Antifaschismus und Wahlkampf
Von Platz zu Platz
Am Gänsemarkt rief die Linkspartei gegen Krieg und Hartz IV auf. Auf dem Hachmannplatz nahe des Hauptbahnhofs demonstrierte unterdessen ein Bündnis gegen den NPD-Aufmarsch.von Kai Von Appen, Andreas Speit Und Sven-Michael Veit
Leserkommentare
15.09.2009 15:32 Uhr
von rantanplan:
@alle lichterketten-begeistertern antifaschisten:
was bringen bitte lichterketten effektiv gegen baunes gedankengut auf der straß, in den parlamenten un sonstwo? nichts...richtig...absolut nichts...außer ein paar schönen symbolen für die homepage des spd-ortsvereins, um sich damit zu brüsten, wie friedlich man doch gegen nazis was machen kann...und beim nächsten angriff vom braunen mob dgb-kundgebungen werden wahrscheinlich auch teelichter zur abwehr der faschisten genügen...wie blauäugig muss man sein?und solang die polizei die faschisten beschützt, muss sie auch damit leben, zielscheibe von protest zu werden...niemand zwingt die polizisten dazu...außer schill der II. a.k.a. ahlhaus...der würde ja jetzt am liebsten schon die schanze mit bundeswehr umstellen...
14.09.2009 17:48 Uhr
von Ernst Brand:
@Cobra
Sie werden nie, nie und nochmals nie einen Rechten dazu bringen, sein braunes Gedankengut aufzugeben, wenn Sie Steine schmeissen - noch dazu gegen die Polizei, die damit nichts zu tun hat. Sie sollten eher alles daran setzen, dass die Justiz und die Politik in Deutschland endlich!! die NPD verbeitet, anstatt hier indirekt Gewalt zu verherrlichen und als Mittel gutzuheissen. Damit machen Sie sich in Deuschland nur unbeliebt und es könnte sein, dass Ihr oder der Stein Ihrer Genossen ein unschuldiges Kind trifft, dass einfach nur da ist - und dann war es wieder nüscht mit dem antifaschisten Appell.
Ausserdem dürfen Sie nicht vergessen, dass braune Schlägerbanden (SA, SS) vor 80 Jahren auch schon mit Steinen und Gewalt die Demokratie destabilisiert hat. Wollen Sie es Ihnen gleich tun unter dem Vorwand der Verteidigung gegen Rechts? Das kann doch nicht die Lösung sein. Dass bürgerliche zuwenig gegen rechts tun ist sicherlich richtig. Buttons gegen Rechts zu tragen ist sicherlich auch richtig. Aber Gewalt nicht.
14.09.2009 13:59 Uhr
von Cobra 11:
Friedliche Lichterketten bringen mehr? Falsch, sie bringen gar nichts. Sie verhindern keine Naziaufmärsche oder Kundgebungen. Sie finden abseits des Spektakels statt während hunderte Meter entfernt die NPD ungehindert ihre Propagandashow abziehen kann.
Aber ZUM GLÜCK gibt es Demonstranten, die andere Mittel einsetzen und so dafür sorgen, daß die NPD unter sich bleibt und die dreckige Propaganda nicht noch weiter verbreitet wird.
Und Autonomen fehlendes Engagement vorzuwerfen ist einfach nur dämlich. Die sind weitaus engagierter als manch "bürgerlicher" Demonstrant. Denn bei solchen beginnt und endet das Engagement gegen Rechts oft mit genau dieser. Antifaschistische Gruppen jedoch betreiben auch außerhalb der "heißen" Phasen politische Arbeit gegen Rechts und das jeden Tag. Wieviele von denen, die hier rumnörgeln wurden denn tatsächlich schonmal von rechter Gewalt bedroht oder wurde gar ein Opfer solcher Gewalt?
Die meisten wissen gar nicht, was es bedeutet sich jeden Tag durch Buttons oder Shirtaufdrücke Gefahren auszusetzen. Und demnach kann auch kaum jemand verstehen, wieso diese Leute auf Nazis fast nur noch mit Gewalt reagieren. Ich selber tue es nicht, habe aber vollstes Verständnis und verurteile deswegen niemanden.
Also hört endlich auf zu meckern und seht ein, daß beide Seiten ihren Teil gegen Rechts tun. Die einen so, die anderen so.
Gewalt ist und bleibt Bestandteil des engagierten Antifaschismus. Am Freitag allerdings muß selbst ich sagen, daß die Leute sich zu sehr oder teilweise auch ausschließlich auf die Polizei beschränkt haben wohingegen man mit dem Lautsprecherwagen parallel mitlief und dumm rumpöbelte. Das lag wohl am nahenden Schanzenfest daß einige da das Ziel ein wenig aus den Augen verloren hatten.
Ich selbst werfe nicht und ich rufe auch nicht dazu auf, Menschen zu verletzen. Daher am Ende nochmal was zu dem Angriff auf den Streifenwagen:
Die Attacke auf den Streifenwagen hätte ein paar Sekunden eher enden müssen und dann hätte niemand schiessen brauchen. Wagen kaputtmachen ok aber wie in Trance weiter auf die beiden Insassen einprügeln geht nicht klar. Da endet sogar mein Verständnis.
Grundsätzlich aber gilt: Wer mit Knüppeln, Pfefferspray, Fäusten und anderen Utensilien Hitlers Schergen den Weg freimacht muß sich nicht wundern, wenn er was auf die Mütze bekommt.
13.09.2009 17:30 Uhr
von Peter:
"Nazi's raus!"
So stehts auf dem Plakat der Dame auf dem Foto.
Genau: Weg mit den Nazi's...
13.09.2009 08:01 Uhr
von Bernd Koch:
Genosse Tino hat recht mit seinen Anmerkungen. Diese Krawallbrüder schaden nur dem Ansehen der gesamten Linken. Es ist somit kontraproduktiv. Die Rechten lachen sich eines ins Fäustchen. man liefert ihnen unfreiwillig Munition und der Polizei auch. Demonstrationen gegen rechts müssen sein, keine Frage, aber bitte ohne Gewalt.
Bernd K.
12.09.2009 18:13 Uhr
von U. Staltmann:
Krawalldemos sind Wahlkampfhilfe für die NPD
Prima! Meinen Glückwunsch an alle Demonstranten! Wer mit Pflastersteinen Polizisten mit dem Leben bedroht, liefert der NPD wertvolle Wahlkampfhilfe (Stichwort: Innere Sicherheit, Linke Verschwörung usw.) Friedliche Lichterketten etc. bringen viel mehr, als Unbeteiligten die Autos zu demolieren und indirekt Steuergelder zu verschwenden (Teurer Polizeigroßeinsatz). Keine Pseudoproteste mehr!Es muss auch anders gehen.
Ich fordere von den Gewerkschaften, Parteien, Kirchen etc. eine klare Abgrenzung von pseudo-linken Krawallpartygängern, die fahrlässig das Leben anderer Menschen in Kauf nehmen, weil sie selbst meist nicht mehr klarkommen. Für solche Art der "Politik" hat keiner Verständnis mehr und man könnte als Betroffener sich glatt Ronald Schill als Innensenator zurückwünschen, wenn er nach dem Koksen nicht zu entspannt geworden ist...
Demokratie endet schon weit vor Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Wer Politik gestalten will, soll wählen gehen oder sich selbst engagieren.
12.09.2009 12:50 Uhr
von Tino E.:
Es ist keine Schande das die Polizei die Rechten schützt, sondern das sich sogenannte Linke Krawallschläger und stupide Jugendliche wieder mal nicht davon abhalten liesen Ärger zu machen und somit eine friedliche Gegendemo ad absurdum führten.
Diese Typen in schwarz gehen mir so auf den Sack weil sie von linkem grad mal so gar nix haben.