Abtreibung sollte in Uruguay in den ersten zwölf Wochen legalisiert werden. Dann legte der Präsident sein Veto ein. In Lateinamerika sterben jährlich tausende Frauen bei illegalen Abbrüchen.von Jürgen Vogt
also ganz so einfach ist das ja bitte schön nicht meine sehr verehrte traurige beobachterin! natürlich sind kinder ein geschenk und jedes kind sollte zur welt kommen und in eine liebevolle familie hineingeboren werden können - aber das paradies ist bekanntlich schon lange verlassen worden; frauen, die abtreiben, tun das zum allergrössten teil sicher nicht, weil ihnen ein kind gerade nicht in den terminplaner passt. sie tun es,weil sie gesellschaftlich geächtet werden würden und keine andere wahl haben. v. a. im männerdominierten lateinamerika, in der die männer ordentlich ihren spass haben, die eigene frau aber als jungfrau in die ehe gehen soll sowie verhütung schwer zugänglich ist. würden die frauen gesellschaftlich unterstützt werden und würde nicht auf sie mit dem finger gezeigt und sie beschimpft werden, ja dann kann man abtreibung anprangern - aber bitte vergleichen sie nicht die situation von frauen in lateinamerika mit einem terminplaner; das gesellschaftliche desaster liegt nicht an dem akt der abtreibung, sondern an der rolle der frau in lateinamerika (und noch so einigen anderen Ländern...)
07.12.2008 18:15 Uhr
von Traurige Beobachterin:
Ja, es sterben jährlich tausende Frauen bei illegalen Abbrüchen. Und wieviele hunderttausende bzw. millionen Kinder sterben jedes Jahr bei Schwangerschaftsabbrüchen. Wieder mal ein typischer Taz Artikel, der nur die eine Seite (Situation der Frau) beleuchtet, und das entgegenstehende Rechtsgut (Leben des Kindes) völlig ignoriert. Und was wiegt schwerer? Das Recht auf allgemeine Handlungsfreiheit der Frau oder das Recht auf Leben. Das Recht auf Leben ist das höchste Rechtsgut. Wenn Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, wenn das Leben der Frau auf dem Spiel steht, dann ist das der einzig vernünftige Grund, eine Schwangerschaft abzubrechen. Dann steht nämlich Leben gegen Leben. Alles andere ist ein gesellschaftliches Desaster ( " Ach Schatz, mir passt es gerade nicht so gut, was meinst du?..In einem Jahr wär doch günstiger, oder...Okay, lassen wir es abtreiben!!) Ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, und die Autorin möchte mit ihrem Beitrag anscheinend dazu beitragen, unser westliches Desaster der Kindstötung auch den übrigen Teilen der Welt aufzudrängen. Traurig...
Leserkommentare
08.12.2008 23:25 Uhr
von nadine:
also ganz so einfach ist das ja bitte schön nicht meine sehr verehrte traurige beobachterin! natürlich sind kinder ein geschenk und jedes kind sollte zur welt kommen und in eine liebevolle familie hineingeboren werden können - aber das paradies ist bekanntlich schon lange verlassen worden; frauen, die abtreiben, tun das zum allergrössten teil sicher nicht, weil ihnen ein kind gerade nicht in den terminplaner passt. sie tun es,weil sie gesellschaftlich geächtet werden würden und keine andere wahl haben. v. a. im männerdominierten lateinamerika, in der die männer ordentlich ihren spass haben, die eigene frau aber als jungfrau in die ehe gehen soll sowie verhütung schwer zugänglich ist. würden die frauen gesellschaftlich unterstützt werden und würde nicht auf sie mit dem finger gezeigt und sie beschimpft werden, ja dann kann man abtreibung anprangern - aber bitte vergleichen sie nicht die situation von frauen in lateinamerika mit einem terminplaner; das gesellschaftliche desaster liegt nicht an dem akt der abtreibung, sondern an der rolle der frau in lateinamerika (und noch so einigen anderen Ländern...)
07.12.2008 18:15 Uhr
von Traurige Beobachterin:
Ja, es sterben jährlich tausende Frauen bei illegalen Abbrüchen. Und wieviele hunderttausende bzw. millionen Kinder sterben jedes Jahr bei Schwangerschaftsabbrüchen. Wieder mal ein typischer Taz Artikel, der nur die eine Seite (Situation der Frau) beleuchtet, und das entgegenstehende Rechtsgut (Leben des Kindes) völlig ignoriert. Und was wiegt schwerer? Das Recht auf allgemeine Handlungsfreiheit der Frau oder das Recht auf Leben. Das Recht auf Leben ist das höchste Rechtsgut. Wenn Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, wenn das Leben der Frau auf dem Spiel steht, dann ist das der einzig vernünftige Grund, eine Schwangerschaft abzubrechen. Dann steht nämlich Leben gegen Leben. Alles andere ist ein gesellschaftliches Desaster ( " Ach Schatz, mir passt es gerade nicht so gut, was meinst du?..In einem Jahr wär doch günstiger, oder...Okay, lassen wir es abtreiben!!)
Ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, und die Autorin möchte mit ihrem Beitrag anscheinend dazu beitragen, unser westliches Desaster der Kindstötung auch den übrigen Teilen der Welt aufzudrängen. Traurig...