Carl Dietmar und Marcus Leifeld untersuchten das närrische Treiben der Karnevalisten während der NS-Zeit. Die NSDAP versuchte den Karneval in ihre Ideologie einzureihen.von Klaus Hillenbrand
@Gerhard Katz: Stellen sie sich mal vor, dieses wirklich jahrzehntelang verschwiegene Thema ist für viele Leute wirklich existentiell. Gerade auch für traditionsbewusste Jecken. In diesem Sinne ein drei donnerndes Alaaf auch für Sie.
07.02.2010 18:10 Uhr
von Klerikal ganz egal:
@ JanChris:
Sie bringen da einiges durcheinander. Ich hoffe, dass ich das verständlich erklären kann.
1. Es gab sicher mehrere, die am Endsieg zweifelten und nicht aus den Reihen der Kirche waren. Da ist Ihre Behauptung sicher falsch. 2. Ihr und mein Posting bezogen sich auf die Handlungsweise während des dritten Reichs, nicht im Vergleich mit der Zeit danach. Kritisiert habe ich den Umgang der Kirche nach dem Krieg mit der eigenen Vergangenheit, als es nun opportun war sich als Gegener der Nazis darzustellen statt sich wie vorher mit ihnen zu arrangieren. Der damalige Papst selbst ist ein gutes Beispiel. 3. Nun erst bringen Sie andere Berufsgruppen etc in die Diskussion. Soll das den Opportunismus der Kirche relativieren oder von ihm ablenken? Natürlich gab es auch Juristen, Banken, den DAV, MPG (KWI) und viele mehr, die ihre Vergangenheit aufarbeiten mussten (sollten). Darauf bezog sich Ihr Ursprungsbeitrag nicht. Und die perfide Vereinnahmung eigener Mitglieder nach dem Krieg, die zuvor sträflich in der Not im Stich gelassen wurden als sie sich allein und aus eigenen Stücken gegen die Nazis wandten, ist mir in dem Ausmaß nur von der Kirche bekannt. 4. Ihr zweiter Beitrag ändert nichts an der Richtigkeit meiner Kritik sondern versucht diese nur zu relativieren. Warum?
Ich wünsche noch besinnliches Schmunzeln.
07.02.2010 00:25 Uhr
von denninger:
"Münchner Karnevalisten", lieber Klaus, gab und gibt es nicht. Dort herrscht der mit den Karneval nicht zu vergleichende Fasching.
06.02.2010 20:17 Uhr
von Marvin:
Als letztes Jahr im Musikunterricht (ich bin Schüler in Köln) das Thema Karneval und Nationalsozialismus aufkam, war darüber im Internet nicht viel zu erfahren. Was ich bis dahin wusste, hatte ich in einer WDR-Fernsehdoku zu dem Thema gesehen und gehört - Exakt die Beispiele dieses Artikels: Der Rosenmontagswagen, der Liessem (der Ostermann selbst war auch in der NSDAP und bekam zur Beerdigung Swastika-Schleifchen-Kränze), und der "Is-et-am-rähne?"-Karnevalist. Vielleicht bedarf das Thema Karneval, vielleicht "Kölscher Fastelovend" im Speziellen, einer umfassenderen Aufarbeitung. Denn: Sind männliche Jungfrauen wirklich homoerotisch oder nicht vielleicht schlicht patriarchal? Und wie viel Dreck, Sexismus, Rassismus, steckt nicht auch heute (noch) in weiten Teilen des "Frohsinns"? Wer wäre vielleicht auch morgen (wieder)für eine NS-Übernahme offen? Und gibt es den "guten" im alternativen Karneval (Stunksitzung etc.)?
06.02.2010 19:09 Uhr
von JanChris:
@von: Die Institution Kirche besteht nun mal wie alle aus ihren Mitgliedern. Jedes Mitglied im Schlechten wie im Guten prägt diese. Hmm, und wo war dann Ihr Berufsstand damals - Ihre Institution? Gehören Sie zu den Lehrern, Anwälten, Soziologen, Juristen, Unternehmern der damaligen Zeit? Kritisieren Sie auch Ihre Zunft gar heftig? Oder ist man als Alt-68er auch hier wieder mutig nach dem Motto: Feste drauf auf die anderen - streicheln bei sich selber?
Mit einem Schmunzeln - JanChris
06.02.2010 07:50 Uhr
von Gerhard Katz:
Endlich wird auch dieses existenziell wichtige, jahrzehntelang totgeschwiegene Thema von berufenen Experten "aufbereitet"...
05.02.2010 17:20 Uhr
von Klerikal ganz egal:
Schon zur Stelle! Die Kritik einzelner Mitglieder der Kirche am Nationalsozialismus übten diese gänzlich auf eigenes Risiko. Die offizielle Linie der Institution Kirche beinhaltete keine Kritik, im Gegenteil. Erst nach dem Krieg vereinnahmte die Kirche auf perfide und ziemlich widerliche Art und Weise die Kritiker und Wiederständler, die sie zuvor im Stich gelassen hatte.
Zufrieden?
05.02.2010 16:39 Uhr
von JanChris:
Nur ein Vertreter der Kirche in diesen Reihen wagte es, am Endsieg zu zweifeln. Wo bleibt jetzt das Kirchen-Bashing unserer Alt-68er Kommentatoren?
Leserkommentare
08.02.2010 16:26 Uhr
von AndyCGN:
@Gerhard Katz: Stellen sie sich mal vor, dieses wirklich jahrzehntelang verschwiegene Thema ist für viele Leute wirklich existentiell. Gerade auch für traditionsbewusste Jecken. In diesem Sinne ein drei donnerndes Alaaf auch für Sie.
07.02.2010 18:10 Uhr
von Klerikal ganz egal:
@ JanChris:
Sie bringen da einiges durcheinander. Ich hoffe, dass ich das verständlich
erklären kann.
1. Es gab sicher mehrere, die am Endsieg zweifelten und nicht aus den Reihen der Kirche waren. Da ist Ihre Behauptung sicher falsch.
2. Ihr und mein Posting bezogen sich auf die Handlungsweise während des dritten Reichs, nicht im Vergleich mit der Zeit danach. Kritisiert habe ich den Umgang der Kirche nach dem Krieg mit der eigenen Vergangenheit, als es nun opportun war sich als Gegener der Nazis darzustellen statt sich wie vorher mit ihnen zu arrangieren. Der damalige Papst selbst ist ein gutes Beispiel.
3. Nun erst bringen Sie andere Berufsgruppen etc in die Diskussion. Soll das den Opportunismus der Kirche relativieren oder von ihm ablenken? Natürlich gab es auch Juristen, Banken, den DAV, MPG (KWI) und viele mehr, die ihre Vergangenheit aufarbeiten mussten (sollten). Darauf bezog sich Ihr Ursprungsbeitrag nicht. Und die perfide Vereinnahmung eigener Mitglieder nach dem Krieg, die zuvor sträflich in der Not im Stich gelassen wurden als sie sich allein und aus eigenen Stücken gegen die Nazis wandten, ist mir in dem Ausmaß nur von der Kirche bekannt.
4. Ihr zweiter Beitrag ändert nichts an der Richtigkeit meiner Kritik sondern versucht diese nur zu relativieren. Warum?
Ich wünsche noch besinnliches Schmunzeln.
07.02.2010 00:25 Uhr
von denninger:
"Münchner Karnevalisten", lieber Klaus, gab und gibt es nicht. Dort herrscht der mit den Karneval nicht zu vergleichende Fasching.
06.02.2010 20:17 Uhr
von Marvin:
Als letztes Jahr im Musikunterricht (ich bin Schüler in Köln) das Thema Karneval und Nationalsozialismus aufkam, war darüber im Internet nicht viel zu erfahren. Was ich bis dahin wusste, hatte ich in einer WDR-Fernsehdoku zu dem Thema gesehen und gehört - Exakt die Beispiele dieses Artikels: Der Rosenmontagswagen, der Liessem (der Ostermann selbst war auch in der NSDAP und bekam zur Beerdigung Swastika-Schleifchen-Kränze), und der "Is-et-am-rähne?"-Karnevalist. Vielleicht bedarf das Thema Karneval, vielleicht "Kölscher Fastelovend" im Speziellen, einer umfassenderen Aufarbeitung. Denn: Sind männliche Jungfrauen wirklich homoerotisch oder nicht vielleicht schlicht patriarchal? Und wie viel Dreck, Sexismus, Rassismus, steckt nicht auch heute (noch) in weiten Teilen des "Frohsinns"? Wer wäre vielleicht auch morgen (wieder)für eine NS-Übernahme offen?
Und gibt es den "guten" im alternativen Karneval (Stunksitzung etc.)?
06.02.2010 19:09 Uhr
von JanChris:
@von: Die Institution Kirche besteht nun mal wie alle aus ihren Mitgliedern. Jedes Mitglied im Schlechten wie im Guten prägt diese. Hmm, und wo war dann Ihr Berufsstand damals - Ihre Institution? Gehören Sie zu den Lehrern, Anwälten, Soziologen, Juristen, Unternehmern der damaligen Zeit? Kritisieren Sie auch Ihre Zunft gar heftig? Oder ist man als Alt-68er auch hier wieder mutig nach dem Motto: Feste drauf auf die anderen - streicheln bei sich selber?
Mit einem Schmunzeln - JanChris
06.02.2010 07:50 Uhr
von Gerhard Katz:
Endlich wird auch dieses existenziell wichtige, jahrzehntelang totgeschwiegene Thema von berufenen Experten "aufbereitet"...
05.02.2010 17:20 Uhr
von Klerikal ganz egal:
Schon zur Stelle! Die Kritik einzelner Mitglieder der Kirche am Nationalsozialismus übten diese gänzlich auf eigenes Risiko. Die offizielle Linie der Institution Kirche beinhaltete keine Kritik, im Gegenteil. Erst nach dem Krieg vereinnahmte die Kirche auf perfide und ziemlich widerliche Art und Weise die Kritiker und Wiederständler, die sie zuvor im Stich gelassen hatte.
Zufrieden?
05.02.2010 16:39 Uhr
von JanChris:
Nur ein Vertreter der Kirche in diesen Reihen wagte es, am Endsieg zu zweifeln. Wo bleibt jetzt das Kirchen-Bashing unserer Alt-68er Kommentatoren?