400 neue Mastanlagen, 482.000 getötete Tiere am Tag: Bei Celle soll der größte Hähnchen-Schlachthof Europas entstehen. Gemeinderat stimmt trotz breiten Protests zu.von Hilal Sezgin
Die Mast- und Schlachtanlage ist ohne Frage voellig neben der Spur und sollte dringend gestoppt werden.
Aber wenn bei solchen Themen dann immer Moechtegernernaehrungswissenschaftler kommen mit Aussagen wie "Die menschliche artgerechte Ernährung ist pflanzlich!" oder "Fleisch ist ungesund" ist das so offensichtlich Bloedsinn, dass man in die Tischkante beissen will. Wenn es ueberhaupt sowas wie einen echten Allesesser gibt, dann ist der Mensch. Oder kann mir mal jemand erklaeren, wieso es die Menschheit geschafft hat sowohl in den Tropen, in kargen Steppen und Wuesten und im gemuesefreie Groenland zu ueberleben? Nur durch Flexibilitaet was den Speiseplan angeht, es wurde und wird gegessen was da ist (unbesehen der Tatsache, dass die Ueberflussgesellschaft neue Probleme mit sich bringt). Erzaehle doch mal bitte jemand den Samen oder Inuit, dass menschlische Ernaehrung nur mit Pflanzen artgerecht ist. Da lachen ja die Huehner! Sogar die Suppenhuehner.
Und vorbei mir einer was Boeses unterstellt: Nein, ich finde es auch nicht gut Tiere in Mastbetriebe zu stellen. Ja, ich kaufe meine Lebensmittel bewusst ein und weiss bei den meisten Sachen auch wo sie herkommen und wie sie hergestellt werden. Und ja, ich esse Fleisch und werde das auch weiterhin tun.
05.08.2010 12:00 Uhr
von Nils:
Warum heißen Tierschutzgesetze Tierschutzgesetze, wenn es dennoch möglich ist Tiere in nicht mehr begreifbaren Größenordnungen zu Züchten, zu Halten, zu Schlachten, ja zu Entsorgen. Ich weiß diese Frage ist nicht sehr spezifisch und eigentlich nur ein unwesentlicher Kommentar am Rande, aber trotzdem!
Was hat Massentierhaltung, bzw. -schlachtung mit Schutz zu tun? Vielleicht ist der Schutz zum Wohle des Menschen gemeint? Nicht mal das stimmt, wenn ich mir die Medikation der Tiere anschaue. Sorry, aber da stimmt doch was nicht -.-
Nils
30.07.2010 11:32 Uhr
von Kawie:
Indem die Stadt Wietze solch einem tierfeindlichen und letztendlich auch menschenfeindlichen (Fleisch ist ungesund!) Vorhaben zustimmt, zeigt sie auf, dass sie scheinbar keinerlei Interesse an einem ethisch korrektem Verhalten hat und zudem nichts davon hält, das Lebensrecht der Tiere zu respektieren.
Tiere, falls dies noch nicht bekannt ist, sind empfindungsfähige, intelligente und soziale Geschöpfe UND KEIN Mensch hat das Recht, diese Geschöpfe auf Grund seiner Gier nach Tierleichenfleisch für sich massenhaft ausbeuten und ermorden zu lassen.
Dieser geplante kollektive Massenmord an unzähligen Lebewesen, basierend auf der Gier nach Fleisch und Geld, darf unter keinen Umständen stattfinden. Nicht in Wietze und in keiner anderen Stadt.
Tiere haben Rechte. Diese müssen respektiert werden.
15.07.2010 00:59 Uhr
von Micha - Tnagorra:
Vielleicht hätten Sie sich mal informieren sollen bevor Sie andere Arbeit als Ihre als unnütz und Partyaktivismus diffamieren. Würden weniger Tiere geschlachtet, wenn die Anlage nicht gebaut wird? Ja, der Deutsche Markt an tierlichen Produkten ist gedeckt - bei "Hähnchen"fleisch sind es m.W. 103 %. Die Nachfrage in Afrika z.B. wird konstruiert. Wenn noch mehr Anlagen gebaut werden, dann für den Export und solange es Exportsubventionen gibt und den ganzen Scheiß, wird es auch möglich sein, Fleisch zu exportieren. Wenn dieser Schlachthof gebaut wird, dann auch mindestens 400 neue Anlagen. Bevor Sie mir unterstellen, ich würde die Wichtigkeit der veganen Ernährung unterschätzen, sagen Sie doch mal, woher Sie die Information nehmen, dass die Aktivist_innen vor Ort sich nicht bemühen, den Menschen nahezubringen, ihren Einfluss anzuerkennen und Konsequenzen zu ziehen. Die meisten Menschen dort im Ort lesen kein maqi, die wenigsten hätten sich ohne den Kontakt zu den Besetzer_innen mit dem Tierbefreiungsgedanken, bzw. Veganimus auseinandergesetzt.
Ich finde es äußerst blöd, innerhalb der Bewegung rumzupöbeln, anstatt zu versuchen, besser und konstruktiver zusammenzuarbeiten. Es ist kontraproduktiv und müßig, Debatten zu führen, ob alle direkt mit Menschen kommunizieren, vorm PC hocken oder direkte Aktionen durchführen sollten - es werden sowieso nicht alle das gleiche machen. Abgesehen davon, dass ich davon überzeugt bin, dass eine große Bandbreite an Aktionismus Sinn macht, da auch nicht alle Menschen, die wir erreichen wollen, gleich sind. Wenn Kritik dann bitte konstruktiv und nicht "alles außer dem, was ich mache, ist scheiße"
Ich bin mir sicher, dass "so ein Camp" auch nicht immer Spaß macht und dass vor Ort auch Infomaterialien zur Aufklärung vorhanden sind.
Mit dem Wunsch, dass es Ihnen gelingen mag, Ihre Frustration nicht gegen die Bewegung zu richten, die für Tierbefreiung kämpft - Micha
09.07.2010 18:33 Uhr
von Achim Stößer:
Es handelt sich nicht wirklich um "Hähne" (also männliche Hühner), allenfalls zur Hälfte. "[Mast-]Hähnchen" sind Hühnerküken beiderlei Geschlechts, die im Alter von 33 Tagen (also eben als Küken, die Geschlechtsreife tritt erst mit fünf Monaten ein) ermordet werden.
Doch was bringt der Widerstand gegen die Anlage nach dem St.-Florian-Prinzip? Würden weniger Hühner ermordet, wenn sie nicht gebaut würde? Natürlich nicht. Die Nachfrage bleibt weiter bestehen und somit werden die Küken allenfalls andernorts gequält (sie leiden allein schon,. weil es sich um Qualzuchten handelt, die binnen eines Monats ein enormes Gewicht erlangen müssen - vergleichbar einem menschlichen Säugling im Sumoringerformat), ehe ihnen nach gut einem Monat die Kehle aufgeschlitzt wird.
Die einzige wirkliche Lösung - so einfach und naheliegend sie ist, wird ignoriert: Veganismus. Da genügt das Backen veganen Sonntagskuchens auf einem Protestcamp zur Verlagerung des Problems aber nicht ...
Aber so ein "Camp" bringt natürlich mehr Spaß als echte Tierrechtsarbeit (und ist taz-würdiger als harte Aufklärung). Und so wird natürlich auch statt eines Bilds der Opfer - http://tierrechtsbilder.de - lieber das eines als Postkutschenräuber kostümierten "Aktivisten" gezeigt.
Achim Stößer Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus / http://maqi.de
09.07.2010 18:32 Uhr
von p. von mühlenen:
Guten Tag
ich finde es dekadent sowas in der heutigen zeit zu bauen!! aus ökologischer sicht einfach nicht nachvollziehbar. der fleischkonsum sollte reduziert und nicht ausgebaut werden! für 1 kg. Fleisch braucht es beispielsweise 80 badewannen wasser!!! (siehe Stern vom 27.5.2010. Tierfreundliche Grüsse aus der Schweiz P. von Mühlenen
09.07.2010 17:24 Uhr
von Antonietta:
Größer - schneller - billiger: Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte. Mediziner warnen seit Jahren die Verbraucher vor Medikamentenanreicherungen in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Es gilt als gesichert, daß Antibiotikaanreicherungen im Fleisch, speziell im Schweinefleisch, die Hauptursache für die hochbrisante Antibiotikaresistenz beim Menschen sind. Immer mehr Menschen sprechen selbst auf hohe Antibiotikadosen nicht mehr an.
09.07.2010 16:49 Uhr
von Nell Andris (fem.):
Warum verstehen die Menschen nicht endlich, dass es ein Fehler ist, Tiere zu essen? Die menschliche artgerechte Ernährung ist pflanzlich! So kann es doch nicht weitergehen - immer grössere Mastbetriebe, immer mehr Tiere, immer grössere Schlachthäuser... das Leid, das wir den Tieren antun kommt auf uns zurück - das ist der Grund, warum unsere Gesellschaft immer brutaler wird und immer mehr degeneriert. Der neue Mensch lebt vegan!
09.07.2010 16:01 Uhr
von chasen:
Vielen Dank an die Aktivisten! Hoffentlich haben sie Erfolg! Unglaublich, dass bei der Tiermast immer noch Gigantomanie herrscht statt Umstellung auf artgerecht und biologisch... Aber solange so viele die billigen Hähnchenbrustfilets kaufen und die Reste sich super nach Afrika verschachern lassen wird sich das wohl nicht ändern. Zuschüsse von der EU gibt es bestimmt auch dafür. Ich esse nur noch Hühnchen, die ich selbst erlegt habe (die letzten Jahre also keine :)
Es ist nicht nur Celle betroffen. Im Landkreis Peine sind mehrere Hähnchenmastanlagen geplant - nicht eine einzige wird von den Einwohnern toleriert, es gibt Bürgerinitiativen und Protestaktionen in jedem Dorf, aber die Lokalpolitiker treiben das Projekt ungeachtet dessen zügig voran. Die Peiner Allgemeine Zeitung kapriziert sich auf freundlich-neutrale Berichterstattung statt ordentlicher Recherche und deutlicher Worte.
Hier wird eine ganze Region gegen den Willen der Menschen verschandelt und entwertet! Nebenbei sind die Anlagen so geplant, dass ihre Größe knapp unter der Grenze für eine Filterpflicht liegt. Es steht zu befürchten, dass die Anzahl von reaktiven Atemwegserkrankungen in naher Zukunft erheblich ansteigen wird, für diese Art Feinstaub gibt ja anscheinend keine Plakette.
Am Samstag, 10.7.10, findet auf dem Marktplatz in Peine ab 10h eine Kundgebung statt. Unterstützung ist sicher willkommen...
09.07.2010 10:51 Uhr
von Rieke:
Oh, bitte, bitte wird diese Anlage niemals gebaut- weder bei Celle noch anderswo!
Die Tierrechtler sind konsequent, aber bei den Bürgern frage ich mich, wie viele von ihnen wohl selber gerne Fleisch essen und sich die Problematik somit selber heranzüchten.
09.07.2010 10:30 Uhr
von Peter:
Es muss ein Umdenken bei der Bevölkerung einsetzen, wer gesehen hat wie diese Tiere dort misshandelt werden, der wird nicht mehr so einfach zum billig Fleisch greifen.
09.07.2010 10:14 Uhr
von Luftschloss:
Selbst wenn ich es wollte, ich hätte weder die Zeit noch die finanziellen Mittel mich seit Juni da niederzulassen. Schon merkwürdig…
Nun gut, vielleicht fahre ich die JungsInnen mal besuchen. Doch vorher kaufe ich an einer Grillhähnchenbude was gutes für die ganze Truppe.
09.07.2010 05:41 Uhr
von putenbrust:
Aus den Augen, aus dem Sinn. Wichtige Lebensweisheit für alle, die Tiere und tierische Produkte essen.
08.07.2010 23:24 Uhr
von vantast:
Da kommt die heutige Meldung rechtzeitig: neuer, resistenter Erreger in vielen luftdicht verpackten Fleischportionen gefunden. Aber auch das wird Aasesser nicht beeindrucken, die halten das aus.
08.07.2010 18:21 Uhr
von die Schnecke:
Wenn das noch irgendwie Tiergerecht ist fress ich gleich einen Staubsauger ! Auch wenn ich sowieso Vegetarierin bin. DIESES FLEISCH, würde ich erst recht nicht essen.
Warscheinlich ist es voller: Angsthormone Stresshormone Medikamente
Mein guter Rat:
Wenn man nicht auf Fleisch verzichten kann, sollte man bewusster einkaufen. WIR ermöglichen mit unseren ``Je billiger, je Lieber `` solche Sauereien !!
Leserkommentare
10.08.2010 11:49 Uhr
von Turtle:
Die Mast- und Schlachtanlage ist ohne Frage voellig neben der Spur und sollte dringend gestoppt werden.
Aber wenn bei solchen Themen dann immer Moechtegernernaehrungswissenschaftler kommen mit Aussagen wie "Die menschliche artgerechte Ernährung ist pflanzlich!" oder "Fleisch ist ungesund" ist das so offensichtlich Bloedsinn, dass man in die Tischkante beissen will. Wenn es ueberhaupt sowas wie einen echten Allesesser gibt, dann ist der Mensch. Oder kann mir mal jemand erklaeren, wieso es die Menschheit geschafft hat sowohl in den Tropen, in kargen Steppen und Wuesten und im gemuesefreie Groenland zu ueberleben? Nur durch Flexibilitaet was den Speiseplan angeht, es wurde und wird gegessen was da ist (unbesehen der Tatsache, dass die Ueberflussgesellschaft neue Probleme mit sich bringt). Erzaehle doch mal bitte jemand den Samen oder Inuit, dass menschlische Ernaehrung nur mit Pflanzen artgerecht ist. Da lachen ja die Huehner! Sogar die Suppenhuehner.
Und vorbei mir einer was Boeses unterstellt: Nein, ich finde es auch nicht gut Tiere in Mastbetriebe zu stellen. Ja, ich kaufe meine Lebensmittel bewusst ein und weiss bei den meisten Sachen auch wo sie herkommen und wie sie hergestellt werden. Und ja, ich esse Fleisch und werde das auch weiterhin tun.
05.08.2010 12:00 Uhr
von Nils:
Warum heißen Tierschutzgesetze Tierschutzgesetze, wenn es dennoch möglich ist Tiere in nicht mehr begreifbaren Größenordnungen zu Züchten, zu Halten, zu Schlachten, ja zu Entsorgen. Ich weiß diese Frage ist nicht sehr spezifisch und eigentlich nur ein unwesentlicher Kommentar am Rande, aber trotzdem!
Was hat Massentierhaltung, bzw. -schlachtung mit Schutz zu tun? Vielleicht ist der Schutz zum Wohle des Menschen gemeint? Nicht mal das stimmt, wenn ich mir die Medikation der Tiere anschaue. Sorry, aber da stimmt doch was nicht -.-
Nils
30.07.2010 11:32 Uhr
von Kawie:
Indem die Stadt Wietze solch einem tierfeindlichen und letztendlich auch menschenfeindlichen (Fleisch ist ungesund!) Vorhaben zustimmt, zeigt sie auf, dass sie scheinbar keinerlei Interesse an einem ethisch korrektem Verhalten hat und zudem nichts davon hält, das Lebensrecht der Tiere zu respektieren.
Tiere, falls dies noch nicht bekannt ist, sind empfindungsfähige, intelligente und soziale Geschöpfe UND KEIN Mensch hat das Recht, diese Geschöpfe auf Grund seiner Gier nach Tierleichenfleisch für sich massenhaft ausbeuten und ermorden zu lassen.
Dieser geplante kollektive Massenmord an unzähligen Lebewesen, basierend auf der Gier nach Fleisch und Geld, darf unter keinen Umständen stattfinden.
Nicht in Wietze und in keiner anderen Stadt.
Tiere haben Rechte.
Diese müssen respektiert werden.
15.07.2010 00:59 Uhr
von Micha - Tnagorra:
Vielleicht hätten Sie sich mal informieren sollen bevor Sie andere Arbeit als Ihre als unnütz und Partyaktivismus diffamieren. Würden weniger Tiere geschlachtet, wenn die Anlage nicht gebaut wird? Ja, der Deutsche Markt an tierlichen Produkten ist gedeckt - bei "Hähnchen"fleisch sind es m.W. 103 %. Die Nachfrage in Afrika z.B. wird konstruiert. Wenn noch mehr Anlagen gebaut werden, dann für den Export und solange es Exportsubventionen gibt und den ganzen Scheiß, wird es auch möglich sein, Fleisch zu exportieren. Wenn dieser Schlachthof gebaut wird, dann auch mindestens 400 neue Anlagen. Bevor Sie mir unterstellen, ich würde die Wichtigkeit der veganen Ernährung unterschätzen, sagen Sie doch mal, woher Sie die Information nehmen, dass die Aktivist_innen vor Ort sich nicht bemühen, den Menschen nahezubringen, ihren Einfluss anzuerkennen und Konsequenzen zu ziehen. Die meisten Menschen dort im Ort lesen kein maqi, die wenigsten hätten sich ohne den Kontakt zu den Besetzer_innen mit dem Tierbefreiungsgedanken, bzw. Veganimus auseinandergesetzt.
Ich finde es äußerst blöd, innerhalb der Bewegung rumzupöbeln, anstatt zu versuchen, besser und konstruktiver zusammenzuarbeiten. Es ist kontraproduktiv und müßig, Debatten zu führen, ob alle direkt mit Menschen kommunizieren, vorm PC hocken oder direkte Aktionen durchführen sollten - es werden sowieso nicht alle das gleiche machen. Abgesehen davon, dass ich davon überzeugt bin, dass eine große Bandbreite an Aktionismus Sinn macht, da auch nicht alle Menschen, die wir erreichen wollen, gleich sind.
Wenn Kritik dann bitte konstruktiv und nicht "alles außer dem, was ich mache, ist scheiße"
Ich bin mir sicher, dass "so ein Camp" auch nicht immer Spaß macht und dass vor Ort auch Infomaterialien zur Aufklärung vorhanden sind.
Mit dem Wunsch, dass es Ihnen gelingen mag, Ihre Frustration nicht gegen die Bewegung zu richten, die für Tierbefreiung kämpft - Micha
09.07.2010 18:33 Uhr
von Achim Stößer:
Es handelt sich nicht wirklich um "Hähne" (also männliche Hühner), allenfalls zur Hälfte. "[Mast-]Hähnchen" sind Hühnerküken beiderlei Geschlechts, die im Alter von 33 Tagen (also eben als Küken, die Geschlechtsreife tritt erst mit fünf Monaten ein) ermordet werden.
Doch was bringt der Widerstand gegen die Anlage nach dem St.-Florian-Prinzip? Würden weniger Hühner ermordet, wenn sie nicht gebaut würde? Natürlich nicht. Die Nachfrage bleibt weiter bestehen und somit werden die Küken allenfalls andernorts gequält (sie leiden allein schon,. weil es sich um Qualzuchten handelt, die binnen eines Monats ein enormes Gewicht erlangen müssen - vergleichbar einem menschlichen Säugling im Sumoringerformat), ehe ihnen nach gut einem Monat die Kehle aufgeschlitzt wird.
Die einzige wirkliche Lösung - so einfach und naheliegend sie ist, wird ignoriert: Veganismus. Da genügt das Backen veganen Sonntagskuchens auf einem Protestcamp zur Verlagerung des Problems aber nicht ...
Aber so ein "Camp" bringt natürlich mehr Spaß als echte Tierrechtsarbeit (und ist taz-würdiger als harte Aufklärung). Und so wird natürlich auch statt eines Bilds der Opfer - http://tierrechtsbilder.de - lieber das eines als Postkutschenräuber kostümierten "Aktivisten" gezeigt.
Achim Stößer
Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus / http://maqi.de
09.07.2010 18:32 Uhr
von p. von mühlenen:
Guten Tag
ich finde es dekadent sowas in der heutigen zeit zu bauen!! aus ökologischer sicht einfach nicht nachvollziehbar. der fleischkonsum sollte reduziert und nicht ausgebaut werden! für 1 kg. Fleisch braucht es beispielsweise 80 badewannen wasser!!! (siehe Stern vom 27.5.2010.
Tierfreundliche Grüsse aus der Schweiz
P. von Mühlenen
09.07.2010 17:24 Uhr
von Antonietta:
Größer - schneller - billiger:
Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.
Mediziner warnen seit Jahren die Verbraucher vor Medikamentenanreicherungen in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Es gilt als gesichert, daß Antibiotikaanreicherungen im Fleisch, speziell im Schweinefleisch, die Hauptursache für die hochbrisante Antibiotikaresistenz beim Menschen sind. Immer mehr Menschen sprechen selbst auf hohe Antibiotikadosen nicht mehr an.
09.07.2010 16:49 Uhr
von Nell Andris (fem.):
Warum verstehen die Menschen nicht endlich, dass es ein Fehler ist, Tiere zu essen?
Die menschliche artgerechte Ernährung ist pflanzlich! So kann es doch nicht weitergehen - immer grössere Mastbetriebe, immer mehr Tiere, immer grössere Schlachthäuser... das Leid, das wir den Tieren antun kommt auf uns zurück - das ist der Grund, warum unsere Gesellschaft immer brutaler wird und immer mehr degeneriert. Der neue Mensch lebt vegan!
09.07.2010 16:01 Uhr
von chasen:
Vielen Dank an die Aktivisten! Hoffentlich haben sie Erfolg!
Unglaublich, dass bei der Tiermast immer noch Gigantomanie herrscht statt Umstellung auf artgerecht und biologisch...
Aber solange so viele die billigen Hähnchenbrustfilets kaufen und die Reste sich super nach Afrika verschachern lassen wird sich das wohl nicht ändern.
Zuschüsse von der EU gibt es bestimmt auch dafür.
Ich esse nur noch Hühnchen, die ich selbst erlegt habe (die letzten Jahre also keine :)
09.07.2010 13:20 Uhr
von Lars:
Go Vegan!
http://www.youtube.com/watch?v=8zVL9lDW7RE
http://video.google.com/videoplay?docid=6361872964130308142#
09.07.2010 13:16 Uhr
von Hack The Planet:
Mir wird schlecht.
09.07.2010 13:08 Uhr
von candy:
Es ist nicht nur Celle betroffen. Im Landkreis Peine sind mehrere Hähnchenmastanlagen geplant - nicht eine einzige wird von den Einwohnern toleriert, es gibt Bürgerinitiativen und Protestaktionen in jedem Dorf, aber die Lokalpolitiker treiben das Projekt ungeachtet dessen zügig voran. Die Peiner Allgemeine Zeitung kapriziert sich auf freundlich-neutrale Berichterstattung statt ordentlicher Recherche und deutlicher Worte.
Hier wird eine ganze Region gegen den Willen der Menschen verschandelt und entwertet! Nebenbei sind die Anlagen so geplant, dass ihre Größe knapp unter der Grenze für eine Filterpflicht liegt. Es steht zu befürchten, dass die Anzahl von reaktiven Atemwegserkrankungen in naher Zukunft erheblich ansteigen wird, für diese Art Feinstaub gibt ja anscheinend keine Plakette.
Am Samstag, 10.7.10, findet auf dem Marktplatz in Peine ab 10h eine Kundgebung statt. Unterstützung ist sicher willkommen...
09.07.2010 10:51 Uhr
von Rieke:
Oh, bitte, bitte wird diese Anlage niemals gebaut- weder bei Celle noch anderswo!
Die Tierrechtler sind konsequent, aber bei den Bürgern frage ich mich, wie viele von ihnen wohl selber gerne Fleisch essen und sich die Problematik somit selber heranzüchten.
09.07.2010 10:30 Uhr
von Peter:
Es muss ein Umdenken bei der Bevölkerung einsetzen, wer gesehen hat wie diese Tiere dort misshandelt werden, der wird nicht mehr so einfach zum billig Fleisch greifen.
09.07.2010 10:14 Uhr
von Luftschloss:
Selbst wenn ich es wollte, ich hätte weder die Zeit noch die finanziellen Mittel mich seit Juni da niederzulassen. Schon merkwürdig…
Nun gut, vielleicht fahre ich die JungsInnen mal besuchen. Doch vorher kaufe ich an einer Grillhähnchenbude was gutes für die ganze Truppe.
09.07.2010 05:41 Uhr
von putenbrust:
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Wichtige Lebensweisheit für alle, die Tiere und tierische Produkte essen.
08.07.2010 23:24 Uhr
von vantast:
Da kommt die heutige Meldung rechtzeitig: neuer, resistenter Erreger in vielen luftdicht verpackten Fleischportionen gefunden. Aber auch das wird Aasesser nicht beeindrucken, die halten das aus.
08.07.2010 18:21 Uhr
von die Schnecke:
Wenn das noch irgendwie Tiergerecht ist fress ich
gleich einen Staubsauger !
Auch wenn ich sowieso Vegetarierin bin. DIESES
FLEISCH, würde ich erst recht nicht essen.
Warscheinlich ist es voller: Angsthormone
Stresshormone
Medikamente
Mein guter Rat:
Wenn man nicht auf Fleisch verzichten kann, sollte
man bewusster einkaufen.
WIR ermöglichen mit unseren
``Je billiger, je Lieber `` solche
Sauereien !!
Liebe Grüße
Nadja die Schnecke