• 12.02.2010

Abdruckrechte für "Axolotl Roadkill"

Plagiat-Streit beigelegt

Der Ullstein-Verlag hat nachträglich die Abdruckrechte für die kopierten Passagen aus dem Buch "Strobo" eingeholt und wird diese ab der nächsten Auflage von "Axolotl Roadkill" kennzeichnen.

  • 25.03.2010 02:18 Uhr

    von Christian:

    Sie hat's immer noch nicht geblickt. Sich mit Netzkultur rauszureden könnte funktionieren, wenn sie nicht so grausam ahnungslos wäre, wie Netzkultur tatsächlich aussieht.

  • 14.02.2010 15:26 Uhr

    von gerhard monsees:

    Mix the remix.Dieser pedantische Fleiß der Satz-Satz-Vergleiche, dazu dieses ganze Reality-Getöse und Authentizitäts-Geschnasel mal beiseite gelassen, bleibt substanziell immer noch die Frage, wer hier eigentlich wen kopiert. Das neue literarische Wunderkind Hegemann kopiert also den bloggenden Unternehmensberater namenlos. Bis hierhin schon eine komplette Reality-Farce über ein Traupaar der Remixliteratur. Der Unternehmensberater will seinen wirklichen Namen nicht veröffentlichen, worauf das Namenlose von einem Namen gebenden Wunderkind als Kinderfutter der öffentlich Kinder fressenden Fressgesellschaft vorgeschmissen wird. Aber Wunderkind und Unternehmensberater kopieren zusammen beispielsweise Kathy Acker, und Kathy Acker kopierte beispielsweise Harold Robbins, und Harold Robbins beispielsweise Dominique Aurys. Ein Dutzend Blogger und Literaturrecycler mag ich noch vergessen haben. Egal, Ausschlachtungen liefern Ausschlachtungen für Ausschlachtungen, was man anders auch Kunst nennen könnte. Das Wunderkind nennt es „Intertextualität“. Weniger talentfrei hatte Kathy Acker Plagiarismus zur Kunstform erklärt. Kommt nun noch ausgerechnet jemand daher und schreibt wirklich mal was Neues, hat er vermutlich ein Problem: Niemand kann ihn in diesem sich ständig durchmischenden und durcheinander plappernden Remixbetrieb verstehen. Life is art and art is life and you’re just a kopie.

  • 13.02.2010 19:47 Uhr

    von Ilka Hoffmann:

    Aha, Abkupfern nennt man jetzt "Intertextualität".
    Intetextualität sind konkrete Bezüge zwischen literarischen Einzeltexten ...Das Klauen von Texten ohne Quellenangeabe ist etwas ganz anderes. Der ganze Hype um das vertmeintliche Wunderkind zeigt eigentlich nur wie bescheuert der Literaturbetrieb ist: Hauptsache die Autorin ist blond und jung und hat einen berühmten Papa.....da kann der Text ruhig mittelmäßig und halb woanders abgeschrieben sein: Hier sind alle Maßstäbe für Literatur verloren gegangen, eine solche Preisvergabe ist eigentlich eine lächerliche Farce........

  • 13.02.2010 14:41 Uhr

    von Chris:

    Intertextualität? Sharing-Kultur? Kreativer Austausch? Und dann veröffentlicht Ihr auch noch in der Printausgabe eine ganze Seite mit Brecht, Goethe, Schiller und anderen Größen der deutschen Literaturgeschichte, um sie mit einer 17-Jährigen zu vergleichen und gleichzustellen, in ihrem Abschreiben? Wow, sehr mutig, wer hatte denn bei Euch diese glanzvolle, wenn auch peinliche, Idee? Ein unbezahlter Praktikant? Na hoffentlich!

  • 13.02.2010 10:52 Uhr

    von Literaturfreundin:

    Vielleicht sollte man den heutigen "Literaturstars" etwas mehr Entwicklungszeit geben. Es ist schon eigenartig mit welchen Hunger die Feuilletons sich auf Axolotl Roadkill gestürzt haben und eine 17-jährige zum neuen Wunderkind stilisiert haben. Vitamin B. in Form eines berühmten Vaters hilft eben immer noch. Jetzt hat dieses Wunderkind schnöde geklaut - die Enttäuschung ist groß. Das fühlt sich in etwa so an, als habe die eigene Tochter ihren ersten Joint geraucht. Heutzutage ist es sehr leicht, sich gezielt aus dem Internet an fremdem Eigentum zu bedienen. Das tun viele. Interessant ist jedoch, wie Frau Hegemann dieses Recht für sich selbstverständlich in Anspruch nimmt und sich selbst - durch die Kritik an ihrem Tun - als Opfer stilisiert. Wir wünschen uns mehr Reife - von ihr, ihrem Verlag und den, die sie in den Olymp befördert haben sprich den Feuilletonjournalisten...

  • 13.02.2010 03:28 Uhr

    von hammel:

    Und hübsch ist sie auch nicht.

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