Arbeiterprotest in Großbritannien
Wilde Streiks mit xenophoben Tönen
Auf der Insel hageln die Proteste gegen eine Firma aus Italien, die für den Bau einer Entschwefelungsanlage keine Briten anstellen will, weil sie zu teuer sind. Die Regierung möchte schlichten.von Ralf Sotscheck
Leserkommentare
02.02.2009 15:35 Uhr
von Diskriminierung britischer Arbeiter:
Ich fand den Begriff Diskriminierung unpassend für britische Arbeiter. Eine Firma ist ein Gewinnmaximierer und das bedeutet nunmal, dass sie tendenziell Interesse daran hat die Arbeitskosten zu senken.
Der Begriff Diskriminierung passt besser zu Gruppen, die aufgrund von Ressentiments und nicht vernünftigen, rationalen, ökonomischen Kalkül aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden. Es liegt deswegen weniger eine Diskriminierung vor, sondern ein Interessensgegensatz zwischen Kapital un Arbeit.
Auch die Verwendung des Begriffes Rassismus gegenüber Italienern und Portugiesen ist unpassend. Aus der Sicht der Briten gehören Italiener und Portugiesen sicherlich nicht zu den >>Weißen<<. >>Weißsein<< ist durch die WASP Kultur definiert. Jedoch ist der Begriff Rasse für Italiener und Portugiesen nicht haltbar. Man sollte besser von Ethnizität sprechen.
Die Gewerkschaften sollten sich daran gewöhnen noch wesentlich mehr Niederlagen gegen die Arbeitgeberseite einzustecken, und sich daran machen transnationale, europäische Gewerkschaften aufzubauen.
Jedesmal wenn es den Arbeitgeberverbänden gelingt den Wettbewerbsraum für die gegenseitige Konkurrenz der Arbeitskräfte ausdehnen, sind die Gewerkschaften gefragt über diesen Wettbewerbsraum ein flächendeckendes Arbeitskartell zu legen.