• 27.08.2009

Agrarpolitik des Schattenministers

SPD will die Genkartoffel

Udo Folgart, Mitglied in Steinmeiers Kompetenzteam der SPD, meint: "Landwirtschaft ist in erster Linie Wirtschaft" und befürwortet Genkartoffeln und neue Tierfabriken.von Hanna Gersmann

  • 09.09.2011 15:28 Uhr

    von klara himmel:

    Solche Politiker haben uns gerade noch gefehlt!
    Nur weil im Osten Deutschlands die Flächen groß und leer sind, kann man nicht allen Ernstes Tierfabriken und Gengemüse befürworten.
    Weder BASF noch MONSANTO sind an der Gesundheit der Menschen interessiert sondern einzig und allein an dem Verkauf Ihrer chemischen Produkte und Gifte.
    Diese Firmen muß man boykottieren wo es nur geht und wenn wir weniger Essen wegschmeißen haben alle mehr als genug zu essen.
    Solange Biogaswerke mit Lebensmitteln "gefüttert" werden, solange muß man jede Produktionssteigerung in der Landwirtschaft auf´s Heftigste ablehnen!!!

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Klaus Keller:

    @werner:
    Danke für das Zitat, in dem Text wird die Gentechnik mit keinem Wort erwähnt, also eindeutig kein Dementi, oder hab ich was übersehen?

    klaus keller hanau

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Werner:

    Der taz-Artikel gegen die SPD-genetische Kartoffel war erfolgreich. Die SPD hat nämlich ausnahmsweise mal auf eine Mail von mir geantwortet geantwortet, sogar innerhalb von 1 Tag. Der ausgleichenden Gerechtigkeit halber hier die SPD-Antwort:

    (Zitat:)

    "Sehr geehrter Herr [...],

    vielen Dank für Ihre E-Mail, die uns am 28.08.2009 erreicht hat.

    Ich verstehe Ihre Irritation nach der Lektüre der taz vom 27.08.2009.
    Deshalb übersende ich Ihnen anbei die Stellungnahme des SPD Parteivorstandes zum Artikel in der heutigen taz "Für Genkartoffeln und Tierfabriken":

    Der Versuch der taz mit überspitzten und verkürzten Aussagen Stimmung gegen Udo Folgart zu schüren und ihn als den Schattenagrarminister der SPD darzustellen, der die SPD in der Agrarpolitik neu positionieren wolle, ist mehr als durchsichtig.
    Ins Bild passt auch die Darstellung der „taz“, er erhalte jährlich knapp 300.000 Euro an EU-Subventionen. Gefördert wird die GmbH, deren Geschäftsführer er ist, die acht Gesellschafter und ein Dutzend Mitarbeiter hat. Dieser sehr relativierende Hinweis unterbleibt, um das Feindbild nicht zu trüben.
    Für jedes Mitglied im Kompetenzteam gilt natürlich, dass sein Engagement auf Grundlage des Wahlprogramms der SPD und des Deutschland-Plans von Frank-Walter Steinmeier erfolgt.
    Wir haben in Deutschland eine landwirtschaftliche Struktur, die heterogener als in den meisten anderen europäischen Staaten ist. Das hat historische Gründe im unterschiedlichen Hoferbenrecht in Nord- und Süddeutschland und in der Existenz großflächiger Betriebe als Erbe der DDR-Zeit in Ost- und Mitteldeutschland. Udo Folgarts Credo besteht darin, Landwirtschaft in Deutschland in allen ihren Betriebsformen als Herzstück der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Räumen zu begreifen.
    Die Größe von Tierzuchtanlagen stößt schon angesichts von Tierseuchenaspekten für Udo Folgart an Grenzen. Udo Folgart steht ausdrücklich für eine artgerechte Tierhaltung. Er will landwirtschaftliche Strukturen in der Tierzucht, weshalb er sich auch gegen externe Großinvestoren ausspricht, die Kapital geben, Rendite erwarten und sich sonst nicht sehen lassen. Er plädiert für Investitionen von Landwirten in Ostdeutschland. Die Rentabilität von Tierzuchtanlagen hängt zudem nicht in erster Linie von der Größe ab, sondern von den Kosten, dem Leistungsvermögen, der Organisationsstruktur und den Verkaufspreisen.
    Die SPD dankt Udo Folgart, dass er der Bitte von Frank-Walter Steinmeier gefolgt ist, für die SPD im Wahlkampf in einer hervorgehobenen Rolle Flagge zu zeigen. Als hochrangiger Vertreter des Deutschen Bauernverbandes ist es in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich gewesen für die SPD zu werben, das Gegenteil war oft genug der Fall. Udo Folgart leitet im Übrigen einen landwirtschaftlichen Betrieb in Brandenburg mit einem Dutzend Mitarbeitern und Lehrlingen, in dem noch nie gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut wurden. Auch er steht auf dem Standpunkt, dass unsere Bauern Produkte nach den Wünschen unserer Verbraucherinnen und Verbraucher erzeugen sollen und diese das auch wollen. Und die Verbraucherwünsche nach gentechnikfreien Produkten sind in Deutschland klar ausgeprägt. Die SPD Bundestagsfraktion hat in diesem Kontext in der ablaufenden Legislaturperiode wertvolle Arbeit geleistet.
    Im Sinne von Frank-Walter Steinmeiers Deutschland-Plan will Udo Folgart in den ländlichen Räumen die Land- und die Ernährungswirtschaft als treibende Kraft für neue Beschäftigung weiterentwickeln.
    Er wird in den kommenden Wochen offensiv den Dialog mit allen Akteuren und Verbänden zu den Zukunftsfragen der Agrarpolitik suchen.



    Freundliche Grüße

    Steffen Buchholz

    SPD Parteivorstand
    Partei- und Bürgerservice"

    (Zitat Ende)

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von bhellweg:

    Übrigens, die Genkartoffel oder Amflora Kartoffel ist überhaupt nicht für den menschlichen Verzehr oder die Verfütterung gedacht, sie soll außschließlich bessere Eigenschaften für die Kusstoffproduktion haben. Sie ist also ein nachwachsender Rohstoff....

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von ab cd:

    Die Schizo-Partei Deutschlands macht mal wieder den Bock zum Gärtner. Aber nicht einfach aus Bock, sondern weil sie wirklich auf jeden und alles hereinfällt. Zum fremdschämen.

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Nigredo:

    @Werbrauchtmeinennutzernamen:
    "Aber wen kannste denn überhaupt wählen?"

    Die Linke.
    Selbst wenn sie in der nächsten Regierung beteiligt würden, könnten sie diesen ganzen pseudovisionären Schwachsinn nicht durchsetzen; die richtigen Anstöße in Richtung einer ansatzweise linken Politik in Deutschland geben sie aber heute schon, ein paar Stimmen mehr könnten da helfen...
    Als progressiv-linkem Wähler (und die dürfte die taz wohl am ehesten ansprechen, oder?) bleibt einem ohnehin nicht viel Wahl: Die Grünen sind vielleicht progressiv, aber nicht links, die Linke ist zwar links, hierin aber stockkonservativ, die SPD hat sich ohnehin längst rechts der Mitte positioniert, ist weder progressiv, noch links (und wundert sich seitdem, warum ihr die Wähler weglaufen).
    Blieben vielleicht noch ein paar linke und/oder sozialistisch-kommunistische Splitterparteien - da diese Stimmen aufgrund des deutschen Wahlrechts weggeschmissene Stimmen, die im Zweifelsfalle eher Schwarz-gelb helfen, sind, brauche ich hierzu gar keine Einordnung treffen.
    Die völkisch-rechten Parteien (Union, NPD, DVU, Reps, etc) und die FDP sind eh unwählbar.

    Ich bin übrigens insofern Optimist, das sich in einem rot²-grünen Bündnis die negativa mehr oder weniger aufheben und so am Ende eine halbwegs vernünftige Politik herauskommen würde (siehe auch meine Hinweise zur Wahlempfehlung Linkspartei)

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Mauermer:

    Regt Euch doch nicht auf, dieses Team hat mit Kompetenz so viel am Hut wie eine Kuh mit Beethoven. Sie verstehen es einfach nicht, die Fähigkeiten reichen eben nur noch zum Nachplappern der Thesen des eigentlich politischen Gegners. Ich wünsche den Spezialdemokraten 18% - X. Dort gehören sie hin. Wir brauchen Sach- und keine Parteikompetenz. Möglicherweise könnte es ausreichen, einfach mal die Meinungsumfragen zu allgemeinen Themen auszuwerten, dann wüßte man, was der Souverän will. Anschließend folgt der Gewaltakt des Ignorierens der Lobbyisten (schwierig, schwierig) und schon hätte man eine Politik fürs Volk. Ist das gewollt? Keine Ahnung, ich bin da so hilfslos wie unser Berliner Truppe, die ein Spiel spielt, dessen Regeln sie nicht mehr begreift. Wählt einfach was anderes, fast schon egal was, nur anders.

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von rustikal:

    Ich denk´mal dieser Schleimbeutel bringt bei mir das Faß zu überlaufen.
    Es reicht. Habe fertig nach 35 Jahren.
    Der möchtegern Gutsherr kann die Kartoffel ja gerne an seine Schweine verfüttern, aber ohne mich.

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Ullrich F.J. Mies:

    Dumme Kartoffeln, Tiermäster, Ignoranten und Lobbyisten in dieser Partei wohin man schaut.

    Wenn die Menschheit überleben soll, muss sie ein neues politisches System erdenken, dass dem Lobbypack den Garaus macht.

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Vincent Ritterspach:

    Was für ein Schwachsinn! Das regt mich wirklich auf... Lernen wir Menschen denn nie?? Landwirtschaft ist in erster Linie Wirtschaft...
    Tierleben sind in erster Linie Wirtschaft also? Ich fass es nicht. Von wegen Sozial. Mit der Linie beweisen wir bloß, dass wir perverse egoistische .... sind!

  • 11.02.2011 17:56 Uhr

    von Stahl:

    Die taz sollte einfach mal nach Paaren-Glien fahren und bei einer landwirtschaftlichen Leistungsschau der Brandenburger Landwirte vorbeischauen. Dann brauch man sich nicht wundern, wie einfältig der Schatten-Landwirtschaftsminister daherredet. Wer halt nicht von der Scholle runter kommt, der wird eben gegrillt. Recht so. Mehr davon

  • 29.08.2009 12:29 Uhr

    von Klaus Keller:

    @werner:
    Danke für das Zitat, in dem Text wird die Gentechnik mit keinem Wort erwähnt, also eindeutig kein Dementi, oder hab ich was übersehen?

    klaus keller hanau

  • 28.08.2009 13:31 Uhr

    von Werner:

    Der taz-Artikel gegen die SPD-genetische Kartoffel war erfolgreich. Die SPD hat nämlich ausnahmsweise mal auf eine Mail von mir geantwortet geantwortet, sogar innerhalb von 1 Tag. Der ausgleichenden Gerechtigkeit halber hier die SPD-Antwort:

    (Zitat:)

    "Sehr geehrter Herr [...],

    vielen Dank für Ihre E-Mail, die uns am 28.08.2009 erreicht hat.

    Ich verstehe Ihre Irritation nach der Lektüre der taz vom 27.08.2009.
    Deshalb übersende ich Ihnen anbei die Stellungnahme des SPD Parteivorstandes zum Artikel in der heutigen taz "Für Genkartoffeln und Tierfabriken":

    Der Versuch der taz mit überspitzten und verkürzten Aussagen Stimmung gegen Udo Folgart zu schüren und ihn als den Schattenagrarminister der SPD darzustellen, der die SPD in der Agrarpolitik neu positionieren wolle, ist mehr als durchsichtig.
    Ins Bild passt auch die Darstellung der „taz“, er erhalte jährlich knapp 300.000 Euro an EU-Subventionen. Gefördert wird die GmbH, deren Geschäftsführer er ist, die acht Gesellschafter und ein Dutzend Mitarbeiter hat. Dieser sehr relativierende Hinweis unterbleibt, um das Feindbild nicht zu trüben.
    Für jedes Mitglied im Kompetenzteam gilt natürlich, dass sein Engagement auf Grundlage des Wahlprogramms der SPD und des Deutschland-Plans von Frank-Walter Steinmeier erfolgt.
    Wir haben in Deutschland eine landwirtschaftliche Struktur, die heterogener als in den meisten anderen europäischen Staaten ist. Das hat historische Gründe im unterschiedlichen Hoferbenrecht in Nord- und Süddeutschland und in der Existenz großflächiger Betriebe als Erbe der DDR-Zeit in Ost- und Mitteldeutschland. Udo Folgarts Credo besteht darin, Landwirtschaft in Deutschland in allen ihren Betriebsformen als Herzstück der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Räumen zu begreifen.
    Die Größe von Tierzuchtanlagen stößt schon angesichts von Tierseuchenaspekten für Udo Folgart an Grenzen. Udo Folgart steht ausdrücklich für eine artgerechte Tierhaltung. Er will landwirtschaftliche Strukturen in der Tierzucht, weshalb er sich auch gegen externe Großinvestoren ausspricht, die Kapital geben, Rendite erwarten und sich sonst nicht sehen lassen. Er plädiert für Investitionen von Landwirten in Ostdeutschland. Die Rentabilität von Tierzuchtanlagen hängt zudem nicht in erster Linie von der Größe ab, sondern von den Kosten, dem Leistungsvermögen, der Organisationsstruktur und den Verkaufspreisen.
    Die SPD dankt Udo Folgart, dass er der Bitte von Frank-Walter Steinmeier gefolgt ist, für die SPD im Wahlkampf in einer hervorgehobenen Rolle Flagge zu zeigen. Als hochrangiger Vertreter des Deutschen Bauernverbandes ist es in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich gewesen für die SPD zu werben, das Gegenteil war oft genug der Fall. Udo Folgart leitet im Übrigen einen landwirtschaftlichen Betrieb in Brandenburg mit einem Dutzend Mitarbeitern und Lehrlingen, in dem noch nie gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut wurden. Auch er steht auf dem Standpunkt, dass unsere Bauern Produkte nach den Wünschen unserer Verbraucherinnen und Verbraucher erzeugen sollen und diese das auch wollen. Und die Verbraucherwünsche nach gentechnikfreien Produkten sind in Deutschland klar ausgeprägt. Die SPD Bundestagsfraktion hat in diesem Kontext in der ablaufenden Legislaturperiode wertvolle Arbeit geleistet.
    Im Sinne von Frank-Walter Steinmeiers Deutschland-Plan will Udo Folgart in den ländlichen Räumen die Land- und die Ernährungswirtschaft als treibende Kraft für neue Beschäftigung weiterentwickeln.
    Er wird in den kommenden Wochen offensiv den Dialog mit allen Akteuren und Verbänden zu den Zukunftsfragen der Agrarpolitik suchen.



    Freundliche Grüße

    Steffen Buchholz

    SPD Parteivorstand
    Partei- und Bürgerservice"

    (Zitat Ende)

  • 28.08.2009 08:56 Uhr

    von bhellweg:

    Übrigens, die Genkartoffel oder Amflora Kartoffel ist überhaupt nicht für den menschlichen Verzehr oder die Verfütterung gedacht, sie soll außschließlich bessere Eigenschaften für die Kusstoffproduktion haben. Sie ist also ein nachwachsender Rohstoff....

  • 28.08.2009 08:01 Uhr

    von Antonietta:

    Die wirtschaftliche Nutzung der Gentechnologie ist an die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen oder Organismen gebunden und hier entsteht ein großes Gefahrenpotential. Es fehlen jegliche Vorstellung und Risikoanalyse darüber, was unter Freilandbedingungen eintreten kann. Der einmal freigesetzte gentechnisch veränderte Organismus kann nie wieder eingefangen werden und seine Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Biotops sind nicht einmal abschätzbar.

    Die Flächen mit den drei wichtigsten gentechnisch modifizierten Sorten Soja, Mais und Raps sind deutlich gewachsen. Demgegenüber ist die insektenresistente Baumwolle in den Vereinigten Staaten rückläufig. Bei den genannten vier Pflanzenarten ist der Anteil der gentechnisch erzeugten Sorten am gesamten Saatgut auf knapp ein Viertel gestiegen. Fast schon ein Drittel der Sojabohnen werden weltweit mit biotechnologisch hergestelltem Ausgangsmaterial erzeugt.

  • 28.08.2009 05:32 Uhr

    von ab cd:

    Die Schizo-Partei Deutschlands macht mal wieder den Bock zum Gärtner. Aber nicht einfach aus Bock, sondern weil sie wirklich auf jeden und alles hereinfällt. Zum fremdschämen.

  • 27.08.2009 14:28 Uhr

    von Manfred Bsirske:

    Hervorragend!
    Wir müssen weg von der Massentierhaltung - allein aus ökologischen Gründen.
    Und was möchte der nette Mensch von der SPD? Massentierhaltung.

    Eine ausgezeichnete Idee!

    Laufen in der Politik eigentlich grundsätzlich Leute ohne gesunden Menschenverstand herum?

    Und der absolut überwiegende Teil der Bevölkerung will zum verrecken keine Gentechnik auf dem Teller (gut, dafür ist es eh zu spät, danke schon einmal dafür!) - und auch hier zeigt der nette Mann von der SPD absolute Kompetenz.
    Immer schön am Willen des Wählers vorbei handeln.
    Tolle Idee!

    Wenn ich so etwas lese, dann möchte ich mir am liebsten eine Fackel anzünden und die Mistgabel aus dem Schuppen holen!

  • 27.08.2009 14:24 Uhr

    von dada in hamburg:

    Wie unglaublich gruselig! Diese Leute gehören zum ganz alten Schlag, da muss jeden Tag ein saftiges Stück Fleisch auf den Teller. Ich ess ja selber gern ein schönes Steak, aber ist es denn so schwer zu begreifen, dass das Luxus ist? Gehört nunmal nicht jeden Tag auf jeden Teller in diesem Land! Fleischpreise rauf!!! Produktion runter! Betriebe kleiner! Als gäbe es keine anderen "Arbeitsplätze" für "Verbraucher" des "Standorts" Deutschland. SPD? NEEEEEEEE!

    @Werner: Nette Idee, aber ich fürchte, mit Emails schubsen wir diese Leute nicht vom Thron. Wie wär's mit Protest-SMS? (SCHERZ)

  • 27.08.2009 14:17 Uhr

    von Werner:

    Den unten stehenden Text habe ich soeben als E-Mail an ein paar Sozis im Bundestagsausschss für sog. Verbraucherschutz geschickt:

    "Hallo!

    Ihr Kandidat für den Verbraucherschutz, Herr Udo Folgart, will die Leute mit Gen-Kartoffeln füttern und womöglich die bäuerliche Landwirtschaft noch weiter vernichten. Kotz - kann man da nur sagen.

    Von der stolzen Arbeiterpartei hat sich die SPD auf das Niveau einer Proll-Partei begeben.

    Aber so viele Prolle, die in Malle alles saufen und fressen, was man ihnen vorsetzt, gibt es gar nicht, zumindest nicht so viele, dass es für eine Mehrheit der Wahlstimmen reicht.

    Drum mach ich mir wenig Sorgen, dass mir Herr Folgart sozialdemokratorische Gen-Kartoffeln wird unterschieben können.

    Tschüß!"

  • 27.08.2009 14:16 Uhr

    von Marie:

    Unideologisch, SPD. Ich bin der grünen Gentechnik nicht abgeneigt und die SPD finde ich auch nicht schlecht. Gut, dass sich auch solche Positionen in dieser Partei finden. Weiter so, Udo!

    PS: Die grüne Gentech hat freilich noch nicht gehalten, was man sich von ihr verspricht.

  • 27.08.2009 12:38 Uhr

    von Nigredo:

    @Werbrauchtmeinennutzernamen:
    "Aber wen kannste denn überhaupt wählen?"

    Die Linke.
    Selbst wenn sie in der nächsten Regierung beteiligt würden, könnten sie diesen ganzen pseudovisionären Schwachsinn nicht durchsetzen; die richtigen Anstöße in Richtung einer ansatzweise linken Politik in Deutschland geben sie aber heute schon, ein paar Stimmen mehr könnten da helfen...
    Als progressiv-linkem Wähler (und die dürfte die taz wohl am ehesten ansprechen, oder?) bleibt einem ohnehin nicht viel Wahl: Die Grünen sind vielleicht progressiv, aber nicht links, die Linke ist zwar links, hierin aber stockkonservativ, die SPD hat sich ohnehin längst rechts der Mitte positioniert, ist weder progressiv, noch links (und wundert sich seitdem, warum ihr die Wähler weglaufen).
    Blieben vielleicht noch ein paar linke und/oder sozialistisch-kommunistische Splitterparteien - da diese Stimmen aufgrund des deutschen Wahlrechts weggeschmissene Stimmen, die im Zweifelsfalle eher Schwarz-gelb helfen, sind, brauche ich hierzu gar keine Einordnung treffen.
    Die völkisch-rechten Parteien (Union, NPD, DVU, Reps, etc) und die FDP sind eh unwählbar.

    Ich bin übrigens insofern Optimist, das sich in einem rot²-grünen Bündnis die negativa mehr oder weniger aufheben und so am Ende eine halbwegs vernünftige Politik herauskommen würde (siehe auch meine Hinweise zur Wahlempfehlung Linkspartei)

  • 27.08.2009 11:35 Uhr

    von Kitti:

    Haben die noch alle Tassen im Schrank? Den Gendreck sollen die gefälligst selbst essen. Tschüss SPD!

  • 27.08.2009 11:26 Uhr

    von Werbrauchtmeinennutzernamen:

    Mein Gott wie plump. An dem Mann sind die letzten 20 Jahre wirklich spurlos vorbeigegangen. Offensichtlich sind Ernährung und Gesundheit für Steinmeier nur "Gedöns", wie Schröder zu sagen pflegte. Wenigstens weiß man, wie man dran ist und kann entsprechend handeln. Aber wen kannste denn überhaupt wählen?

  • 27.08.2009 11:16 Uhr

    von aka:

    Was für ein Schuss ins Knie! Tschüss SPD!

  • 27.08.2009 11:03 Uhr

    von Hanno:

    Da ist die CSU-Landwirtschaftsministerin schon weiter.

  • 27.08.2009 11:03 Uhr

    von Ruiné:

    Die Deutschen wollen aber weder Genkartoffel noch SPD.

  • 27.08.2009 11:01 Uhr

    von Mauermer:

    Regt Euch doch nicht auf, dieses Team hat mit Kompetenz so viel am Hut wie eine Kuh mit Beethoven. Sie verstehen es einfach nicht, die Fähigkeiten reichen eben nur noch zum Nachplappern der Thesen des eigentlich politischen Gegners. Ich wünsche den Spezialdemokraten 18% - X. Dort gehören sie hin. Wir brauchen Sach- und keine Parteikompetenz. Möglicherweise könnte es ausreichen, einfach mal die Meinungsumfragen zu allgemeinen Themen auszuwerten, dann wüßte man, was der Souverän will. Anschließend folgt der Gewaltakt des Ignorierens der Lobbyisten (schwierig, schwierig) und schon hätte man eine Politik fürs Volk. Ist das gewollt? Keine Ahnung, ich bin da so hilfslos wie unser Berliner Truppe, die ein Spiel spielt, dessen Regeln sie nicht mehr begreift. Wählt einfach was anderes, fast schon egal was, nur anders.

  • 27.08.2009 09:41 Uhr

    von GonZoo:

    Der Sozialdemokrat in seinem natürlichen Biotop - zwischen allen Stühlen - müßte jetzt richtig aufleben. Die SPD ist ja auch für und gegen Kohlekraftwerke, für und gegen Hartz IV, für und gegen Subventionen für klimaschädliche Industrien, mal so, mal so. Dasselbe Theater bei der Finanzkrise und bei Afghanistan (am liebsten mehr Truppen, aber die dann bald abziehen...)
    Obelix hatte Recht: die spinnen, die Römer.

  • 27.08.2009 09:31 Uhr

    von Bibo:

    Dieser sog. Agrarexperte passt in die SPD von heute, altbacknes Personal mit Ideen aus der Vorsteinzeit. Unwählbar diese Deppentruppe!

  • 27.08.2009 09:00 Uhr

    von kartoffel1:

    richtig! landwirtschaft ist wirtschaft.

    rentabilität und produktivität sind oberstes gebot! gen-kartoffel und spritzmittel sind ok wenn es um die rendite geht, fressen brauchs ja keiner, vielleicht können wir ja auch damit heizen?

    egal, alles was arbeitsplätze schafft ist legitim!

    vielleicht sollten wir auch gen-tomaten anpflanzen um unser eigenes tomatina zu veranstallten?

  • 27.08.2009 08:59 Uhr

    von korruptas ministerias:

    Na dann guten Hunger Lobbyist Folgert. Ein weiterer Sargnagel für die SPD, die ihre unwählbarkeit an allen Stellen offenbart. Natur ist kein Geschäft. Platte Scheinargumente für patentierte Lebensmittel, bravo.

  • 27.08.2009 08:57 Uhr

    von Andreas:

    Zuerst habe ich mich nur aufgeregt. Inzwischen meine ich, dass ist fast ein Skandal! Ein Landwirtschaftsminister, dessen poitische Visionen sich so stark an seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen orientieren, ist für mich untragbar! Herr Steinmeier - überdenken Sie ihre Auswahl der Schattenminister bitte - sonst sehe ich schwarz-grün für Deutschland!

  • 27.08.2009 08:38 Uhr

    von G. H. Pohl:

    In der Mathematik ist 1+1=2. Das ist verläßlich. U.a. in der Gentechnik kann es ebenso 2,5 oder 0,5 sein, um bei dem vorgenannten Beispiel zu bleiben. Prägnantes Beispiel: DDT.
    Die fatalen Folgen der Anwendung erkannte man erst, als es zu spät war und Hunderttausende geschädigt- und Böden verseucht waren.
    Auch in der Gentechnik sind unübersehbare Folgen eher wahrscheinlich als auszuschließen.
    Wer sich auf diesem Feld betätigt, tut dies in aller Regel nicht, um der Menschheit zu dienen, sondern um Geld zu verdienen. Möglichst schnell und möglichst viel. Das bestimmt Art und Zielrichtung von Entwicklungen.
    Solange es nicht Sicherheit vor absolut widerwärtigen, völlig skrupellosen, geldgeilen Unternehmen wie diesem unsäglichen US – Produzenten gibt, der Saatgut u.a. in die Dritte Welt verkauft, das nicht fortpflanzungsfähig ist und somit die Landwirtschaft auf Dauer zum Sklaven macht, so lange darf diese Technik nicht über die Forschung hinaus betrieben werden. Angesichts dieser Handlungsweise darf unterstellt werden, daß es Leuten wie diesen auch nicht auf „versehentliche“, noch krassere Fehlentwicklungen ankommt.
    Deshalb gilt: im Zweifel nicht. Aber da habe ich erhebliche Zweifel.
    Die Äußerungen dieses Herrn Folgart sind nicht im entferntesten dazu angetan, Vertrauen zu erwecken. Also laßt ihn weiterhin seinen Acker bestellen und zusammen Herrn Steinmeier erfolglos wahlkämpfen…

  • 27.08.2009 08:33 Uhr

    von rustikal:

    Ich denk´mal dieser Schleimbeutel bringt bei mir das Faß zu überlaufen.
    Es reicht. Habe fertig nach 35 Jahren.
    Der möchtegern Gutsherr kann die Kartoffel ja gerne an seine Schweine verfüttern, aber ohne mich.

  • 27.08.2009 01:41 Uhr

    von vic:

    Folgart also Experte für Agrarpolitik. So so.
    Der kümmerliche Rest der ehemaligen SPD trägt nur noch blassrot, dickschwarz übermalt.
    Ein Bild des Jammers.
    Schwarz - Rot - Gelb - Braun
    Alles in dieselbe Tonne und ab dafür in Asse II.

  • 26.08.2009 23:46 Uhr

    von doc.:

    mir wird schlecht.......

  • 26.08.2009 23:34 Uhr

    von Marga Flatten:

    War doch nicht anders zu erwarten von herrn Folgart.Er hat doch nie einen Hehl daraus gemacht welche Richtung er vertritt."Dessen Brot ich ess,dessen Lied ich sing!" so ist sein Motto.Der landwirtschaftliche Familienbetrieb ist ihm dabei nur im Weg.Bleibt nur zu hoffen,das viele Verbraucher und Wähler rechtzeitig erkennen,wohin dieser Weg führt!!!

  • 26.08.2009 23:33 Uhr

    von NixDa:

    Das tut weh...SPD.
    Wer wählt denn sowas?

  • 26.08.2009 23:18 Uhr

    von werner:

    SPD will die Genkartoffel?
    Wenn das so ist, wird der Schattenminister wohl Schattenminister bleiben müssen.
    Meine Stimme bekommt die SPD jedenfalls nicht.

  • 26.08.2009 22:37 Uhr

    von Juergen K.:

    Die Agrarindustrie sichert sich ihrre Pfründe.

    Vollautomatische Produktion , 2 Mitarbeiter, Milliarden aus dem Steuertopf.

    SPD, wie immer.

  • 26.08.2009 21:52 Uhr

    von Ullrich F.J. Mies:

    Dumme Kartoffeln, Tiermäster, Ignoranten und Lobbyisten in dieser Partei wohin man schaut.

    Wenn die Menschheit überleben soll, muss sie ein neues politisches System erdenken, dass dem Lobbypack den Garaus macht.

  • 26.08.2009 20:43 Uhr

    von renoBandit:

    Irgendwie versteh ich nicht was sich die SPD dabei denkt so jemanden in ihr "Kompetenzteam" zu berufen.
    Das ist doch von vorne bis hinten unlogisch:

    1. Landwirtschaft ist Wirtschaft

    Ja klar aber:

    - wieso müssen selbst hoch-rationaliserte Großbetriebe subventioniert werden ?
    Da subventionier ich als Steuerzahler lieber Betriebe von dem mehr Leute pro hektar oder Schwein leben

    - Was passiert wenn in einem 70.000-Schweine-Betrieb eine Krankheit ausbricht ?
    Bei einer dezentralen Lösung fährt zumindest der Steuerzahler günstiger....

    - Industrialiserte Landwirtschaft ist ziemlich Co2 intensiv,... zum Glück sind die ja aus dem Zertifikatehandel ausgenommen (wieso eigentlich ?).

    2. Gentechnik:

    Das Gros der Verbraucher "lehnt Genveränderungen in Lebensmitteln ab"

    Liebe SPD,
    Schon mal dran gedacht das der Großteil der Verbraucher auch Wähler sind ?

    3."Interessen einzelner Branchen der Land- und Ernährungswirtschaft sollten nicht mehr über die Ziele des Verbraucher- und Umweltschutzes dominieren."

    Ja aber wieso dann so nen Lobbyisten ins Team nehmen ?

    Es sieht doch ein blinder mit Krückstock das es keine Rot-Grüne Regierung im Herbst geben wird in der die Grünen den Roten in Umweltfragen auf die Finger kloppen können...

    und ich wollte diesen Deppen aus Mitleid wenigstens eine meiner beiden Stimmen geben..
    Dumm gelaufen

  • 26.08.2009 20:39 Uhr

    von Bettleroni:

    Sehr beeindruckend. Mit diesem Vorgehen disqualifiziert die SPD immer mehr die nächste Regierung stellen zu können.
    Bravo

  • 26.08.2009 19:30 Uhr

    von Nigredo:

    Richtig so, wenn wir eines brauchen, dann noch mehr Fleisch für dicke, dumme Deutsche; dieser Dreck muss nämlich noch billiger werden!
    Fleisch wächst schließlich verpackt auf Bäumen, Tiere, die ein Recht auf Leben haben, kommen in der Fleischproduktionen schließlich gar nicht vor - höchstens bei Biobauern! Und weil der Mensch die Krone der Schöpfung ist, hat er sowieso das Recht alle anderen zu töten, zu quälen und dann in sich reinzustopfen! Das steht schon inner Bibel!

  • 26.08.2009 19:29 Uhr

    von mutant:

    Konsequent, die SPD, äußerst konsequent. Ich denke, wenn schon schlecht abschneiden, dann gleich unter 20%! Wenn man im Parteiprogramm schon feststellt, dass die Bürger (=Wähler) Gentechnik nicht wollen, dann sollte man doch (wenn man schlecht abschneiden will) das Gegenteil vertreten.

    Und seit wann steht die SPD eigentlich dem Bauernverband nahe?

  • 26.08.2009 19:06 Uhr

    von Vincent Ritterspach:

    Was für ein Schwachsinn! Das regt mich wirklich auf... Lernen wir Menschen denn nie?? Landwirtschaft ist in erster Linie Wirtschaft...
    Tierleben sind in erster Linie Wirtschaft also? Ich fass es nicht. Von wegen Sozial. Mit der Linie beweisen wir bloß, dass wir perverse egoistische .... sind!

  • 26.08.2009 18:04 Uhr

    von Carsten Wagner:

    Entgegen der Mehrheit der BürgerInnen, die gegen Genpflanzen ist, gegen alle wissenschaftliche Erkenntnisse, fordert dieser Mensch völlig merkbefreit die BASF-Kartoffel und Tierfabriken.
    Wer nach 10 Jahren neoliberaler Schlächterei gegenüber den ArbeitgeberInnen immer noch in Betracht gezogen hat diese Partei zu wählen......

  • 26.08.2009 18:01 Uhr

    von Stahl:

    Die taz sollte einfach mal nach Paaren-Glien fahren und bei einer landwirtschaftlichen Leistungsschau der Brandenburger Landwirte vorbeischauen. Dann brauch man sich nicht wundern, wie einfältig der Schatten-Landwirtschaftsminister daherredet. Wer halt nicht von der Scholle runter kommt, der wird eben gegrillt. Recht so. Mehr davon

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