Segeln lernen auf einem alten Schiff ist spannend und erholsam. Doch historische Kähne dürfen in Dänemark meist nicht mehr anlanden. Und auch deutsche Bürokraten verlangen schwer zu erfüllende Sicherheitsstandards. VON HEIKE AGHTE
Hier geht es nicht um Sicherheit, hier geht es um Ideologie. KLar sollten Brandschutz und Rettungsmittel beachtet werden, aber geschmackliche Vorlieben als traditionelle Vollkommenheit zu tarnen und in die Sicherheitsrelevanz miteinzubringen finde ich höchst kritisch. Schließlich ist Geschmack selten Objektiv. ich zum Beispiel finde KäptnBlaubärs Kommentar eher geschmacklos. Was an Bord solcher Schiffe an Arbeit und Wohlfahrtsgewinn geleistet wird können wir uns glaube ich kaum vorstellen und das gehört anerkannt und nicht verboten
02.08.2010 10:47 Uhr:
von KäptnBlaubär:
Moin in die Runde, wußte gar nicht das die "Sigandor" ein Traditionsschiff ist.M. E. sind doch nur Tradischiffe die,welche bei der Kiellegung als Segelschiff erbaut wurden und nicht Jahre später umgebaute Blecheimer. Aber dem Küstenklatsch nach besitzt Herr Kapitän Blumberg auch noch das Segelschiff Freedom und kämpft auch hier um die Anerkennung als Tradionsschiff.(ehemaliger Fischfänger in Polen) Es ist bei solchen Um-und Nachbauten bitte von einem Standart der Neubauten auszugehen, da sonst Menschen gefährdet werden können.Daher sollten alle solche Konstrukte streng nach den aktuellen Vorgaben der See-Berufsgenossenschaft überprüft werden. Und wer diesem hohen Standartnicht folgen kann, gehört nicht mit Gästen auf das Wasser oder sogar über Nacht auf die See.Allzeit...
31.07.2010 15:03 Uhr:
von Dirk Festerling:
"Und auch deutsche Bürokraten verlangen schwer zu erfüllende Sicherheitsstandards." Der Satz hätte auch prima zur Loveparade-Vorberichterstattung gepasst. Warum erwähnt Ihr im Artikel keinen einzigen dieser Sicherheitsstandards? Ich arbeite im Bereich Arbeitssicherheit und muß mir ständig anhören, wie umständlich die Regeln sind. Stimmt. Sind sie teilweise. Einige schießen weit über den ursprünglichen Anlaß hinaus. Aber mal pathetisch formuliert: Die meisten dieser Regeln sind mit Blut geschrieben. Meistens mußte erstmal etwas schiefgehen, ehe überhaupt Regelungsbedarf empfunden wurde. Ich segle selber auch gerne mit Gruppen auf Traditionsseglern. Prima Sache für Gruppendynamik oder auch nur, um Städtern Wetter mal wieder nahe zu bringen. Statt Diabetikerkindern sieht man aber auch durchaus Management-Incentives an Bord von Segelschiffen gehen, die abgesehen von der Bettenbreite durchaus Sterne-Hotel-Standard anstreben. Klar fallen Gänge im Schiff traditionsgemäß eher eng aus und jede Öffnung im Schiff ist ein strukturelles Problem, aber kann man deshalb z.B. auf Fluchtweg- und Notausstiegsstandards verzichten? www.blackflag.eu zeigt eine Interessenorganisation der betroffenen Skipper.
30.07.2010 10:45 Uhr:
von Matthias:
Hola, da scheint mal ein Taz-mensch an bord gewesen zu sein ... auch nicht verkehrt... heute zufällig gefunden. Matthias PS: Wegen Motor: ich hatte bisher auch noch keine zeit gefunden, wenn Du Montag welche hast, umso besser - sonst rufe ich dann an. Gib nochmalBescheid.
Leserkommentare
14.09.2010 17:10 Uhr:
von Saubermann:
Hier geht es nicht um Sicherheit, hier geht es um Ideologie. KLar sollten Brandschutz und Rettungsmittel beachtet werden, aber geschmackliche Vorlieben als traditionelle Vollkommenheit zu tarnen und in die Sicherheitsrelevanz miteinzubringen finde ich höchst kritisch. Schließlich ist Geschmack selten Objektiv. ich zum Beispiel finde KäptnBlaubärs Kommentar eher geschmacklos. Was an Bord solcher Schiffe an Arbeit und Wohlfahrtsgewinn geleistet wird können wir uns glaube ich kaum vorstellen und das gehört anerkannt und nicht verboten
02.08.2010 10:47 Uhr:
von KäptnBlaubär:
Moin in die Runde, wußte gar nicht das die "Sigandor" ein Traditionsschiff ist.M. E. sind doch nur Tradischiffe die,welche bei der Kiellegung als Segelschiff erbaut wurden und nicht Jahre später umgebaute Blecheimer. Aber dem Küstenklatsch nach besitzt Herr Kapitän Blumberg auch noch das Segelschiff Freedom und kämpft auch hier um die Anerkennung als Tradionsschiff.(ehemaliger Fischfänger in Polen) Es ist bei solchen Um-und Nachbauten bitte von einem Standart der Neubauten auszugehen, da sonst Menschen gefährdet werden können.Daher sollten alle solche Konstrukte streng nach den aktuellen Vorgaben der See-Berufsgenossenschaft überprüft werden. Und wer diesem hohen Standartnicht folgen kann, gehört nicht mit Gästen auf das Wasser oder sogar über Nacht auf die See.Allzeit...
31.07.2010 15:03 Uhr:
von Dirk Festerling:
"Und auch deutsche Bürokraten verlangen schwer zu erfüllende Sicherheitsstandards." Der Satz hätte auch prima zur Loveparade-Vorberichterstattung gepasst. Warum erwähnt Ihr im Artikel keinen einzigen dieser Sicherheitsstandards? Ich arbeite im Bereich Arbeitssicherheit und muß mir ständig anhören, wie umständlich die Regeln sind. Stimmt. Sind sie teilweise. Einige schießen weit über den ursprünglichen Anlaß hinaus. Aber mal pathetisch formuliert: Die meisten dieser Regeln sind mit Blut geschrieben. Meistens mußte erstmal etwas schiefgehen, ehe überhaupt Regelungsbedarf empfunden wurde. Ich segle selber auch gerne mit Gruppen auf Traditionsseglern. Prima Sache für Gruppendynamik oder auch nur, um Städtern Wetter mal wieder nahe zu bringen. Statt Diabetikerkindern sieht man aber auch durchaus Management-Incentives an Bord von Segelschiffen gehen, die abgesehen von der Bettenbreite durchaus Sterne-Hotel-Standard anstreben. Klar fallen Gänge im Schiff traditionsgemäß eher eng aus und jede Öffnung im Schiff ist ein strukturelles Problem, aber kann man deshalb z.B. auf Fluchtweg- und Notausstiegsstandards verzichten? www.blackflag.eu zeigt eine Interessenorganisation der betroffenen Skipper.
30.07.2010 10:45 Uhr:
von Matthias:
Hola, da scheint mal ein Taz-mensch an bord gewesen zu sein ... auch nicht verkehrt... heute zufällig gefunden. Matthias PS: Wegen Motor: ich hatte bisher auch noch keine zeit gefunden, wenn Du Montag welche hast, umso besser - sonst rufe ich dann an. Gib nochmalBescheid.