Noch immer kommt es im Stadtamt zu extremen Wartezeiten. Die neue Leiterin verweist auf den "elektronischen Aufenthaltstitel" - und Personalknappheitvon Christian Jakob
Selbst ein aufmerksamer Leser ohne genaue Kenntnisse der internen Organisationsstrukturen muss zu dem Ergebnis kommen, dass in dieser Behörde etwas nicht stimmt. Wie soll ein Amt mit hohem Publikumsverkehr zu einer "Servicestelle für Aufenthalt und Einbür-gerung" umgewandelt werden bei einem gleichzeitigen Rückgang des Personals um fast 20%? Die Behörde scheint zudem ein Imageproblem zu haben, nicht um-sonst ist die Zahl der interessierten Bewerber so niedrig. Es stellt sich die Frage, wie dort eigent-lich mit den Mitarbeitern umgegangen wird, liegt das Problem vielleicht bei der Behördenleitung? Auch rechtlich scheint hier einiges im Argen zu liegen. Was bedeutet überhaupt "Servicestelle"? Bekommt hier demnächst jeder Ausländer einen Aufenthaltstitel quasi "geschenkt"? Zumindest deuten die Aussagen des Innensenators darauf hin, dass man demnächst großzü-gig verfahren und möglichst jedem geduldeten Auslän-der ein Aufenthaltstitel erteilt werden soll. Steht ein solches Vorgehen denn auch im Einklang mit dem Aufenthaltsgesetz, was ja ein Bundesgesetz ist? Oder soll hier wissentlich am Gesetz "vorbeigeschossen" werden, also auch Integrationsunwilligen ein recht-mäßiger Aufenthalt gewährt werden? Um der Überlastung durch den Publikumsverkehr Herr zu werden, könnte man mal darüber nachdenken, den Gültigkeitszeitraum von Duldungen zu verlängern.
11.02.2012 15:56 Uhr
von Andreas:
Selbst ein aufmerksamer Leser ohne genaue Kenntnisse der internen Organisationsstrukturen muss zu dem Ergebnis kommen, dass in dieser Behörde etwas nicht stimmt. Wie soll ein Amt mit hohem Publikumsverkehr zu einer "Servicestelle für Aufenthalt und Einbür-gerung" umgewandelt werden bei einem gleichzeitigen Rückgang des Personals um fast 20%? Die Behörde scheint zudem ein Imageproblem zu haben, nicht um-sonst ist die Zahl der interessierten Bewerber so niedrig. Es stellt sich die Frage, wie dort eigent-lich mit den Mitarbeitern umgegangen wird, liegt das Problem vielleicht bei der Behördenleitung? Auch rechtlich scheint hier einiges im Argen zu liegen. Was bedeutet überhaupt "Servicestelle"? Bekommt hier demnächst jeder Ausländer einen Aufenthaltstitel quasi "geschenkt"? Zumindest deuten die Aussagen des Innensenators darauf hin, dass man demnächst großzü-gig verfahren und möglichst jedem geduldeten Auslän-der ein Aufenthaltstitel erteilt werden soll. Steht ein solches Vorgehen denn auch im Einklang mit dem Aufenthaltsgesetz, was ja ein Bundesgesetz ist? Oder soll hier wissentlich am Gesetz "vorbeigeschossen" werden, also auch Integrationsunwilligen ein recht-mäßiger Aufenthalt gewährt werden? Um der Überlastung durch den Publikumsverkehr Herr zu werden, könnte man mal darüber nachdenken, den Gültigkeitszeitraum von Duldungen zu verlängern.
Leserkommentare
24.03.2012 14:00 Uhr
von Andreas:
Selbst ein aufmerksamer Leser ohne genaue Kenntnisse der internen Organisationsstrukturen muss zu dem Ergebnis kommen, dass in dieser Behörde etwas nicht stimmt. Wie soll ein Amt mit hohem Publikumsverkehr zu einer "Servicestelle für Aufenthalt und Einbür-gerung" umgewandelt werden bei einem gleichzeitigen Rückgang des Personals um fast 20%? Die Behörde scheint zudem ein Imageproblem zu haben, nicht um-sonst ist die Zahl der interessierten Bewerber so niedrig. Es stellt sich die Frage, wie dort eigent-lich mit den Mitarbeitern umgegangen wird, liegt das Problem vielleicht bei der Behördenleitung? Auch rechtlich scheint hier einiges im Argen zu liegen. Was bedeutet überhaupt "Servicestelle"? Bekommt hier demnächst jeder Ausländer einen Aufenthaltstitel quasi "geschenkt"? Zumindest deuten die Aussagen des Innensenators darauf hin, dass man demnächst großzü-gig verfahren und möglichst jedem geduldeten Auslän-der ein Aufenthaltstitel erteilt werden soll. Steht ein solches Vorgehen denn auch im Einklang mit dem Aufenthaltsgesetz, was ja ein Bundesgesetz ist? Oder soll hier wissentlich am Gesetz "vorbeigeschossen" werden, also auch Integrationsunwilligen ein recht-mäßiger Aufenthalt gewährt werden? Um der Überlastung durch den Publikumsverkehr Herr zu werden, könnte man mal darüber nachdenken, den Gültigkeitszeitraum von Duldungen zu verlängern.
11.02.2012 15:56 Uhr
von Andreas:
Selbst ein aufmerksamer Leser ohne genaue Kenntnisse der internen Organisationsstrukturen muss zu dem Ergebnis kommen, dass in dieser Behörde etwas nicht stimmt. Wie soll ein Amt mit hohem Publikumsverkehr zu einer "Servicestelle für Aufenthalt und Einbür-gerung" umgewandelt werden bei einem gleichzeitigen Rückgang des Personals um fast 20%? Die Behörde scheint zudem ein Imageproblem zu haben, nicht um-sonst ist die Zahl der interessierten Bewerber so niedrig. Es stellt sich die Frage, wie dort eigent-lich mit den Mitarbeitern umgegangen wird, liegt das Problem vielleicht bei der Behördenleitung? Auch rechtlich scheint hier einiges im Argen zu liegen. Was bedeutet überhaupt "Servicestelle"? Bekommt hier demnächst jeder Ausländer einen Aufenthaltstitel quasi "geschenkt"? Zumindest deuten die Aussagen des Innensenators darauf hin, dass man demnächst großzü-gig verfahren und möglichst jedem geduldeten Auslän-der ein Aufenthaltstitel erteilt werden soll. Steht ein solches Vorgehen denn auch im Einklang mit dem Aufenthaltsgesetz, was ja ein Bundesgesetz ist? Oder soll hier wissentlich am Gesetz "vorbeigeschossen" werden, also auch Integrationsunwilligen ein recht-mäßiger Aufenthalt gewährt werden? Um der Überlastung durch den Publikumsverkehr Herr zu werden, könnte man mal darüber nachdenken, den Gültigkeitszeitraum von Duldungen zu verlängern.