• 24.11.2009

Angebot der Gewerkschaft IG Metall

Lohnsenkungen statt Kündigungen

Die IG Metall setzt auf die 28-Stunden-Woche. Das hieße deutlich weniger Lohn als bei Kurzarbeit.von Hannes Koch

  • 11.02.2011 18:03 Uhr

    von Matthias:

    @pyro: Ich kann dir nicht ganz nachvollziehen was deine Ausführungen mit Lohndumping und Ausbeutung zu tun haben. Und dass der Neoliberale Weg der richtige ist, sehe ich ganz und gar nicht! Dann werden nämlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut und je nach Bedarf hinterher mit 400€ Kräften, Leiharbeitnehmern oder Befristeten gefüllt. Und, zumindest für mich, haben nicht nur die Höhe der Vergütung, die Arbeitszeit und die angebotenen Leistugen des AG was mit einem guten Job zu tun - sondern auch die Sicherheit dieses Arbietplatzes und eine Perspektive.

    @vic: Vollste Zustimmung!

    Und zu letzt: Wir alle wissen doch noch den Quantensprung für die AG Seite durch die Einführung von ERA! Schon damals hat die IGM gegen ihre Mitglieder gehandelt. Leider scheint nicht nur die Wirtschaft zu ameriakanisieren, sondern auch die Qualität der Gewerkschaftsarbeit!

  • 11.02.2011 18:03 Uhr

    von vic:

    Lohnkürzungen sind der falsche Weg.
    Will die BRD tatsächlich eine ausschießlich von Export lebende Nation werden? Was ist mit der deutschen Bevölkerung, zu deren Wohl ein Eid geleistet wurde?
    Kapitalertragssteuer jetzt sofort, unabhängig davon Vermögenssteuer, Beteiligung eines jeden Deutschen an den Sozialsystemen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung.
    Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel senken, für Luxusgüter erhöhen.
    Es gibt genug Möglichkeiten der Unter-und Mittelschicht das wenige Geld zu lassen. Die Regierung müsste nur wollen.

  • 11.02.2011 18:03 Uhr

    von thomas fluhr:

    Ich dachte, die Zeitarbeit-Sklaven sollten Lohnanpassung erhalten. ich war naiv an die andere Richtung zu glauben.
    In Zukunft soll sich wohl Arbeit für niemanden mehr lohnen.
    Aber wovon leben dann alle? Arbeitsplatzgarantie füllt keinen,
    pardon, nicht den Magen des Arbeiters.

  • 26.11.2009 08:24 Uhr

    von Matthias:

    @pyro: Ich kann dir nicht ganz nachvollziehen was deine Ausführungen mit Lohndumping und Ausbeutung zu tun haben. Und dass der Neoliberale Weg der richtige ist, sehe ich ganz und gar nicht! Dann werden nämlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut und je nach Bedarf hinterher mit 400€ Kräften, Leiharbeitnehmern oder Befristeten gefüllt. Und, zumindest für mich, haben nicht nur die Höhe der Vergütung, die Arbeitszeit und die angebotenen Leistugen des AG was mit einem guten Job zu tun - sondern auch die Sicherheit dieses Arbietplatzes und eine Perspektive.

    @vic: Vollste Zustimmung!

    Und zu letzt: Wir alle wissen doch noch den Quantensprung für die AG Seite durch die Einführung von ERA! Schon damals hat die IGM gegen ihre Mitglieder gehandelt. Leider scheint nicht nur die Wirtschaft zu ameriakanisieren, sondern auch die Qualität der Gewerkschaftsarbeit!

  • 25.11.2009 11:01 Uhr

    von Pyro:

    Schwierig, das Ganze. Entlassungen oder Belastung des Staatshaushaltes?
    Neoliberale würden für Entlassungen plädieren - die Marktwirtschaft richte sich schon selber wieder auf.
    Sozialisten dagegen wären wohl eher für die Belastung des Staatshaushaltes, da sich die Wirtschaft schon bald wieder erholen werde und man dann neue Wege finden könne.

    Ich bin alles andere als liberal, aber ich bin nicht so naiv zu glauben, die Wirtschaft richte sich wieder so gut auf, dass sie wieder soviele Vollbeschäftigte einstellt wie vor der Krise. Wenn die Staatskasse soviel übernimmt, dann kommt das den Unternehmen zugute, die das Geld nicht später in neue Arbeiter, sondern in Technologie und Wachstum, in Aktien, Grundkapital, Aktionäre und Manager pumpen und den Gewinn einfach einstreicht, ohne ihn auszugeben.

    Das liberale Modell macht mehr Sinn, da die Betriebe sich erstmal verkleinern, um wieder Gewinn zu erwirtschaften. Später, bei Expansionen, werden sie sich vergrößern und wieder neue Arbeiter einstellen. Das Geld verschwindet also nicht, sondern muss dann wieder neu investiert werden, um eben mehr Gewinne zu erhalten. Erst Verlust, dann Gewinn - das ist eine Gewinnerformel für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Seltsamerweise.

  • 25.11.2009 10:03 Uhr

    von Siegfried:

    Kurzarbeitergeld belastet vorallem auch den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit. Abgesehen von dem Missbrauch, den Unternehmen nachweislich damit getrieben haben, treiben, -hier bleibt die Empörung aus und alleine dies ein Grund nach anderen Lösungen zu suchen-, fehlt das Geld dann für Maßnahmen zu ALGI und AlGII.
    Und letztlich besteht dann die Gefahr, vorallem da die BA von der Regierung nur Darlehen zur Begleichung ihres Defizites bekommt, die sie zurück zahlen muss, dass irgendwann wieder der Schrei durch die Republik halt: ausufernde Sozialkosten. Das können wir uns nicht leisten. Kürzen, Streichen, Reform! Dann sieht es wohlmöglich noch düsterer aus wenn man doch mal arbeitslos wird als durch Hartz jetzt schon. Und der Druck, Arbeit um jeden Preis anzunehmen, arbeiten für jeden Preis, erhöht sich wohl weiter.
    Auch wenn jede Lohneinbuße ganz sicher weh tut, trotzdem die bessere Idee.

  • 24.11.2009 23:55 Uhr

    von vic:

    Lohnkürzungen sind der falsche Weg.
    Will die BRD tatsächlich eine ausschießlich von Export lebende Nation werden? Was ist mit der deutschen Bevölkerung, zu deren Wohl ein Eid geleistet wurde?
    Kapitalertragssteuer jetzt sofort, unabhängig davon Vermögenssteuer, Beteiligung eines jeden Deutschen an den Sozialsystemen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung.
    Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel senken, für Luxusgüter erhöhen.
    Es gibt genug Möglichkeiten der Unter-und Mittelschicht das wenige Geld zu lassen. Die Regierung müsste nur wollen.

  • 24.11.2009 21:10 Uhr

    von Manni:

    Hallo,

    also ich stehe da jetzt zwischen zwei Stühlen. Natürlich ist es gut wenn durch diese Methode Arbeitsplätze erhalten werden können.

    Wie groß ist jedoch die Gefahr, dass die 28 Stundenwoche seitens der Arbeitgeber als eine neue Chance für Lohndumping genuzt wird und dadurch Langzeitfolgen für die Arbeitnehmer entstehen?

  • 24.11.2009 20:41 Uhr

    von thomas fluhr:

    Ich dachte, die Zeitarbeit-Sklaven sollten Lohnanpassung erhalten. ich war naiv an die andere Richtung zu glauben.
    In Zukunft soll sich wohl Arbeit für niemanden mehr lohnen.
    Aber wovon leben dann alle? Arbeitsplatzgarantie füllt keinen,
    pardon, nicht den Magen des Arbeiters.

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