Immer mehr Amateurvereine wollen nicht aufsteigen. Zu teuer ist mittlerweile der Sprung ins Profigeschäft. Schon einen Etat für die fünfte Liga können viele Klubs nicht stemmen.von Milan Jaeger
Ich kann dem Torben nur zustimmen. Um Beeispiele zu nennen: "Fördergelder" Volker Finke, und auch einige andere Trainer, haben vor einigen Jahre den DFB vorgeworfen, die Vereine nicht zu unterstützen. Begrüpndung: Millionen wurden beim DFB gelassen, statt es den Vereinen für die Jugendarbeit zu geben - es wurde so abgestimmt. "Cateringfirma von Oliver Bierhof" Na, klingelts? Recherchiert mal selber - ich habe keine Lust noch mehr zu schreiben. "Schiedsrichter und sein eigener Verlag" Klingelts hier auch? Also, selber recherchieren. Das Internet ist so was von Hammergeil.
Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben, aber merke gerade das ich keine Motivation habe.
09.07.2009 15:52 Uhr
von M. N.:
Die Zweiten Mannschaften müssen aus dem bezahlten Fußball verband werden. Es ist eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Bundesligaspieler plötzlich in der Oberliga oder Regionalliga kicken. Außerdem senken sie den Zuschauerschnitt drastisch, sodass auch noch Einbußen für die Zuschauereinnahmen zu verzeichnen sind. In den ersten 4 Ligen nehmen 25 Reservemannschaften klassischen Fußballzentren wie Leipzig, Uerdingen, Oldenburg, Meppen, Herne, Ludwigshafen, Ludwigsburg, Bayreuth, Würzburg, u.v.a. ... die Startplätze weg. Für Spieler dieser Vereine gibt es keine Perspektive im Verein. Diese Vereine können auch keine überregionalen Sponsoren finden. Reservemannschaften könnten ja in einer eigenen Liga wie die A-Junioren kicken, das wäre gerecht. Das zweite Problem sind die infrastrukturellen Vorgaben (3. Liga=10000 Zuschauer, RL=5000 Zuschauer). Hier sollte die DFL längere Übergangsfristen genehmigen, z.B. 5 Jahre für den Stadionausbau sowie einen jährlichen Mindestinvestitionsbetrag (z.B. 10% des Etats) für die Infrastruktur, sodass auch für die Personalkosten noch etwas Geld übrig bleibt. Vielleicht wäre auch ein Förderprogramm der DFL für solche Vereine sinnvoll, die gute Jugendarbeit leisten und in die RL wollen. Uns zuletzt die Fernsehgelder. Warum sollte nicht auch Oberliga im Fernsehen gezeigt werden und dafür etwas entlohnt werden. Dafür sollte die Oberliga aber besser strukturiert werden. Im Moment ist da zwischen der NRW-Liga und der SH-Oberliga ein mächtiges Ungleichgewicht.
22.06.2009 01:34 Uhr
von Jacke:
Alles nicht völlig verkehrt. Aber dass es auch mit kleinerem Etat in der RL geht, machen zahlreiche Vereine vor. Türkiyemspor ist sicher nicht siebenstellig, in Lübeck wurden im letzten Jahr gerade mal 320000 Euro für Spielergehälter ausgegeben. Beide Mannschaften haben über 40 Punkte erreicht. In anderen Regionen gibt es auch Beispiele. Wichtig sind vor allem zwei Dinge: Ich brauche Funktionäre, die anpacken wollen. Und, noch wichtiger, Spieler die vorankommen wollen und nicht wegen zehn Euro mehr in die Bezirksliga wechseln. Beide Mentalitäten sind unserer Gesellschaft ziemlich abhanden gekommen. Außerdem holen auch die genannten Vereine lieber zehn Spieler, die für mittelmäßige Kickerei in der 6. Liga noch 500 bis 1000 Euro kassieren, als die Hälfte des Geldes in einen fähigen Mann zu stecken, der als geschäftsführender Sportdirektor dem Verein ein Konzept auf den Weg gibt. Dann findet man nämlich auch noch das eine oder andere Talent, dessen Ehrgeiz man auch ohne Geld wecken kann. Dass es dann für die RL auch noch ein Stadion mit extremen Sicherheitsvorkehrungen sein muss, ist das einzige, was man dem DFB dabei wirklich vorwerfen kann. Aber den gehobenen Amateurfußball - sprich: für eine angemessene Aufwandsentschädigung so hoch kicken wie es eben geht - gibt es doch in der Form mit wenigen Ausnahmen seit Jahren nicht mehr. Lieber schon mit 20 so bequem wie möglich so viel kassieren wie nur geht.
19.06.2009 23:02 Uhr
von Robert Klemme:
Torben, was würde sich denn dadurch ändern? Ich denke, die Situation würde eher schlimmer: wenn es zwei getrennte Verbände gäbe, würden sich die Profis erst recht nicht veranlasst sehen, den Amateuren etwas von ihrem Geld abzugeben. Eher müsste man doch die Verteilung innerhalb des DFB verändern. Und es ist ja nicht so, dass die Satzung nicht geändert werden könnte. Übrigens, es gibt ja schon eine Zweiteilung: DFL und DFB.
19.06.2009 12:18 Uhr
von Torben:
Amateurfußball? Ist das die Graswurzel, so richtig Jedermann mit krummen Beinen? Ich dachte, Amateurfußball bis in die Kreisliga wurde abgeschafft, weil Recht an Bild und Ton dem DFB respektive dem WFV gehören.
Der DFB rühmt sich seiner 6 Millionen Mitglieder, trotzdem liegt der Schwerpunkt nicht im Breitensport. Der DFB stinkt und Ignoranz und Korruption ließen sich wohl nur überwinden, wenn der Bundesligazirkus nebst nachgelagerten Aufzuchtligen endlich komplett vom Volkssport Fußball abgekoppelt würde.
Leserkommentare
02.08.2009 12:55 Uhr
von Andi:
Ich kann dem Torben nur zustimmen.
Um Beeispiele zu nennen:
"Fördergelder"
Volker Finke, und auch einige andere Trainer, haben vor einigen Jahre den DFB vorgeworfen, die Vereine nicht zu unterstützen. Begrüpndung: Millionen wurden beim DFB gelassen, statt es den Vereinen für die Jugendarbeit zu geben - es wurde so abgestimmt.
"Cateringfirma von Oliver Bierhof"
Na, klingelts? Recherchiert mal selber - ich habe keine Lust noch mehr zu schreiben.
"Schiedsrichter und sein eigener Verlag"
Klingelts hier auch? Also, selber recherchieren.
Das Internet ist so was von Hammergeil.
Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben, aber merke gerade das ich keine Motivation habe.
09.07.2009 15:52 Uhr
von M. N.:
Die Zweiten Mannschaften müssen aus dem bezahlten Fußball verband werden. Es ist eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Bundesligaspieler plötzlich in der Oberliga oder Regionalliga kicken. Außerdem senken sie den Zuschauerschnitt drastisch, sodass auch noch Einbußen für die Zuschauereinnahmen zu verzeichnen sind. In den ersten 4 Ligen nehmen 25 Reservemannschaften klassischen Fußballzentren wie Leipzig, Uerdingen, Oldenburg, Meppen, Herne, Ludwigshafen, Ludwigsburg, Bayreuth, Würzburg, u.v.a. ... die Startplätze weg. Für Spieler dieser Vereine gibt es keine Perspektive im Verein. Diese Vereine können auch keine überregionalen Sponsoren finden. Reservemannschaften könnten ja in einer eigenen Liga wie die A-Junioren kicken, das wäre gerecht.
Das zweite Problem sind die infrastrukturellen Vorgaben (3. Liga=10000 Zuschauer, RL=5000 Zuschauer). Hier sollte die DFL längere Übergangsfristen genehmigen, z.B. 5 Jahre für den Stadionausbau sowie einen jährlichen Mindestinvestitionsbetrag (z.B. 10% des Etats) für die Infrastruktur, sodass auch für die Personalkosten noch etwas Geld übrig bleibt. Vielleicht wäre auch ein Förderprogramm der DFL für solche Vereine sinnvoll, die gute Jugendarbeit leisten und in die RL wollen.
Uns zuletzt die Fernsehgelder. Warum sollte nicht auch Oberliga im Fernsehen gezeigt werden und dafür etwas entlohnt werden. Dafür sollte die Oberliga aber besser strukturiert werden. Im Moment ist da zwischen der NRW-Liga und der SH-Oberliga ein mächtiges Ungleichgewicht.
22.06.2009 01:34 Uhr
von Jacke:
Alles nicht völlig verkehrt. Aber dass es auch mit kleinerem Etat in der RL geht, machen zahlreiche Vereine vor. Türkiyemspor ist sicher nicht siebenstellig, in Lübeck wurden im letzten Jahr gerade mal 320000 Euro für Spielergehälter ausgegeben. Beide Mannschaften haben über 40 Punkte erreicht. In anderen Regionen gibt es auch Beispiele.
Wichtig sind vor allem zwei Dinge: Ich brauche Funktionäre, die anpacken wollen. Und, noch wichtiger, Spieler die vorankommen wollen und nicht wegen zehn Euro mehr in die Bezirksliga wechseln. Beide Mentalitäten sind unserer Gesellschaft ziemlich abhanden gekommen.
Außerdem holen auch die genannten Vereine lieber zehn Spieler, die für mittelmäßige Kickerei in der 6. Liga noch 500 bis 1000 Euro kassieren, als die Hälfte des Geldes in einen fähigen Mann zu stecken, der als geschäftsführender Sportdirektor dem Verein ein Konzept auf den Weg gibt. Dann findet man nämlich auch noch das eine oder andere Talent, dessen Ehrgeiz man auch ohne Geld wecken kann.
Dass es dann für die RL auch noch ein Stadion mit extremen Sicherheitsvorkehrungen sein muss, ist das einzige, was man dem DFB dabei wirklich vorwerfen kann.
Aber den gehobenen Amateurfußball - sprich: für eine angemessene Aufwandsentschädigung so hoch kicken wie es eben geht - gibt es doch in der Form mit wenigen Ausnahmen seit Jahren nicht mehr. Lieber schon mit 20 so bequem wie möglich so viel kassieren wie nur geht.
19.06.2009 23:02 Uhr
von Robert Klemme:
Torben, was würde sich denn dadurch ändern? Ich denke, die Situation würde eher schlimmer: wenn es zwei getrennte Verbände gäbe, würden sich die Profis erst recht nicht veranlasst sehen, den Amateuren etwas von ihrem Geld abzugeben. Eher müsste man doch die Verteilung innerhalb des DFB verändern. Und es ist ja nicht so, dass die Satzung nicht geändert werden könnte. Übrigens, es gibt ja schon eine Zweiteilung: DFL und DFB.
19.06.2009 12:18 Uhr
von Torben:
Amateurfußball? Ist das die Graswurzel, so richtig Jedermann mit krummen Beinen? Ich dachte, Amateurfußball bis in die Kreisliga wurde abgeschafft, weil Recht an Bild und Ton dem DFB respektive dem WFV gehören.
Der DFB rühmt sich seiner 6 Millionen Mitglieder, trotzdem liegt der Schwerpunkt nicht im Breitensport. Der DFB stinkt und Ignoranz und Korruption ließen sich wohl nur überwinden, wenn der Bundesligazirkus nebst nachgelagerten Aufzuchtligen endlich komplett vom Volkssport Fußball abgekoppelt würde.