

    Betriebsräte kenn ich nicht.

    Ich arbeite in einem Betrieb mit 9Mitarbeitern und el chefe achtet stark darauf keinen 10ten festen Mitarbeiter ein zu stellen.

    Mittelstand beteutet in diesem Fall, Familienbetrieb.
    Chef sagt wie´s zu laufen hat - ob pausen die halb oder ganz ausbleiben - 8std arbeit dann 6std freizeit dann 5sdt drauf sind der Regelfall - kein pausenraum - mal 14std - mal 14 tage ohne freien Tag ...
    ich könnte jetzt stunden so weiter machen, und wenn man es nicht mitmachen will kann man ja auch gehn...
    also wenn uns 9 neun auch noch die Hoffnung verloren geht, dass wir mit einem 10ten festen mitarbeiter beim chef endlich durchbekommen würden einen Betriebsrat einrichten zu dürfen, weil wenn man zu stark fordert steht man auf der Abschussliste, dann sind wir bald alle erstma auf job suche, weil lange hält das keiner mehr aus.

    Warum die politisch Linke nicht gemeinsam stehen kann, man man man

  • 29.10.2009 22:30 Uhr

    von Klaus Seilberger:

    @Bastlmayer
    Ich empfinde Ihre Einstufung der FDP als "Klientelpartei" als unnötig polemisch. Was wäre das Gegenteil von "Klientelpartei"? Eine Partei, die ohne Blick auf Sonderinteressen nur dem Gemeinwohl verpflichtet ist? Und wer sollte das sein? Alle Parteien in Deutschland sind doch in der einen oder anderen Weise "Klientelpartei".

    Auch Ihre Klientel - Gewerkschaftler, Betriebs- und Personalräte - sucht sich doch ebenfalls Parteien danach aus, wer sich maximal für Ihre Interessen einsetzt. Was ist daran verwerflich?

    Im übrigen sollten Sie sich ernsthaft mit den Ängsten kleiner Unternehmen vor gewerkschaftlichem Einfluß auseinandersetzen. Vielleicht sind diese Ängste gelegentlich berechtigt?

  • 20.10.2009 12:54 Uhr

    von MaikA:

    @foes1: Sie schwafeln, ohne sich vorher zumindest zu informieren.

  • 20.10.2009 12:40 Uhr

    von korruptas ministerias:

    Mitbestimmung in Deutschland? Die Mitbestimmung wurde schon längst durch die Zulassung europäischer Rechtsformen abgeschafft. Schonmal eine Limited mit Betriebsrat gesehen?

  • 20.10.2009 10:35 Uhr

    von Bastlmayer:

    Wenn das alles stimmen sollte, was aus den Koalitionsverhandlungen seitens der Begehren der FDP durchdringt, dann ist nicht zu verstehen, wie Arbeitnehmer FDP wählen konnten. Was hat sie bewegt das zu tun, das Wahlprogramm der FDP? Ich bin sicher, das haben die meisten FDP-Wähler nicht gelesen. Die Redegewandtheit von Herrn Westerwelle? Möglich. Die versprochenen, marginalen Steuersenkungen? Wahrscheinlich. Es ist schon erstaunlich, wie die FDP-Wähler aus der Schicht der abhängig Beschäftigten durch ihre Wahlentscheidung soziale Errungenschaften der letzten 50 Jahre durch Eigeninitiative, Gewerkschaftsunterstützung, Streik usw. fast alle in frage gestellt haben. Man stellt erneut fest, die FDP ist eine reine Klientel-Partei, der eine ausgeglichene Gesellschaft scheinbar völlig egal ist. Es kann auch sein, dass diese FDP-Wähler aus lauter Frust und Unzufriedenheit mit den gesellschaftlichen Verhältnissen nun halt ihr Heil bei der FDP suchen. Grotesk!

  • 20.10.2009 09:52 Uhr

    von foes1:

    Deutschland, das einzige Land der Welt, das so doof ist, ein Mitbestimmungsgesetz zu haben. Hiermit wurde seit 1973 ein Schaden angerichtet, der sich ungefähr in Höhe der Staatsverschuldung bewegt. Und das nur, weil wir es für nötig erachten, gewerkschaftliche Selbstdarsteller zu verhalten. Warum eigentlich? Was haben die Arbeitnehmer eigentlich davon, überall reinreden zu dürfen? Genau: nichts, ausser schwindendem Wohlstand.

  • 20.10.2009 09:34 Uhr

    von HRolf:


    Diese Kampfansage der fdp kann nicht widerspruchslos hingenommen werden. Ausgerechnet die Mitschuldigen an der Finanz- und Wirtschaftskrise wollen die Mitbestimmung schwächen.

  • 20.10.2009 09:21 Uhr

    von Volker:

    Dass der Typ von der Hanns-Boeckler-Stiftung das sagt, ist klar. Den braucht man dazu nicht zu fragen. Tendenziöse Überschrift, wenig Inhalt.

  • 20.10.2009 09:14 Uhr

    von Juergen K.:

    Das groesste Manko in der Mitbestimmung besteht wohl in Betrieben mit 80 Mio Mitarbeitern (Deutschland AG).

    Hier sollte eine regelmaessige Urabstimmung Pflicht sein (Volksabstimmung).

    Dessen "Betriebsrat" sollte in der Tat ausschliesslich ein Recht auf Rat haben (Vorschlagsrecht).



  • 20.10.2009 00:44 Uhr

    von vic:

    Die FDP macht genau das, was ich von ihr erwartet habe. Die sind so berechenbar.
    Mein ganz persönlicher "pain in the neck", den mir kein Arzt nehmen kann.

  • 19.10.2009 22:03 Uhr

    von Till:

    Betriebsräte kenn ich nicht.

    Ich arbeite in einem Betrieb mit 9Mitarbeitern und el chefe achtet stark darauf keinen 10ten festen Mitarbeiter ein zu stellen.

    Mittelstand beteutet in diesem Fall, Familienbetrieb.
    Chef sagt wie´s zu laufen hat - ob pausen die halb oder ganz ausbleiben - 8std arbeit dann 6std freizeit dann 5sdt drauf sind der Regelfall - kein pausenraum - mal 14std - mal 14 tage ohne freien Tag ...
    ich könnte jetzt stunden so weiter machen, und wenn man es nicht mitmachen will kann man ja auch gehn...
    also wenn uns 9 neun auch noch die Hoffnung verloren geht, dass wir mit einem 10ten festen mitarbeiter beim chef endlich durchbekommen würden einen Betriebsrat einrichten zu dürfen, weil wenn man zu stark fordert steht man auf der Abschussliste, dann sind wir bald alle erstma auf job suche, weil lange hält das keiner mehr aus.

    Warum die politisch Linke nicht gemeinsam stehen kann, man man man

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder