• 11.01.2012

Angelika Beer über Piraten und Grüne

"Die Menschen trauen der Politik nicht"

Neuer Stil, mehr Offenheit: Warum die ehemalige Grünen-Vorsitzende Angelika Beer als Piratin in den Landtag will und was sie vom neuen Politikstil erwartet.von Esther Geisslinger

  • 06.05.2012 23:49 Uhr

    von Hartmut Koller:

    Meine Beobachtung des jetzigen sozialen Zustandes in Deutschland: Die, die wenig haben werden gegen die gehetzt die gar nichts haben -und- es bleibt alles irgendwie gleich, nur noch schlechter und noch komplizierter.

    Hier setzt das bedingungslose Grundeinkommen an:

    (1) Artikel 1 Grundgesetz kann endlich real umgesetzt werden. Menschenwürde muss man sich nicht erst “erarbeiten”.
    (2) Wegfall der langsam explodierenden Bürokratieatombombe im Sozialen Bereich. “Einzelfallgerechtigkeit” bekommt endlich die korrekte Bedeutung.
    (3) Vorteil des Begriffs “Bedingungsloses Grundeinkommen”: Es lässt sich nicht als Phrase abschwächen oder umdeuten. Bedingungslos bleibt Bedingungslos. “Verhaltensunabhängig” wäre auch ein denkbarer Begriff.
    (4) Abbau der Steuerbürokratie durch Modell Konsumsteuer. Grundsatz: Steuern müssen nicht erhöht werden, Steuern müssen gezahlt werden. Wegfall von Steuerausnahmen und Subventionen
    (5) Wegfall der Hartz IV Problematik (immer mehr Arbeitslose durch immer mehr Maschinenarbeit). Keine Unterschwellige Diskriminierung von “Arbeitslosen” mehr (besserer Begriff: “Freigestellte”).
    (6) BGE ist lebenslanges Bafög. Endlich ist Lebenslanges Lernen nicht nur ein politisches Motto, sondern auch praktisch durchführbar.
    (7) Wirtschaften ist ein Für-Andere-Arbeiten. Niemand hat jemals für sich selbst gearbeitet. Kein Friseur, Kein Bäcker, Kein Banker, Kein Lehrer. Alle leisten und arbeiten für andere. Nur das Einkommen bekommen Sie selbst.
    (8) Beginn der gedanklichen Trennung von Arbeit und Einkommen: Menschen streiken nicht für Arbeitsplätze, Menschen streiken für Einkommensplätze.
    (9) Betreungsgeld/Herdprämien-diskussionen haben ein unbürokratisches Ende. Eine Partnerin kann sich vom tyrannischen Partner ohne Existenzangst trennen.
    (10) Menschen können endlich “Nein” sagen (können, nicht müssen).

    Provozierende Menschenbildfrage: Gönnst du auch dem bösen Nachbarn ein bedingungsloses Grundeinkommen?

  • 12.01.2012 20:47 Uhr

    von Karl K :

    @von Kaboom:

    Danke und Lob der Faulheit!
    Genauso wollt ich's auch auf die Platte bringen.
    Nun steht's schon da.

    Angelika Beer gibt die Schrägschisserin(M/L) Antje Vollmer;
    In Abwandlung von Franz Josef Degenhardt:
    "Habt Ihr gar nicht gemerkt, dass euch keiner mehr ernst nimmt!?"
    Aber Mitte Fünfzig und sonst nix auf der Latte,
    ist ja auch schwer.

  • 11.01.2012 16:07 Uhr

    von Kaboom:

    Angelika Beer, war das nicht jene Dame, deren Wandlung von der Anti-Militaristin zur Bundeswehr- und Kriegsbegeisterten sogar den Grünen (und DIE verstehen bekanntlich was vom dieser Art von Wandlung) zu heftig war?
    Und nun hat sie sich schon wieder gewandelt? Zur Piratin diesmal?
    Oh Mann, ich hatte doch tatsächlich in Erwägung gezogen, die Piraten zu wählen. Wegen des "frischen Windes". Und nun stellt sich heraus, man bekommt nur ganz alten Wein in neuen Schläuchen.

  • 11.01.2012 16:02 Uhr

    von Martina Lippmann:

    Warum können Politiker nicht einfach Ihre Arbeit machen, dann brauchen sie auch nicht jede Woche die Partei neu zu erfinden und einen neuen Bekanntenkreis aufbauen.

  • 11.01.2012 15:55 Uhr

    von Drachenrose:

    Es gibt etliche Piraten, die ursprünglich bei den Grünen waren - darunter sogar etliche Gründungsmitglieder. Einige Gründungsmitglieder der Grünen haben waren sogar bei der Gründung der Piraten dabei. Wo genau ist das Problem?

    Hauptargument für den Wechsel war bei allen, dass die Grünen eben alles verraten haben, wofür sie einst standen. Sollen also diese Menschen, die für sich erkennen, dass sie bei den Grünen falsch sind, sich aus der Politik zurückziehen und sich anderweitig engagieren dürfen? Was ist das denn für ein Demokratieverständnis?

    Im übrigen ist Angelika Beer - wie bereits gesagt wurde - im Jahre 2009 zu den Piraten gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht abzusehen, dass die Piraten diesen Erfolg im Jahre 2011 haben würden.

  • 11.01.2012 15:49 Uhr

    von Wolf:

    Wer heute noch der Masse der Politheinis glaubt, kann nicht mehr alle Nägel im Zaun haben.

    Was wollen die Piraten, für mich Schwätzer ohne Programm und ohne Konzept.
    Die wollen doch nur i.d. Parlamente, damit auch sie Macht ausüben können und von unseren Steuergeldern gut leben können.

    Meine Forderung an die Politik
    1. Sachkundeprüfungsnachweis bevor sie als Politiker
    tätig werden können

    2. Wegfall der Immunität, damit jeder Bürger jeden Politiker wegen Fehlverhalten anzeigen kann

    3. Verbot jeglicher legalisierter Nebentätigkeiten, wie Aufsichtsratsposten, etc.

    4. Unentschuldigtes fehlen bei den Plenarsitzungen
    a.d. Pranger stellen

    5. Monatliche öffentliche Fragestunde f.d. Bürger in dem Wahlkreis

    6. Wegfall der Überversorgung und sonstiger Vergünstigungen

    7. und das wichigste Volksentscheid auf Bundesebene

    Erst wenn alle 7 Punkte durch Gesetz verbindlich
    auf Dauer festgeschrieben werden, erst dann wird sich i.d. Programmatik und im persönlichen eines sich defr Politschwätzer im Sinne seiner Wähler zum positiven verändern.

    Politik gegen den Willen der Masse des Volkes, wie z.B. EU-Währungsunion, Rettungsfonds, etc. wird sich auf kurze Zeit rächen.

    Für mich wirken viele der Politschwätzer im sozialden Körper wie die schmutzigsten Brechmittel.

  • 11.01.2012 15:33 Uhr

    von Altlinke entsorgen:

    Wenn noch mehr solcher Altlinker bei den Piraten auftauchen, dann ist das der Anfang vom Ende. Grüne 2.0 braucht niemand.

  • 11.01.2012 14:57 Uhr

    von Dennis:

    @Der Heinz: Partei ohne Programm? Ist sie noch in einer anderen Partei Mitglied, als bei den Piraten?

  • 11.01.2012 13:48 Uhr

    von Der Heinz:

    Warum können Politiker einfach nicht von der Macht lassen..?
    Sie wechselt von einer Partei, die sich von ihrem ursprünglichen Programm fast vollständig verabschiedet hat, zu einer, die ert gar keins hat. Das nenne ich Pragmatismus.

  • 11.01.2012 13:24 Uhr

    von GERWALD FOR PRESIDENT:

    Ich halte die Demokratie für die beste Staatsform. Aber "die Wulffs und Guttenbergs" schädigen unsere Demokratie auf gefährliche Weise. Da sind die Piraten eine echte Wohltat.
    Für mich war es ein Highlight, Gerwald Claus-Brunners klares Statement zum unsäglichen Verkauf der Berliner Wasserbetriebe 1999 im Sonderausschuss Wasser am letzten Freitag zu hören.
    Solche Politiker brauchen wir!

  • 11.01.2012 13:08 Uhr

    von reblek:

    Angelika Beer ist bis 2009 bei den sogenannten Grünen geblieben. Da gehörten Krieg und Sozialabbau schon seit Jahren zum Grundsatzprogramm dieser Partei. Und jetzt will sie uns weismachen, dass sie für Frieden und eine soziale Gesellschaft steht? Könnte es sein, dass sie darauf baut, mit ihren "politischen Erfahrungen" auf der Piraten-Liste wieder in den Bundestag zu kommen. Ist doch ganz angenehm da. Oder wäre das Gedrängel um die MdB-Sitze sonst so groß?

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